• Ausflüge
  • Ab zum Wannsee: 12 Tipps für einen schönen Tag am Wasser

Ausflüge

Ab zum Wannsee: 12 Tipps für einen schönen Tag am Wasser

Am großen Wannsee in Berlin befinden sich viele interessante und schöne Orte. Rund um die Havelbucht kann man in Berlins Geschichte eintauchen, Natur und Kultur erleben und richtig gut essen und trinken. Hier kommt unser Guide für strahlende Frühlings- und Sommertage am Wasser.


Eine märchenhafte Welt entdecken: Die Pfaueninsel

Wannsee Ein märchenhaftes Fleckchen Erde: Auf der Pfaueninsel am Wannsee kann man sich entspannen, schwimmen und den städtischen Trubel vergessen.
Ein märchenhaftes Fleckchen Erde: Auf der Pfaueninsel am Wannsee kann man entspannen, schwimmen und den städtischen Trubel vergessen. Foto: Imago/Camera4

Das kleine Schloss auf der Pfaueninsel wurde zwischen 1794 und 1797 erbaut und diente Friedrich Wilhelm II und seiner Familie als Sommerresidenz. Das märchenhaft anmutende Schloss ist aber heute nur einer der Gründe, wieso es die Menschen zur Pfaueninsel zieht. Die hier wild lebenden Pfauen und Wasserbüffel und die malerische Natur bieten ein riesiges Erholungspotential.

Im Sommer kann man vom Ufer der 98 Hektar großen Insel in den kühlen Wannsee springen. Und auch wenn das Schloss auf der Pfaueninsel für Sanierungsarbeiten geschlossen wurde, ist es schon magisch genug, von außen einen Blick darauf zu erhaschen. Ein Tipp: Neben der großen Liegewiese auf der Pfaueninsel befindet sich ein schönes Café, das leckeren Kuchen, guten Kaffee und Erfrischungen wie Bier und Limonade anbietet.

Wie kommt ihr hin, was ist die ganze Geschichte des Schlosses und was gibt es sonst noch zu beachten? Alles Wissenswerte zur Pfaueninsel lest ihr hier.


Einklang von Klassizismus und Natur: Schloss und Schlossgarten Glienicke

Wannsee Italienische Romantik: Prinz Carl von Preußen verliebte sich in den mediterranen Baustil und ließ daraufhin das Schloss Glienicke am Wannseeufer bauen.
Italienische Romantik: Prinz Carl von Preußen verliebte sich in den mediterranen Baustil und ließ daraufhin das Schloss Glienicke am Wannseeufer bauen. Foto: Imago/Joko

Mitte des 19. Jahrhunderts verliebte sich der 21-jährige Prinz Carl von Preußen während einer Italienreise in den typisch mediterranen Baustil und ließ sich vom Baumeister Karl Friedrich Schinkel persönlich ein Schloss am Wannseeufer bauen, das seine Italiensehnsucht für immer stillen sollte. So entstand das Schloss Glienicke, das von einem schönen Schlossgarten und prächtigem, altem Baumbestand umgeben ist.

Das Schloss, das dem Prinzen als Sommerresidenz diente, kann heute besichtigt werden. Prächtige Wohnräume, die die unverkennbare Handschrift Schinkels tragen, eine Bibliothek sowie zahlreiche Skulpturen und Kunstwerke charakterisieren das Innere des Schlosses, in dem auch regelmäßig klassische Konzerte stattfinden. Im Schloss befindet sich außerdem ein Restaurant mit lauschigem Außenbereich. Mehr zum Glienicker Park erzählen wir euch hier.


Ostseesand unter den Füßen spüren im Strandbad Wannsee

Wannsee Weißer Sand wie am Meer: Der schöne Strand im Strandbad Wannsee ist knapp 1.300 Meter lang und ein Sehnsuchtsort an heißen Berliner Sommertagen.
Weißer Sand wie am Meer: Der schöne Strand im Strandbad Wannsee ist knapp 1300 Meter lang und ein Sehnsuchtsort an heißen Berliner Sommertagen. Foto: Imago/Gora

Knapp 1300 Meter lang und 80 Meter breit ist der Strand des größten Binnenseebads Europas. Der Sand im Strandbad Wannsee wurde von der Ostsee in das Seebad transportiert. Und wer durch den weichen Sand zum Ufer läuft und die Füße ins kühle Wasser eintaucht, könnte fast meinen, der lang ersehnte Urlaub am Meer habe soeben begonnen.

