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Brandenburg entdecken: Von Oberhavel über Ostprignitz-Ruppin bis in die Prignitz

Brandenburg hat so einiges zu bieten. Von weiten Landschaften über ruhige Seen bis hin zu verschlafenen Dörfern und gemütlichen Kleinstädten. Neben viel Entspannung und Aufregung erwartet euch auch so einiges Wissenswertes. Wir stellen euch in den kommenden Wochen interessante Orte in Brandenburg vor. Dabei gehen wir in alle Himmelsrichtungen und fangen hier im Nordwesten an.

Kommt mit auf eine Reise durch den Norden Brandenburgs: Wir starten in Oberhavel – mit Oberkrämer und Oranienburg –, fahren durch Ostprignitz-Ruppin an Herzberg (Mark) und Wustrau vorbei bis in den nordwestlichen Teil Brandenburgs nach Putlitz und Pritzwalk.

Frisches Brot aus dem Holzbackofen und leckeres Frühstücksbuffet von der Bäckerei Plentz

Um den Backofen herum entsteht jeden Freitag ein kleiner Markt, auf dem ihr Fisch, Obst und Gemüse sowie das Brot kaufen könnt. Foto: Bäckerei Plentz
Um den Backofen herum entsteht jeden Freitag ein kleiner Markt, auf dem ihr Fisch, Obst und Gemüse sowie das Brot kaufen könnt. Foto: Bäckerei Plentz

Startet euren Ausflug doch bei der Bäckerei Plentz. Am historischen Holzbackofen können Groß und Klein sehen, wie frisches, knuspriges Brot von den Altmeistern aus dem Ofen gezogen wird. Das Besondere am Ofen? Beim Zweiseitenfeuerungsofens sind beide Kammern zur Backkammer hin offen. Somit breiten sich die Flammen, der Rauch und das typische Buchenholzaroma bis in die Backkammer hinein aus. Die aus hauseigenem Sauerteig gebackenen Brote erhalten durch die hohe Anbacktemperatur eine feine knusprige Oberfläche und durch das Buchenholzaroma einen unnachahmlichen, einzigartigen Geschmack. 

Jeden Freitag findet außerdem ein kleiner Landmarkt rund um den Backofen statt. Es erwarten euch fangfrischer Fisch sowie Obst und Gemüse aus der Region. Das Frühstücksbuffet in der Filiale nebenan wappnet euch für eine Weiterreise durch Oberhavel. Frisch gestärkt lohnt sich ein Besuch im Freizeit- und Waldtierpark Germendorf oder eine Gang um den Mühlensee.

  • Bäckerei & Konditorei Plentz e.K. Dorfstraße 43, 16727 Oberkrämer, Mo-Fr 6-18 Uhr, Sa 6-17 Uhr, www.plentz.de

Ein Idyll in Oberhavel: Schloss und Park Sommerswalde

Das Schloss und der Park Sommerswalde liegt in Oberhavel, nördlich von Berlin. Foto: Tharpaland
Das Schloss und der Park Sommerswalde liegt in Oberhavel, nördlich von Berlin. Foto: Tharpaland

Entdeckt einen herrlichen Ort der Ruhe voller Geschichte. Besucht einzigartige Gebäudeensemble wie den „kleinen Reichstag“, dem die Originalpläne von Paul Wallot zugrunde liegen, das „Rote Rathaus“, die im orientalischen Stil erbaute Orangerie sowie ein Bedienstetenhaus.

Heute wird die Anlage in Oberkrämer vom Kadampa-Meditationszentrum „Tharpaland“ betrieben. Entdeckt das neue Café im Gartensaal oder den Geschenkeshop. Der Schlosspark ist ständig geöffnet, Café & Shop an Wochenenden und Feiertagen von 12 bis 17 Uhr. Führungen sind auf Anfrage möglich.


Schlosspark Oranienburg: Freizeitspaß und Entspannung für die ganze Familie in Brandenburg

Der 30 Hektar große Schlosspark Oranienburg hat einiges zu bieten: Wiesen, Spiellandschaften, Wasserspielplätze und mehr. Foto: Steffen Höft
Der 30 Hektar große Schlosspark Oranienburg hat einiges zu bieten: Wiesen, Spiellandschaften, Wasserspielplätze und mehr. Foto: Steffen Höft

Naturerlebnis, Gartenkunst und Freizeitspaß – all das lässt sich in Oranienburgs größtem Garten, dem 30 Hektar großen Schlosspark, finden. Weitläufige Wiesen und idyllische Gartenzimmer bieten in der Stadt nördlich von Berlin grenzenlose Entspannung und ganz viel spannend aufbereitetes Wissen.

