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Basta verlässt Ferienwohnung in der Soldiner Straße 26

Die Erwerbsloseninitiative Basta hat eine Ferienwohnung besetzt, mehr als 50 Menschen waren dort bis der Vermieter mit Polizeieinsatz gedroht hat, eine Sozialberatung findet jetzt in der Schererstraße statt.

Basta verlässt Ferienwohnung in der Soldiner Straße 26

Am Morgen des 20. Januar hat die Erwerbsloseninitiative Basta die Ferienwohnung in der Soldiner Straße 26 verlassen. Zuvor drohte Herr Minhoff, der Vermieter, den anwesenden Erwerbslosen mit einer morgendlichen Räumung ihrer Sozialberatung. Eine Sozialberatung sei seiner Meinung nach eine Zweckentfremdung der Wohnung. „Zweckentfremdung liegt dort vor, wo eine Wohnung nur noch für Touristen zugänglich ist und nicht mehr für Mieter“ kontert Lisa. Die Initiative hat sich daraufhin entschlossen die Wohnung zu verlassen. Die Sozialberatung soll zugänglich für die Nachbarschaft bleiben und nicht durch einen Polizeieinsatz gestört werden. Die Beratung findet daher heute wie üblich in der Schererstraße statt. „Die Aktion war für uns ein Erfolg. Wir konnten uns mit Nachbarn austauschen und haben viel Zuspruch erhalten. Auch das mediale Echo hat uns positiv überrascht. Leider tauchten in der Berichterstattung die Stimmen der von Wohnungslosigkeit Betroffenen nicht auf.“ sagt Boris. Um ihr Anliegen zu unterstreichen hinterlassen die Erwerbslosen ein Transparent. „Kürzen und Räumen – Jobcenter und Vermieter – Hand in Hand“ ist darauf zu lesen. Denn auch Instrumente des Jobcenters wie Umzugsaufforderungen, Mietobergrenzen und Kürzungen tragen ihren Teil zu der Problematik Wohnungslosigkeit bei. „Es lässt sich festhalten“, so Boris, „über den Tag waren mehr als fünfzig Menschen in der Wohnung. Wir als Erwerbslose haben gezeigt, dass auch wir eine laute Stimme in dieser Stadt sein können.“

Quelle: Basta Erwerbsloseninitiative Berlin

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