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Brandenburg

Wandern in der Prignitz: Zwischen Geschichte, Wald und schönen Dörfern

Schönes Wetter und viel Zeit: Wir wandern in der Prignitz – im äußersten Nordwesten Brandenburgs. Vorbei an malerischen Landschaften, Seen und alten Klöstern. 12 Wanderrouten durch die Prignitz, die euch den Landkreis von seiner schönsten Seite zeigen.


Zwischen Natur und Geschichte: Von Bad Wilsnack zur Plattenburg

wandern in der Prignitz Wer von Bad Wilsnack zur Plattenburg wandern möchte, sollte gut vier Stunden einplanen.
Wer von Bad Wilsnack zur Plattenburg wandern möchte, sollte gut vier Stunden einplanen. Foto: Imago/Eckel

Die erste Wanderung beginnt in Bad Wilsnack am Bahnhof. Von dort aus geht es auf der Wilhem-Külz-Straße entlang bis auf die L10. Der Weg führt weiter nach rechts durch Haaren bis Kletzke, einem Ortsteil der Gemeinde. Nach ein paar weiteren Kilometern erreichen wir die Plattenburg. Die Burg wurde in Folge des Wendenkreuzzuges Albrechts des Bären um 1150 gegründet und später als bischöflicher Sommersitz genutzt. Interessierte sollten eine Burgführung buchen. Die Führungen sind zwischen Montag und Sonntag möglich und kosten 4,50 Euro pro Person. Auf den Spuren von Rittern und Relikten: Weitere Burgen in Brandenburg, die sich als Ausflugsziele lohnen, stellen wir euch hier vor.

  • Tour 1: Bad Wilsnack – Plattenburg Länge: ca. 20 km

Von Lenzen nach Rambow – durch Wälder und am Wasser

wandern in der Prignitz Auf unserer zweiten Tour passieren wir den Rudower See, der bei schönem Wetter auch zum Baden einlädt.
Auf unserer zweiten Tour passieren wir den Rudower See, der bei schönem Wetter auch zum Baden einlädt. Foto: Imago/Priller&Maug

Diese Tour beginnt in der Stadt Lenzen. Von dort geht es weiter auf der Rekener Straße und entlang am Rudower See, an dem man tolle Sonnenuntergangs-Szenarien beobachten kann. Im Sommer ist der langgestreckte Rudower See auch zum Baden beliebt. Weitere wunderschöne Badeseen in Brandenburg stellen wir euch hier vor. Wir wandern durch den Wald und kommen nach ein paar Kilometern im Leuengarten an. Dort lohnt sich ein Spaziergang zwischen der modernen Architektur. Wir durchqueren den Wald noch weiter, passieren den beschaulichen Gemeindeteil Nausdorf und gelangen zum Rambower See, an dem wir – ob Sonnernuntergang oder nicht – ein finales Päuschen einlegen.

  • Tour 2: Lenzen – Rambow Länge: ca. 20 km

Kurze, aber schöne Wanderung: im Storchendörfchen Rühstädt

wandern in der Prignitz Eine kleine Attraktion während der Wanderung: Zwischen April und Anfang August nisten im Döfchen Rühstädt in jedem Jahr dreißig Storchpaare.
Eine kleine Attraktion während der Wanderung: Zwischen April und Anfang August nisten im Döfchen Rühstädt in jedem Jahr dreißig Storchenpaare. Foto: Imago/CHROMORANGE

Unsere dritte Wandertour startet im 600-Seelen-Dörfchen Rühstädt – an der evangelischen Kirche. Von der Kirche aus biegen wir links in die Mäschestraße und gehen geradeaus weiter, bis wir über die Gnevsdorf Dorfstraße die Elbe erreichen. Am nördlichen Dorfende angekommen, wandert man einen ruhigen Waldweg entlang. Danach geht es wieder zurück nach Rühstädt. Hier nisten jedes Jahr zwischen April und August rund dreißig Storchenpaare. Im Storchenhaus können Besucher:innen mehr über die außergewöhnlichen Vögel erfahren.

  • Tour 3: Rühstädt – Gnevsdorf Länge: ca. 4 km

Rundwanderung an der Elbe: um Wittenberge

wandern in der Prignitz Rund um das Städtchen Wittenberge herum lässt es sich wunderschön wandern.
Rund um das Städtchen Wittenberge herum lässt es sich wunderschön wandern. Foto: Imago/Wareham

Der Startpunkt dieser Wandertour in und um Wittenberge ist gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die Wanderung beginnt im Herzen der Stadt an der Elbe. Vom Bahnhof aus gelangt man über die Bahnhofstraße in die Innenstadt. Zu den Höhepunkten der Wanderung gehören der Clara-Zetkin-Park und die alte Ölmühle, in der man auch gut essen und gemütlich übernachten kann. Wer keine Pause einlegen möchte, folgt dem Weg entlang der Bad-Wilsnacker-Straße, vorbei am Uhrenturm bis zur L11, die durch ein Wäldchen führt. An ihrem Ende gelangt man zu einer Kreuzung am Flüsschen Stepenitz – nach knapp zwei Stunden erreicht man wieder Wittenberge.

