• Ausflüge
  • Berliner Berge: Von Dünen und Hügeln bis zum erhobenen Stadtpark

Ausflüge

Berliner Berge: Von Dünen und Hügeln bis zum erhobenen Stadtpark

Berlin mag für vieles bekannt sein, nicht aber für seine Hügellandschaft. Dabei hat die Hauptstadt doch einiges an Anhöhen und Erderhebungen zu bieten! Wir geben Aufschluss über Berliner Berge, seit wann sie stehen, wie man hinkommt und, gerade zu Winterzeiten wichtig: ob es sich auf ihnen rodeln lässt.


Ahrensfelder Berge

Weiter Blick übers Berliner Umland in den Ahrensfelder Bergen. Foto: Imago Images/Shotshop

Die Ahrensfelder Berge waren ursprünglich knapp 70 Meter hohe Wälle, die ab 1981 als Bauschuttkippe genutzt worden. Seit 1991 ist das Gelände zum Landschaftspark umgestaltet worden, 2008 wurde die Anhöhe noch einmal zusätzlich um eine Aussichtsplattform aufgeschüttet.

Höhe: 114,5 m ü NHN
Lage: Wuhletal
Anfahrt: Haltestelle Betriebsbahnhof Marzahn, Trams 16, 18, 27, M6, M8, M17 und Busse 197 und X54
Entstehungszeit: 1991/2008
Besonderheit:
Wanderwege: Im Umkreis der Ahrensfelder Berge befinden sich das Wuhletal, zahlreiche Parks und die Gärten der Welt, die sich zum erweiterten Spaziergang erschließen lassen.
Rodelmöglichkeiten: Es gibt eine Rodelbahn am Nordwesthang der Aufschüttung.


Arkenberge

Berliner Berge: Höchster Berg Berlins, Rodelparadies und doch recht flach in der Optik: Der Arkenberg. Foto: Imago Images/Jürgen Ritter
Höchster Berg Berlins, Rodelparadies und doch recht flach in der Optik: Der Arkenberg. Foto: Imago Images/Jürgen Ritter

Ursprünglich waren die Arkenberge eine natürliche Höhenansammlung in Blankenfelde, an der sich um 1930 eine gleichnamige Siedlung manifestierte. Im Zuge des Baus und der Entstehung der Berliner Außenringtrasse wurde diese aber größtenteils abgetragen. Die heutige Anhöhe ist eine künstliche Aufschüttung aus Bauschutt – und sind inzwischen die höchsten der Berliner Berge. Für das Gelände ist ein Naherholungsgebiet samt Skiabfahrt geplant, Östlich der Aufschüttung gibt es schon jetzt einen Kiessee mit FKK-Strand.

Höhe: 121,9 m ü NHN
Lage: Blankenfelde
Anfahrt: Haltestelle Arkenberge, Bus 107
Entstehungszeit: 1984
Besonderheit: Seit 2015 höchster Berg Berlins
Wanderwege: Westlich und nordwestlich der Berge liegen das Tegeler Fließtal und die Schönerlinder Teiche, die ebenfalls einen Abstecher wert sind.
Rodelmöglichkeiten: Ja


Dörferblick

Berliner Berge am Stadtrand: Der Dörferblick bietet guten Ausblick über die Landesgrenze zwischen Berlin und Brandenburg. Foto: Imago Images/F. Anthea Schaap

Alte Trümmerkippe, die nach dem Mauerbau in unmittelbarer Nähe zur Eingrenzung auch als Müllkippe genutzt, in den 1970er-Jahren letztlich aber als Naherholungsgebiet umgewandelt. Die wegen biochemischer Prozesse unbepflanzte Erhöhung bietet guten Ausblick über die gesamte Umgebung, insbesondere die nahegelegenen Dörfer – daher der Name.

