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Herbst

An diesen 12 Orten in und um Berlin fühlt ihr euch so richtig Herbst

Die Tage werden kürzer, das Laub färbt sich rot, goldgelb und orange, der Wind pfeift und rauscht durch die Bäume: Ja, es ist Herbst. Die langen Tage und lauen Nächte des Sommers sind vorbei, alles wird ein wenig langsamer. Es dürstet uns nach langen Herbstspaziergängen und gemütlichen Abenden im Kerzenschein. An diesen 12 Orten in und um Berlin fühlen wir uns so richtig Herbst.

Im Volkspark Schönholzer Heide

An diesen 12 Orten in Berlin fühlt ihr euch so richtig Herbst: Volkspark Schönholzer Heide
Das sowjetische Ehrenmal in Schönholz ist kaum bekannt, aber ähnlich pompös wie das in Treptow. Foto: imago images/Jürgen Ritter

Erst wenn man die Straßen der Stadt verlässt, wenn einem der Duft von gefallenem, feuchtem Laub auf kühler Erde in die Nase steigt, merkt man so richtig, dass es Herbst geworden ist. Die Pflanzen bäumen sich ein letztes Mal auf in den immer schwächer werdenden Sonnenstrahlen, die Blätter verfärben sich, um den Eichen und Eschen, Buchen und Birken noch ein letztes bisschen Kraft zu schenken. Es riecht nach Feuchtigkeit in den Parks und in den Wäldern, nach Pilzen und nach dem nahenden Winter. Besonders gut kann man den Herbst in seiner ganzen Pracht im Volkspark Schönholz auf sich wirken lassen. Der ist in weiten Teilen naturbelassen. Übrigens gibt es auch dort ein sowjetisches Ehrenmal, ähnlich pompös wie das im Treptower Park — aber nicht annähernd so bekannt.


Bei der Kürbisausstellung auf dem Spargelhof Klaistow

So viel Herbst an einem einzigen Ort: Kürbisse in allen Farben und Formen gibt's in Klaistow. Foto: imago images/Travel Stock Image
So viel Herbst an einem einzigen Ort: Kürbisse in allen Farben und Formen gibt’s in Klaistow. Foto: imago images/Travel Stock Image

Manche sind leuchtend orange und rund, andere eher rot. Das sind meistens die Hokkaido-Kürbisse, die es im Supermarkt gibt und bei denen man die Schale mitessen kann. Aber die Kürbis-Vielfalt ist viel größer, vor allem bei der Kürbisausstellung auf dem Spargelhof Klaistow: blass-beige längliche Butternut-Kürbisse reihen sich dort an kleine, dicke, grüne Exemplare oder an gestreifte Kürbisse. Es gibt riesige zum Schnitzen und solche, die besonders reich an Aromen sind. Bei der Kürbisausstellung auf dem Spargelhof Klaistow freut man sich, dass es Herbst geworden ist. Wer dann noch nicht genug von Kürbissen hat, könnte sich unsere 12 Kürbis-Tipps von der Ausstellung bis zum Erntefest ansehen.

  • Spargel- und Erlebnishof Klaistow Glindower Straße 28, Beelitz OT Klaistow, bis 1.11., täglich 9-17 Uhr, 033/20 66 10 70, Kinder bis 12 Jahre frei, Erwachsene 2 €, www.spargelhof-klaistow.de

Am Liepnitzsee

An diesen 12 Orten in und um Berlin fühlt ihr euch so richtig Herbst: Liepnitzsee
Fast so schön wie im Sommer: der Liepnitzsee im Herbst. Foto: imago images/Maria Gänßler

Seen lohnen nur im Sommer einen Besuch? Wer das glaubt, hat noch nie einen schönen Spaziergang am Wasser im Herbst oder Winter gemacht. Denn dann ist das Licht anders als in den Sommermonaten, aber mindestens genau so schön. Der Himmel ist pastellfarbener, das Sonnenlicht wirkt weniger gelb und mehr weiß, und die Sonne steht tiefer. Im See spiegeln sich die rot, gelb und orange gefärbten Blätter der Bäume, manche treiben schon auf dem Wasser. Der Liepnitzsee ist einer unserer liebsten im Sommer wie Herbst und Winter — aber auch alle anderen Seen in Berlin und Umgebung verströmen zum Ende des Jahres eine ganz besondere Atmosphäre.


