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Parks in Neukölln: Schön grün von Hasenheide bis Rudow

Es gibt zahlreiche Parks in Neukölln, der Bezirk ist ganz schön grün. Zwischen vielbefahrenen Straßen und dicht besiedelten Quartieren findet man immer wieder ein schönes Fleckchen, um auf einer Wiese zu entspannen, in Laufschuhen ein paar Runden zu drehen oder auf einer Picknickdecke den Tag ausklingen zu lassen. Die Parks in Neukölln stellen wir euch hier vor.


Im Grünen entspannen in der Hasenheide

Parks in Neukölln sind manchmal wild, manchmal aber auch sehr gepflegt – so wie der Rosengarten im Volkspark Hasenheide. Foto: Imago/Jürgen Held
Parks in Neukölln sind manchmal wild, manchmal aber auch sehr gepflegt – so wie der Rosengarten im Volkspark Hasenheide. Foto: Imago/Jürgen Held

Nach und nach schüttelt der Volkspark Hasenheide sein Schmuddel-Image ab. Wer Gras kaufen will, wird hier sicher immer noch fündig. Aber auch wer einfach nur im Gras liegen will, fühlt sich hier in Neukölln wohl. Die Hasenheide bietet darüber hinaus für jeden Geschmack etwas: Hier beobachtet man Seiltanz auf Slacklines, sieht Menschen beim Joggen, begeisterte Kinder auf dem Spielplatz und Filmfans im Freiluftkino. Hier kann man bei einer Runde Minigolf entspannen oder Ziegen und seltene Vögel im kleinen Tierpark bewundern. Was ihr über den Volkspark Hasenheide wissen müsst, lest ihr hier.

  • Volkspark Hasenheide Neukölln, angrenzende Straßen: Hasenheide, Columbiadamm, Lucy-Lameck-Straße, Lilienthalstraße, Fontanestraße

Anita-Berber-Park

Der heutige Anita-Berber-Park war früher ein Friedhof. Foto: Assenmacher/Wikimedia Commons/CC BY-SA 4.0
Der heutige Anita-Berber-Park war früher ein Friedhof. Foto: Assenmacher/Wikimedia Commons/CC BY-SA 4.0

Smoking und Zigarette, der Look für Frauen in der Weimarer Republik wird oft genug Marlene Dietrich zugeschrieben. Die Pionierleistung geht aber auf die wegweisende Schauspielerin und Tänzerin Anita Berber (1899–1928) zurück. Ihr exzessives, kurzes Leben war geprägt von großen Erfolgen auf Leinwand und Bühne, aber auch von Skandalen. Dass Berber im Kokain- oder Morphiumrausch Auftritte verpasste, war keine Seltenheit. Berbers letzte Ruhestätte befand sich auf dem ehemaligen Neuen Friedhof der St.-Thomas-Gemeinde Berlin westlich der Hermannstraße. Der Friedhof ist jedoch längst entwidmet. Heute ist das etwas wilde Gelände, über das einst die Flugzeuge Richtung Tempelhof donnerten, einer der hübschen Parks in Neukölln und trägt den Namen der Femme Fatale.

  • Anita-Berber-Park Neukölln, angrenzende Straßen: Oderstraße, Hermannstraße

Park am Buschkrug

Bei Familien beliebt: der Park am Buschkrug. Foto: Assenmacher/Wikimedia Commons/CC BY-SA 4.0
Bei Familien beliebt: der Park am Buschkrug. Foto: Assenmacher/Wikimedia Commons/CC BY-SA 4.0

Einst diente die Anlage als Friedhof, nach dem Zweiten Weltkrieg wurden hier Trümmer abgeladen. Einen bedeutenden archäologischen Fund verzeichnete man hier 1951, als menschliche Überreste aus dem 5. oder 6. Jahrhundert ausgegraben wurden. All das ist Vergangenheit, ebenso wie das Gasthaus, nach dem der Park benannt ist: Gegenüber befand sich mit dem Buschkrug eine beliebte Britzer Gaststätte. Die Anlage wurde renaturiert und von 2007 bis 2011 aufwendig saniert. Seitdem steht der Sport im Fokus, im Ostteil des Parks finden sich Fitnessgeräte. Mehr Tipps für Outdoor-Sport haben wir übrigens hier für euch.

