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12 Tipps rund um den Hackeschen Markt – von KPM bis Anne Frank Zentrum

Der Hackesche Markt ist ein Ort voller Geschichte und ein kreatives Zentrum mitten im Herzen von Berlin. Im Scheunenviertel gibt es weit mehr als nur internationale Mode-Designer, Hinterhof-Bars und gemütliche Restaurants. Alles vom Kino Central bis zum Anne Frank Zentrum.


Die Hackeschen Höfe

In den Hackeschen Höfe versteckt sich ein wunderbare neue Welt mit Bars, Restaurant, Varietés und Dichter und Denkern. Foto: Claudia Hechtenberg
In den Hackeschen Höfe versteckt sich ein wunderbare neue Welt mit Bars, Restaurant, Varietés mit Dichtern und Denkern. Foto: Claudia Hechtenberg

Ein Treffpunkt und Kommunikationsort waren die Hackeschen Höfe schon immer. Bevor der Gebäudekomplex sich seit den 1920er Jahren zu einem Kaufhauskomplex entwickelte, gab es bereits kleine Fachgeschäfte vor Ort. Unter Denkmalschutz stehen sie seit 1972. Seit dem Abschluss der Sanierung 1997 sind die Hackeschen Höfe eine der teuersten und bekanntesten Immobilien Berlins. Aufgrund des künstlerischen und gastronomischen Angebotes bilden sie eine Sehenswürdigkeit, die auch die nähere Umgebung beeinflusst.

  • Die Hackeschen Höfe Rosenthaler Straße 40/41 bis Sophienstraße 6, Mitte, Tel. 030/ 28 09 80 10, www.hackesche-hoefe.de

Wochenmarkt

Jeden Samstag verwandelt sich der Platz vor dem S-Bahnhof Hackescher Markt in den Feinschmecker und Kunstmarkt.
Jeden Samstag verwandelt sich der Platz vor dem S-Bahnhof Hackescher Markt in den Feinschmecker- und Kunstmarkt. Foto: Imago/ PEMAX

Wer es am Samstag früh genug aus dem Bett schafft, kann sich auf dem kleinen Wochenmarkt direkt am S-Bahnhof Hackescher Markt begeben. Der Feinschmecker- und Kunstmarkt hat ein ausgewähltes Angebot an regionalen Lebensmitteln und auch viele (potenzielle) Kunstschätze.

  • Feinschmecker- und Kunstmarkt Hackescher Markt An der Spandauer Brücke 4-5, Mitte, Sa 10-18 Uhr, Tel. 0049/16 35 45 07 03, www.hackeschermarkt.net

Königliche Porzellan Manufaktur

In der Königlichen Porzellan Manufaktur am Hackeschen Markt wird heute noch Porzellan mit der Hand hergestellt.
In der Königlichen Porzellan Manufaktur am Hackeschen Markt wird heute noch Porzellan mit der Hand hergestellt. Foto: Claudia Hechtenberg

Mitten im Herzen Berlins entsteht bis heute das handgefertigte Porzellan der KPM Berlin. In den Hackeschen Höfen gibt es deshalb die zauberhafte Welt der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin zu entdecken.

  • Königliche Porzellan Manufaktur Hackesche Höfe, Hof III, Rosenthaler Straße 40-41, Hof III, Mitte, Mo-Sa. 11-19 Uhr , Tel. 030/24 04 87 01, www.kpm-berlin.de 

Haus Schwarzenberg

Das denkmalgeschützte Haus Schwarzenberg ist ein Ort der Geschichte, Kultur und Kunst. Unterschiedliche Einrichtungen sind im Haus angesiedelt: von Künstlerateliers und Gewerbebetriebe über Gedenkstätten bis hin zu Bars und Galerien. Dieses Zusammenspiel aus Arbeiten und Leben bietet ein außergewöhnliches Ambiente.

