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Bis zu 16.500 Radfahrer täglich an Berliner Verkehrsknotenpunkten

Seit kurzem kann jedermann Radfahrerzahlen tagesaktuell online ablesen. Dieser Service wäre auch für besonders gefährliche Strecken wünschenswert

Auf der Straße fallen sie kaum auf, dennoch werden sie die Position der Radfahrer in Berlin stärken: Die in den Asphalt eingelassenen, sogenannten Induktionsschleifen zählen jedes Fahrrad, das über sie hinweg fährt. Bei Autos hingegen, die für dieses Messsystem zu schwer sind, schlagen sie nicht an.

Induktionsschleife in der MonumentenstraßeFoto: Dorit Loock
Induktionsschleife in der Monumentenstraße
Foto: Dorit Loock

Im Rahmen eines Pilotprojektes werden in Berlin seit 2015 an inzwischen 17 Stellen Radfahrer nicht mehr zeitlich punktuell und manuell, sondern dauerhaft automatisch gezählt. Damit kann gleichzeitig belegt werden, wie stark der Radverkehr in der Hauptstadt zugenommen hat – was jetzt jedermann online selber überprüfen kann. An Verkehrsknotenpunkten wie der Jannowitz- oder der Oberbaumbrücke etwa kreuzen täglich bis zu 16.500 Radfahrer. „Es gibt Abschnitte wie an der Jannowitzbrücke, an denen die Zahl der Radfahrenden an einzelnen Tagen nahezu der Anzahl der Kraftfahrzeuge entspricht“, heißt es dazu am 21. September in einer Presseerklärung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.

An anderen Zählstellen wie etwa der Schöneberger Prinzregenstraße, sind täglich „nur“ um die 2.000 Radler unterwegs: Die ruhige Strecke gilt unter eingeweihten Radlern als Schleichweg und wird von weniger informierten Radlern oft übersehen. Tatsächlich fehlen unter den bisherigen 17 Zählstellen Strecken, die – wie der Kottbusser Damm oder die Oranienstraße – von Radfahrern wegen mangelnder Alternativen zwar stark frequentiert werden, die wegen ihrer ungeeigneten Infrastruktur (keine oder miserable Fahrradwege) und ihrem hohen Gefahrenpotenzial aber eigentlich eine Zumutung sind. Dass hier Zählstellen fehlen, könnte Gründe haben: Gäbe es zu diesen Strecken ebenfalls handfeste Radfahrerzahlen, stünde der Berliner Senat stark unter Zugzwang und müsste endlich für deutliche Verbesserungen sorgen.

 

Auf der Website der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt  kann man die gezählten Radfahrer einsehen

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