  • Park am Buschkrug Neukölln, angrenzende Straßen: Hannemannstraße, Buschkrugallee, Blaschkoallee, Riesestraße

Fennpfuhl-Parkanlage und Akazienwäldchen

Auf der anderen Seite der Blaschkoallee streckt das grüne Britz sich weiter: Zunächst durchquert man das charmante Akazienwäldchen und direkt südwestlich davon die Fennpfuhl-Parkanlage. Der Britzer Fennpfuhl sollte nicht mit dem gleichnamigen Gewässer in Lichtenberg verwechselt werden. Rund um das Überbleibsel aus der Eiszeit ist es schön grün, und vor allem im Süden kann man sich auf der Liegewiese entspannen und den Blick auf das Wasser schweifen lassen. Im Osten schließt die Hufeisensiedlung an, die mit anderen Siedlungen der Moderne zum Unesco-Weltkulturerbe in Berlin gehört.

  • Akazienwäldchen und Fennpfuhl-Parkanlage Neukölln, angrenzende Straßen: Fulhamer Allee, Onkel-Bräsig-Straße, Blaschkoallee, Fritz-Reuter-Allee

Endlose Weite: Tempelhofer Feld

Rund um die ehemaligen Startbahnen erstreckt sich wie ein grünes Meer das Tempelhofer Feld, der wohl wichtigste der Parks in Neukölln. Foto: Imago/Jürgen Ritter
Rund um die ehemaligen Startbahnen erstreckt sich wie ein grünes Meer das Tempelhofer Feld, der wohl wichtigste der Parks in Neukölln. Foto: Imago/Jürgen Held

Die Leere, die unendliche Weite: Das Tempelhofer Feld ist eine riesige Freifläche, erst am Horizont ist wieder die Stadt sichtbar. Die Parkanlage gehört zu den Berliner Stadtteilen Neukölln und Tempelhof, Zugänge finden sich an den angrenzenden Straßen. Den Menschen in Berlin ist ihr Feld unglaublich wichtig. 2010 wurde das Gelände des geschlossenen Flughafens für die Allgemeinheit geöffnet. Die richtige Ecke finden alle hier – zum Joggen, Kitesurfen, Spazieren oder Entspannen zu jeder Jahreszeit. Platz genug gibt es ja, das Gelände ist mit 355 Hektar die größte innerstädtische Freifläche der Welt. Die Geschichte des Tempelhofer Feldes in Bildern seht ihr hier. Und alle wichtigen Informationen über das Tempelhofer Feld findet ihr hier.

  • Tempelhofer Feld Neukölln und Tempelhof, angrenzende Straßen: Columbiadamm, Tempelhofer Damm, Oderstraße

Natur und Blütenpracht im Britzer Garten

Aufgeräumt und farbenfroh: der Britzer Garten. Foto: Imago/Rolf Kremming
Aufgeräumt und farbenfroh: der Britzer Garten. Foto: Imago/Rolf Kremming

Die Gartenanlage sieht bei einem Spaziergang zwar so aus, als würde sie zum ureigenen Berliner Bestand gehören. Doch unter den Parks in Neukölln ist der Britzer Garten vergleichsweise jung: 1985 wurde die Anlage anlässlich der Bundesgartenschau geschaffen, bis dahin befanden sich auf dem Gelände bloß reizlose Ackerflächen. Auffällig ist das Restaurant „Seeterrassen“, das an eine Hobbithöhle erinnert, außerdem die Rhizomatische Brücke, eine der bemerkenswertesten Brücken Berlins. Heidelandschaft, Wildbäche, Hügel und Täler zieren den abwechslungsreichen Park, der zudem von einer kleinen Eisenbahn befahren wird. Und je nach Jahreszeit locken von Tulpen bis Dahlien farbenfrohe Blütenschauen. Mehr zum Britzer Garten lest ihr hier.

