Badestellen

Badeseen in Berlin: Von richtig abgeschieden bis ganz ausgezeichnet

Dass Berlin einige schöne Badeseen hat, ist bekannt. Abkühlung und Natur gibt es hier umsonst für alle, die sich auf den Weg machen. Wobei es von echten Geheimtipps, die herrlich abgelegen ein bisschen Ruhe verschaffen, bis zu wirklichen Berühmtheiten alles gibt. So ist der Schlachtensee schon lange nicht mehr nur Berliner*innen bekannt. Im Sommer 2020 wählte ihn zum Beispiel „CNN“ zu einem der schönsten Badestellen. Nicht nur in Berlin – sondern weltweit.

Der Schlachtensee gilt als einer der schönsten der Stadt – für manche gar der ganzen Welt. Foto: Imago Images/Zeitz

Und wenn es dort nun noch voller wird, weichen wir eben auf andere Klassiker wie Müggelsee und Krumme Lanke aus. Hauptsache einen kühlen Kopf bewahren im Großstadtsommer. Hier sind unsere Tipps für alle Badeseen, in denen Schwimmen erlaubt ist und die keinen Eintritt kosten.


Dämeritzsee in Treptow-Köpenick

Der Dämeritzsee gehört zu den Badeseen im Südosten Berlins ist bekannt für gutes Wasser, besser rein kommt man auf der Brandenburger Seite. Foto: Imago/Steinach
Der Dämeritzsee im Südosten Berlins ist bekannt für gutes Wasser, besser rein kommt man auf der Brandenburger Seite. Foto: Imago/Steinach

Eigentlich schummelt sich der See ein bisschen in diese Liste. Denn er liegt nur zum Teil in Berlin, ungefähr die Häfte des Gewässers liegt in Brandenburg. Und weil die Berliner Seite relativ dicht besiedelt ist, fällt der Sprung ins Wasser dort auch schwerer als auf der vergleichsweise freien Brandenburger Seite. Weil die Wasserqualität recht gut ist, lohnt sich der Ausflug allemal.

Der See ist relativ rund, hat einen Durchmesser von einem Kilometer und ist Teil der Bundeswasserstraße Rüdersdorfer Gewässer. Auch privater Bootsverkehr ist üblich, Angler und Wanderer schätzen das Gewässer. Es ist mehr als 100 Hektar groß. An den tiefsten Stellen trennen euch 4,5 Meter vom Grund.

  • Anreise: Buslinie 161 bis Dämeritzstr. oder Eichen-/Waldstr.
  • Adresse: Kanalstr. 98, 12589 Berlin
  • Touri-Tipp: Von hier starten einig Boote zum Müggelsee, die Verbindung dorthin, die Müggelspree, ist ausgesprochen schön.

Flughafensee in Reinickendorf

Der Flughafensee in Reinickendorf hat eine ausgezeichnete Wasserqualität – und auch einer der Badeseen mit einem FKK-Bereich. Foto Imago/Ritter
Der Flughafensee in Reinickendorf hat eine ausgezeichnete Wasserqualität – und auch einen FKK-Bereich. Foto Imago/Ritter

Der Flughafensee hatte mit Bakterienbelastung zu kämpfen, 2019 gab es aber immer wieder Messungen, die auf keine Gefahr für den Menschen schließen ließen. Die EU wertete den großen, beliebten Tümpel in Reinickendorf sogar als ausgezeichnet. Da lässt man gern die Seele baumeln. Und im Zweifel auch diverse Körperteile, es gibt einen FKK-Bereich.

In den See gelangt man am besten an der östlichen Seite, ebenso kann man entlang der JVA Tegel und dann einen guten halben Kilometer durch den Wald laufen (oder fahren, man findet dort Parkplätze). Im Norden und Westen ist das Ufer dicht bewaldet, es gibt ein Vogelschutzreservat.

Es handelt sich um einen Baggersee, in den 50er und 60er Jahren wurde hier Kies geholt. Er ist 31 Hektar groß, einen Kilometer lang, 500 Meter breit. Mit fast 35 Metern ist er zudem der tiefste See Berlins.