Neben dem schönen Sandstrand und den gemütlichen Strandkörben bietet das Strandbad Wannsee außerdem einen Kinderspielplatz, eine Bungee-Trampolin-Station sowie ein Beachvolleyball- und ein Fußballfeld und einen Bootsverleih. Ein Sehnsuchtsort an heißen Tagen in Berlin.


Literatur erleben im Literarischen Colloquium

Wannsee Im Literarischen Colloquium am Wannsee-Ufer dreht sich bereits seit den 1960er-Jahren alles um die Literatur.
Im Literarischen Colloquium am Wannseeufer dreht sich bereits seit den 1960er-Jahren alles um die Literatur. Foto: Imago/Schöning

In der Gründerzeitvilla, die sich malerisch hinter Bäumen am Wannseeufer versteckt, dreht sich bereits seit den 1960er-Jahren alles um die Literatur. Peter Bichsel und Hubert Fichte diskutierten hier ihre Texte, und aus den Schreibwerkstätten unter dem Dach des Literarischen Colloquiums gingen Autor:innen wie Judith Hermann und David Wagner hervor. Nationale und internationale Literat:innen und Gäste zieht es in die Talentschmiede. Regelmäßig finden Workshops, Lesungen und Buchpremieren statt. Im Literarischen Colloquium Berlin wird Literatur gelebt – ein Ort mit einer ganz besonderen Energie.

  • Literarisches Colloquium Am Sandwerder 5, Zehlendorf, www.lcb.de

Bier unter Eichen trinken im Loretta am Wannsee

Wannsee Entspannte Atmosphäre, ehrliches Essen, frisch gezapftes Bier – damit und obendrein mit einem schönen Seeblick zieht das Loretta seine Gäste an.
Entspannte Atmosphäre, ehrliches Essen, frisch gezapftes Bier und Blick auf den Wannsee: Damit zieht das Loretta seine Gäste an. Foto: Loretta am Wannsee

Wenn das Wetter schön ist, hat das Loretta am Wannsee einen festen Platz im Herzen vieler Zehlendorfer:innen. Aber auch Einheimische aus anderen Teilen der Stadt und Touris genießen gerne den Tag in dem lauschigen Biergarten, in dem ein hoher gastronomischer Anspruch, echte Brautradition und eine lockere, familiäre Atmosphäre aufeinandertreffen.

Im Loretta kann man an einem warmen Tag ein frisch gezapftes Bier trinken und die kühle Luft im Schatten von Eichenbäumen suchen. Der Hunger lässt sich dann entweder draußen im Biergarten, im hauseigenen Restaurant oder in der 2014 gebauten Almhütte stillen. Die Küche des Loretta steht für alles, was Gehalt hat und glücklich macht: Krustenbraten, Currywurst, Elsässer Flammkuchen und klassische bayerische Spezialitäten stehen auf der Karte. Diese ist aber sehr vielseitig und hält auch Leichteres sowie Kuchenspezialitäten bereit.

Schön ist ein Besuch im Loretta ganz besonders am Abend, denn der Blick über denn Wannsee wirkt dann besonders schön, wenn die Sonne hinter dem Horizont versinkt. Noch mehr Tipps für schöne Biergärten in Berlin geben wir euch hier.


Sich in das Leben des Malers Max Liebermann hineinfühlen in der schönen Liebermann-Villa

Der impressionistische Maler Max Liebermann verbrachte seine Sommer in seinem Haus am Wannsee. Die Liebermann-Villa ist heute öffentliches Kunstmuseum und Café. Foto: Imago/Ritter
Der impressionistische Maler Max Liebermann verbrachte seine Sommer in seinem Haus am Wannsee. Die Liebermann-Villa ist heute öffentliches Kunstmuseum und Café. Foto: Imago/Ritter

Die Liebermann-Villa ist ein schöner Ort, an dem Kunstgeschichte zum Leben erwacht. Der Bau mit wunderschönem Garten diente dem berühmten deutschen Maler Max Liebermann als Quelle der Inspiration und als Sommerresidenz für sich und seine Familie. Neben Max Slevogt und Ernst Oppler zählt Max Liebermann zu den bedeutendsten Vertreter:innen des Impressionismus im deutschsprachigen Raum.