Höhe: 85,6 m ü NHN
Lage: Rudow
Anfahrt: Haltestelle Kapaunenstraße, Bus 271 (Mit Spaziergang: U-Bahnhof Rudow, U7; Bahnhof Schönefeld, RB14, RB22, RE7, S9, S45)
Entstehungszeit: 1958
Besonderheit: Unbepflanzte Bergspitze
Wanderwege: Statt der Anreise mit dem Bus lässt sich der Berg vom U-Bahnhof Rudow auch zu Fuß erschließen, entlang des Rudower Fließ und der Landesgrenze. Der Weg lässt sich auf dem Abstieg ostwärts zum Flughafenbahnhof Schönefeld fortsetzen.
Rodelmöglichkeiten: Ja


Neuer Hahneberg

Berliner Berge: Ohne die Aushebungen fürs Fort Hahneberg gäbe es wohl den neuen Hahneberg auch nicht. Foto: Imago Images/Jürgen Heinrich
Ohne die Aushebungen fürs Fort Hahneberg gäbe es wohl den neuen Hahneberg auch nicht. Foto: Imago Images/Jürgen Heinrich

Auf dem unweit gelegenen alten Hahneberg liegen die Überreste des Fort Hahneberg, die besichtigt werden können. Der neue Hahneberg ist eine künstliche Aufschüttung, die allerdings kein Trümmerberg ist. Im Winter erfreut sich das Areal großer Beliebtheit als Rodelstrecke.

Höhe: 87,6 m ü NHN
Lage: Berlin-Staaken
Anfahrt: Haltestelle Hahneberg, Bus M37, M49
Entstehungszeit: 1970er Jahre
Besonderheit: Bruno-H.-Bügel-Sternwarte
Wanderwege: Südlich Spandaus lässt es sich gut vom Dorf Gatow zum Hahneberg wandern.
Rodelmöglichkeiten: Ja


Havelberg

Hotspot für Berliner Berge: Kaum eine berliner Gegend weist so viele Anhöhen auf wie der Grunewald. Foto: Imago Images/Christian Spicker

Der Havelberg mag zwar nicht die höchste Erhebung Berlins sein, hat wegen seines stetigen, langen Anstiegs aber unter Läufer*innen und Mountainbiker*innen dennoch einen gewissen Ruf – dort heißt er entweder „Langer Jammer“ oder „Panzerberg“, weil er einiges an Ausdauer abverlangt und quälend langsam macht.

Höhe: 96,9 m ü NHN
Lage: Grunewald
Anfahrt: S-Bahnstation Grunewald, S3, S5, S7; Haltestelle Grunewaldturm, Bus 218
Entstehungszeit: Eiszeit
Besonderheit: Dritthöchster natürlicher Berg in Berlin
Wanderwege: Inmitten des Grunewalds gelegen, bietet sich der Havelberg als Teilstation eines ausgedehnten Marsches an, startend von der Station Nikolassee entlang des Havelufers, nach dem Passieren des Havelberges lohnt noch ein Abstecher auf den nahegelegenen Karlsberg mitsamt des Grundewaldturms. Die Tour endet am Olympiastadion.
Rodelmöglichkeiten: unbekannt


Karlsberg

Berliner Berge: Der Grunewaldturm auf dem Karlsberg. Foto: Imago Images/Shotshop
Der Grunewaldturm auf dem Karlsberg. Foto: Imago Images/Shotshop

Ein Spaziergang im Grunewald hat sprichwörtlich Höhen und Tiefen: Nirgendwo gibt es mehr Berliner Berge als hier. So auch der Karlsberg – die natürliche Anhöhe, benannt nach dem Sohn des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm III., ist beliebtes Ziel für Radfahrer*innen und Jogger*innen. Vom Grunewaldturm gibt es einen guten Überblick über die Havel.