  • Anreise: U6 bis Holzhauser Str. , X33 bis Sterkrader Str.
  • Adresse: Allee Sankt Exupery 45, 13405 Berlin
  • Touri-Tipp: Es gibt durchaus einige Fische. Die überraschen dann gern mal die Taucher – und erfreuen die Angler.

Groß Glienicker See in Kladow

Der Groß-Glienicker See liegt teils im Spandauer Ortsteil Kladow – früher war er Grenzgebiet. Foto: Imago/Ritter
Der Groß Glienicker See liegt teils im Spandauer Ortsteil Kladow – früher war er Grenzgebiet. Foto: Imago/Ritter

Auch der Groß Glienicker See teilt sich in einen Teil Berlins und in einen Teil Brandenburgs – vor dem Mauerfall war hier Grenzgebiet, die Bürger der DDR durften nicht ins Wasser. Das Gewässer liegt in einer Seenkette mit dem Sacrower See und dem Heiligen See, der zu Potsdam gehört. Sie alle befüllen eine Rinne – das Gelände formte sich hier in der Eiszeit. Von Norden bis Süden ist er fast zwei Kilometer lang, breit wird er bis zu 530 Meter.

Die Wasserqualität ist hervorragend. Es gibt gleich zwei offizielle Badestellen. Da wäre zum einen das Moorloch mit Liegewiese und saisonal besetzter DLRG-Station. Im Nordosten an der „Pferdekoppel“ ist auch ein Strand. Wer suchet, der findet – es gibt auch viele kleine Areale, die nicht so befüllt sind, an denen man sich ganz entspannt sonnen kann.

  • Anreise: Busse N/X 34 bis Gutsstr. oder Kurpromenade (hier auch Linie 135) sowe 604 jund 638 bis Potsdam, Am Park.
  • Adresse: Groß Glienicker See, 14089 Berlin
  • Touri-Tipp: Beachvolleyballfelder, Spielplätze, Nootsverleih – der See ist wirklich ein wunderbares Naherholungsgebiet.

Jungfernsee in Wannsee

Blick nach Potsdam über den Jungfernsee – mit Schloss Babelsberg und der Glienicker Brücke. Foto: Imago/Camera4
Blick nach Potsdam über den Jungfernsee – mit Schloss Babelsberg und der Glienicker Brücke. Foto: Imago/Camera4

Zwischen Heiligem See und Jungfernsee ist es herrlich idyllisch, auch für Nichtschwimmer lohnt sich der Besuch. So richtig gut in die Fluten stürzen kann man sich aber auch – an zwei Badestellen zum Beispiel. Unweit der Glienicker Brücke wäre die erste Möglichkeit, nahe dem Schloss Cecilenhof die zweite – Liegewiesen inklusive. Weniger geeignet ist die Nordseite – ein Naturschutzgebiet hält euch vom Wasser fern.

Dass das Friedrich Wilhelm I. am Jungfernsee einen Sommerresidenz bezog, spricht für die schöne Landschaft. Wie einige der Seen der Liste ist er aber nicht Berlin-exklusiv, tatsächlich befindet sich sogar der größte Teil in Potsdam. Das kleine Stücken im Ortsteil Wannsee ist aber Hauptstadtgebiet.

  • Anreise: Zum Beispiel mit der S-Bahn bis Wannsee und dann mit dem Rad weiter, oder mit dem Bus zur Glienicker Brücke.
  • Adresse: Jungfernsee, 14469 Potsdam
  • Touri-Tipp: Neben einem asphaltierten Radweg finden Biker am See auch einen Uferweg. Der Cecilenhof kann besichtigt werden.

Krumme Lanke in Zehlendorf

Die Krumme Lanke in Zehlendorf – dem See wurden anders als anderen Badeseen sogar Lieder gewidmet. Foto: Imago/Schöning
Die Krumme Lanke in Zehlendorf – dem See wurden sogar Lieder gewidmet. Foto: Imago/Schöning

Die Krumme Lanke ist bei Schwimmern beliebt, denn sie hat viele Bereiche, an denen man super ins Wasser kann. Nur selten ist Bewuchs im Weg. So kann man sich kleine, ruhige Ecken suchen. Wer es lieber lebendig mag, zieht ans südliche Ende der Fischerhüttenstraße – die Liegewiese dort ist allerdings das Gegenteil von einem Geheimtipp. im Norden geht es flach in den See, das ist angenehm für Nichtschwimmer und Kinder.