Die große Spiellandschaft mit Kletterfelsen, Hüpfkissen, Trampolinen und Spielhaus lädt zum Toben, Hopsen, Klettern und Rutschen ein. Der dazugehörige Wasserspielplatz samt Schlosspark-Wal „OKI“ und wasserspeienden Vulkanen sorgt ebenso für riesigen Spaß und bringt Abkühlung in der warmen Jahreszeit.

Die Erwachsenen haben ihre herumtollenden, planschenden oder matschenden Kinder indes vom Rasen aus bequem im Blick. Auf dem Gelände finden sich zahlreiche Sitzgelegenheiten. Das Grüne Klassenzimmer mit dem kleinen Dino, ein Findlingspfad und die Schlosspark-Bienen sind übrigens auch immer einen Besuch wert.


Ziegeleipark Mildenberg: Das Abenteuerland an der Havel, eine Stunde nördlich von Berlin

Neben Führungen und multimedialen Attraktionen können Groß und Klein auch Bahnfahrten im Industrie- und Technikmuseum erleben. Foto: Ziegeleipark Mildenberg/Julia Nimke
Neben Führungen und multimedialen Attraktionen können Groß und Klein auch Bahnfahrten im Industrie- und Technikmuseum erleben. Foto: Ziegeleipark Mildenberg/Julia Nimke

Bildungsangebot oder Freizeitspaß? Warum nicht beides? Einst war das Zehdenicker Ziegeleirevier das größte Europas. Und heute? Wer ein besonderes Ausflugsziel für die ganze Familie sucht, hat hier den idealen Platz gefunden. Der Ziegeleipark Mildenberg ist ein Industrie- und Technikmuseum, gelegen im Herzen der Zehdenicker Tonstichlandschaft. Auf einer Fläche von 40 Hektar wird die Geschichte der Ziegelindustrie in Führungen und durch multimediale Attraktionen präsentiert.

Hautnah können sich Groß und Klein durch die alten authentischen Ringöfen und Maschinenhallen bewegen, selber bauen, kurbeln, stapeln, drücken, schauen und vor allem hören und fühlen, wie die Maschinen damals durch die Hallen dröhnten. Spannende Führungen, Bahnfahrten, große Spielwiese mit Kleintiergehege und Veranstaltungen: Erleben, erfahren und erkunden könnt ihr so einiges im Ziegeleipark. Versprochen!

  • Ziegeleipark Mildenberg Ziegelei 10, 16792 Zehdenick OT Mildenberg, Mo-So 10-18 Uhr (bis 31. Oktober 2021), www.ziegeleipark.de

Die Walnussmeisterei knackt Nüsse zwischen Löwenberger und Ruppiner Land

Landwirtin Vivian Böllersen hat rund 30 verschiedene Walnusssorten im Berliner Umland gepflanzt. Foto: Walnussmeisterei Böllersen
Landwirtin Vivian Böllersen hat rund 30 verschiedene Walnusssorten im Berliner Umland gepflanzt. Foto: Walnussmeisterei Böllersen

Mit den Öffis nur eine Stunde von Gesundbrunnen oder Ostkreuz entfernt liegt das Genuss-Zentrum Brandenburgs: ein Pflichtbesuch für alle Kernliebhaber, Nussknacker – und solche, die es noch werden wollen.

Rund 30 verschiedene Walnusssorten hat Landwirtin Vivian Böllersen 2015 im Berliner Umland gepflanzt und freut sich über die anstehende erste kleine Nussernte. Mit der hofeigenen Knackmaschine werden die Herbstfrüchte dann aufgeknackt und der leckere Inhalt im Hofladen verkauft.

Aktuell sehen die Walnussmeister:innen aus Herzberg jedoch grün: Die Ernte der grünen Johanni-Nuss steht an. Und wer die „Brandenburger Trüffel“ noch nicht kennt, darf sich auf eine kulinarische Offenbarung gefasst machen. Nach Absprache sind auch Verkostungen und Führungen möglich.

