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12 schöne Straßen in Berlin: Ein Stadtspaziergang zum Verlieben

In Berlin gibt es einige schöne Straßen. Architektur, Flair, Café-Dichte machen sie zu unseren liebsten Zielen. Aber auf diesem Spaziergang stellen wir euch nicht nur jene vor, die kulturell besonders interessant, gastronomisch spannend oder sonst etwas sind, sondern auch die einfach schönen und gemütlichen Straßen und Alleen. Natürlich erhebt diese Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit, denn Berlin ist so groß, interessant und schön, dass uns noch unzählige weitere einfallen würden. Aber heute haben wir diese Route gewählt: Ein Stadtspaziergang zum Verlieben.


Wunderschöne Weitsicht auf der Frankfurter Allee in F-Hain

schöne Straßen in Berlin Pracht-Boulevard zwischen Friedrichshain und Mitte: Wenn sich bei Sonnenuntergang die Skyline zwischen den Türmen an der Frankfurter Allee abzeichnet, ist der Anblick einfach atemberaubend.
Pracht-Boulevard zwischen Friedrichshain und Mitte: Wenn sich bei Sonnenuntergang die Skyline zwischen den Türmen an der Frankfurter Allee abzeichnet, ist der Anblick einfach atemberaubend. Foto: Imago/Eckel

Der Pracht-Boulevard Frankfurter Allee gehört zu den ältesten Verkehrswegen Berlins, ist 90 Meter breit und knappe vier Kilometer lang und führt vom szenigen Friedrichshain ins Herz Berlins, zum Alexanderplatz. Steht man auf Höhe des Frankfurter Tors auf dem Mittelstreifen der Allee, richtet den Blick Richtung Alex und sieht dabei zu, wie sich der Himmel hinter der Skyline in den schönsten Naturtönen färbt, wird man angesichts der Weite, die sich in Berlin an kaum an einem anderen Ort bietet, ein bisschen ehrfürchtig. Wie zwei Wächter fassen die prächtigen Kuppeltürme dabei den fernen Blick in Berlins Zentrum ein – und man versteht, wieso Berlin eine Weltstadt ist.


Kreuzberger Charme auf der Dresdener Straße

schöne Straßen in Berlin Die Dresdener Straße in Kreuzberg bietet auf den ersten Blick nicht viel Besonderes, gehört jedoch zu den charmantesten Verkehrsadern Berlins.
Die Dresdener Straße in Kreuzberg bietet auf den ersten Blick nicht viel Besonderes, gehört jedoch zu den charmantesten Verkehrsadern Berlins. Foto: Imago/imagebroker

Die Dresdener Straße in Kreuzberg ist zwar kaum begrünt und bietet auch sonst auf den ersten und zweiten Blick zu wenig Flair, um Teil dieser Liste zu sein. Der Schein trügt jedoch. Die 530 Meter lange Straße zwischen Kottbusser Tor und Oranienplatz vermittelt ein ganz besonderes Lebensgefühl. Kaum irgendwo sonst in Berlin lassen sich – gemessen an einer kurzen Streckenlänge von nicht einmal 200 Metern – derart viele kulinarische Entdeckungen machen, exquisite Bars finden und nirgends kommt an milden Frühlingsabenden, wenn vor den Kneipen die Menschen sitzen, eine derart flirrende Stimmung auf wie hier. Der Kiez um den Kotti herum hat eben, da werden viele Berliner:innen zustimmen, trotz Mülls und teils offensichtlichem Elend, seine ganz eigene Gemütlichkeit.


Dörflicher Charme im Herz von Berlin: Die Auguststraße in Mitte

schöne Straßen in Berlin Romantische Straße im hippen Bezirk Mitte: Die Auguststraße bietet romantischen Charme und spannende Gastronomie und Kultur.
Romantische Straße im hippen Bezirk Mitte: Die Auguststraße bietet romantischen Charme und spannende Gastronomie und Kultur. Foto: Imago/Ritter

Die Auguststraße ist – neben der ebenfalls wunderbaren Tucholskystraße nebenan – ein Ort, an dem das hippe Mitte noch Patina hat, irgendwie romantisch und im schönsten Sinne verwittert sieht es hier aus. Schöne Alt- und Klinkerbauten prägen das Bild, abends tauchen die Straßenlaternen die Auguststraße in ein romantisches Licht, was auch nach Sonnenuntergang noch Lust auf entspanntes Flanieren macht. Neben der Institution Clärchens Ballhaus gibt es hier den wunderbaren Presseladen Do you read me?, in dem man sich am Wochenende ein abseitiges Magazin holen und zum Beispiel im House of Small Wonder Frühstück genießen kann.