Dem See wurden übrigens sogar ein paar Songs gewidmet, von den Gebrüder Blattschuss etwas und der US-Indie-Pop-Band „Ducktails“. Wer sechs Minuten hat, möge sich doch dem „Lied von der Krummen Lanke“ des Berliner Vortragskünstlers Fredy Sieg widmen:

Der Name beruht wohl auch auf der sonderbaren Form: Der rund 41 Hektar große See ist sehr langgezogen, er macht nach etwa einem Drittel einen Knick. FKK ist überall erlaubt, die meisten Nacktschwärmer finden sich nahe der Fischerhüttenstraße. Unterirdisch ist die Krumme Lanke mit dem Schlachtensee verbunden.

  • Anreise: Die Öffis halten nicht unbedingt vor der Tür (beziehungsweise dem Steg). Mit der U3 oder dem Bus 622 geht es z.B. zur Station Krumme Lanke, dann etwa 17 Minuten zu Fuß weiter. Aber wir haben ja (hoffentlich) Zeit.
  • Adresse: Krumme Lanke, 14163 Berlin
  • Touri-Tipp: Der Weg um den See ist 2,8 Kilometer lang und wunderbar entspannend.

Langer See in Treptow-Köpenick

Zwei Strandbäder, mit der Bammelecke aber auch eine freie Badestelle: Der Lange See hat viel zu bieten – hier ein Motiv einer Postakrte von 1935.  Foto: Imago/Arkivi
Zwei Strandbäder, mit der Bammelecke aber auch eine freie Badestelle: Der Lange See hat viel zu bieten – hier ein Motiv einer Postkarte von 1935. Foto: Imago/Arkivi

Viele denken, am Langen See könne man nur kostenpflichtig planschen gehen. Richtig ist, dass sowohl das Strandbad Wendenschloß als als auch das Strandbad Grünau Eintritt verlangen. Dafür gibt es dann Luxus und Klimbim von Strandkorb bis Currywurst. Wer den See mit ausgezeichneter Wasserqualität für lau genießen will, kann sich im Badebereich Bammelecke am Südufer in die Fluten stürzen. Nicht wundern: Weil es viele Algen gibt, lässt der See nicht sonderlich tief blicken. Die Gewächse sind aber nicht schädlicher Natur für den Menschen.

Der See grenzt an die Gebiete Grünau und Müggelheim, es gibt kleine Inseln und diverse Segelclubs. Den Namen hat sich der Lange See dabei auch wirklich verdient, er ist immerhin etwa elf Kilometer lang und als „Rinnensee“ von der Dahme durchflossen.

  • Anreise: Mit der Tram 60 oder 68 bis Bammelecke – ist ein gutes Stück raus, nicht wundern.
  • Adresse: Langer See, 12527 Berlin
  • Touri-Tipp: Die BVG-Fähre F21 fährt im Sommer zwischen Müggelheim/Krampenburg und Schmöckwitz hin und her, die F12 verkehrt ganzjährig zwischen Grünau (Wassersportallee) und Wendenschloß (Müggelbergallee).

Müggelsee in Treptow-Köpenick

Die eine Seite des Müggelsees: Ruhige Ecken, entspannt – deshalb ist er bei vielen beliebt. Foto: Imago/Photocase
Die eine Seite des Müggelsees: Ruhige Ecken, entspannt – deshalb ist er bei vielen beliebt. Foto: Imago/Photocase

Ein Klassiker (und der größte!) unter den Berliner Badeseen mit vielen Möglichkeiten, sich Sonne, Wasser und Sporteinheiten zu bekommen. Wer es etwas organisierter mag, flüchtet sich ins kostenpflichtige Strandbad Friedrichshagen. Alternativ steht das Strandbad Müggelsee zur Verfügung – weil dies ohne Betreiber ist, kann der Strand genutzt werden, ohne dass der Geldbeutel leidet. Allerdings ist für 2020 eine Sanierung geplant.

