Berlinale 2017

Regisseurin Ana Lily Amirpour bei Berlinale Talents

Walking Home Ideas: Inspirational flows

Die Berlinale Talents gibt es nun seit 15 Jahren. Auch in diesem Jahr kommen wieder 250 Filmschaffende zu diversen Workshops ins Hebbel am Ufer. Dieses Jahr nach dem Motto: „Courage. Against All Odds“.

© Peter Himsel/Berlinale

Und mutig ist die US-Amerikanische Filmregisseurin Ana Lily Amirpour in jedem Fall: Bekannt wurde sie durch „A Girl Walks Home Alone“ – einem iranischen Vampir-Science-Fiction-Western. Diese skurrile Kombination war international erfolgreich und wurde 2014 auf dem Sundance Film Festival gezeigt. Ihre letzte gewagte Kombi: eine Liebesgeschichte in einem Kannibalen-Milieu – in „The Bad Batch“ waren sogar Hollywoodgrößen wie Jim Carrey oder Keanu Reves an Bord.

Beim Panel bei den Berlinale Talents hat sie sie ihre ersten Kurzfilme gezeigt und über ihr Gefühl gesprochen, eine Außenseiterin zu sein – und über ihre Inspiration für Filme. „Love ist the shit. If you find it, it will feed you.“ Und um einen Film zu machen, muss sie die Idee lieben. Herrlich mit anzusehen, wie sie mit ihrer hibbeligen und direkten Art den Moderator alle fünf Minuten aus der Fassung bringt. So ruft sie, als sie über den wünschenswerten Effekt ihrer Arbeit spricht: „I want a boner. I want boners all day. And I want the people around me to have boners, too!“ Während der Moderator noch nach neuen Worten ringt, ist sie auch schon hinter die Bühne gelaufen, kommt mit einer „Fuck Trump“-Cap zurück und bittet den Tonmacher ihren aktuellen Lieblingssong zu spielen. Alles in allem ist sie einfach eine herrlich erfrischende junge Künstlerin, die kein Wort vor den Mund nimmt und sehr gut in das Motto des Talents-Programms passt.

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