Gruppenausstellung

Berlin Art Prize 2016

Mit Monstermaschinen: Ausstellung der Nominierten für den Berlin Art Prize 2016: Am 10. Dezember ist Preisverleihung

Foto: Emma Haugh
Foto: Emma Haugh

Dieser einsame Kahn hinter der dichten Nebelwolke hätte etwas Romantisches, würde es sich nicht um eine Aufnahme der kontaminierten Großstadt Peking handeln, die der Fotograf Benedikt Partenheimer unter Einsatz seiner Gesundheit gemacht hat. Partenheimer ist einer der von einer fünfköpfigen Jury aus 700 anonymisierten Bewerbungen zum Berlin Art Prize 2016 nominierten Künstlern, die vor der endgültigen Preisvergabe in einer Ausstellung präsentiert werden. Es ist eine heterogene Mischung  engagierter, humorvoller, verspielter oder auch sehr intimer Arbeiten, die nicht immer leicht zugänglich sind.
So wie Regina de Miguels Film, mit dem sie in die kuriose Geschichte des Cybersyn eintaucht, das kybernetische Projekt der sozialistischen chilenischen Regierung, eine Art Vorgänger des Internets, das vor dem Putsch 1973 der maroden Wirtschaft auf die Sprünge helfen sollte. Weniger Erläuterung benötigen Stine Marie Jacobsens selbstironische Sprachspiele „German for Artists“ oder auch die Absurditäten des Künstlerduos Aurora Sander, die Utensilien aus dem trauten Heim zu witzigen Objekten oder  wahren Monstermaschinen zusammenbauen.
Die von vier freischaffenden Kreativen 2013 ins Leben gerufene jährliche Auszeichnung soll die Bandbreite der in Berlin entstehenden Kunst publik machen und für die hier arbeitenden Kreativen ein Netzwerk schaffen. Die drei Gewinner erwartet ein Preisgeld, eine von Tomás Saraceno gestaltete Trophäe sowie eine einmonatige Künstlerresidenz in Georgien.

Berlin Art Prize 2016 Kühlhaus, Luckenwalder Str. 3,  Kreuzberg, Di–Sa 13–18 Uhr, Preisverleihung mit After Party und Finissage, Sa 10.12., 19 Uhr

Kommentiere diesen Beitrag

Kommentiere diesen Beitrag

Kommentare