Im Café Kuchenrausch

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Bei dem appetitlichen Bild bekomme ich richtig Lust auf Kuchen! Repost von @mennepenny – Tandem-Partner-Kuchen-Date. Soon my German will be perfect…. #tandempartner #chocolatecake #schokozitrone #kuchenrausch #friedrichshain #berlin #vscocam

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Wo sollte man am besten hingehen, wenn durchgefroren und hungrig von einem langen Herbstspaziergang in die Stadt zurückkehrt? Richtig, am besten in ein gemütliches Café, das guten Kaffee, Tee und viel Kuchen anbietet. Unser Tipp: das Café Kuchenrausch in Friedrichshain. 20 Sorten Käsekuchen hat das Café im Repertoire, jeden Tag gibt es etwa vier bis fünf davon. Außerdem stehen täglich etwa zehn weitere Kuchen und Torten in der Vitrine, zum Beispiel die leckere Haselnuss-Karamell-Torte. Und zu Halloween gibt es Schoko-Kürbis-Kuchen und Kürbismuffins. Kann ein Herbsttag schöner enden?

  • Kuchenrausch Simon-Dach-Straße 1, Friedrichshain, täglich ab 9 Uhr, Tel. 030/55 95 38 55, www.kuchenrausch.de

Im Wildpark Schorfheide

An diesen 12 Orten in Berlin fühlt ihr euch so richtig Herbst: im Wildpark Schorfheide
Auch die Tiere im Wildpark Schorfheide bereiten sich auf den Winter vor. Foto: imago images/Hohlfeld

Nicht nur wir Menschen bereiten uns im Herbst körperlich und geistig auf die kalte Jahreszeit vor, sondern auch die Tiere. Sie sammeln Nüsse und verstecken sie, lassen sich ihr Winterfell wachsen oder suchen Unterschlüpfe für den Winterschlaf. Manche Männchen suchen auf nach Weibchen, denn Herbst ist Paarungszeit für viele Tiere. Zum Beispiel für Rot- und Damwild. In der Brunftzeit kann man in der Natur die Hirsche röhren hören und manchmal sogar dabei zusehen, wie sie in Kämpfen herausfinden, wer der Stärkste ist. Besonders gut geht das in den Wildparks im Berliner Umland, zum Beispiel im Wildpark Schorfheide. Lust auf Ausflüge bekommen, bei denen ihr Tiere beobachten könnt? Hier sind noch mehr Tierparks in Brandenburg.

  • Wildpark Schorfheide Prenzlauer Straße 16, 16244 Schorfheide / OT Groß Schönebeck, tgl. 9-17 Uhr, Erwachsene 9 €, erm. 6,50 €, Tel. 033393/658 55, ÖPNV: Bhf. Groß Schönebeck (3 km), www.wildpark-schorfheide.de

Auf den Müggelbergen

An diesen 12 Orten in Berlin fühlt ihr euch so richtig Herbst: auf den Müggelbergen
Sonnenuntergänge im Herbst können besonders schön sein. Foto: imago images/Steinach

Gibt es etwas, das an den Anblick eines sich sanft wiegenden Waldes herankommt, wenn man von oben draufblickt? Wenn überhaupt, dann ist es die Schönheit eines herbstlichen Waldes, in dem die Bäume ihre Blätter bunt gefärbt haben. Berlin ist fast so flach wie die Steppe in Kasachstan, viele Möglichkeiten, um einen Blick von oben zu ergattern, gibt es also nicht. Eine der wenigen „Berge“ im Hauptstadtgebiet sind die Müggelberge, mit 114 Metern sind sie höchste natürliche Erhebung, die Berlin zu bieten hat. Zwar ist das noch immer nicht besonders hoch, aber man bekommt doch einen schönen Blick über den herbstlichen Wald und unsere Stadt. Vom Müggelturm aus ist die Aussicht sogar noch besser.


Im Vabali Spa

Richtig gemütlich machen kann man es sich im Herbst an vielen Orten. Aber besonders entspannend ist es eben in der Sauna. Foto: Vabali Spa
Richtig gemütlich machen kann man es sich im Herbst an vielen Orten. Aber besonders entspannend ist es eben in der Sauna. Foto: Vabali Spa

Zum Herbst gehört auch, es sich drinnen gemütlich zu machen und die Wärme zu genießen, während draußen der Regen gegen die Fensterscheiben prasselt und der Wind die Bäume schüttelt. Das geht nicht nur zu Hause, sondern auch in einem der vielen Spas, Saunen und Massage-Tempel Berlins. Eines unserer liebsten ist das Vabali Spa mit seinen Saunen, aus denen man nach draußen schauen kann, den gemütlichen Entspannungsplätzen und den Massagen, nach denen man sich gut durchgeknetet fühlt. Noch mehr Day-Spas, Hamams und Massage-Tempel für entspannte Tage haben wir hier gesammelt.