In der Liebermann-Villa lassen sich nicht nur zahlreiche Werke von Liebermann anschauen, die dort selbst entstanden sind und das Anwesen samt Garten zeigen. Im ehemaligen Esszimmer der Familie Liebermann gibt es auch ein kleines Café. Mit Kuchen und Heißgetränk kann man sich dann auf die Terrasse der Villa setzen, den Sonnenschein genießen, den Blick durch den Garten schweifen und den Zauber der Malerei auf sich wirken lassen.


Dunkle Geschichte im Haus der Wannseekonferenz

Der schöne Schein trügt: In der prächtigen Villa am Wannsee wurde das wohl dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte aufgeschlagen. Foto: Imago /Ritter

Unweit der Liebermann-Villa, in einem nicht weniger eindrucksvollen Gebäude am Wannseeufer, wurde das wohl dunkelste Kapitel deutscher Geschichte aufgeschlagen. Am 20. Januar 1942 diskutierten hier einflussreiche Persönlichkeiten der Naziregierung, Führungskräfte der NSDAP und der SS, die Umsetzung der sogenannten „Endlösung“, die die systematische Deportation und Ausrottung jüdischer Menschen in Europa vorsah. Seit 1992 beleuchtet die Dauerausstellung „Die Wannsee-Konferenz und der Völkermord an den europäischen Juden“ dieses historische Zusammentreffen sowie die Folgen und auch das politische Klima, das Mitte des 20. Jahrhunderts in Deutschland herrschte und das zum Nährboden für eine menschenverachtende Politik wurde.

Im Haus der Wannseekonferenz werden auch Führungen angeboten. Ein gastronomisches Angebot gibt es hier nicht, in unmittelbarer Nähe befindet sich aber das gemütliche Restaurant Seehase, das vor allem frischen Fisch und einen schönen Blick auf den See bietet. Einen Spaziergang auf den Spuren des Krieges vom Wannsee bis zum Neuen Garten beschreiben wir hier für euch.

  • Haus der Wannseekonferenz Am Großen Wannsee 56-58, Zehlendorf, www.ghwk.de

Mit Geduld und Erfahrung im Wannsee Rotfedern, Brassen und Barsche fangen

Wannsee Der Angelsport in den letzten Jahren wieder in Mode gekommen. Auch im Wannsee lässt sich Frischfisch fangen.
Der Angelsport in den letzten Jahren wieder in Mode gekommen. Auch im Wannsee lässt sich Frischfisch fangen. Foto: Imago /Sorge

Ob es um Gemüse geht oder um Fisch oder Fleisch – immer mehr Menschen wollen genau wissen, woher ihr Essen stammt. Auch darum ist der Angelsport in den letzten Jahren wieder in Mode gekommen, auch bei der jüngeren Generation. Der große Wannsee misst an seiner tiefsten Stelle rund zehn Meter und ist Lebensraum von Rotfedern, Brassen, Barschen, Hechten, Zandern, Rapfen, Karpfen und Welsen, die von erfahrenen Angler:innen gefischt werden können.

Wer bereits einen Angelschein hat und im Wannsee angeln möchte, muss sich zuvor eine Erlaubnis vom Berliner Fischereiamt holen.


SUP, Kajak oder Segelboot – Wassersport am Wannsee

Wannsee Der Wannsee eignet sich toll für Wassersport aller Art. Wer selber noch keine Erfahrungen gemacht hat, kann sich an das Team des Wassersportcenters am Wannsee wenden.
Der Wannsee eignet sich toll für Wassersport aller Art. Wer selber noch keine Erfahrungen gemacht hat, kann sich an das Team des Wassersportcenters am Wannsee wenden. Foto: Imago/Camera4

Segen, Windsurfen, Stand-Up-Paddling: Der Wannsee ist ein toller Ort für Wassersport. Wer neu auf dem Wasser ist, kann an einem heißen Tag einfach im Wassersportcenter vorbeischauen und sich dort beraten lassen, welche Wassersportart am besten der eigenen Motivation und den eigenen Vorstellungen entspricht. Es besteht die Möglichkeit, einen richtigen Segel- oder Windsurfschein zu machen und dafür theoretische und praktische Stunden zu absolvieren.

Alle, die es weniger ernst angehen wollen, können sich im Wassersportcenter auch einfach ein Stand-Up-Paddel leihen und vom kleinen, privaten Sandstrand der Sportschule lospaddeln. Wer lieber einfach nur schwimmen möchte, läuft vom Wassersportcenter in fünf Minuten zum Strandbad Wannsee. Ihr sucht einen Stand-Up-Paddling-Verleih an einem anderen See? Hier entlang.