Ein schönes Fleckchen Erde: Die Burgherrenstraße in Tempelhof

schöne Straßen in Berlin Schöne Altbaufassaden in Terracotta-Tönen: Die Burgherrenstraße in Tempelhof prseäntiert sich ruhig und etwas versteckt unweit vom stark befahrenen Tempelhofer Damm.
Schöne Altbaufassaden in Terracotta-Tönen: Die Burgherrenstraße in Tempelhof präsentiert sich ruhig und etwas versteckt unweit vom stark befahrenen Tempelhofer Damm. Foto: Rosanna Steppat

Verlässt man den Kreuzberger Platz der Luftbrücke in Richtung Schöneberg und biegt von der Dudenstraße links ab, gelangt man in eine charmante Straße, die nur wenige Hundert Meter lang ist, aber in puncto Gemütlichkeit zehn von zehn Punkte verdient. Die Burgherrenstraße in Tempelhof versprüht schon fast Prenzlberg-Flair, bleibt dabei aber unaufgeregt – man sieht höchstens mal eine kleine Familie oder eine ältere Dame mit Hund das Trottoir entlang spazieren. Hohe, mit Stuck verzierte Altbaufassaden in Terracotta-Tönen reihen sich aneinander und viele Bäume, zum Beispiel zwei hochgewachsene Birken, machen den Einblick in die kleine Straße noch malerischer.


Ein Ort zum Verschnaufen: Die historische Richardstraße in Neukölln

schöne straßen in Berlin Wenn die Sonnenallee eine pulsierende Ader Neuköllns ist, dann ist die Richardstraße, unweit vom malerischen Richardplatz, ein gemütlicher Ort zum Verschnaufen.
Wenn die Sonnenallee eine pulsierende Ader Neuköllns ist, dann ist die Richardstraße, unweit vom malerischen Richardplatz, ein gemütlicher Ort zum Verschnaufen. Foto: Imago/Ritter

Die gemütliche Richardstraße, die zwischen der Sonnenallee und Karl-Marx-Allee liegt und dabei das Böhmische Dorf kreuzt, ist eigentlich mehr Gässchen als Straße. In dem Sträßchen, wie auch auf dem malerischen Richardplatz, der bereits im 17. Jahrhundert angelegt wurde, scheint es, als sei die Zeit stehen geblieben. Die denkmalgeschützten Wohnhäuser, die urigen Kneipen und kleinen Läden versprühen einen fast mittelalterlichen Charme. Wenn Sonnenallee und Karl-Marx-Allee pulsierende Adern Neuköllns sind, dann ist die Richardstraße ein Ort zum Verschnaufen. Und das tun Alteingesessene und neu zugezogene Hipster hier und treffen sich nach Sonnenuntergang in der alten Schankwirtschaft Alter Roter Löwe Rein, in der abends bei Kerzenschein literweise Bier gezapft wird.


Berlins Côte/Kotti d’Azur: Das Paul-Lincke-Ufer in Kreuzberg

Schönste Straßen Berlins An kaum einer anderen Straße in Berlin lässt sich der Berliner Sommer so schön spüren wie am Paul-Lincke-Ufer. In den kälteren Jahreszeiten strahlt die Straße eine ruhige Gemütlichkeit aus.
An kaum einer anderen Straße in Berlin lässt sich der Berliner Sommer so schön spüren wie am Paul-Lincke-Ufer. In den kälteren Jahreszeiten strahlt die Straße eine ruhige Gemütlichkeit aus. Foto: Imago/Schöning

Am lauschigen Paul-Lincke Ufer mit seinen verzierten Altbauten, den gemütlichen Cafés am Landwehrkanal und den kreativen Details kann man zu jeder Jahreszeit ins Träumen geraten. Im Sommer aber blüht die Straße zwischen Fränkelufer und Ratiborstraße auf ganz besondere Weise auf: Dann strömen Berliner aus der ganzen Stadt an Kreuzbergs Côte, äh Kotti d’azur und stoßen mit einem Aperol Spritz aufs Leben an. Hach, wir freuen uns jetzt schon auf den Sommeranfang 2022…


