Galerien und Museen

Kunst und Ausstellungen in Berlin: 12 Tipps mit Neon am Schloss und Rebellion in Schwarzweiß

Berlins Museen, Galerien und Kunsthäuser machen keine Sommerpause – die Ausstellungen sind weiterhin zu sehen. Auch vor der Stadt ist die Kunstwelt lebendig: Auf Schloss Schwante beeindrucken Skulpturen und Neon-Installationen. Das Haus für Fotografie blickt auf das Schaffen von Wolfgang Schulz zurück, der 1977 die rebellische Kunstzeitschrift „Fotografie“ gründete. Andere Formate ersetzen gleich ein ganzes Jubiläumsfest – wie im legendären Haus Schwarzenberg am Rosenthaler Platz. Wir stellen Ausstellungen zum Hören und Schauen vor. Unsere 12 Tipps für ein gelungenes Kunstwochenende.


Kunstausflug nach Brandenburg: Skulpturengarten auf Schlossgut Schwante

Kunst und Ausstellungen auch außerhalb von Berlin: Im Garten von Schlossgut Schwante hängt jetzt Björn Dahlems Arbeit  "M-Sphären
Kunst und Ausstellungen auch außerhalb von Berlin: Im Garten von Schlossgut Schwante hängt Björn Dahlems Arbeit „M-Sphären“, Foto: Hanno Plate

Schloss Schwante? Genau, das hatten die Macher des Monbijoutheaters aus dem Dornröschenschlaf geholt und eine Zeit lang mit Theater und Gastronomie bespielt. Bis sich die Truppe zerstritt… Schnee von gestern. 2019 hat das Kunstsammlerpaar Loretta Würtenberger und Daniel Tümpel das Schlossgut gekauft. Für sich, aber irgendwie auch für alle, denn sie haben 23 Skulpturen in den Park gestellt, von Hans Arp ebenso wie Carsten Nicolai. Auch die Neonarbeiten von Björn Dahlem und Martin Creed arbeiten mit der Landschaft. Gut zu wissen: Gastronomie gibt es auch. SD

  • Schlossgut Schwante Schlossplatz 1-3, 16727 Oberkrämer, geöffnet Fr–So 11–18 Uhr, 25 km von Berlin, Bahnhof Schwante (RB55 stündlich), 10 Min. Fußweg, 10 Euro, bis 30.10., www.schlossgut-schwante.de

Ausstellung zu Wolfgang Schulz im Museum für Fotografie

Kunst und Ausstellungen in Berlin: Wolfgang Schulz: Selbstportrait, Riesweiler, 1978, Silbergelatine, Privatsammlung Foto: Wolfgang Schulz/ Privatsammlung
Wolfgang Schulz: Selbstportrait, Riesweiler, 1978, Silbergelatine, Privatsammlung. Foto: Wolfgang Schulz/ Privatsammlung

So sah sich Wolfgang Schulz 1978 in Riesweiler nahe Wiesbaden: jung, unangepasst, ein bisschen müde. Wir wissen nicht, warum er so schaut, sind aber versucht zu vermuten, dass ihn seine Arbeit an der Zeitschrift „Fotografie“ erschöpft hat. Ein Jahr, bevor er diese Aufnahme machte, hat er das Blatt mitbegründet. Es wurde ein wichtiges Magazin für die Fotografie auf dem Weg zu einer eigenen Kunstgattung.

Das Museum für Fotografie widmet jetzt Schulz und der Zeitschrift einen Rückblick – mit Aufnahmen von Schulz und Weggefährten wie Hans Christian Adam, Dieter Appelt, Heiner Blum, Dörte Eißfeldt, Verena von Gagern, André Gelpke, Reinhard Matz, Angela Neuke, Heinrich Riebesehl, Wilhelm Schürmann, Petra Wittmar und Miron Zownir. CWA

  • Museum für Fotografie Jebenstr. 2, Charlottenburg, Do­–So 11–20 Uhr, 10/ 5 €, bis 18 Jahre frei, Zeit-Ticket auf www.smb.museum, bis 11.10.