Die andere Seite des Müggelsees: In der Saison wird es durchaus voll im Strandbad. Muss man mögen. Aber ausweichen ist am größten See ja leicht. Foto: Imago/Travel-Stock-Image
Die andere Seite des Müggelsees: In der Saison wird es durchaus voll im Strandbad. Muss man mögen. Aber Ausweichen ist am größten See ja leicht. Foto: Imago/Travel-Stock-Image

Vielen genügt es aber ohnehin, sich an einer schönen Ecke selbstorganisiert die Naturkeule zu geben. Nackt geht das am besten unter dem Steilufer, dort ist ein beliebter FKK-Bereich. Ansonsten gibt es viele Lokale, Surfbretter und Motorboote sind genauso unterwegs wie Ausflugsdampfer. Das Museum Wasserwerk Friedrichshagen macht den Ausflug sogar noch lehrreich.

  • Anreise: Mit dem Bus (60/N61) bis Bruno-Wille-Straße oder Josef-Nawrocki-Str.
  • Adresse: Müggelseedamm 216, 12587 Berlin. Übrigens grenzen Köpenick, Friedrichshagen, Rahnsdorf und Müggelheim an den See.
  • Touri-Tipp: Im September fahren erleuchtete Schiffe herum, das ganze nennt sich „Feuerzauber auf dem Müggelsee“ und hat viele Fans. Unter anderem vom Hafen Treptow kann man Bootstouren zum Müggelsee machen, ebenso die Tour „Rund um die Müggelberge“, die aber auch mal eben fünf Stunden dauert.

Nieder Neuendorfer See bei Henningsdorf

Noch ein See, der sowohl Brandenburger als auch Berliner Land erreicht. Wer von von der Überschreitung der Landesgrenze in Schwimmform träumt, sei allerdings gewarnt: Die Überquerung ist aufgrund des Schiffverkehrs verboten. Die drei Badestellen auf Hauptstadtseite reichen aber auch genau wie die zwei Angebote auf Brandenburger Seite für vergnügliche Stunden.

Der Nieder Neuendorfer See ist Teil einer Seenkette im Bereich der mittleren Havel und von der Einmündung des Teufelseekanals bis zum nördlichen Ende rund sechs Kilometer lang und an den tieferen Stellen, wo die Schiffe fahren, bis zu vereinhalb Meter tief. Während der deutschen Teilung wurden in den 60er und 70er Jahre Mohlenkähne zur Grenzsicherung versenkt, die später als Fotomotiv dienten.

Gesunkener Mohlekahn im Nieder Neuendorfer See. Foto: Imago/Horstmann
Gesunkener Mohlekahn im Nieder Neuendorfer See. Foto: Imago/Horstmann

Und wer es doch lieber organisierter mag: Direkt neben dem Nieder Neuendorfer See befindet sich der Heiligensee mit seinem Strandbad.

  • Anreise: Mit dem Bus zum Schönbäumer Weg (124), Heiligenseestr./Hennigsdorfer Str. (133, N22, 124) und Mattenbuder Pfad (124).
  • Adresse: Nieder Neuendorfer See, 13503 Berlin
  • Touri-Tipp: Mit dem Mietrad einmal ganz rum. 20 Kilometer, danach schmeckt die Currywurst gleich doppelt so gut. Wer es nicht so mit dem Rad hat, kann aber auch eine Bootstour buchen (oder mit dem Kanu selbst an den Start gehen).

Schlachtensee am Rande des Grundwalds

Für jeden was dabei: Der Schlachtensee ist bei Sportlern, Spaziergängern und Schwimmern beliebt – und hat auch schöne kleine Buchten für Yoga-Übungen. Foto: Imago/Yunck
Für jeden was dabei: Der Schlachtensee ist bei Sportlern, Spaziergängern und Schwimmern beliebt – und hat auch schöne kleine Buchten für Yoga-Übungen. Foto: Imago/Yunck

Der Schlachtensee ist wirklich ein Naherholungsparadies – und an guten Tagen entsprechend gut besucht. Daran dürfte wohl auch nichts ändern, dass „CNN“ den See zu einem der 20 schönsten Orte zum Schwimmen auf der Welt gewählt hat. Im Gegenteil. Dabei brauchen wir gar keine Auszeichnung, um zu wissen, dass wir hier einen ganz besonderen, sagen wir es mal berlinerisch bescheiden, Tümpel haben.