In der Körtestraße Kreuzberg ist die Welt noch in Ordnung

Schönste Straßen Berlins Die Körtestraße mit ihren denkmalgeschützten Wohnhäusern und verträumten Cafés ist ein kleines Universum für sich.
Die Körtestraße mit ihren denkmalgeschützten Wohnhäusern und verträumten Cafés ist ein kleines Universum für sich. Foto: Imago/F. Berger

Die Körtestraße in Kreuzberg zählt zu den schönsten Straßen Berlins, und das schafft sie mit nur knapp 400 Metern Länge. Wie nur? Indem die Straße eine ganz eigene, gemütliche Energie ausstrahlt und mit den süßen Kiezläden und Cafés ein kleines Universum für sich ist. Viele Altbauten auf der Strecke zwischen Südstern und Urbanstraße stehen unter Denkmalschutz und schaut man in die glücklichen Gesichter der Menschen, die hier eine Wohnung gefunden haben, erinnert man sich wieder: Kreuzberg wird seinem Hype gerecht und hat die Liebe der Menschheit verdient.


Die Podbielskiallee in Dahlem: Villen, inmitten von viel Grün

schöne Straßen in Berlin Die breite Lindenallee in Dahlem ist für eine große Straße verhältnismäßig ruhig und von kleinen, gemütlichen Parks umgeben.
Die breite Lindenallee in Dahlem ist für eine große Straße verhältnismäßig ruhig und von kleinen, gemütlichen Parks umgeben. Foto: Rosanna Steppat

Alleen haben ihren ganz eigenen Reiz. Diese Lindenallee mit dem schwierigen Namen Podbielskiallee, benannt nach einem preußischen Generalleutnant, Staats- und Landwirtschaftsminister, hat besonders viel Charme. Sie liegt an der Südgrenze des Ortsteils Dahlem und wird wegen ihrer Verschlafenheit und den saftigen Mieten nur von einem relativ kleinen Teil der Berliner:innen als Wohnort in Betracht gezogen. Vor allem in westlicher Richtung wird die Podbielskiallee von einigen schönen, kleineren Parks gesäumt, die es unbedingt zu erkunden gilt, wenn man mal den Kopf frei kriegen und richtig durchatmen will.


Grüne Gemütlichkeit: In der lauschigen Dahlemer Straße Im Dol

Schöne Straßen in Berlin Die Straße Im Dol liegt geschützt unter Bäumen. Die ruhige Verkehrsader gehört zu den beliebtesten Wohnlagen Berlins.
Die Straße Im Dol liegt geschützt unter Bäumen. Die ruhige Verkehrsader gehört zu den beliebtesten Wohnlagen Berlins. Foto: Rosanna Steppat

Wunderschön ruhig und mit Blick auf den schönen Messel- und den Finkenpark wohnt man auch am Dol – der Verbindungsstraße zwischen Podbielski- und Clayallee. Sehr privat und gemütlich wird die Straße vor allem Richtung Grunewald. Ausladende Vorgärten und verschnörkelte Zäune vor traumhaften Villen charakterisieren das Bild. Zugleich wird die schöne Straße von den dichten Blätterdächern dicker Bäume überwuchert. Hier ist man ganz für sich. Nicht umsonst gehört der Dol zu den begehrtesten Wohnlagen Berlins – Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) soll hier vor einigen Monaten ein vier Millionen Euro teures Anwesen gekauft haben.


Der Kurfürstendamm: Charmante Flaniermeile, vor allem schön in der Weihnachtszeit

Schöne Straßen in Berlin Der Ku'Damm überzeugt mit urbanem Charme und weiter südlich, in Richtung Halensee, säumen schöne Altbauten und grüne Gehwege die Flaniermeile.
Der Ku’Damm, hier die Hochhäuser an der angrenzenden Kantstraße, überzeugt mit urbanem Charme und weiter südlich, in Richtung Halensee, säumen schöne Altbauten und grüne Gehwege die Flaniermeile. Foto: Imago/A. Friedrichs

Am Kurfürstendamm, der für seine luxuriösen Geschäfte, die vielen Cafés, Restaurants und Hotels bekannt ist, tobt zu jeder Tages- und Nachtzeit das Leben. Für eine zentrale Flaniermeile hat der Ku’Damm trotzdem einen ganz eigenen, urbanen Charme. Vor allem abends, während der Dämmerung, werden die breiten Straßen, hohen Wolkenkratzer und Glasfassaden in ein schönes Licht getaucht. Richtung Halensee wandelt der Boulevard sein Aussehen nochmal und wird gemütlicher und grüner. Und wenn die Bäume in der Weihnachtszeit mit leuchtenden Sternen und Lichterketten behängt werden, kann man vom Rathenauplatz im Ortsteil Grunewald bis zur Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche durch ein Winterwunderland spazieren.