  • Haus Schwarzenberg Rosenthaler Straße 39, Mitte, Mo-Fr. 10-16 Uhr, Sa. 14-24 Uhr, Tel. 030/30 87 25 73, www.haus-schwarzenberg.org

Chamäleon Theater

Das Filmtheater und Varieté Chamäleon in den Hackeschen Höfen präsentiert nonverbale Zirkusproduktionen mit internationalen Akteuren.
Das Filmtheater und Varieté Chamäleon in den Hackeschen Höfen präsentiert nonverbale Zirkusproduktionen mit internationalen Akteuren am Hackeschen Markt. Foto: Imago/F. Berger

Akrobatik, Musik, Tanz, Komik und Schauspiel präsentiert das Varieté in dem Ballsaal der Hackeschen Höfe. Das Chamäleon Theater sorgt für einige Stunden Vergnügen fernab von der Alltagswelt. Internationale Akteure erheben den Anspruch, die Grenzen des klassischen Varietés aufzubrechen und sich anderer Ausdrucksformen zu bedienen.

  • Das Chamäleon Hackesche Höfe, Rosenthaler Straße 40-41, Hof I, Mitte, So+Mo. 12-18 Uhr, Di-Fr. 12-20 Uhr, Sa 12-21.30 Uhr, Tel. 030/400 05 90, www.chamaeleonberlin.de

Das Anne Frank Zentrum

Das Anne Frank Zentrum will mit der Geschichte des jüdischen Mädchens gegen Antisemitismus arbeitet und so die Zivilgesellschaft stärken.
Das Anne Frank Zentrum will mit der Geschichte des jüdischen Mädchens gegen Antisemitismus arbeitet und so die Zivilgesellschaft stärken. Foto: Imago/ VWPics/ Sergio Reboredo

Das Anne Frank Zentrum erinnert an das jüdische Mädchen aus Frankfurt/Main, das sich vor den Nazis in Amsterdam versteckte, mutmaßlich verraten wurde und kurz vor Kriegsende im Konzentrationslager Bergen-Belsen ums Leben kam. Im Versteck führte Anne Frank ihr berühmt gewordenes Tagebuch.

Das ihr gewidmete Zentrum möchte mit Aufklärungsarbeit Geschichte vermitteln und dem Antisemitismus entgegenwirken. Das Museum arbeitet vor allem mit Jugendlichen zusammen, die durch die Vergangenheit der Anne Frank über sich selbst nachdenken, wer sie sind, was ihnen wichtig ist und was sie verändern können. Das Anne Frank Zentrum begleitet dabei, Antworten auf diese Fragen zu finden und damit die Zivilgesellschaft zu stärken. 

  • Anne Frank Zentrum Rosenthaler Straße 39, Mitte, Di-So. 10-18 Uhr, Tel. 030/288 86 56 00, www.annefrank.de

Neurotitan am Hackeschen Markt

So wenig Vorgaben wie nötig, so viel Freiraum wie möglich: Die Neurotitan Galerie in den Hackeschen Höfen arbeitet nach diesem Grundsatz. Das vielseitige Galerieprogramm aus Street Art, Comics, Illustration, Siebdruck und Bildende Kunst ist das Ergebnis des Leitfadens. Das Neurotitan unterstützt Künstlerinnen und Künstler in der Umsetzung ihrer Projekte mit Infrastruktur und Logistik. 

  • Neurotitan Rosenthaler Straße 39, Mitte, Mo-Sa. 12-20 Uhr, Tel. 030/30 87 25 76, www.neurotitan.de

Das Scheunenviertel

Wo heute das Gebäude der sogenannten Hackeschen Höfe steht, war damals als Scheunenviertel außerhalb Berlins bekannt.
Wo heute das Gebäude der sogenannten Hackeschen Höfe steht, war damals als Scheunenviertel außerhalb Berlins bekannt. Foto: Pentax GmbH

Im 17. Jahrhundert gehörte das Gebiet rund um den Hackeschen Markt noch gar nicht zu Berlin. Das Stroh und Heu musste wegen der Brandgefahr in Scheunen außerhalb der Stadt gelagert werden. Das Scheunenviertel hat eine bewegte Geschichte hinter sich: vom Armenviertel zum jüdischen Ghetto bis zur Verwüstung. Heute knüpft das Viertel wieder an jüdische Traditionen an. Auch wenn die Gegend rund um den Hackeschen Markt längst mitten in Berlin liegt, hat sich die Bezeichnung „Scheunenviertel“ aus dieser Zeit bis heute gehalten. Eine Stadttour durch das Scheunenviertel verspricht viele Geschichte und Geheimnisse rund um das Areal.

