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Berliner Fähren: Wenn die Ziele an fernen Ufern liegen

Die Berliner Fähren gehören zum Stadtbild dazu. Sie schippern über die Flüsse und Seen, die sich durch die Hauptstadt ziehen wie Venen und Blutgefäße. Manchmal sind sie einfach praktisch, wie zum Beispiel die Fähre über den Tegeler See, die allen Autofahrer:innen einen langen Umweg erspart. Andere sind wiederum notwendig. So lässt sich das schwimmende Gasthaus Spreearche wohl kaum ohne Wassertransport erreichen. Wir stellen die wichtigen Berliner Fähren hier vor.


Autofähre Burchardi

Berliner Fähren: Die Autofähre der Familie Burchardi ist eine wunderbare Alternative zu Berlins verstopften Straßen. Foto: Lienhard Schulz/CC BY-SA 3.0
Die Autofähre der Familie Burchardi ist eine wunderbare Alternative zu Berlins verstopften Straßen. Foto: Lienhard Schulz/CC BY-SA 3.0

Zwischen den Bezirken Spandau und Reinickendorf fährt Berlins einzige Autofähre, betrieben von der Familie Burchardi. Vom Aalemannufer bis zur Promenade im Tegelort schwimmt sie 160 Meter über die Havel. Das ist insofern praktisch, da direkte Weg übers Wasser der kürzeste ist, die überlasteten Straßen nicht eingerechnet. Busse und Lkws finden übrigens auch Platz.

  • Autofähre Burchardi Aalemannufer 14, Spandau, Mo–Fr 6–20 Uhr, Sa-So 8-20 Uhr, für PKWs kostet das Ticket 1,80 €, für Erwachsene 0,60 €, für Kinder 0,30 €, weitere Infos findet ihr hier

Fähre Tegeler See

So eine Fahrt mit einer der Berliner Fähren über den Tegeler See ist doch ganz entspannt. Foto: Imago/Joachim Schulz
So eine Fahrt mit einer der Berliner Fähren über den Tegeler See ist doch ganz entspannt. Foto: Imago/Joachim Schulz

Im Tegeler See gibt es zwei schöne, bewohnte Fleckchen Land: Maiernwerder sowie Valentinswerder, eine der Berliner Inseln, die ihr unbedingt entdecken solltet. Natürlich könntet ihr Flossen überziehen, eine Sauerstoffflasche einpacken und elegant durch das Wasser gleiten. Das braucht ein wenig Ausdauer, ist aber bestimmt machbar. Einfacher wäre es aber mit einer Fähre vom Tegelort gemütlich rüberzufahren. Immerhin lässt sich in den Ferienanlagen vor Ort wunderbar Urlaub machen.

  • Fähre Tegeler See Tegelort, Reinickendorf, fährt bis August Fr-So ab 9.20 Uhr bis etwa 20 Uhr, 2.80 € pro Person, weitere Infos findet ihr hier

Fähre zur Pfaueninsel

Die Fahrt dauert nur wenige Minuten und eine Brücke hätte es wohl auch getan. Trotzdem: Die Fähre zur Pfaueninsel hat was – und sie ist älteste der Berliner Fähren. Foto: Imago/Frank Sorge
Die Fahrt dauert nur wenige Minuten und eine Brücke hätte es wohl auch getan. Trotzdem: Die Fähre zur Pfaueninsel hat was – und sie ist die älteste der Berliner Fähren. Foto: Imago/Frank Sorge

Seit 1821 können Besucher:innen mit einer Fähre zur Pfaueninsel fahren. Die Fährverbindung ist damit die älteste Berlins. Eine Fahrt lohnt sich. Neben dem kleinen Märchenschloss und dem von Peter Joseph Lenné erbauten Park gibt es auch freilaufende Pfauen zu sehen – daher der Name. Natur, Ruhe, Tiere, und dafür nur eine kleine Runde übers Wasser. Es könnte schlimmer sein. Alles Wichtige zur Pfaueninsel lest ihr übrigens hier.

  • Fähre zur Pfaueninsel Haltestelle Pfaueninsel (Bus 218), Öffnungszeiten Pfaueninsel: Mo-So 10–18 Uhr (bis 31.10.), Fährtickets kosten für Erwachsene 4 €, ermäßig 3€, weitere Infos findet ihr hier

Fähre Reiswerder

Auf zur Insel Reiswerder! Foto: Imago/Gerhard Leber

Irgendwie schön, die Insel Reiswerder. Es gibt viel Natur, einen Strand, eine Kleingartenkolonie. Und die ist deutlich zugänglicher als manch andere. Immerhin betreibt der zugehörige Verein Naturfreunde Baumwerder-Reiswerder eine Fähre hin zu ihrem geschätzten Eiland. Laubenpieper:innen bleiben also nicht zwangsläufig unter sich. In der Gaststätte „Inselbaude bei Udo“ könnt ihr vielleicht sogar mit ihnen ins Gespräch kommen.

  • Fähre Reiswerder Strandpromenade Tegeler See, Reinickendorf, Mo-So 8 Uhr bis Sonnenuntergang, Fährtickets kosten 3 €, weitere Infos findet ihr hier

Fähre Lindwerder

Die Fähre zur Insel Lindwerder ist schnell gerufen – via Klingel. Foto: Imago/Gerhard Leber
Die Fähre zur Insel Lindwerder ist schnell gerufen – via Klingel. Foto: Imago/Gerhard Leber

So richtig leicht hat es die Insel Lindwerder in der Havel nicht. Sie ist winzig und teilt sich dazu einen Namen mit einer Insel im Tegeler See. Dafür ist sie schön, bietet sogar ein Restaurant, ein gemütliches. Die Fähre dahin ist nur 200 Meter vom Parkplatz Lieper Bucht entfernt und kann schnell via Klingel gerufen werden.

  • Fähre Lindwerder Lieper Bucht, Steglitz-Zehlendorf, Mi–So 12–22 Uhr, Fährtickets kosten für Erwachsene 2 €, für Kinder bis 14 Jahre sind sie umsonst, weitere Infos findet ihr hier

Fähre zur Spreearche

Das Gasthaus Spreearche ist nur eine Fährenfahrt entfernt. Foto: Imago/Schöning

In der Müggelspree südlich von Friedrichshagen liegt das schwimmende Gasthaus Spreearche. Weit vom Ufer liegt sie nicht entfernt, trotzdem ist die Fahrt via Fähre die einfachste Option. Ihr müsst lediglich am Ufer des Müggelschlösschenwegs klingeln und ihr werdet abgeholt. Weitere Ideen für Restaurants am Wasser haben wir hier.

  • Fähre zur Spreearche Müggelschlösschenweg, Köpenick, bei schönem Wetter: Di–Fr 17–22 Uhr, Sa-So 12–22 Uhr, weitere Infos findet ihr hier

Mehr Berlin am Wasser

Bus, Bahn, Tram? Auch manche Berliner Fähren gehören zum öffentlichen Nahverkehr: Hier findet ihr alle BVG-Fähren im Überblick – mitsamt Streckenplänen. Wenn ihr mehr Zeit auf dem Wasser verbringen wollt, ohne nur von A nach B zu ziehen, bucht doch eine klassische Bootstour mit Ausflugsschiffen. Boote sind nicht euer Ding, das Wasser aber schon? In unserem Wasser-Guide findet ihr spaßigen Tipps für Abenteuer im kühlen Nass. Immer neue Ideen sammeln wir in unserer Rubrik „Ausflüge“.

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