Fazit: Eigener Anbau, regionale Produkte und allerlei Wissenswertes rund um die Walnuss machen den Ausflug ins märkische Umland lohnenswert!

  • Die Walnussmeisterei UG Im Eichholz 33, 16835 Herzberg (Mark), Hofladen Okt-März geöffnet / Im Sommer Voranmeldung nötig, www.walnussmeisterei.de

Wahre Sammlungsschätze und spannende Geschichten aus Neuruppin in Brandenburg

In Neuruppin in Brandenburg steht das barrierefreie Museum Neuruppin, welches die Ur- und Frühgeschichte sowie die Stadtgeschichte beherbergt. Foto: Museum Neuruppin/Kienzle/Oberhammer
In Neuruppin in Brandenburg steht das barrierefreie Museum Neuruppin, welches die Ur- und Frühgeschichte sowie die Stadtgeschichte beherbergt. Foto: Museum Neuruppin/Kienzle/Oberhammer

In der frühklassizistisch geprägten Altstadt Neuruppins, in unmittelbarer Nähe zum zentralen Schulplatz, steht das größte Bürgerhaus der Fontanestadt Neuruppin. 1791 vom damaligen Bürgermeister Daniel Heinrich Noeldechen erbaut, beherbergt das barrierefreie Museum Neuruppin eine der ältesten Sammlungen Brandenburgs sowie rund 12.000 Bilderbogen aus den drei Neuruppiner Verlagen.

Die Ur- und Frühgeschichte im Ruppiner Land sowie die Stadtgeschichte vom Mittelalter bis in die jüngste Vergangenheit sind auf 800 Quadratmetern ebenso zu entdecken wie die bekanntesten Neuruppiner Talente: der Baumeister Karl Friedrich Schinkel, der Orientmaler Wilhelm Gentz und – natürlich – der Autor Theodor Fontane.

Raum für vielfältige, zeitgemäße Wechselausstellungen bietet der 2016 preisgekrönte Anbau des Museums.


(K)ein Kinderspiel – Spielzeug als Spiegel der Industrialisierung

Das Brandenburg-Preußen Museum zeigt den Zusammenhang zwischen Spielzeug und gewandelter Lebens- und Arbeitswelten. Foto: Brandenburg-Preußen Museum
Das Brandenburg-Preußen Museum zeigt den Zusammenhang zwischen Spielzeug und gewandelter Lebens- und Arbeitswelten. Foto: Brandenburg-Preußen Museum

Altes Spielzeug ruft nicht nur Kindheitserinnerungen wach. Es erzählt von der Zeit und aus der Gesellschaft, in der es entstanden ist. Wie ein Spiegel vermittelt Spielzeug aus der Kaiserzeit ein Bild der durch die Industrialisierung gewandelten Lebens- und Arbeitswelten.

Die Ausstellung spannt einen Bogen vom rasanten Bevölkerungswachstum des 19. Jahrhunderts und dem Zug der Menschen in die Städte über den technischen Fortschritt durch Eisenbahn, Elektrifizierung und die Chemie bis zur Entstehung der Markenwelten und den Anfängen der Freizeitindustrie. Auch die Schattenseiten werden nicht vergessen. Kinderarbeit war in der Spielzeugherstellung weit verbreitet. Gerade in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg fanden nationaler Überschwang und militärische Aufrüstung ihren Weg in die Kinderzimmer.

  • Brandenburg-Preußen Museum Eichenallee 7a, 16818 Wustrau, Di-So 10-18 Uhr (10-16 Uhr Nov-März), www.bpm-wustrau.de

Kyritz an der Knatter – durch die Historische Altstadt bummeln und am See die Seele baumeln lassen

Der Kyritzer Markt. Foto: Markus Tiemann
Der Kyritzer Markt. Foto: Markus Tiemann

Die Doppelturmfront der St. Marienkirche, der Marktplatz mit dem Rathaus im Tudorstil und der Friedenseiche sowie viele liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser geben dem fast 800 Jahre alten Städtchen Kyritz an der Knatter einen ganz besonderen Charme.

