Punk-Rock

Beach Slang im Musik und Frieden

Storys der Fans: Beach Slang verarbeiten aufwühlende Teenagerkrisen musikalisch

Foto: David LaMason

Ist es Plagiat, wenn man die Erlebnisse und Lebensgeschichten der eigenen Fans in seinen Lyrics verwurstelt? Ein Großteil der Songs auf Beach Slangs aktuellem Album ist nach eigenem Bekunden von Gesprächen inspiriert, die Frontmann James Alex nach den Band-Konzerten am Merch-Stand geführt hat. Und weil Beach Slangs Anhänger wesentlich jünger sind als die Band selbst, ging es dabei viel um jugendliche Krisen, Träume und Sehnsüchte. „A Loud Bash Of Teenage Feelings“ eben.
Trotzdem kann sich James Alex mit den Texten sehr gut identifizieren. Durch sie fühlt er sich zurückerinnert an sein 15-jähriges-Rock’n’Roll-Ich: „Es war irgendwie cool, das Leben eines anderen Menschen zu dokumentieren und sich dabei selbst in diese Geschichten zu platzieren. Ich glaube, das ist auch der Grund, wieso wir uns alle so verbunden fühlen. Wir gehören doch alle zu einer großen Gang.“
Und diese Gang steht auf lauten, wilden und freigeistigen Punk Rock. Beach Slang atmen 1990er-Spirit, verzichten dabei aber auf plumpes Fröhlichsein. Ihrem krachigen und rauen Gitarren-Sound wohnt eine dezente Melancholie inne. Der Track „Art Damage“ wirkt durch seinen Emo-Touch und sein leichtes Growling fast ein wenig todessehnsüchtig. „Ich will nicht mehr flüstern“, sagt Alex, „ich will alles laut rausschreien!“

Musik und Frieden Falckensteinstr. 48, Kreuzberg, So 19.2., 20 Uhr, VVK 16,20 € zzgl. Gebühr