  • Vabali Spa, Seydlitzstraße 6, Moabit, tgl. 9-24 Uhr, 2-Stunden-Karte: 22,50€, 4-Stunden-Karte: 30,50€, Tageskarte: 39,50€, Tel. 030/911 48 60, www.vabali.de

In der Kastanienallee

An diesen 12 Orten in Berlin fühlt ihr euch so richtig Herbst: in der Kastanienallee
Die Kastanienallee trägt ihren Namen nicht umsonst. Foto: imago images/Seeliger

Kastanien gehören zum Herbst wie das Baden im Seen zum Sommer und die Frühblüher zum Frühling. Kinder können damit basteln, Erwachsene daraus selber Waschmittel herstellen. Oder sie holen für die Kinder das Planschbecken wieder raus und füllen es mit runden glatten Nussfrüchten. Das geht natürlich nur, wenn die Kinder fleißig gesammelt haben. Das wiederrum geht im Moment leicht, denn Berlins Straßen und Parks liegen dort, wo die Bäume stehen, voll von Kastanien. Zum Beispiel in der Kastanienallee, die ihren Namen nicht umsonst trägt. Wie es früher dort aussah? Wir zeigen euch die Kastanienallee im Wandel der Zeit.


In der Domäne Dahlem

Herbstzeit ist Erntezeit. Das merkt man erst so richtig, wenn man die Stadt verlässt. Foto: imago images/Uwe Steinert
Herbstzeit ist Erntezeit. Das merkt man erst so richtig, wenn man die Stadt verlässt. Foto: imago images/Uwe Steinert

Wenn man immer nur im Supermarkt einkaufen geht, wo es zu jeder Jahreszeit so gut wie alles Gemüse und Obst gibt, ist es leicht, den Bezug dazu zu verlieren, was wann reift und geerntet wird. Diese Relationen kann man in der Domäne Dahlem gerade rücken. Im Herbst lohnt sich das besonders, denn den Sommer über sind besonders viele Früchte, Getreide und Gemüse gereift.

  • Domäne Dahlem Königin-Luise-Straße 49, Zehlendorf, Mo-So 7-22 Uhr, 030/666 30 00, www.domaene-dahlem.de

Auf einem der vielen Boote und Floße, die man mieten kann

Vom Wasser aus sehen die bunten Wälder besonders schön aus. Foto: imago images/Rolf Zöllner

Welche Jahreszeit gerade ist, bekommt man erst so richtig zu spüren, wenn man viel Zeit draußen verbringt. Das macht besonders viel Spaß, wenn man die Draußen-Zeit mit einem außergewöhnlichen Ausflug verbindet. Vom Wasser aus hat man einen unvergleichlichen Blick auf die Bäume, die am Ufer der meisten Berliner Seen und Gewässer stehen und sich spiegeln. Diese besondere Aussicht ist nicht nur denen vorbehalten, die ein Boot besitzen. Schließlich kann man sich einfach eins mieten. Eine Liste mit attraktiven Berliner Floßverleihen haben wir hier zusammengestellt: von simpel bis Saunafloß.


Pilze sammeln im Tegeler Forst

Pilze brauchen Regen, dann wachsen sie auch im Tiergarten. Foto: imago images/Emmanuele Contini

Pilze brauchen viel Feuchtigkeit und sprießen daher im Herbst — wenn der Klimwandel ihnen keinen Strich durch die Rechnung macht. Weil es aber diesen Herbst etwas geregnet hat, kann man in den Wäldern Berlins und Brandenburgs Maronen und Steinpilze, Pfifferlinge und Hallimasch finden, wenn man nur Lust zum Suchen hat. Weitere Wälder, die sich traditionell besonders gut zu Pilze sammeln eignen sind der Grunewald und im Köpenicker Stadtforst um die Müggelberge. Aber auch im Tiergarten wachsen leckere Pilze. Beim Sammeln sollte man nur darauf achten, einige Grundregeln zu beachten. Dafür haben wir einen Guide zusammengestellt: So wird die Suche nach Pilzen ein Erfolg.


Auf dem Tempelhofer Feld

Sich richtig durchpusten lassen und Drachen steigen lassen kann man auf dem Tempelhofer Feld. Foto: imago images/Schöning

Herbst, das ist auch Wind, Sturm, rauschende Bäume und Blätter, die durch die Luft wirbeln. So richtig durchpusten lassen kann man sich auf dem Tempelhofer Feld. Wer will, kann dazu Drachen steigen lassen. Oder sogar Kitelandboarding machen, das ist das Äquivalent zum Kitesurfen auf dem Land. Was für Typen ihr auf dem Tempelhofer Feld öfter trefft, verraten wir euch hier.


Mehr Tipps für den Herbst in Berlin

Lust auf einen Herbstspaziergang bekommen? Wir haben 12 schöne Routen für einen Waldspaziergang in Berlin zusammengestellt. Auch wenn man schon seit Jahren oder sogar seit der Geburt in Berlin wohnt, bleibt immer noch etwas zu entdecken: Unser Berlin-Guide fasst Ausflugstyps für jeden Geschmack zusammen. Fahrradfahren im Herbst? Ist wunderbar! Hier sind einige schöne Radtouren durch Brandenburg. Ihr braucht einfach mal eure Ruhe? Hier sind 12 schöne Orte in Berlin, an denen man sich fast allein fühlt.

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