  • Tour 4: Rundwanderung um Wittenberge Länge: ca. 8,5 km

Der schönen Aussicht wegen: Tour zum Aussichtsturm Blumenthal

wandern in der Prignitz Schöne Aussichten vom Aussichtsturm Blumenthal.
Schöne Aussichten vom Aussichtsturm Blumenthal. Foto: Imago/Thiel

Einer der höchsten frei begehbaren Holztürme Deutschlands steht auf dem rund hundert Meter hohen Blumenthaler Berg. Der Turm ragt mit 45 Metern Höhe über alle Baumwipfel hinaus und bietet einen weiten Blick über die Prignitzer Landschaft. Unsere Tour beginnt am Blumenthaler Bahnhof. In der Nähe befindet sich eine evangelische Kirche an der Straße der Solidarität. Danach habt ihr zwei Möglichkeiten. Entweder den direkten Weg über die Wittstocker Chaussee nehmen oder aber den verschlafenen Mühlenweg ansteuern. Nachdem ihr die Aussicht vom Turm genossen habt, dauert der Rückweg erneut rund eine und eine Viertelstunde.

  • Tour 5: Bahnhof Blumenthal – Blumenthal Aussichtsturm Länge: ca. 10 km

Wandern in der Prignitz: Pritzwalk-Runde

wandern in der Prignitz Unsere sechste Tour startet in der malerischen Kleinstadt Pritzwalk.
Unsere sechste Tour startet in der malerischen Kleinstadt Pritzwalk. Foto: Imago/Preußer

Vom Bahnhof aus zieht es uns tief in den Wald hinein, wir wandern entlang der ehemaligen Baumschule im Pritzwalker Hainholz und dann entlang der Dömitz in einem großen Bogen zurück zur Waldschule. Auch für Kinder eignet sich diese Wanderung, denn man könnte fast meinen, man wandere durch einen Märchenwald. Auf der Route liegen außerdem der Streicheltierhof Hainholz Pritzwalk und am Ende lockt das Hainholzbad, ein schönes kleines Freibad, mit einem leckeren Imbiss, einer sauberen Anlage und großen Schwimmbecken.

  • Tour 6: Pritzwalk – Pritzwalk Hainholz Länge: ca. 6 km

Eine Wanderung durch die Dörfer – vorbei an einem alten Kloster

wandern in der Prignitz Das Kloster Stift zum Heiligengrabe ist definitiv einen Besuch wert.
Das Kloster Stift zum Heiligengrabe ist definitiv einen Besuch wert. Foto: Imago/agefotostock

Die Wanderung beginnt an der Dorfkirche Bölzke, einer denkmalgeschützten Kirche, die lange Zeit ungenutzt blieb, bis die Bürger 1997 eine Initiative zur Dorfentwicklung anstrebten. Unser Weg führt weiter in Richtung Heiligengrabe. Das kleine Dorf eignet sich gut für eine kurze Pause. Zudem befindet sich hier das Kloster Stift zum Heiligengrabe, welches durchaus einen Besuch wert ist. Führungen finden zwischen April und Oktober donnerstags bis sonntags immer um 14 Uhr statt. Gruppen sollten sich telefonisch anmelden. Hier stellen wir euch weitere besondere Klöster in Berlin und Brandenburg vor. Wir wandern weiter nach Nordwesten und kommen nach einigen Kilometern nach Wilmersdorf und gleich danach nach Krüssow. Durch den Wald in Kemnitz nach Süden erreichen wir wieder Bölzke.

  • Tour 7: Bölzke – Heiligengrabe – Wilmersdorf – Krüssow Länge: ca. 18 km

Wandern um Perleberg: lebendige, natürliche Landschaft

wandern in der Prignitz Wiesen, blühende Rapsfelder und Windkraftwerke bei Perleberg, Brandenburg.
Wiesen, blühende Rapsfelder und Windkraftwerke bei Perleberg, Brandenburg. Foto: Imago/Blossey

Nach der Ankunft am Hauptbahnhof Perleberg könnt ihr die kleine Stadt entdecken, bevor ihr in die Schönheit der Natur eintaucht. Einige Attraktionen sind die St. Jacobi-Kirche, das Stadt- und Regionalmuseum und der Tierpark. Vom Tierpark aus führt uns unser Weg weiter nach Süden auf der L10 in die Rieselwiesen. Blühende Rapsfelder, Windkraftwerke und kleine Seen erwarten euch dort in einer charmanten Naturszenerie.