„Blinde Winkel“ im Kunstverein am Rosa-Luxemburg-Platz

Kunst und Ausstellungen in Berlin: CargoCult: „Sleeping Beauty Encyclopedia“, 2017-2020 (Fahne) Foto: CargoCult und Kunstverein
CargoCult: „Sleeping Beauty Encyclopedia“, 2017-2020 (Fahne) Foto: CargoCult und Kunstverein

Im Kunstverein am Rosa-Luxemburg-Platz geht es seit 7. Juli um ein ganz aktuelles Thema: um Rassismus und den Eindruck, unerwünscht zu sein. Acht Künstler*innen und Künstler*innen-Gruppen zeigen subtile Filme, Fotos, Zeichnungen, Gemälde und Installationen zum Thema. Die Schau ist klein, bietet aber genug Stoff, um länger zu bleiben. Dafür sorgt auch die Installation von Florian Göttke über das umstrittene Humboldt-Forum, dem künftigen Haus für die Ethnologischen Sammlungen aus Berlin in der Zuständigkeit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Wie der Zufall es will, hat Anfang Juli der Wissenschaftsrat die Spaltung dieser Stiftung empfohlen. Sie soll in kleinere Teile zerlegt und schneller werden. Wer Florian Göttkes Arbeit ansieht und die Zeitung des Künstlers dazu liest, muss dem Gutachten Recht geben. CWA

Kunstverein am Rosa-Luxemburg-Platz, Linienstraße 40, Mitte, Mi, Do, Fr 14-18 Uhr, Eintritt frei, kein Ticket notwendig, bis 8.8.


A Slightly Curving Place“ im Haus der Kulturen der Welt

Ausstellungen in Berlin: Blick in den Hörraum von "A Slightly Curving Place" im HKW, 
Foto: Laura Fiorio / HKW
Blick in den Hörraum von „A Slightly Curving Place“ im HKW,
Foto: Laura Fiorio / HKW

Wie die Welt vor Erfindung der Tonaufnahme geklungen hat, können wir nur ahnen. Doch es gibt Menschen, die nach vergessenen Klängen suchen – wie der indische Autor und Tontechniker Umashankar Manthravadi. Er untersucht beispielsweise die Akustik archäologischer Stätten.
Seine Forschung dient nun als Grundlage für die Schau „A Slightly Curving Place“ im Haus der Kulturen der Welt.

Kuratorin Nida Ghouse hat gemeinsam mit Sprecherinnen, Autorinnen und Soundspezialistinnen ein akustisch perfekten Hörraum geschaffen. Über einen zwölfkanaligen Lautsprecher und mehrere Deckenlautsprecher läuft hier eine Text- und Klangcollage. Heutige Erzählungen, historische Tonaufnahmen und Reflexionen über Raum, Klang und Zeit ergeben eine Art Podcast über das moderne und vormoderne Indien, beispielsweise über historische Dörfer und religiöse Stätten, die im Wasser eines Staudamms versanken.

Selbstverständlich beklagen die Autorinnen diesen Verlust. Doch was hier gut tun würde, wären Stimmen aus der Generation, die die Unabhängigkeit Indiens erstritt und den jungen Staat technisch entwickeln wollte.

Trotzdem ist „A Slightly Curving Place“ ein sehr dichtes Hörstück: Besuchende können sich beispielsweise mit Hilfe des ausliegenden Booklets und der Ausstellungsgegenstände in Vitrinen einfummeln. Und dann lässt es sich in dem blanken weißen Raum so wohlig liegen oder sitzen, wie man wohl einst am Feuer lagerte, um einem Geschichtenerzähler zuzuhören. CWA

  • Haus der Kulturen der Welt John-Foster-Dulles-Allee 10, Tiergarten, Mi–Mo 14–20 Uhr, Eintritt frei, 11. + 18.9.: digitale Debatten auf www.hkw.de

Göran Gnaudschun und Maria Sewcz: zwei Ausstellungen im Haus am Kleistpark

Kunst und Ausstellungen in Berlin: Maria Sewcz: "TR 34, Istanbul 2016/17, ISTANBUL". Foto: Maria Sewcz
Maria Sewcz: „TR 34, Istanbul 2016/17, ISTANBUL“. Foto: Maria Sewcz

