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Volkspark Mariendorf: Idyllische Teiche und Stadionstimmung

Ein Erholungsort mitten in der Hauptstadt, der mit alten Bäumen, geschwungenen Wegen, Springbrunnen und Rosengärten ausgestattet ist – das ist der Volkspark Mariendorf. Nicht nur die Freiluftbühne mit 10.000 Sitzplätzen und das Volksparkstadion laden im Sommer zu Erkundungsspaziergängen ein, auch im Winter ist der Rodelberg im Park ein gern besuchter Ausflugsort. Alles, was ihr über den Volkspark Mariendorf wissen müsst, lest ihr hier.

Ob alt oder jung, der Volkspark Mariendorf ist zu jeder Jahreszeit eine Anlaufstelle für Berlinerinnen und Berliner.
Blick auf den Blümelteich im Volkspark Mariendorf. Foto: Imago/Sven Lambert

Schon früher konnte man hier rudern und rodeln

Geschichte Eigentlich gab es einen Bebauungsplan von 1906, nach dem das Gebiet bebaut und mit Straßen erschlossen werden sollte. Dieser wurde dann jedoch nicht umgesetzt, und so ist der Volkspark heute die größte zusammenhängende Grünfläche im Tempelhofer Ortsteil Mariendorf. Der Gemeindevorsteher Wilhelm Hugo Westphal kaufte bis 1912 die Grundstücke mit Mitteln der Gemeinde nach und nach auf. Gestaltet wurde der Park dann zwischen 1923 und 1931 nach Entwürfen des Stadtplaners Bruno Möhring.

Alte Ansichtskarten zeigen, dass das Gelände schon damals zur Freizeiterholung genutzt wurde. Ein Café, ein Restaurant, eine Ruderbootstation am Blümelteich und auch der Rodelberg waren Anlaufstellen zum Ausspannen.

Das ehemalige Parkrestaurant auf einer historischen Ansichtskarte. Foto: Imago/ Arkivi
Das ehemalige Parkrestaurant auf einer historischen Ansichtskarte. Foto: Imago/ Arkivi

Nur der Rodelberg, entstanden durch Ablagerungen von Hausmüll und Aushub vom Straßen- und U-Bahn-Bauten, ist dem Park erhalten geblieben. 1922 bewilligte der Berliner Magistrat die Mittel zum Bau des Volks- und Sportparks. Eine Diskussion, den Blümelteich zu einer Badeanstalt umzufunktionieren, wurde mit dem Bau eines Schwimmbades (heute: Sommerbad Mariendorf) am Oststrand des Parks hinter dem Sportstadion beendet. Bei der seit dem Zweiten Weltkrieg dringend notwendigen Sanierung des Volksparks legte man nicht nur Rosen- und Staudengärten an, sondern auch eine überdachte Tribüne für da Volksparkstadion.

Durch die Kriegstrümmer und den Schutt hat der Rodelberg in den Jahren von 1952 bis 1954 zehn Meter an Höhe gewonnen. Heute dient der Volkspark Mariendorf der Erholung und wird von Sonnenanbeter*innen, Sport-Enthusiast*innen, Spaziergänger*innen und Modellbootfahrer*innen genutzt.

Besonderheiten Der Rodelberg ist stadtbekannt, nicht zuletzt, weil die Steilkurve auf der Rodelbahn schon zu tödlichen Unfällen führte. Um die Rodelbahn sicherer zu machen, wurde der Startpunkt der Bahn Ende der 1980er-Jahre einige Meter nach unten versetzt. Wenn ihr im Winter rodeln wollt, solltet ihr euch aber auch bei Berlins höchsten Bergen auskennen.

Der Volkspark Mariendorf war auch Herbst 2009 in den Schlagzeilen, als Tierquäler im Blümelteich einen Schwan und mehrere Enten mit Dartpfeilen lebensbedrohlich verletzten.

Sportangebot Im östlichen Areal des Parks liegen nicht nur Sportplätze, sondern auch das 10.000 Sitzplätze fassende Volksparkstadion Mariendorf. Das siebtgrößte Stadion Berlins ist die Heimspielstätte des TSV Mariendorf 1897 e.V. Daneben gibt es hier auch einen Hockeyplatz und zusätzliche Fußballplätze.

Zu jeder Jahreszeit lohnt sich ein Spaziergang durch den Volkspark Mariendorf. Foto: Imago/Sven Lambert
Zu jeder Jahreszeit lohnt sich ein Spaziergang durch den Volkspark Mariendorf. Foto: Imago/Sven Lambert

Fun Fact Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg veranstaltete jährlich von 1984 bis 2013 zu Christi Himmelfahrt den „Internationale Kulturlustgarten“. Ein Programm über vier Tage mit Kulturveranstaltungen und Attraktionen. Auch heute werden auf der Open-Air-Bühne Konzerte und andere Vorstellungen unter freiem Himmel gefeiert. Einen Überblick über Berlins schönste Freilichtbühnen geben wir hier.

Hunde, Grillen, Lage: Was man über den Volkspark Mariendorf wissen muss

Grillen Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg entschied sich gegen eine ausgewiesene Grillfläche, sodass im Volkspark Mariendorf nicht gegrillt werden darf.

Öffnungszeiten Der Volkspark Mariendorf soll der Erholung dienen und ist daher alltäglich frei und kostenlos für alle nutzbar.

Barrierefreiheit Der Zugang zum Gelände ist zwar stufenlos, aber die Oberflächenbeläge der Haupt- und Nebenwege sind nicht überall rollstuhlgeeignet. Oft sind es Kiessand- und gepflasterte Wege. Im südlich gelegenen Waldstück ist der Zugang in den Park durch Wurzeln und weichen Waldboden nicht barrierefrei. Auch der Zugang zur Anhöhe ist nur über einen steilen Pfad möglich.

Kinder Kinder können sich an den Grünflächen, Sportattraktionen und dem Sommerbad Mariendorf erfreuen. Die große Fläche des Parks und die Spielplätze laden zum Amüsieren ein.

Hunde Auch für Hunde ist der 13 Hektar große Volkspark ein reines Vergnügen.

Anfahrt Die U-Bahnlinie U6 hält an der Station Westphalweg, von dort kommt ihr direkt in den Park. Auch die Bus-Linien M77, 277, 181, 282, M76, 179, X76 bringen euch zum Volkspark Mariendorf, die Stationen in der Nähe sind der U-Bahnhof Alt-Mariendorf, Rixdorfer Straße/Britzer Straße, Imbrosweg und Dirschelweg.

  • Volkspark Mariendorf Angrenzende Straßen: Prühßstraße, Rixdorfer Straße, Alt-Mariendorf, Mariendorfer Damm


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