Umland

12 sehenswerte Galerien und Museen in Brandenburg – von Cartoon bis Kunst

Brandenburg hat viele spannende Galerien und Museen zu bieten. Abwechslungsreiche Ausstellungen, beeindruckende Sammlungen und unterschiedliche Stilrichtungen werden präsentiert. Kleine Räume zum Austausch und Kennenlernen und von regionalen bis zu großen, international bekannten Künstler*innen: Da gibt es im Berliner Umland viel zu entdecken. Wir haben euch 12 sehenswerte Tipps zusammengestellt: für Kunst, Cartoon und Alltagskultur.


Freilandmuseum Lehde

Fachwerkhaus im Freilandmuseum Lehde.
Fachwerkhaus im Freilandmuseum Lehde. Foto: imago images/Shotshop

Das Freilandmuseum in Lehde kann man auf einem Wanderweg oder mit dem Paddelboot erreichen. Außerdem verkehrt hier das sogenannte Museumstaxi. Drei vollständig erhaltene wendische Hofanlagen bieten einen spannenden Einblick in Lebens- und Wohnweise der Bevölkerung im 19. Jahrhundert.

  • An der Giglitza 1a, 03222 Lübbenau-Lehde, OT Lehde, Tel. 0354/24 72, Winterpause bis 30.03., Öffnungszeiten Sommer: 30.3.-30.09. tgl. 10-18 Uhr, Winter: 01.10.-31.10. 10-17 Uhr, Touren und Aktuelles auf Homepage, www.museums-entdecker.de/Freilandmuseum Lehde

Galerie Bernau

Der nicht-kommerziellen Kunstraum wurde zu DDR-Zeiten in der Kreisstadt Bernau gegründet. Er präsentiert zeitgenössische Kunst bildender regionaler und internationaler Künstler*innen. Dieses Jahr widmet sich die Galerie dem Thema „Die Kunst des Friedens“, in Anlehnung an den 75. Jahrestag der Befreiung am 8. Mai. 

  • Bürgermeisterstraße 4, 16321 Bernau bei Berlin, Di-Fr 10-18 Uhr, Sa 10-16 Uhr, Tel. (03338) 8068, www.galerie-bernau.de

Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst (BLMK)

Das ehemaliges Dieselkraftwerk in Cottbus, einer der beiden Standorte des Museums für moderne Kunst in Brandenburg.
Das ehemaliges Dieselkraftwerk in Cottbus. Foto: imago images/Schöning

Als 2017 das Museum Junge Kunst Frankfurt (Oder) und das dkw. Dieselkraftwerk Kunstmuseum Cottbus fusionierten, entstand das BLMK. An den beiden Standorten gibt es insgesamt drei Ausstellungshäuser mit wechselnden Ausstellungen und einer umfangreichen Sammlung von Kunst aus der DDR und polnischen Künstler*innen. Hier könnt ihr unter anderem Kunst aus den Bereichen Fotografie, Malerei, Grafik und Bildhauerei anschauen. 

  • Uferstraße / Am Amtsteich 15, 03046 Cottbus, Tel. 0355/49 49 40 40, Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße 11, 15230 Frankfurt (Oder), Tel. 0335/401 56 29, Di-Fr 12-15 Uhr, Sa-So 11-18 Uhr www.blmk.de

Cartoonmuseum Brandenburg

Der historische Stadtkern von Luckau, Standort des Cartoonmuseums.
Der historische Stadtkern von Luckau, Standort des Cartoonmuseums. Foto: imago images/Rainer Weisflog

Im Cartoonmuseum Brandenburg könnt ihr viel über das satirische Erbe der Region Berlin-Brandenburg lernen. Es beherbergt mehr als 20.000 Originalzeichnungen mit Zugang zu einem öffentlichen Archiv. Regelmäßig finden Veranstaltungen und verschiedene museumspädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche statt.


Museum Barberini 

Der Innenhof des Museums in der Hauptstadt von Brandenburg.
Der Innenhof des Museum Barberinis. Foto: imago images/Camera4

Museumsgründer ist ein Neu-Potsdamer Milliardär aus dem Westen: Hasso Plattner, Mitbegründer der Software-Firma SAP. Ursprünglich wollte er der Stadt eine Kunsthalle schenken, für die ein Hotel aus DDR-Zeiten hätte abgerissen werden müssen. Dagegen protestierten viele Potsdamer*innen. Jetzt hat die Stadt beides: sozialistische Moderne und preußischen Klassizismus. Neben wechselnden Ausstellungen liegt der Schwerpunkt der Sammlung auf dem Impressionismus und deutscher Kunst nach 1989.

  • Humboldtstraße 5/6, 14467 Potsdam, Tel. 0331/236 01 44 99, Mi-Mo 10-19 Uhr (letzter Einlass 17.45 Uhr), www.museum-barberini.com

Wieland-Förster-Zimmer

Der Bildhauer Wieland Förster hatte in der DDR einige Probleme, da er sich nicht an die staatlichen Vorgaben anpassen wollte. Das Zimmer zeigt Plastiken, Fotos und Grafiken des Künstlers. 