Auf zwei Etagen im Haus am Kleistpark hängt eine ungewöhnliche Kombination von Arbeiten zweier Fotograf*innen. Maria Sewcz und Göran Gnaudschun studierten beide einst an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst, beide lehren heute an der Berliner Ostkreuzschule für Fotografie. Und sie gehören, fotografisch betrachtet, zwei Generationen an. Maria Sewcz, 1960 in Schwerin geboren, zeigt eine Werkschau, die ihre fotografische Entwicklung Revue passieren lässt: von frühen Schwarzweiß-Arbeiten aus Prag, Budapest, dem damaligen Leningrad und Danzig, aus dem Ost-Berlin vor 1989 und dann – in Farbe nach Mauerfall – aus Rom, London und Istanbul. Die Riesenstadt am Bosporus nimmt den größten Teil der Schau ein und zeigt sich hier mit harschen Gegensätzen in Architektur und Stadtstruktur.

Göran Gnaudschun, 1971 geboren, zeigt eine intimere Sicht auf das Leben, in ruhigen Fotos aus alten Städten, bewegten Aufnahmen von Landschaften und Himmel und handabgezogenen Cyanotypien, die alle zusammen zu großen Tableaus gehängt sind. „I follow rivers“, heißt seine Schau, wie der Hit der Sängerin Lykke Li, ein poppiges Stück über Sehnsucht nach einem Menschen. Doch die Naivität des Songs geht Gnaudschuns Fotos ab: Sie wirken in ihrer klaren Melancholie höchst reif. CWA

Kunst und Ausstellungen in Berlin: Göran Gnaudschun „Hand, Dranske“, 2019. Foto: Göran Gnaudschun
Göran Gnaudschun „Hand, Dranske“, 2019. Foto: Göran Gnaudschun
  • Haus am Kleistpark Grunewaldstr. 6-7, Schöneberg, Di-So 11-18 Uhr, Göran Gnaudschun: bis 20.9; Maria Swecz bis 27. 9.; Eintritt frei

Otobong Nkanga im Gropius Bau

Otobong Nkanga 2017 bei der Verleihung des Belgischen Kunstpreises vor der Arbeit „In a Place Yet Unknown“ ( 2017 ). Foto: Yannik Sas / Otobong Nkanga

Sie ist eine Großmeisterin der Performance. Otobong Nkanga aus Antwerpen besticht mit Konzentration, klarer Stimme und mit Empathie, wenn sie Besucher*innen in ein Gespräch verwickelt. Im vergangenen Jahr war sie als Stipendiatin des Gropius Baus wieder einmal zu Gast in Berlin. Jetzt präsentiert sie dort einen Überblick über ihr Schaffen. In acht großzügigen, hellen Räumen zeigt sie ausladende Installationen und ihre weniger bekannten Zeichnungen. Ihr Thema: Wie Menschen sich und einer geschundenen Welt helfen können.

  • Gropius Bau, Niederkirchnerstraße 7, Kreuzberg, Sa-Mi 10-19, Do/ Fr 10-21 Uhr, Ticket fürs ganze Haus: 15/10 €, bis 16 J. frei, Online-Buchung erforderlich www.berlinerfestspiele.de/, bis 13.12.

„SUV Paintings“: David Renggli in der Galerie Wentrup

Kunst und Ausstellungen in Berlin: David Renggli: "SUV Painting (Cayenne/alamy)", 2020 Acryl auf Bettwäsche, gerahmt, 
173 x 147.5 x 5 cm. Foto: Matthias Kolb / David Renggli / Galerie Wentrup
David Renggli: „SUV Painting (Cayenne/alamy)“, 2020 Acryl auf Bettwäsche, gerahmt,
173 x 147.5 x 5 cm. Foto: Matthias Kolb / David Renggli / Galerie Wentrup

Für seine neuen Gemälde in der Galerie Wentrup hat sich David Renggli ein streitbares Thema ausgesucht: Sport Utility Vehicles. Allerdings ist auf den leuchtend bunten Bildern seiner Ausstellung kein einziger SUV zu sehen. Die abstrahierten Formen lassen am ehesten an westamerikanische Wüsten- und Strandlandschaften denken.

