Brandenburg

Park Sanssouci in Potsdam: Alles Wichtige für euren Besuch

Sanssouci bedeutet „ohne Sorge“. Sorglos lässt es sich tatsächlich durch den mondänen Park in Potsdam spazieren, der um das märchenhafte Schloss Sanssouci erbaut wurde, welches rund 150 Jahre lang, bis 1918, als Sommersitz preußischer Könige und deutscher Kaiser diente. Das verwunschene Areal ist rund 300 Hektar groß, für einen ausführlichen Rundgang sollte man also ausreichend Zeit einplanen. Doch die Stunden im Park Sanssouci, der zum Unesco-Weltkulturerbe zählt, lohnen sich allemal. Damit ihr gut vorbereitet seid: Wir haben alle wichtigen Informationen zum Park Sanssouci für euch – Interessantes zur Geschichte und Wissenswertes für den Besuch.

So prächtig das Schloss Sanssouci aussieht, so schön ist der umliegende Park. Rund 60 Gärtner:innen sind rund um die Uhr mit der Pflege des Parks Sanssouci beschäftigt. Foto: Imago/Ritter

Park Sanssouci: Schlösser, Tempel und ein chinesischer Teepavillon

1743 plante Friedrich der Große höchstpersönlich den Bau seines Schlosses Sanssouci, das optisch vor allem für seine charakteristischen Weinterrassen bekannt ist. Rund um das Schloss entstand in den folgenden 250 Jahren der 300 Hektar große Park, in dem rund tausend Skulpturen stehen und um die 230.000 Pflanzenarten wachsen und blühen. Das Besondere ist auch: Die zahlreichen Bauten, die dem Park Sanssouci seinen unverwechselbaren Anstrich geben, sind das Werk verschiedener Architekten und Bildhauer, und spiegeln die jeweiligen Stile ihrer Zeit. Im Schlosspark Sanssouci kann man gut und gerne einen ganzen Tag verbringen, denn es gibt viel zu sehen.

Das Orangerieschloss im Park Sanssouci versprüht mit seinen Brunnen und Terrassen italienisches Flair. Foto: Imago/imagebroker

Neben dem Schloss Sanssouci im Osten, wird der Park im Westen vom sogenannten Neuen Palais begrenzt, einem weiteren Schloss, das Elemente des Barock und Rokoko verbindet und seinerseits von historischer Bedeutung ist. Es diente Kaiser Wilhelm II. zwischen 1888 und 1918 als Hauptwohnsitz. Ein Teil des Neuen Palais kann als Museum besichtigt werden. In den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden des Prachtbaus residiert heute die Universität Potsdam.

Besonders und im Park Sanssouci unbedingt zu besichtigen ist auch das Orangerieschloss – mit seinen Plastiken, Brunnen, Arkaden, Terrassen und natürlich den bekannten Pflanzenhallen verleiht es der brandenburgischen Landeshauptstadt italienisches Flair. Ein wahres Naturparadies ist der Botanische Garten, der zwar nicht so ausladend ist wie der Botanische Garten in Berlin, in dessen verwinkelten Gängen man dafür umso besser auf Tuchfühlung mit den teils exotischen Pflanzen gehen kann.

Erbe der Chinoiserie-Mode: Der Teepavillon im Park Sanssouci ist ein seltenes, kulturgeschichtliches Erbe. Foto: Imago/Thonfeld

Nicht minder historisch interessant und architektonisch beeindruckend ist das chinesische Teehaus, ein seltenes Erbe der Chinoiserie-Mode, die sich an chinesischen und anderen ostasiatischen Vorbildern orientierte und in Europa im späten 17. und 18. Jahrhundert populär war. Das Gebäude ist über und über besetzt mit goldenen Statuen, die Chinesen zeigen sollen – die aber erstaunlich europäische Züge aufweisen. In Auftrag gab den chinesischen Pavillon übrigens der Alte Fritz. Friedrich II. prägte den Park zeitlebens maßgeblich.

Weitere Highlights im Park Sanssouci

Vor allem im Frühling und Sommer, wenn der Park sattgrün ist und blüht, ist es ein Genuss, unter dem alten Baumbestand und vorbei an den prächtigen Ziergärten zu spazieren. Weitere Besonderheiten im Park Sanssouci sind zum Beispiel der sizilianische Garten, mit seinen südländischen Gewächsen und antiken Skulpturen, die eingangs erwähnten Weinbergterrassen am Südhang des Schlosses und die Friedenskirche, die Mitte des 19. Jahrhunderts fertiggestellt wurde und einem italienischen Klosterbau nachempfunden ist. Unbedingt zu besichtigen sind auch das Hippodrom, die Fasanerie und die römischen Bäder.

Im sizilianischen Garten des Parks Sanssouci wurde mit südländischen Gewächsen und antiken Statuen eine besondere Atmosphäre geschaffen. Foto: Imago/McPHOTO

Wichtige Infos für den Besuch von Sanssouci

Öffnungszeiten Der Park Sanssouci ist ganzjährig geöffnet, von acht Uhr morgens bis zum Einbruch der Dunkelheit.

Eintritt Der Eintritt ist frei. Wer mag, kann den freiwilligen Eintritt von 2 Euro (Jahreskarte: 12 Euro) entrichten, um den langfristigen Erhalt des Parks zu fördern. Im Gegenzug gibt es einen kostenlosen Lageplan, inklusive Sightseeing-Tipps.

Anfahrt Den Park kann man an mehreren Punkten betreten. Die wichtigsten Stationen sind „Schloss Sanssouci“, „Potsdam, Neues Palais“, „Potsdam, Schloss Charlottenhof“, „Potsdam, Luisenplatz-Nord/Park Sanssouci“. Von Berlin kommend nimmt man entweder die S-Bahn bis Potsdam Hauptbahnhof und steigt dort in den Bus oder die Tram um (Anschlusstarif C). Oder man fährt gleich bis zum Neuen Palais und läuft dann circa 10 Minuten. Kostenlose sowie kostenpflichtige Parkplätze gibt es an der Historischen Mühle und am Neuen Palais.

Verhalten Im Park gelten strenge Regeln! Es darf nicht gebadet, musiziert oder gar ein Lagerfeuer entfacht werden. Hunde sind erlaubt, sollten jedoch an der kurzen Leine geführt werden.

  • Park Sanssouci Zur Historischen Mühle, Potsdam, Tel. (Stiftung Preußische Schlösser und Gärten) 0331/96 94 22 2, weitere Informationen hier

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