  • Breite Straße 1, 16515 Oranienburg, Besichtigung nur mit Voranmeldung in der Tourist-Information (Schloßplatz 2, Oranienburg), Tel. 03301/600 81 10

Löwen.haus

Mitten in der schönen Gemeinde Gerswalde befindet sich die Galerie Löwen.haus von Jan Lindenberg und Jeong Hwa Min. Hier gibt es regelmäßig spannende Ausstellungen, Workshops und Vorträge. Thematisch konzentrieren sich diese auf das Leben im Dorf und die Natur in der Umgebung. Dabei wird darauf geachtet, die Ideen kreativer Menschen aus Gerswalde und der Uckermark einfließen zu lassen.


Archiv verschwundener Orte

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Das Archiv verschwundener Orte dokumentiert in einer multimedialen Dauerausstellung die Geschichte der durch den Braunkohleabbau „verschwundenen Dörfer“. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen der betroffenen Menschen, die umgesiedelt wurden, sowie die Auswirkungen und die Durchführungspraxis von Umsiedlungen in Vergangenheit und Gegenwart.

  • An der Dorfaue 9, 03149 Forst/Horno, Tel. 03562/69 48 36, Di-Fr 10-17 Uhr, jeden 1. und 3. So 14-17 Uhr, www.archiv-verschwundene-orte.de

Barnim Panorama Naturparkzentrum – Agrarmuseum Wandlitz

Das Heucke Dampf-Pflug-Lokomobil (Baujahr um 1900) mit ca. 280 PS Leistung ist ein technisches Denkmal.
Das Heucke Dampf-Pflug-Lokomobil (Baujahr um 1900) mit ca. 280 PS Leistung ist ein technisches Denkmal. Foto: imago images/PEMAX

Das im September 2013 eröffnete Barnim Panaroma im alten Dorfkern von Wandlitz vereint die Themen Natur und Landwirtschaft. Die Ausstellung „Geformte und genutzte Landschaft“ erzählt die Geschichte des Barnim seit der eiszeitlichen Wildnis bis zur modernen Kulturlandschaft. Sechs Themenräume vermitteln mit interaktiven Elementen Abhängigkeiten und Einflüsse zwischen Natur und Landwirtschaft und am höchsten Punkt des Museums bietet eine riesige Panoramascheibe Ausblick auf den Wandlitzer See. Zum Museum gehören ein bienenfreundlicher Schaugarten und ein Entdeckerpfad für Kinder. 

  • Breitscheidstraße 8/9, 16348 Wandlitz, Tel. 03 33 97/36 05 05, Sa-Do 10-18 Uhr, Einlass bis 1 Stunde vor Schließung, www.barnim-panorama.eu

Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR

Das Bild zeigt Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR von außen.
Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR. Foto: imago images/imagebroker

Eigentlich ist ganz Eisenhüttenstadt ein Denkmal. Die frühere „Stalinstadt“ wurde ab 1950 um die Hochöfen des Stahlwerks gebaut. Die Häuser sollten den Arbeiter*innen bisher nicht gekannten Luxus bieten. In einer ehemaligen Kita dieser sozialistischen Idealstadt befindet sich heute ein Museum mit einer einmaligen und weltweit beachteten Sammlung von Objekten der DDR-Alltagskultur. „Alltag in der DDR“ heißt die Dauerausstellung. 

  • Dorfstraße 1, 14715 Bahnitz, Tel. 01520/532 22 17, Fr-So 11-17 Uhr u.n. Vereinbarung, www.kunsthalle-bahnitz.blogspot.de, www.kunstvereinbahnitz.de

Clara Zetkin Museum

Die Skulptur zeigt Clara Zetkin im Gespräch mit Rosa Luxemburg im Garten der Villa des Clara Zeitkins Museum in Brandenburg.
Doppelskulptur von Gerhard Thieme: Clara Zetkin im Gespräch mit Rosa Luxemburg im Garten der Villa. Foto: imago images/Jürgen Ritter

Die sozialdemokratische Politikerin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin lebte von 1929 bis 1932 in Birkenwerder. Seit 1957 wird ihr ehemaliges Wohnhaus als Gedenkstätte und Museum genutzt. In der beeindruckenden Villa könnt ihr persönliche Gegenstände besichtigen und viel über Zetkins Leben und Werk erfahren. 


Kleist Museum

Das Bild zeigt die Außenansicht des Kleist Museums in Brandenburg.
Das Kleist Museum. Foto: imago images/Schöning

Das Geburtshaus von Heinrich von Kleist steht leider nicht mehr. Dafür hat das Kleist-Museum eine schöne Heimat in einer ehemaligen Garnisonsschule gefunden, die 1777, im Geburtsjahr des Dichters, errichtet wurde. Im Erweiterungsbau ist die Dauerausstellung zu Kleists Leben und Werk „Rätsel. Kämpfe. Brüche“ zu sehen.

  • Faberstraße 6-7, 15230 Frankfurt (Oder), Tel. 0335/387 22 10, Di-So 10-18 Uhr, www.kleist-museum.de

Noch mehr Ausflugsziele:

Ihr wollt Brandenburg so richtig erleben? Dann kommt ihr um unsere vielen Tipps kaum drumrum. Für diejenigen von euch, die Lust haben den Museumsbesuch mit einem Wochenendausflug zu verbringen – in diesen besonderen Unterkünften könnt ihr den Tag ausklingen lassen. Und wer im Anschluss noch etwas essen möchte findet viele schöne Restaurants in der Umgebung.

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