Höhe: 78,5 m ü. NHN
Lage: Grunewald
Anfahrt: S-Bahnstation Grunewald, S3, S5, S7; Haltestelle Grunewaldturm, Bus 218
Entstehungszeit: Eiszeit
Besonderheit: Grunewaldturm
Wanderwege: Siehe Havelberg, Teufelsberg
Rodelmöglichkeiten: Unbekannt


Kienberg

Die Aussichtsplattform Wolkenhain auf dem Kienberg. Foto: Imago Images/Imagebroker

Viele Berliner Berge sind Hybride: Der Kienberg war ursprünglich eine natürliche Anhöhe, die in den 1980er-Jahren durch Bauschuttaufschüttungen auf die heutige Größe anwuchs. Die Gärten der Welt sind hier schon länger vor Ort, 2017 fand hier die Internationale Gartenausstellung statt.

Höhe: 102,2 m ü. NHN
Lage: Hellersdorf
Anfahrt: U-Bahnhof Kienberg – Gärten der Welt, U5, Bus 197
Entstehungszeit: Eiszeit/1981
Besonderheit: Seilbahn, Sommerrodelbahn, Gärten der Welt
Wanderwege: Um den Kienberg herum liegen die Gärten der Welt, die sich bestens für einen ausgedehnten Spaziergang eignen.
Rodelmöglichkeiten: Die Bobbahn ermöglicht Rodelspaß auch im Sommer, einzelne Hänge bieten sich auch im Winter an.


Kreuzberg

Berliner Berge: Idyll inmitten der Stadt: Der auf dem Kreuzberg liegende Viktoriapark mit seinem Wasserfall. Foto: Imago Images/Schöning
Idyll inmitten der Stadt: Der auf dem Kreuzberg liegende Viktoriapark mit seinem Wasserfall. Foto: Imago Images/Schöning

Im Südwesten Kreuzbergs liegt die namensgebenden Erhebung des Viertels. Gemeinhin ist der Berg eher als Victoriapark mitsamt seines Wasserfalls bekannt, ein Idyll im sonst eher geschäftigen Bezirk. Der Name geht auf das gusseiserne Nationaldenkmal zurück, das der napoleonischen Kriege gedenkt.

Höhe: 66 m ü. NHN
Lage: Kreuzberg
Anfahrt: U-Bahnhof Mehringdamm, U6, U7, Bus 140, M19 oder U-Bahnhof Platz der Luftbrücke, U6, Bus 104, 248
Entstehungszeit: Eiszeit
Besonderheit: Denkmal mit Aussichtsplattform, künstlich angelegter Wasserfall, Weinanbaugebiet
Rodelmöglichkeiten: Nicht sonderlich schnell, aber beliebt.


Mörderberg

Berliner Berge: Statt über Moorlandschaft blickt man vom Mörderberg inzwischen über satte Felder. Foto: Imago Images/Ulli Winkler
Statt über Moorlandschaft blickt man vom Mörderberg inzwischen über satte Felder. Foto: Imago Images/Ulli Winkler

Auch Marderberg genannt, die Bezeichnung leitet sich ursprünglich von Modder her, in Anspielung auf die eher sumpfige Landschaft, die hier um 1700 herrschte. Neben einem Golfplatz bietet die Gegend zusätzlich noch verlassene Polizeikasernen.

Höhe: 56,6 m ü. NHN
Lage: Malchow
Anfahrt: Haltestelle Mörderberg, Bus 154
Entstehungszeit: unbekannt
Besonderheit: ehemaliges Sumpfgebiet
Wanderwege: Von der S-Bahnstation Blankenburg durch den Ort lässt sich der nicht gerade mörderisch hohe Mörderberg erschließen, der Golfplatz Pankow begutachten und schließlich vorbei am Malchower See die Tour an der S-Bahnstation wieder beenden.
Rodelmöglichkeiten: unbekannt


Großer Müggelberg

Ein Gipfelkreuz weist auf den höchsten natürlichen „Berg“ Berlins hin. Foto: Imago Images/Schöning

Der Müggelberg ist die höchste natürliche Erhebung Berlins. Unweit des Müggelsees gelegen und stark bewaldet ist er in der flachen Umgebung dennoch derart hervorstechend, dass selbst der unvermeidliche Theodor Fontane sich in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg ihrer annahm.

