Potsdam

Park Sanssouci in Potsdam: Geschichte, Wissenswertes und Besucherinfos

Sanssouci, das bedeutet „ohne Sorge“. Sorglos lässt es sich tatsächlich durch den mondänen Park in Potsdam schlendern. Mehr als 250 Jahre war Sanssouci das Zentrum der Macht: Hier residierten – zumindest zeitweise – die preußischen Monarchen. Die Gartenkunst zeigt sich noch heute auf hohem Niveau: Annähernd 60 Gärtner*innen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten kümmern sich um das 300 Hektar große Areal, das UNESCO-Weltkulturerbe und zu allen Jahreszeiten einen Besuch wert ist!

Unverkennbar: Hoch oben auf dem Weinberg und umgeben von einem wunderschönen Park thront das Schloss Sanssouci, einst Heimstätte des großen preußischen Monarchen Friedrich II. Foto: Hans Bach / SPSG

Park Sanssouci: Schlösser, Tempel und ein Chinesischer Teepavillon

Im Schlosspark kann man gut und gerne einen ganzen Tag verbringen. Kein Wunder, gibt es doch jede Menge zu entdecken – auch von außen. Die bekanntesten Gebäude, die den Park gewissermaßen im Osten und Westen umrahmen, sind das Schloss Sanssouci und das Neue Palais, hinter dem die Universität Potsdam ihren Sitz hat.

Blick vom Neuen Palais auf die historischen Wirtschaftsgebäude des Schlosses, in denen heute die Universität Potsdam ansässig ist. Foto: Leo Seidel / SPSG

Doch im Park Sanssouci kann weit mehr entdeckt werden. So verleiht das Orangerieschloss mit seinen Plastiken, Brunnen, Arkaden, Terrassen und natürlich den bekannten Pflanzenhallen der brandenburgischen Landeshauptstadt italienisches Flair. Ein wahres Naturparadies im Naturparadies ist der Botanische Garten, der zwar nicht so ausladend ist wie sein Berliner Pendant, in dessen verwinkelten Gängen man dafür noch viel stärker auf Tuchfühlung mit den teils exotischen Pflanzen gehen kann.

Erbe der Chinoiserie-Mode: Der Teepavillon im Park Sanssouci. Foto: Imago Images / Kraft

Nicht minder spannend ist das Chinesische Teehaus, ein seltenes Erbe der Chinoiserie-Mode. Das Gebäude ist über und über besetzt mit goldenen Statuen, die Chinesen zeigen sollen – die aber erstaunlich europäische Züge aufweisen. In Auftrag gab den Chinesischen Pavillon übrigens der Alte Fritz. Friedrich II. prägte den Park zeitlebens maßgeblich.

Das sind die weiteren Highlights im Park Sanssouci (Auswahl)

  • Freundschaftstempel
  • Antikentempel
  • Hippodrom
  • Fasanerie
  • Römische Bäder
  • Froschfontäne
  • Weinbergterrassen
  • Obeliskportal
  • Roßbrunnen
  • Neptungrotte
  • Sizilianischer Garten
  • Friedenskirche
Prominenter Potsdamer und Förderer der Stadt: TV-Moderator Günther Jauch warb im September 2020 für die Sanierung des Turms der Friedenskirche. Foto: Imago Images/Future Image

Was man über den Park Sanssouci wissen muss

Öffnungszeiten Der Park ist ganzjährig geöffnet, von 8 Uhr morgens bis zum Einbruch der Dunkelheit.

Eintritt Der Eintritt ist frei. Wer mag, kann den freiwilligen Eintritt von zwei Euro (Jahreskarte: zwölf Euro) entrichten, um den langfristigen Erhalt des Parks zu fördern. Im Gegenzug gibt es einen kostenlosen Lageplan inkl. Sightseeing-Tipps.

Anreise Den Park kann man an mehreren Punkten betreten. Die wichtigsten Stationen sind „Schloss Sanssouci“, „Potsdam, Neues Palais“, „Potsdam, Schloss Charlottenhof“, „Potsdam, Luisenplatz-Nord/Park Sanssouci“. Von Berlin kommend nimmt man entweder die S-Bahn bis zum Potsdamer Hauptbahnhof und steigt dort in Bus/Tram um (Anschlusstarif C) oder man fährt gleich bis zum Neuen Palais und läuft dann circa zehn Minuten. Kostenlose wie kostenpflichtige Parkplätze gibt es an der Historischen Mühle und am Neuen Palais.

Verhalten Im Park gelten strenge Regeln. Es darf nicht gebadet, musiziert oder gar ein Lagerfeuer entfacht werden. Hunde sind erlaubt, sollten jedoch an der kurzen Leine geführt werden.


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Die brandenburgische Landeshauptstadt ist von Berlin aus schnell erreicht: Wir haben Tipps für alle, die die Potsdam das erste Mal besuchen, und wir haben auch tolle Geheimtipps für all diejenigen, die meinen, Potsdam schon richtig gut zu kennen. Neben dem Neuen Palais und Sanssouci gibt es in Brandenburg noch viele weitere Schlösser, die man besuchen kann und die man unbedingt besuchen sollte. Richtiges Burgenland ist Brandenburg – trotz des Namens – nicht. Dennoch finden sich auch im Umland historische Anlagen, die einen Ausflug wert sind.

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