  • Das Scheunenviertel begrenzt von der heutigen Almstadtstraße (westlich), der Hirtenstraße (südlich), der Linienstraße (nördlich) und der Kleinen Alexanderstraße (östlich)

Kino Central am Hackeschen Markt

Das Kino-Central existiert in den Hackeschen Höfen seit 1996 und spielt in zwei Kinosälen Erstpremieren, vor allem auch in der Originalsprache.
Das Kino-Central existiert in den Hackeschen Höfen seit 1996 und spielt in zwei Kinosälen Erstpremieren, vor allem auch in der Originalsprache. Foto: Imago/POP-EYE/ Christian Behring

Das Kino Central ist eines der Filmtheater in den Hackeschen Höfen und existiert seit 1996. In zwei Kino-Sälen mit neun und zehn Stuhlreihen werden hauptsächlich Erstaufführungen gezeigt, aber das kleine Kino überrascht auch immer wieder mit filmischen Besonderheiten – gerne auch in der Originalsprache.

  • Kino Central Rosenthaler Straße 39, Mitte, Mo-So. 10-01 Uhr, Tel. 030/28 59 99 73, www.kino-central.de

Monbijou Park

An lauen Sommerabenden verwandelt sich das Ufer am Monbijoupark zu einer Tango-Tanzfläche.
An lauen Sommerabenden verwandelt sich das Ufer am Monbijoupark zu einer Tango-Tanzfläche in der Nähe des Hackeschen Markt. Foto: Imago/ PEMAX

Der Monbijou Park, ist wie der Name schon verrät, ein Schmuckstück. Mit dem Blick auf die Spree und der dahinterliegende Museumsinsel ist die Aussicht sehr eindrucksvoll. Auch das Schauspiel der tanzenden Menschen in der Abendsonne direkt am Ufer gibt den Besuchern ein Gefühl, im Urlaub zu sein.

  • Monbijou Park Oranienburger Straße, Tel. 030/901 83 31 10, 24 Stunden geöffnet, www.monbijoupark.de

Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

Die Neuen Synagoge – Centrum Judacium präsentiert die Dauerausstellung "Tuet auf die Pforten" und zudem wechselnde Ausstellungen.
Die Neuen Synagoge – Centrum Judacium präsentiert die Dauerausstellung „Tuet auf die Pforten“ und zudem wechselnde Ausstellungen. Foto: Centrum Judacium/ Jana Blechschmidt

Die Neue Synagoge ist ein architektonisches Symbol für das Selbstverständnis, gleichermaßen deutsch, berlinerisch und jüdisch zu sein. Die Menschen im Viertel rangen um die Anerkennung ihrer eigenen Identität. Heute ist die Synagoge eine Kulturstätte. Die Ausstellungen in dem Museum erzählen die jüdische Geschichte und Gegenwart in Berlin.

  • Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum Oranienburger Straße 28-30, Mitte, So-Do. 10-18 Uhr, Fr. 10-15Uhr (Museum), Tel. 030/88 02 83 00, www.centrumjudaicum.de

Memorial Jewish Cemetery

Auf dem Alten jüdischen Friedhof am Hackeschen Markt ruhen bekannte Vertreter des Berliner Judentums. Moses Mendelssohn gilt als Wegbereiter der Haskala ("jüdische Aufklärung").
Auf dem Alten jüdischen Friedhof am Hackeschen Markt ruhen bekannte Vertreter des Berliner Judentums. Moses Mendelssohn gilt als Wegbereiter der Haskala („jüdische Aufklärung“). Foto: Imago/PEMAX

Einst ein jüdischer Friedhof, während der NS-Zeit zerstört – und heute eine Gedenkstätte. Auf dem Gelände in der Hamburger Straße ruhten einst berühmte Persönlichkeiten des Berliner Judentums. Heute ist der der wieder instandgesetzte Friedhof der älteste Begräbnisplatz der Berliner Innenstadt.

  • Alter Jüdischer Friedhof Große Hamburger Straße 26-27, Mitte, 24 Stunden geöffnet

Mehr Berlin erleben – aber richtig

Die Hackeschen Hinterhöfe bieten eine fotografische Reise in urbane Idyllen. Eine Zeitreise mit Fotos aus dem Berlin von 1945 mit dem Vergleich zu 2020 ist genauso spannend anzusehen. Doch nicht nur der Hackesche Markt ist ein geschichtsträchtiger Platz – an diesen 12 Ort in Berlin wurde Geschichte geschrieben.

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