  • Britzer Garten Neukölln, Eingänge: Buckower Damm, Tauernallee; Sangerhauser Weg, Mohriner Allee, Massiner Weg

Der Körnerpark ist ein Schmuckstück in Neukölln

Der Körnerpark erinnert an einen Schlossgarten. Foto: Imago/Joko
Der Körnerpark erinnert an einen Schlossgarten. Foto: Imago/Joko

Etwas versteckt zwischen ganz gewöhnlichen Wohnstraßen in Neukölln liegt der Körnerpark. Auf 2,4 Hektar fühlt man sich wie im Urlaub, in Italien zum Beispiel oder in Frankreich. In der im Stil des Neobarock errichteten Grünanlage könnt ihr eine Orangerie, ein Café, eine Galerie und wunderbare Wasserspiele entdecken.

Weil an der Stelle des Parks einst eine Kiesgrube war, liegt er fünf bis sieben Meter unterhalb der Straßenebene. An diesen idyllischen Ort – hinunter zu grünen Wiesen und anschaulichen Blumenbeeten – führen lange Treppen. Das Gartendenkmal erinnert nicht so sehr an einen Innenstadtpark, sondern eher an einen Schlossgarten – der Park ist eine der schönsten Sehenswürdigkeiten in Neukölln. Alles Wichtige zum Körnerpark lest ihr hier.

  • Körnerpark Neukölln, angrenzende Straßen: Schierker Straße, Wittmannsdorfer Straße, Rübelandstraße, Selkestraße, Jonasstraße

Schlosspark Britz

Das Schloss Britz ist eins der Aushängeschilder des Bezirks – und rundherum liegt einer der schönsten Parks in Neukölln. Foto: Imago/Schöning
Das Schloss Britz ist eins der Aushängeschilder des Bezirks – und rundherum liegt einer der schönsten Parks in Neukölln. Foto: Imago/Schöning

Das Schloss Britz, ein im Stil der Neorenaissance ausgebautes ehemaliges Herrenhaus, das längst zu den beliebtesten Museen in Neukölln gehört, bietet auch einen der schönsten Parks in Neukölln. Auf 1,8 Hektar ist im späten 19. Jahrhundert eine barocke Gartenanlage mit klaren Sichtachsen entstanden, in der es sich schön spazieren lässt – unterwegs entdeckt man neben schönen Skulpturen auch einen der ältesten Ginkgo-Bäume in Berlin. Mehr zu Schlössern in Berlin könnt ihr übrigens hier lesen.

  • Schlosspark Britz Neukölln, angrenzende Straßen: Alt-Britz, Fulhamer Allee, Parchimer Allee

Lessinghöhe und Thomashöhe

Man spaziert ein paar Meter und landet in Neukölln schnell in schönen Parks – etwa auf der Wiese der Thomashöhe. Foto: Assenmacher/Wikimedia Commons/CC BY-SA 4.0
Man spaziert ein paar Meter und landet in Neukölln schnell in schönen Parks – etwa auf der Wiese der Thomashöhe. Foto: Assenmacher/Wikimedia Commons/CC BY-SA 4.0

Wenn man durch das nördliche Neukölln zwischen Hermann- und Karl-Marx-Straße spaziert, wirkt die Großstadt unerwartet ruhig: Zwischen den Altbau-Häuserblocks findet sich ein ganzer Grünzug, auch nördlich des hübschen Körnerparks kann man hier in der Natur entspannen. Früher fanden sich mit den Rollbergen hier tatsächlich auffällige Erhebungen, die über die Jahrhunderte jedoch abgetragen und überbaut worden sind. Die heutige Lessinghöhe sowie die Thomashöhe liegen auf ungleich kleineren Schuttbergen. Sie bilden gemeinsam einen hübschen Park mit großer Liegewiese.

  • Lessinghöhe und Thomashöhe Neukölln, angrenzende Straßen: Kienitzer Straße, Morusstraße, Bornsdorfer Straße, Mittelweg, Thomasstraße

Comenius-Garten

Wild und in voller Blüte: Comenius-Garten in Rixdorf. Foto: Imago/Jürgen Ritter
Wild und in voller Blüte: Comenius-Garten in Rixdorf. Foto: Imago/Jürgen Ritter