Doch in der Schrift sind Autos anwesend: längs, quer oder diagonal ziehen sich die Namen von SUV-Marken über die Leinwand, ja, der Schweizer Künstler hat sie sogar an die Stelle der Signatur gesetzt. Und zwar nicht auf klassische Malerleinwand: Renggli hat mit dünner Acrylfarbe auf bedruckte Bettwäsche vom Flohmarkt gemalt. Eine fröhliche Kritik an der Alltagskultur und den Träumen, die sie hervorbringt.


Polaroids von Linda McCartney bei C/O Berlin

"Montserrat, Carribbean, 1980s" heißt diese Fotografie in der C/O-Berlin-Ausstellung. © Paul McCartney / Foto: Linda McCartney
„Montserrat, Carribbean, 1980s“ heißt diese Fotografie in der C/O-Berlin-Ausstellung. © Paul McCartney / Foto: Linda McCartney

Ungnädig geht die Geschichte mit den Lebensgefährtinnen von Musikern um. Statt als Künstlerin galt Yoko Ono lang nur als „Frau von John Lennon“, Linda McCartney nicht als Fotografin, sondern nur als … naja, Sie wissen schon. Dabei hatte sie vor ihrer Ehe eine tolle Karriere gemacht: mit sehr sensiblen Porträts von Rock-Größen wie Jimi Hendrix und Janis Joplin. Sogar Mick Jagger sieht bei ihr sympathisch aus.

Nun zeigt jedoch das Fotohaus C/O Berlin McCartneys hierzulande wenig bekannten Polaroids: 250 Sofortbilder der 1998 verstorbenen Fotografin geben Einblick in das englische Landleben und das Tohuwabohu der kinderreichen Familie McCartney. Eine sehr persönliche Schau mit nur einem Schönheitsfehler: Das Fotohaus bewirbt sie ausgerechnet mit einem Bild, das Linda von Paul machte. Da ist sie wieder: „die Frau von“. CWA

C/O Berlin Hardenbergstr. 22–24, Charlottenburg, Do–So 11–20 Uhr, Zeit-Ticket auf www.co-berlin.org, 10/ 6 €, bis 18 J. frei, bis 5.9.


„Lauschen statt Rauschen“: eine Ausstellung zum Geburtstag in der Galerie Neurotitan

Blick in die Ausstellung "Lauschen statt Rauschen" bei Neurotitan. 
Foto: Sandra Christine Dick
Blick in die Ausstellung „Lauschen statt Rauschen“ bei Neurotitan.
Foto: Sandra Christine Dick

Das Fest ist verschoben, eine Jubiläumsausstellung gibt es trotzdem. Denn Grund zur Freude besteht auf jeden Fall: Das Haus Schwarzenberg am Rosenthaler Platz ist 25 Jahre alt geworden. Sein Verein hat das Haus mit den tiefen, engen Hinterhöfen baulich und rechtlich sichern können und es dank des Museums Blindenwerkstatt Otto Weidt und des Anne-Frank-Zentrums in der Museumslandschaft verankert.

So bietet es auch heute Künstlerinnen und der Galerie Neurotitan Raum und zeugt mit seiner nicht-aufgehübschten Fassade von den wilden 90er-Jahren. Statt des Fests findet nun eine Ausstellung statt: mit Arbeiten von Schwarzenberg-Pionierinnen wie Henryk Weiffenbach, Sandra Becker und Safy Sniper. Ein Video dokumentiert die Geburtstagsperformances. Herzlichen Glückwunsch! CWA

  • Galerie Neurotitan Haus Schwarzenberg, Rosenthaler Str. 39, Mitte, Di–Sa 13–18 Uhr, Eintritt frei, bis 15.8., Video www.neurotitan.de

Barkow Leibinger im Haus am Waldsee

Kunst und Ausstellungen in Berlin: Barkow Leibinger, Summer House, Serpentine Gallery, London, 2016, Foto: Iwan Baan
Kunst und Ausstellungen in Berlin: Barkow Leibinger, Summer House, Serpentine Gallery, London, 2016, Foto: Iwan Baan