Umgeben von dichten Wäldern, liegt östlich der Stadt die etwa 20 Kilometer lange Kyritzer Seenkette. Hier gibt es die besten Bedingungen zum Schwimmen, Segeln, Angeln, Radfahren und Wandern. Das Strandbad lädt zu Badevergnügen vor historischer Kulisse ein. Am Bootsverleih können Ruder- und Tretboote ausgeliehen werden. Wer es gemütlicher angehen möchte, der setzt mit der Fähre zur Unterseeinsel mit der idyllisch gelegenen Gaststätte mit Biergarten über.

Am besten zu erreichen ist Kyritz an der Knatter mit dem RE2 bis Neustadt (Dosse) und dann mit dem RB73 bis Kyritz. Die Bus-Stadtlinie 701 verbindet die Altstadt mit dem Untersee.


Theodors Boutique Hotel direkt am Ruppiner See in Brandenburg

Das Hotel erinnert an die spanische Landhausarchitektur. Foto: Theodors Boutique Hotel
Das Hotel erinnert an die spanische Landhausarchitektur. Foto: Theodors Boutique Hotel

Die inhabergeführte Landhaus-Villa in idyllischer Wasserlage ist ideal für eine Auszeit. Hier gelten mediterraner Charme, naturnahe Erholung und Entspannung pur und das nur eine Stunde vom Berliner Zentrum entfernt. Das Hotel liegt unterhalb des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land, direkt am südlichen Ufer des Ruppiner Sees. Egal ob Schwimmen, Wandern, Joggen, Reiten, Paddeln, Radfahren oder einfach nur am See entspannen – es ist für alle Besucher:innen etwas dabei.

Das 1998 erbaute Hotel verfügt über großzügige Flure, Treppen und Terrassen. Die Mehrzahl der Zimmer bietet Seeblick. Im Restaurant „Señor Frank“ mit Seeterrasse wird man gekonnt kulinarisch mit großer Leidenschaft mediterran verwöhnt.


Ausstellung „Brandenburger Industrielandschaften, 1992-2021“ in der Museumsfabrik Pritzwalk

Fotograf Lorenz Kienzle zeigt umfassende Einblicke in seine Arbeit. Foto: Museumsfabrik Pritzwalk
Fotograf Lorenz Kienzle zeigt umfassende Einblicke in seine Arbeit. Foto: Museumsfabrik Pritzwalk

Der Fotograf Lorenz Kienzle zeigt in Pritzwalk 29 Jahre des Wandels der Brandenburger Industriekultur. Kienzle reiste mit seiner Plattenkamera vom Lausitzer Tagebau zum Prignitzer Zahnradwerk. In seinen Schwarz-Weiß-Fotos zeigte er eine Landschaft im Wandel und deren menschliche Gesichter. Die Veränderungen der Umwelt hat er mit wiederholten Besuchen dokumentiert. Anlässlich des brandenburgischen Jahres der Industriekultur zeigt er mit der Ausstellung „Brandenburger Industrielandschaften, 1992 – 2021“ vom 4. Juli 2021 bis zum 2. Januar 2022 einen umfassenden Einblick in seine Arbeit.

  • Museumsfabrik Pritzwalk Meyenburger Tor 3a, 16928 Pritzwalk, Di-Fr 10-17 Uhr, Sa-So 14-17 Uhr, www.museum-pritzwalk.de

Raus in die Prignitz mit der Hanseatischen Eisenbahn

Mit Bahnen wie der LVT/S geht es quer durch das nördliche Brandenburg. Foto: Aaron Max Ebmeyer
Mit Bahnen wie der LVT/S geht es quer durch das nördliche Brandenburg. Foto: Aaron Max Ebmeyer

Macht mal wieder einen Ausflug raus aufs Land und genießt eine autofreie Fahrt mit nur einmaligem Umsteigen. Mit dem Saisonverkehr der Hanseatischen Eisenbahn habt ihr an den Wochenenden sogar die Möglichkeit zur Weiterfahrt nach Plau am See. Der Luftkurort hat historisch wie kulturell so einiges zu bieten, so zum Beispiel die malerische Altstadt, zahlreiche Denkmäler sowie die schöne Hafenpromenade. Ein abgestimmtes Streckennetz mit Bus, Bahn und Schiff machen so erlebnisreiche Tagestouren möglich.

Einige Ideen für euren Ausflug diesen Sommer findet ihr hier im Saisonverkehr. Die Strecken reichen nach Karow, Plau am See, Alt Schwerin, zur Inselstadt Malchow oder auch nach Waren (Müritz).


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