Die Kollwitzstraße Prenzlauer Berg: Schöne Spazierstraße mit stadtbekanntem Ökomarkt

schöne Straßen in Berlin Die Kollwitzstraße ist ein beliebtes Pflaster in Berlin. Vor allem an sonnigen Tage, und immer samstags, wenn der Wochenmarkt stattfindet, entfaltet die breite Straße in Prenzlauer Berg ihren Charme.
Die Kollwitzstraße ist ein beliebtes Pflaster in Berlin. Vor allem an sonnigen Tagen, und immer samstags, wenn der Wochenmarkt stattfindet, entfaltet die breite Straße in Prenzlauer Berg ihren Charme. Foto: Scherer

Im hippen Bezirk Prenzlauer Berg gibt es trotz mustergültiger Gentrifizierung zahlreiche schöne Straßen, in denen sich neue Berliner Baukunst an historische Architektur schmiegt, und wo sich die moderne Kreativität des 21. Jahrhunderts mit dem ursprünglichen Charme des ehemaligen Ostbezirks verbindet. Eine dieser Straßen ist die Kollwitzstraße, die das Herz des gleichnamigen Kiezes bildet, und sich in puncto Lebensqualität und Ästhetik von anderen Straßen in Prenzlberg deutlich abhebt. Schöne Gründerzeitfassaden, breite Gehwege, interessantes Gewerbe und Cafés mit regionalem Angebot machen die Kollwitzstraße vor allem an sonnigen Tagen zu einer schönen Spazierstraße. Groß gewachsene Platanen mit dichten Baumkronen spannen schützend ihr Blätterdach über Spaziergänger:innen und Anwohner:innen. Und der wöchentliche Ökomarkt am Kollwitzplatz zieht Freund:innen von regionalem Essen und Handwerk aus der ganzen Stadt an.


Die Bozener Straße: Die vielleicht schönste Straße des Bayerischen Viertels

schöne Straßen in Berlin Auf den ersten Blick mag die Bozener Straße wie viele andere Straßen in Schöneberg aussehen. In der ruhigen Straße sind die schönen Gründerzeitfassaden jedoch fast restlos erhalten geblieben.
Auf den ersten Blick mag die Bozener Straße wie viele andere Straßen in Schöneberg aussehen. In der ruhigen Straße sind die schönen Gründerzeitfassaden jedoch fast restlos erhalten geblieben. Foto: Barbara Ruff

Die Bozener Straße in Schöneberg ist die letzte Straße Berlins, durch die uns unser Stadtspaziergang führt. Die relativ kurze Verkehrsader zwischen der Grunewald- und der Badenschen Straße überzeugt uns auf nur wenigen Hundert Metern. Auf den ersten Blick mag die Bozener Straße anderen Straßen im Bayerischen Viertel ziemlich ähnlich sein, auf den zweiten Blick fällt jedoch auf, dass sich der schöne Gründerzeitstil der Fassaden hier durchzieht und keine farblosen Nachkriegsbauten das Straßenbild stören. Geschäfte und Läden gibt es hier kaum, was dem ruhigen Flair der Straße sehr zuträglich ist. Aber wo wir schon mal hier sind, laufen wir bis zum Ende der Bozener Straße, bis an die Ecke Grunewaldstraße, und kehren in der gemütlichen Taverna Ouisa ein, die zu den besten griechischen Restaurants Berlins gehört.


Weitere schöne Seiten von Berlin

An diesen Berliner Orten wird es märchenhaft: Wir führen euch zu zauberhaften Brücken und sagenumwobenen Wäldern. Diese historischen Berliner Ballhäuser entführen euch in die Vergangenheit. Und oft liegt die Schönheit im Detail: Diese Berliner U-Bahnhöfe sind nicht dreckig oder stinken, sondern besonders gebaut und schön gestaltet.

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