Okay, joggen könnt ihr hier nicht. Und auch der Feierabend auf der Picknickdecke mit Sekt und Snack bietet sich auf dieser kleinen umzäunten Grünfläche nicht an. Dafür ist der Comenius-Garten nicht nur wunderschön und wild wuchernd, sondern auch ziemlich lehrreich. Benannt ist die Grünanlage nach dem mährischen Gelehrten Johann Amos Comenius, dessen Schaffen hier rekonstruiert wird: Einerseits wird seine Idee eines „Lebensweges“ von der Kindheit bis ins hohe Alter dargestellt, andererseits auf verschiedenste wissenschaftliche Ideen des 16. und 17. Jahrhunderts angespielt. All das erfährt man aber vornehmlich bei Führungen, der Comenius-Garten ist kein Freilichtmuseum, sondern in erster Linie grün. Zwischen den Wiesen, Teichen und Lauben stehen etliche Skulpturen, unter anderem von Comenius selbst. Der Garten steht unter gemeinsamer Schirmherrschaft von Berlins Regierendem Bürgermeister und dem Prager Oberbürgermeister.

Comeniusgarten Neukölln, angrenzende Straßen: Richardplatz, Richardstraße


Von-der-Schulenburg-Park

Der Märchenbrunnen in der kurz Schulenburgpark genannten Gartenanlage. Foto: Imago/Schöning
Der Märchenbrunnen in der kurz Schulenburgpark genannten Gartenanlage. Foto: Imago/Schöning

Der Von-der-Schulenburg-Park ist einer der schönsten Parks in Neukölln. Die Anlage, die ab 1923 aufwendig gestaltet wurde, beeindruckt vor allem durch den prächtigen Märchenbrunnen. Die gotisch anmutende Jugendstil-Anlage von Ernst Moritz Geyger hieß zunächst „Symbol des Waldesdomes“, später setzte sich der Name „Märchenbrunnen“ auch offiziell durch und ist mittlerweile entsprechend mit Bronzefiguren dekoriert, die Märchengeschichten entstammen. Dass Berlin ohnehin eine märchenhafte Stadt ist, zeigen wir euch hier.

  • Von-der-Schulenburg-Park Neukölln, angrenzende Straßen: Sonnenallee, Hänselstraße, Drosselbartstraße, Planetenstraße

Rudower Wäldchen

Fast vier Hektar groß ist das Vogelschutzgebiet heute, früher war es Jagdgebiet des Kaisers. Foto: Frank Schubert/Wikimedia Commons/CC BY-SA 3.0
Fast vier Hektar groß ist das Vogelschutzgebiet heute, früher war es Jagdgebiet des Kaisers. Foto: Frank Schubert/Wikimedia Commons/CC BY-SA 3.0

Im äußersten Süden des Bezirks Neukölln liegt der Ortsteil Gropiusstadt – eine der berüchtigten Großsiedlungen der Hauptstadt. Dass gerade hier ein kleines Landschaftsschutzgebiet zu finden ist, mag dann doch überraschen. Aber das Rudower Wäldchen – auch Vogelwäldchen genannt – ist wesentlich älter als die Hochhäuser, die dort in den Himmel ragen. Schon 1872 ließ der Kaiser sich dort ein Jagdrevier anlegen, Majestät brauchten Rebhühner, Hasen und Rehe. Die Zeiten der Monarchie sind längst vorüber, heute ist das Rudower Wäldchen kleiner als früher und kein Jagdgrund mehr, sondern als Vogelschutzgebiet am Wildmeisterdamm bekannt. Von dort gelangt man direkt zum Mauerweg.

  • Rudower Wäldchen Neukölln, angrenzende Straßen: Sollmannweg, Friedrich-Kayßler-Weg

Mehr Neukölln und mehr Berlin

Von Rathaus bis Rixdorf: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Neukölln. Natur in der Stadt: Die schönsten Parks und Gärten Berlins. Lust bekommen, mehr von der Stadt zu entdecken? Alles über Sehenswürdigkeiten für die Sightseeing-Tour durch Berlin findet ihr hier. Was ihr beim Besuch auf jeden Fall abhaken sollt: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Berlins. Ihr wollt mehr vom Bezirk sehen? Das geht auch gut auf einer Fahrt mit der U-Bahnlinie U7 oder der U-Bahnlinie U8. Von Geschichte bis News, von Späti bis Restaurants könnt ihr mit uns immer Neues in Neukölln entdecken.

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