Sie haben das Total-Hochhaus am Hauptbahnhof entworfen und das Aufbauhaus am Moritzplatz. Ihre Bauten sind also stadtbekannt, der Name ihres Architekturbüros jedoch ist es nicht. Das mag daran liegen, dass Barkow Leibinger sich für jedes Projekt eine neue Gestaltung einfallen lassen, und nicht Signature-Architektur liefern, die man immer und immer wiedererkennt. Dabei werden Frank Barkow und Regine Leibinger bei der Architektur-Biennale in Venedig ebenso eingeladen wie zur Sommerhaus-Gestaltung der Londoner Serpentine Gallery (Foto). Nun wird die Arbeit des Berliner Architektenpaares im Haus am Waldsee mit der Ausstellung „Revolution of Choice“ vorgestellt. Sehr inspirierend. SD

  • Haus am Waldsee Argentinische Allee 30, Zehlendorf, Di–So 11–18 Uhr, Eintritt 7/ erm. 5 €, bis 18 Jahre frei, bis 4.10., www.hausamwaldsee.de

World Press Photo 20 im Willy-Brandt-Haus

Das Pressefoto des Jahres in einer Ausstelllung in Berlin: "Straight Voice". Foto: Yasuyoshi Chiba, Japan, Agence France-Presse
Das Pressefoto des Jahres in einer Ausstelllung in Berlin: „Straight Voice“. Foto: Yasuyoshi Chiba, Japan, Agence France-Presse

Den ersten Platz beim renommierten World Press-Photo-Preis hat eine Aufnahme des japanischen Fotojournalisten Yasuyoshi Chiba gewonnen. Während eines Stromausfalls 2019 in Khartum, Sudan, porträtierte er für die Agentur AFP Demonstranten. Nur von den Bildschirmen ihrer Telefone erleuchtet, protestierten sie gegen die Diktatur. Die international tourenden World-Press-Photo-Ausstellungen mit prämierten Fotos aus Kategorien von Nachrichten bis Natur geben einen großartigen Überblick über den Stand der Pressefotografie. In diesem Jahr wird die nüchterne Berliner Schau, die am 4.7. begonnen hat, von einer zweiten interessanten Ausstellung begleitet. „Überleben im Müll“ thematisiert Kinderarbeit auf Abfallhalden (bis 30.8.). Beide Schauen finden in der Bundesparteizentrale der SPD statt, daher ist ein Personalausweis für den Eintritt erforderlich. CWA

  • Freundeskreis Willy-Brandt-Haus Stresemannstraße 28, Kreuzberg, derzeit nur Sa/So 10-20 Uhr, Eintritt frei, Online-Tickets erforderlich: www.fkwbh.de, bis 16.8.

Christo and Jeanne-Claude im Palais Populaire

Kunst und Ausstellungen in Berlin: Jeanne-Claude und Christo während der Installation des verhüllten Reichstags, Berlin 1995, Foto: Wolfgang Volz / Christo und Jeanne-Claude
Jeanne-Claude und Christo während der Installation des verhüllten Reichstags, Berlin 1995, Foto: Wolfgang Volz / Christo und Jeanne-Claude

Die Berliner Ausstellung hat er noch organisieren können, dann aber ist der Verhüllungskünstler Christo Ende Mai im Alter von 84 Jahren in New York gestorben. Seine übersichtliche Werkschau ist zu einer Gedenkausstellung geworden. Sie erinnert an realisierte und unverwirklichte Vorhaben des Duos Jeanne-Claude und Christo: von früher Land Art über die Verhüllung des Berliner Reichstags 1995 bis zu ihren Stegen 2018 über den Lago d’Iseo in Italien. Mancherorts aber wehrten sich Anwohner gegen die Projekte. So blieb unter anderem die textile Überdachung eines Flusses in den USA reiner Plan. Dortige Fische und Vögel könnte es gefreut haben. CWA

Palais Populaire, Unter den Linden 5, Mitte, Mi-Mo 11-18, Do bis 21 Uhr, Eintritt frei, Online-Ticket empfohlen www.ticketspopulaire.de, bis 14.9.


Mehr Berlin-Tipps:

Berlin war einst auch eine Stadt der großen Brauereien: Ihre eindrucksvollen Gebäude künden davon. Ausruhen kann man sich dann bei einem Smoothie, der nicht nur erfrischt, sondern auch gesund ist. Wir hätten da einige Ideen. Oder gleich in ein Café einkehren. Natürlich mit einem Tisch draußen.

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