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Berlin verstehen

Heiß, heißer, Berlin: 100 Jahre Schwimmen und Baden in der Hauptstadt

Wenn die Temperaturen klettern und klettern, an der 25-Grad-Marke vorbei und auf die 30 Grad zu und manchmal darüber hinweg, zieht es die Berliner*innen an die Seen und in die Schwimmbäder. Baden und Schwimmen ist im Glutofen Berlin dann die einzige akzeptable Beschäftigung. Manche Berliner*innen bleiben den ganzen Tag im Wasser und lassen sich auf Schwimmringen treiben, andere brutzeln in der Sonne, bis sie aussehen wie Bratwürstchen. Und manche zeigen stolz die ihre neue Badehose.

Wenn es richtig warm wird und die Badeanstalten drohen, aus allen Nähten zu platzen, müssen manchmal auch städtische Brunnen herhalten. Das ist nicht erst seit 20 Jahren so, sondern seit jeher. Vor gut 100 Jahren aber haben Menschen angefangen, diese besonderen Sommermomente mit Kameras festzuhalten. Auch damals schon gab es die Brutzler*innen, Fashion Victims und die, die nicht baden, sondern sportlich schwimmen gegangen sind. Aber eigentlich ist es ja egal, ob sie baden oder schwimmen: Wir haben 12 Bilder zum Thema Baden und Schwimmen in Berlin in den letzten 100 Jahren zusammengestellt.


Ungefähr 1915, Strandbad Heiligensee

Berlin: Baden und Schwimmen in den letzten 100 Jahren
Die einen tragen im Strandbad schicke Marlene-Hosen, die anderen sind zum Baden da. Foto: imago images/Arkivi

Plantsche im Schillerpark, ungefähr 1915

Baden und Schwimmen in Berlin: In der nördlichen Ecke des Schillerparks, dort, wo er ans Englische Viertel grenzt, gab es früher eine Planschwiese. Foto: imago images/Arkivi
In der nördlichen Ecke des Schillerparks, dort, wo er ans Englische Viertel grenzt, gab es früher eine Planschwiese. Foto: imago images/Arkivi

Strandbad Heiligensee, ungefähr 1915

Berlin: Baden und Schwimmen in den letzten 100 Jahren
Einen 10-Meter-Sprungturm, wie es ihn früher im Strandbad Heiligensee gab, sucht man heute in den Strandbädern vergeblich. Foto: imago images/Arkivi

Strandbad Wannsee, ungefähr 1935

Berlin: Baden und Schwimmen in den letzten 100 Jahren
Schicke Bikinis und Badeanzüge gab es auch schon vor 90 Jahren. Ansonsten gab es für viele Menschen aber wenig Schönes in dieser Zeit — wegen der Nazis. Foto: imago images/Arkivi

Wieder im Strandbad Wannsee, ungefähr 1958

Gut besucht war das Strandbad Wannsee auch in den 1950er Jahren. Foto: imago images/Gerhard Leber

FKK-Strand im Grunewald, ungefähr 1970

Berlin: Baden und Schwimmen in den letzten 100 Jahren
Freikörperkultur gab es nicht nur im Osten der Stadt, sondern zum Beispiel auch, wie hier, im Grunewald. Foto: imago images/Gerhard Leber

Sonnenbaden am Müggelsee, 1970

Baden und Schwimmen in Berlin: Und die Haare saßen in den 70ern bei vielen sozialistischen Werktätigen auch am Strand. Foto: imago images/Marco Bertram
Und die Haare saßen in den 70ern bei vielen sozialistischen Werktätigen auch am Strand. Foto: imago images/Marco Bertram

FDJler am Alex, 1979

1979 fand das Nationale Jugendfestival der DDR in Ost-Berlin statt — am Alex suchten die Jugendlichen im heißen Sommer Abkühlung. Foto: imago images/SMID

Abkühlung am Alex, ebenfalls 1979

Berlin: Baden und Schwimmen in den letzten 100 Jahren
Auf dem Alex staut sich die Hitze. Eigentlich eine gute Idee, sich in Wasserkaskaden am Fernsehturm zu stellen. Da musste man auch kein FDJ-Blauhemd tragen. Foto: Imago/SMID

Überfülltes Freibad am Insulaner, ungefähr 1985

Berlin: Baden und Schwimmen in den letzten 100 Jahren
Überfüllte Freibäder sind zumindest in Berlin kein neues Phänomen. Foto: imago images/Günter Schneider

Freibad im Monbijoupark, 1994

Mitten in Mitte können sich Kinder auch heute noch im Kinderbad Monbijou erfrischen. Foto: imago images/Seeliger

Brunnen am Breitscheidplatz, 2003

Der Sommer 2003 gilt als Jahrhundertsommer. Hier erfrischen sich die Menschen kurz am Brunnen auf dem Breitscheidplatz. Foto: imago images/PEMAX

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