Gutes Essen und schöne Sonnenuntergänge auf den Wannseeterrassen

Wannsee Gehobene Küche und ein atemberaubender Seeblick: Die Wannseeterrassen in Zehlendorf sind ein Ort für Genuss und Erholung.
Gehobene Küche und ein atemberaubender Seeblick: Die Wannseeterrassen sind ein Ort für Genuss und Erholung. Foto: Imago/tagesspiegel

Die Wannseeterrassen sind neben dem Loretta einer der traditionsreichen Gastronomiebetriebe am Ufer des Wannsees. Besonders von den rund 500 Außenplätzen des Restaurants hat man einen atemberaubenden Blick auf das Wasser – besonders schön sind hier die Sonnenuntergänge.

Die Speisenauswahl ist traditionell, aber gehoben, genau wie die Preise. Für gutes Essen und solch einen schönen Ausblick lohnt es sich aber, ein bisschen tiefer in die Tasche zu greifen. Besonders hervorzuheben sind zudem die sehr große Weinauswahl und die hauseigene Konditorei, die täglich frische Torten und Backwaren kreiert.


Ein Floß mieten und den Wannsee erkunden

Wannsee Der Wannsee lässt sich auch wunderschön vom Floß aus erkunden. Am besten, man mietet sich sein Huckleberrys-Floß dafür in Potsdam.
Der Wannsee lässt sich auch wunderschön vom Floß aus erkunden. Am besten, man mietet sich sein Huckleberrys-Floß dafür in Potsdam. Foto: Huckleberrys Tours

In Potsdam lassen sich gemütliche Hausflöße mieten, mit denen an einem sonnigen Tag oder Wochenende den Wannsee erkunden kann. Huckleberrys ist der Klassiker unter den Berliner Floßvermietungen. Das Motto ist hier „Camping auf dem Wasser“, die Idee ist also, dass man sich ein Floß gleich für mehrere Tage mietet und auch darauf übernachtet. Tage- und stundenweise Vermietungen sind aber auch möglich.

Insgesamt hat Huckleberrys 86 Flöße an neun verschiedenen Stationen in Berlin und Umland zu vermieten. Wer den Wannsee erkunden will, mietet sich sein Floß am besten an der Schiffbauergasse in Potsdam, leiht sich auch noch einen Grill aus und schippert in wenigen Stunden bequem über die Havel bis zum Wannsee. Wo ihr in Berlin sonst noch Boote für Wassersport mieten könnt, erfahrt ihr hier.


Joggen, radeln oder skaten auf dem Kronprinzessinnenweg

Beliebt bei Skatern, Radfahrern und Joggern: Der Kronprinzessinnenweg verläuft vier Kilometer durch den Grunewald, wenige Kilometer vom Wannsee entfernt. Foto: Imago/Zeitz

Der Kronprinzessinnenweg verläuft vier Kilometer durch den Grunewald, wenige Kilometer vom Wannsee entfernt. Die asphaltierte Strecke ist bei zum Joggen, Skaten und Radfahren gleichermaßen beliebt. Bei schönem Wetter ist hier dementsprechend Betrieb. Aber es lohnt sich!

Am besten startet man den Ausflug zum Kronprinzessinnenweg schon früh am Morgen. Dann kann man die Ruhe der Natur für sich genießen. In wenigen Minuten auf dem Rad ist man außerdem direkt am See und kann, sofern es die Temperaturen zulassen, nach dem Joggen oder Skaten eine Runde schwimmen.

  • Lauf-, Skate- und Radstrecke Kronprinzessinnenweg Am besten zu erreichen vom S-Bhf Grunewald oder Nikolassee

Mehr zum Thema Ausflüge in und um Berlin

Ab ins Grüne: Das sind Berlins schönste Parks und Gärten. Lieber in eine ganz andere Ecke der Stadt? Wir haben 12 Spaziergänge im Osten Berlins für euch – im Wald und am Wasser. Besonders schön: der Wuhletal-Wanderweg, wo am Ufer Fischreiher und der 1. FC Union grüßen. So schön ist es außerhalb der Stadt: 12 Tipps für Ausflüge im Berliner Umland. Wir sind nicht allein in der Stadt: Hier lassen sich in Berlin wilde Tiere beobachten. Ihr plant schon eine kleine Reise? Diese Ziele für einen Kurzausflug übers Wochenende erreicht ihr von Berlin aus problemlos.

Berlin am besten erleben
Dein wöchentlicher Newsletter für Kultur, Genuss und Stadtleben
Newsletter preview on iPad