Höhe: 114,7 m ü. NHN
Lage: Treptow-Köpenick
Anfahrt: Haltestelle Rübezahl, Bus 169
Entstehungszeit: Eiszeit
Besonderheit: Höchster natürlicher Berg Berlins
Wanderwege: Ausgehend vom Restaurant Rübezahl am Müggelsee den südlichen Waldweg einschlagen, vorbei am kleinen Teufelssee mitsamt knorrigen Bäumen und Moorlandschaft. Von dort gabelt sich der Weg zum Aussichtsturm des kleinen Müggelbergs, durch den Wald den großen Müggelberg hinauf. Hin und wieder kreuzt sich der Weg mit der alten Rodelstrecke.
Rodelmöglichkeiten: Eine alte, mittlerweile stillgelegte Rodelstrecke, im Sommer gern von Mountainbiker*innen genutzt.


Kleiner Müggelberg

Blick auf den Müggelturm nebst ehemaligem Restaurant. Foto: Imago Images/POP-EYE

Zwei Berliner Berge, direkt nebeneinander: Der kleine Müggelberg steht unweit westlich des großen Müggelberges, beide sind über einen Wanderweg verbunden. Auf dem Gipfel bietet der Müggelturm weite Aussicht, das stillgelegte Restaurant erfreute sich einst großer Beliebtheit.

Höhe: 88,3 m ü. NHN
Lage: Treptow-Köpenick
Anfahrt: Haltestelle Rübezahl, Bus 169
Entstehungszeit: Weichseleiszeit
Besonderheit: Aussichtsturm, Er steht neben dem höchsten natürlichen Berg Berlins.
Wanderwege: Siehe großer Müggelberg
Rodelmöglichkeiten: Ja, siehe großer Müggelberg


Murellenberge

Berliner Berge: Die Berliner Waldbühne am Murellenberge. Foto: Imago Images/POP-EYE
Die Berliner Waldbühne am Murellenberge. Foto: Imago Images/POP-EYE

Die Murellenberge sind verschiedene Erhebungen von Höhen bis zu 66m, einer Schlucht und diversen Wald- und Wiesenbeständen. Teile des nordwestlich ans Olympiagelände angrenzenden Geländes sind Naturschutzgebiet. Andere blicken auf militärische Nutzung zurück und werden heute von der Polizei als Übungsgelände genutzt. Auch eine Hinrichtungsstätte der Nationalsozialisten war hier, an die heute ein Gedenkpfad erinnert.

Höhe: 66 m ü. NHN
Lage: Westend, Olympiagelände
Anfahrt: S-Bahnhof Pichelsberg, S3, S9
Entstehungszeit: Eiszeit
Besonderheit: Naturschutzgebiet, Waldbühne
Wanderwege: Von der Station Pichelsberg vorbei an der Waldbühne, durch die Murellenschlucht zur Teltower Schanze, zurück über die Fließwiese, den Gedenkpfad entlang aufs Olympia-Gelände. Endpunkt an der Station Olympiastadion.
Rodelmöglichkeiten: Unbekannt


Oderbruchkippe

Das steinerne Eingangstor zum Volkspark Prenzlauerberg: Assoziationen zu Stonehenge? Imago Images/Rolf Zöllner

Einige Berliner Berge sind namentlich kaum erkenntlich: Eigentlich heißt die Oderbruchkippe Volkspark Prenzlauer Berg, und eigentlich ist die etwas unbekanntere Parkanlage auch schon lang keine Trümmerkippe mehr, der Spitzname hat sich dennoch gehalten. Einst Ackerland und Kleingartenkolonie, heute öffentliches Gut.