Jogger und Flaneure bevölkern den Rundweg (sieben Kilometer) durch den Wald (und den angrenzenden Paul-Ernst-Park). Angler freuen sich über mehr als ein Dutzend Fischarten, die sie ködern wollen. Und Schwimmer? Genießen die sehr hohe Wasserqualität.

Der Zugang zum Gewässer ist an vielen Stellen leicht, direkt von der S-Bahn-Station zum Wasser erstreckt sich eine Liegewiese. Wobei das Planschen durchaus ufernah geschehen darf – es gibt Strudel im Gewässer, die durchaus gefährlich werden können. Lieber Vor- als Nachsicht!

Die Fischerhütte am Schlachtensee – in ihrer Ursprungsform entstand sie bereits 1750. Foto: Imago/Schöning
Die Fischerhütte am Schlachtensee – in ihrer Ursprungsform entstand sie bereits 1750. Foto: Imago/Schöning

Die Fischerhütte, heute Restaurant und Biergarten, ist geschichtsträchtig. Sie datiert von 1750, lange bevor die heutige Siedlung Schlachtensee entstand. 2005 wurde sie umfassend restauriert.

  • Anreise: S-Bahn 1 zur Station Schlachtensee
  • Adresse: Fischerhüttenstr. 136, 14163 Berlin
  • Touri-Tipp: An der Ostseite des Sees befindet sich ein Bootsverleih, es gibt zum Beispiel auch Stand Up Paddling ist möglich. Die Krumme Lanke ist nicht weit und über einen teils unterirdischen Kanal mit dem Schlachtensee verbunden.

Seddinsee bei Schmöckwitz

Der Zusammenfluss von Seddinsee in den Zeuthener See Berlin im Ortsteil Schmöckwitz. Foto: Imago/Ritter
Der Zusammenfluss von Seddinsee in den Zeuthener See Berlin im Ortsteil Schmöckwitz. Foto: Imago/Ritter

Der Seddinsee gehört zu den Gewässern mit ausgezeichneter Wasserqualität und ist Teil des größten Naturschutzgebietes Berlins – was Schwimmer zumindest an einigen Stellen aber nicht abhalten muss. Im Gegenteil, die Schutzmaßnahmen betreffen eher das Ufer. So sind auch die ganzen rund 270 Hektar für Wassersport jeder Art freigegeben, einige Berliner haben hier entsprechend Boote liegen. Der See ist eine Verbindung von Spree und Dahme und hat auch einige Inseln.

Zwar können Algen die Sicht einschränken, diese sind aber für den Menschen soweit unbedenklich. Eine ausgewiesene Badestelle auf Berliner Seite gibt es nicht, im Norden des Sees kann an einer Liegewiese aber auch das Wasser gut betreten werden – das Ufer ist recht flach. Auch Boote können dort halten.

Dafür wird es in der Mitte Tiefe, der knapp drei Kilometer lange und 500 bis 1000 Meter breite See wird bis zu sieben Meter tief.

  • Anreise: Es ist wirklich recht abgelegen (und somit oft erfreulich einsam) – mit dem Rad in die S-Bahn 3 bis Erkner oder der S9 bis Altglienicke und dann mit dem Rad weiter wären Optionen. Vorher lieber genau informieren!
  • Adresse: Seddinsee, 12427 Berlin
  • Touri-Tipp: Die Gegend ist sehr schön und vor allem auch auf Brandenburger Seite im Bereich Gosen erschlossen. Kann man mal machen.

Tegeler See in Reinickendorf

Der Tegeler See bietet gleich mehrere Badestellen – er ist der zweitgrößte See der Stadt.
Der Tegeler See bietet gleich mehrere Badestellen – er ist der zweitgrößte See der Stadt.

Am Tegeler See gibt es mehrere Badestellen. Er gilt als das Gewässer mit der besten Sichttiefe Berlins, ist zudem nach dem Müggelsee der größte der Stadt. Er hat neun Inseln und wird für Wassersport und Schifffahrt genutzt. Der See erweitert sich zum Borsighafen, mehrere Reedereien haben Anlegestellen an der Greenwichpromenade. Die Uferpromenade ist zum Flanieren gedacht.