  • Tour 8: bei Perleberg Länge: ca. 16 km

Dannhof nach Kreuzburg, vorbei am Schlossmuseum Wolfshagen

wandern in der Prignitz Zwischen Dannhof und Kreuzburg passieren Wanderer das Schlossmuseum Wolfshagen.
Zwischen Dannhof und Kreuzburg passieren Wanderer das Schlossmuseum Wolfshagen. Foto: Imago/Schöning

Von der Bushaltestelle in Dannhof fahren wir auf der Hauptstraße unter den Linden weiter und über den Fluss Panke. Wenige Kilometer später erreichen wir Wolfshagen, wo sich das Schlossmuseum befindet. Die historischen Räume im Schloss laden nicht nur zur Besichtigung ein, sondern dienen auch für viele Veranstaltungen als würdiger Rahmen. Unsere Tour führt über den Fluss Stepenitz und dann biegen wir links auf die L103 ab, laufen weiter bis zur Dorfstraße. Von dort setzen wir den Weg entlang der Stepenitz bis Kreuzburg Dorf fort.

  • Tour 9: Dannhof – Kreuzburg Länge: ca. 10 km

Malerische Strecke: zwischen Cumlosen und Schloss Gudow

wandern in der Prignitz Schafe grasen auf einer Weide im Biosphären-Reservat Elbe-Brandenburg bei Cumlosen im Landkreis Prignitz.
Schafe grasen auf einer Weide im Biosphären-Reservat Elbe-Brandenburg bei Cumlosen im Landkreis Prignitz. Foto: Imago/Hohlfeld

Nachdem wir einige Zeit in der lauschigen 900-Seelen-Gemeinde Cumlosen verbracht haben, setzen wir unseren Weg auf der Bundesstraße 195 fort und biegen auf den ersten Umweg zur L121 entlang der Elbe ab. Wir gehen weiter – am Dörfchen Jagel vorbei – und überqueren den Fluss Löcknitz. Ein paar Kilometer weiter erreichen wir Lanz und dann das Schloss Gadow. Familien und Paare können auf dm Schloss in schönen, hellen Zimmern übernachten.

  • Tour 10: Cumlosen – Schloss Gadow Länge: ca. 11 km

Tour bei Marienfließ: an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern

wandern in der Prignitz Beeindruckendes Relikt: Zum ältesten Zisterzienser-Nonnenkloster der Prignitz gehört auch ein Hotel.
Beeindruckendes Relikt: Zum ältesten Zisterzienser-Nonnenkloster der Prignitz gehört auch ein Hotel. Foto: Imago/Schneider

Nachdem ihr die Station Neu Redlin verlassen habt, nehmt ihr den direkten Weg auf der L14 bis zum Fluss Stepenitz. Der Weg führt euch weiter in die reizvolle Landschaft von Marienfließ, die bis nach Mecklenburg reicht. Dort könnt ihr den Zauber der unberührten Natur auf euch wirken lassen und das evangelische Kloster Marienfließ besuchen. Das älteste Zisterzienser-Nonnenkloster der Prignitz wurde 1230 als Familienkloster von den Herren Gans Edle zu Putlitz gegründet. Der beeindruckende Altar im Kloster ist knapp 800 Jahre alt.

  • Tour 11: Neu Redlin – Marienfließ Länge: ca. 7,5 km

Wellness nach dem Wandern: von Quitzöbel nach Bad Wilsnack

wandern in der prignitz Im malerischen Ort Bad Wilsnack lädt die Therme erschöpfte Wanderer zu einer Auszeit an.
Im malerischen Ort Bad Wilsnack lädt die Therme erschöpfte Wanderer zu einer Auszeit an. Foto: Imago/Hohlfeld

Die letzte Wanderroute befindet sich an der Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Wir starten in Quitzöbel. Der Ort bietet dank der Tatsache, dass es oberhalb vieler Flüsse und Seen wie Havel, Elbe und dem Kanal Gnevsdorfer Vorfluter liegt, eine großartige Aussicht auf die Natur. Die Tour geht weiter nach Norden auf der L10, vorbei an der evangelischen Kirche Lennewitz und Legde/Quitzöbel. Sehenswert dort sind die Agrarproduktivgenossenschaft und die Ledge Kirche. Wir folgen der L10 weiter und nach einigen Kilometer kommen wir nach Bad Wilsnack. Die Kristall Kur- und Gradiertherme Bad Wilsnack ist ein empfehlenswertes Ziel, das viel Entspannung verspricht. Hier gibt es Solebäder mit bis zu zwölf Prozent Salzgehalt, Hammam, Salzdampfbad, Gradierwerk und verschiedenen Saunatypen.

  • Tour 12: Quitzöbel – Bad Wilsnack Länge: ca. 9 km

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Immer noch Lust aufs Umland? Wir kennen noch weitere schöne Wanderwege in Brandenburg. Lust, auf den Spuren der Geschichte zu wandeln? Wir haben den rund 160 Kilometer langen Mauerweg in Berlin und Brandenburg erkundet. Wer es lieber gemütlich angehen lässt, sollten die schönsten Waldspaziergänge innerhalb Berlins ausprobieren. Für noch mehr Inspiration werft einen Blick in unsere Rubriken “Ausflüge” und “Brandenburg”.

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