Höhe: 90,9 m ü. NHN
Lage: Prenzlauer Berg
Anfahrt: S-Bahnhof Landsberger Allee, S8, S41, S42, S85; Tram M5, M6, M8, M13; Bus 156
Entstehungszeit: 1971
Besonderheit: Die Parkwege sind größtenteils auf Basis von Fahrrinnen der LKW, die hier Trümmerschutt abgeladen haben.
Wanderwege: Von hier bieten sich Spaziergänge zum Weißensee oder dem weitaus belebteren Volkspark Friedrichshain an.
Rodelmöglichkeiten: Ja, die Rodelstrecke hier gilt als besonders beliebt und bietet schnelle wie auch seichte Abfahrten.


Püttberge

Unweit der Dünenlandschaft: Pittoreske Kanallandschaft in Klein-Venedig. Foto: Imago Images/Jürgen Ritter

Auch wenn sie mit bis zu 68 Metern Höhe nicht die gewaltigste Erhebung Berlins sind, sind die Püttberge (Pütt für klein) gleichzeitig die größte und höchste Dünenansammlung in Berlin und Brandenburg. Sie wurden zwar zwischenzeitig als Rodelbahn genutzt, stehen inzwischen allerdings unter Naturschutz.

Höhe: 68 m ü. NHN
Lage: Wilhelmshagen
Anfahrt: S-Bahnhof Wilhelmshagen, S3; Bus 161
Entstehungszeit: Eiszeit
Besonderheit: Sanddünen, Naturschutzgebiet
Wanderwege: Die Umgebung ist beliebtes Ausflugsziel mit zahlreichen Ferienhäusern und Pensionen, der erweiterte Dünenzug Wilhelmshagen-Woltersdorf und der Müggelsee bieten sich für Wanderungen an.
Rodelmöglichkeiten: Nein


Schäferberg

Berliner Berge: Blick auf den Schäferberg mit seinem markanten Fernmeldeturm. Foto: Imago Images/Frank Sorge
Blick auf den Schäferberg mit seinem markanten Fernmeldeturm. Foto: Imago Images/Frank Sorge

Der Schäferberg im Südwesten Berlins thront auf der Wannseeinsel. Als eine der höheren natürlichen Erhebungen der Hauptstadt schafft er es immerhin auf den fünften Platz und beherbergt neben dem Fernmeldeturm unter anderem einen Golfverein.

Höhe: 103,2 m ü. NHN
Lage: Insel Wannsee
Anfahrt: Haltestelle Friedenstr., Bus 316; Bahnhof Wannsee, RB21, RB33, RE1, RE7, RE56, S1, S7, Bus 114, 118, 218, 316, 318, 620, Fähre F10
Entstehungszeit: Weichseleiszeit
Besonderheit: Der Berliner Fernmeldeturm befindet sich hier, ist bislang aber nicht der Öffentlichkeit zugänglich.
Wanderwege: Vom Schäferberg ist die Pfaueninsel des Wannsees nicht weit, allein die Strecke von der S-Bahn-Station Wannsee ist ein kleiner Marsch durch das Viertel Wannsee und den Düppeler Forst.
Rodelmöglichkeiten: Unbekannt


Stolper Berge

Blick über den Düppeler Forst, in dem auch die Stolper Berge stehen. Foto: Imago Images/Meike Engels

Der beziehungsweise die Stolper Berge liegen unweit des Schäferbergs im Düppeler Forst. Die natürliche Anhöhe fällt etwas niedriger als sein Nachbar aus, ist unter Mountainbikefahrer*innen aber nicht minder beliebt.