Vier Badestelle sind beliebt, allerdings nicht immer direkt an Bahn- oder Busstationen.

  • Badestelle Saatwinkel (Im Saatwinkel 65) am Ostufer – relativ großzügig, netter Blick. Die Boote bleiben auf Distanz. Schöner Blick in die Ferne. Bus 133 hält am Maienwerdeweg.
  • Reiswerder Strand: Von der Busstation „Weg nach Reiswerder“ (wie passend) ist es nur ein Katzensprung zum Badestrand. Schattige Plätze, ein kleines Schiff, dass Kleingärtner auf die Insel vor dem Badestrand bring (dort ist eine Kolonie), Toiletten, DLRG in der Saison – schon ziemlich nett alles. Aber gerade im Sommer auch wirklich kein Geheimtipp.
  • Badestelle Reiherwerder: Eher abgelegen, weniger erschlossen (keine Gastro-Angebote), eher ein Tipp für Autofahrer – von der Busstation der Linie 222, Mühlenweg, ist es knapp ein halbes Stündchen zu Fuß.
  • Zudem gibt es das Strandbad Tegel, das nun seit Jahren neues Leben eingehaucht bekommen soll. Seit 2016 ist es dicht, sollte der neue Interessent dem Senat bald ein schlüssiges Konzept vorlegen, könnte es losgehen. 2020 wird das allerdings knapp – und danach sicher auch kostenpflichtig. Auch hier gibt es in der Nähe aber eine Badestelle.
  • Anreise: Siehe Badestellen
  • Adresse: Greenwichpromenade 1, 13507 Berlin
  • Touri-Tipp: Die Promenade ist tatsächlich nett, und eine Dampferfahrt kann man sich hier auch gönnen.

Zeuthener See in Schmöckwitz

Nicht nur zum Schwimmen geeignet: Wassersport ist auf dem Zeuthener See auch möglich – oder auch einfach mal entspannen. Foto: Imago/Westend61
Nicht nur zum Schwimmen geeignet: Wassersport ist auf dem Zeuthener See auch möglich – oder auch einfach mal entspannen. Foto: Imago/Westend61

Auch der Zeuthener See liegt wie viele weitere im Südosten Berlins und grenzt an Brandenburg. Er ist eine Verbreiterung der Dahme und damit zwar streng genommen kein See, gilt aber als einer. Die Wasserqualität hat einen guten Ruf. Theodor Fontane überquerte den See 1874, beschreibt dies in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“. Dabei dürfte er allerdings weniger modern ausgestattet gewesen sein als die meisten Wassersportler heute, die das Areal um die Insel Zeuthener Wall zahlreich bevölkern.

Das westliche Ufer ist stark besiedelt, östlich ist es eher bewaldet. Im Norden (Schmöckwitz, Wernsdorfer Str. 30, 12527 Berlin) liegen Besucher im Sand des Strandes oder wandern fröhlich umher. Auf Brandenburger Seite schön: das Strandbad Eichwald (Schmöckwitzer Str., 15732 Eichwalde).

  • Anreise: Tram 60/68 bis Alt-Schmöckwitz
  • Adresse: Lindenstr. 6, 15732 Berlin
  • Touri-Tipp: Am östlichen Ufer gibt es einen Campingplatz.

Mehr Freizeitfreuden in und um Berlin

Egal ob ihr ins Wasser wollt oder hoch hinaus – unser Berlin-Guide hat Ausflugstipps für Wochen und Monate. Egal, ob ihr Wandern gehen wollte oder einen schönen Strand sucht.

Die Berliner Bäder haben für den Sommer 2020 besondere Regelungen – diese Freibäder haben geöffnet. Keine Lust auf Wasser? In und um Berlin gibt es auch ganz tolle Wanderwege ohne See-Bezug. Wer sich gern betätigt – diese Wassersport-Betriebe bieten alles von Saunaboot bis SUP. Und wer nur mal schnell ein bisschen raus will, ohne weit zu reisen: Die schönsten Parks Berlin laden zum Kurzurlaub.

Der Senat informiert online fortwährend über die Wasserqualität der Berliner Badestellen.

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