Berlins Badeseen

Der Zeuthener See: Badespaß in der Dahme-Wasserstraße

Der Zeuthener See liegt im Ortsteil Schmöckwitz im Südosten von Berlin und bildet eine natürliche Grenze zu Brandenburg. Vor allem das Berliner Ufer bietet sich an zum Spazieren, Joggen und Radfahren. Als Teil der Dahme-Wasserstraße ist der vier Kilometer lange und bis zu 4,4 Meter tiefe See auch ein beliebtes Ziel für Wassersportler:innen.

Der Zeuthener See ist eine natürliche Grenze zwischen Berlin und Brandenburg. Foto: Imago Images/F. Anthea Schaap

Baden im Berlin-Brandenburgischen Grenzgebiet

Genau genommen ist der Zeuthener See nur eine Verbreiterung der Dahme. Mehrfach weitet sich der Fluss und bildet eine Kette von Seen, bevor er in Köpenick in die Spree mündet. Auf der Berliner Seite grenzt der See an Rauchfangswerder, der südlichen Spitze einer Halbinsel zwischen Zeuthener See und Großer Zug. Das Nördliche Ende gehört zu Berlin-Schmöckwitz, wo sich die Dahme erneut verengt, bevor sie in den Lagen See und den Seddinsee übergeht. Das Brandenburgische Ufer im Westen wird von Zeuthen und Eichwalde im Landkreis Dahme-Spreewald eingenommen.

Wegen des Schiffverkehrs ist beim Schwimmen im Zeuthener See Vorsicht geboten. Zudem ist das westliche Ufer stark besiedelt. Baden geht man hier am besten im Strandbad Eichwald. Hier findet man eine großzügige Liegewiese, einen Spielplatz und einen tollen Blick auf den See. Das Berliner Ufer im Osten des Sees ist eher bewaldet, hier liegen die Besucher im Sand des Strandbad Schmöckwitz. Wer etwas länger am Zeuthener See bleiben möchte, kann etwas weiter südlich auf dem Campingplatz in unmittelbarer Nähe zum Wasser übernachten.

Nicht nur zum Schwimmen geeignet: Wassersport ist auf dem Zeuthener See auch möglich – oder auch einfach mal entspannen. Foto: Imago/Westend61

Paddeln, Angeln und Spazieren am Zeuthener See

Schon der deutsche Dichter Theodor Fontane überquerte den Zeuthener See 1874 und beschrieb dies in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“. Dabei dürfte er allerdings weniger modern ausgestattet gewesen sein, als die meisten Wassersportler:innen, die heute das Areal bevölkern. Ob Segeln, Rudern, Kanu fahren oder mit dem Motorboot unterwegs, der Zeuthener See ist ein vielbefahrenes Gewässer – es gibt zum Beispiel auch einen Verleih für Stand-Up-Paddler. Als Teil der Dahme-Wasserstraße wird er zudem von Berufsschiffer:innen zum Transport von Baustoffen und Kohle genutzt.

Auch Angler:innen schätzen den See, denn in ihm ist eine große Vielfalt an Fischen heimisch. Manche:r Angler:in zieht neben Barschen, Hechten, Zandern und Aalen auch schon mal einen Riesenwels an Land. Besonders beliebt ist das Angelrevier um den Zeuthener Wall. Die einzige Insel des Zeuthener Sees ist etwa 0,25 Hektar groß, darf allerdings nicht betreten werden.

Die Gegend um den See eignet sich bestens für ausgedehnte Spaziergänge und Wanderungen. So führt ein Teilstück des 32 Kilometer langen Fontane-Wanderwegs zwischen Berlin-Köpenick und Königs Wusterhausen durch Zeuthen und Eichwalde, vorbei am Zeuthener See.

Touri-Tipp Am westlichen Ufer gibt es durch die vielen privaten Seegrundstücke in Zeuthen nur wenige für die Öffentlichkeit freie Zugänge zum Zeuthener See. Der schönste ist ohne Frage der kleine Chinesische Garten.

Infos zum Besuch am Zeuthener See

  • Anreise Zum Zeuthener See gelangt man am besten mit der Tram 60 oder 68 zur Haltestelle Alt-Schmöckwitz. Über die Schmöckwitzer Brücke sind es dann nur fünf Minuten bis zum Strandbad Schmöckwitz und etwa elf Minuten zum Campingplatz. Wer mit dem Auto anreist, findet einen Parkplatz an der Seddinpromenade oder versucht sein Glück entlang der Wernsdorfer Straße oder dem Schwarzen Weg.
  • Adresse Lindenstr. 6, 15732 Berlin

Mehr erleben in Berlin

Badespaß und Entspannung findet man auch an diesen Badeseen in Berlin: Klassiker und andere Ufer. Richtig aktiv wird man beim Wassersport in Berlin: 12 Kajak-, SUP- und Bootsverleihe mit guten Angeboten. Wer die Hauptstadt lieber vom Ufer aus genießen möchte, findet hier 12 schöne Orte am Wasser in Berlin: von Urbanhafen bis Neu-Venedig. Die Seele baumeln lassen, das geht auch abseits vom Wasser in Berlins Parks und Gärten: die schönsten Grünanlagen der Stadt.

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