Höhe: 96,6 m ü. NHN
Lage: Insel Wannsee
Anfahrt: Haltestelle Friedenstr., Bus 316; Bahnhof Wannsee, RB21, RB33, RE1, RE7, RE56, S1, S7, Bus 114, 118, 218, 316, 318, 620, Fähre F10
Entstehungszeit: Unbekannt
Besonderheit: Auf dem Gipfel liegt ein russisches Blockhaus, errichtet von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen.
Wanderwege: Siehe Schäferberg
Rodelmöglichkeiten: unbekannt


Teufelsberg

Berlins wahrscheinlich bekanntester Berg: Der Teufelsberg mit seiner Abhörstation-Ruine. Foto: Imago Images/Mehrdad Samak-Abedi

Der Trümmerberg im Grunewald ist mehrfach geschichtsträchtiges Areal: Überschüttete Weltkriegsruine, Ruine des Kalten Krieges, einst höchste Erhebung Berlins (heute zweithöchste), Streitobjekt zwischen Investor*innen und Naturschützer*innen. Dazu sind die leerstehenden Überbleibsel der Abhörstation mit ihren Kuppeln eines der beliebtesten Fotomotive für Berliner Cool Kids und zahlreiche Besucher*innen.

Höhe: 120,1 m ü. NHN
Lage: Grunewald
Anfahrt: S-Bahnstation Grunewald, S3, S5, S7, Bus 186, 349, M19; S-Bahnhof Heerstraße, S3, S9, Bus 218, 349, M49, X34, X49
Entstehungszeit: 1972
Besonderheit: Unter der Aufschüttung ruhen Ruinen des geplanten Universitätsgebäudes der „Reichshauptstadt Germania“. Während des Kalten Krieges wurde hier die alliierte Abhörstation errichtet, deren Ruinen heute zu besichtigen sind. Ein Teil des Teufelsberges ist Weinanbaugebiet.
Wanderwege: Der umliegende Grunewald, der naheliegende Teufelssee und der Drachenberg eignen sich perfekt für ausgedehnte Spaziergänge.
Rodelmöglichkeiten: Eine ehemalige Ski- und Rodelstrecke ist zwar offiziell gesperrt, wird aber nach wie vor gern genutzt.


Windmühlenberg

Berliner Berge: Die namensgebende Windmühle auf der Anhöhe Windmühlenberg. Foto: Imago Images/Jürgen Ritter
Die namensgebende Windmühle auf der Anhöhe Windmühlenberg. Foto: Imago Images/Jürgen Ritter

Seit 2002 ist der Windmühlenberg als kleines Naturschutzgebiet ausgewiesen, in dem letzte Bestände von einst im Berliner Umland weit verbreiteten Steppengräsern wachsen. Ursprünglich stand eine Windmühle auf der Anhöhe, die 1921 verkauft und bei den Dreharbeiten eines Films dem Drehbuch entsprechend abgebrannt wurde. Inzwischen wurde allerdings eine bauähnliche Windmühle auf dem Hügel aufgestellt.

Höhe: 52 m ü. NHN
Lage: Gatow
Anfahrt: Haltestelle Gatow Kirche, Bus 134, X34
Entstehungszeit: Eiszeit
Besonderheit: Naturschutzgebiet, Windmühle
Wanderwege: Ein Ausflug zum Windmühlenberg lässt sich gut mit einem ausgedehnten Spaziergang entlang der Havel verbinden, mit Blick auf den Grunewald und seine Anhöhen. Außerdem lockt nach dem Mühlenbesuch ein Abstecher in die Rieselfelder Karolinenhöhe nördlich der Anhöhe.
Rodelmöglichkeiten: Nein


Mehr Ausflugsmöglichkeiten

Nicht nur Berge gibts hier viel, auch Spaziermöglichkeiten: Wir haben 12 schöne Spazierrouten zusammengetragen. Viele Anhöhen liegen in Waldgebieten, daher bieten sich unsere Waldspaziergänge gut für ausgedehnte Routen an. Nicht nur Berge bieten guten Ausblick: Hier gibt es 12 schöne Aussichtspunkte in Berlin.