Nahverkehr

29-Euro-Abo und 49-Euro-Ticket: Infos zum günstigen Nahverkehr

In Berlin gilt bereits das 29-Euro-Ticket, der Nachfolger für das 9-Euro-Ticket. Anfangs war es nur bis Ende 2022 geplant. Mittlerweile hat der Senat es bis Ende März verlängert. Zusätzlich möchte er das Sozialticket stärker subventionieren. Doch es gab noch mehr Bewegung, das deutschlandweit gültige 49-Euro-Ticket rückt in greifbare Nähe.

Bis Ende März 2023 wird das 29-Euro-Ticket in Berlin gelten, dann folgt das bundesweit gültige 49-Euro-Ticket. Foto: Imago/Sabine Gudath

29-Euro-Ticket: Berlin bietet Abo bis 2023

„Das 29-Euro-Ticket setzt ein deutliches Zeichen für Klimaschutz, moderne Mobilität und soziale Teilhabe in der Hauptstadt“, so Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey. Es ist die direkte Nachfolge für das 9-Euro-Ticket und gilt im Tarifbereich AB.

Das Ticket gibt es nur im Abo, seit 1. Oktober ist das Angebot verfügbar. Am Automaten könnt ihr die Fahrkarte also nicht lösen, aber im Geltungszeitraum grundsätzlich immer ins Abo einsteigen, jeweils zum 1. des Monats.

Wer bislang keine VBB-Produkte abonniert hat, kann einfach einen Antrag stellen. Auf der BVG-Website könnt ihr hier ein neues VBB-Abo abschließen, bei der Berliner S-Bahn geht das hier.

Wer bereits ein Abo für den Tarifbereich AB hat, braucht nichts weiter zu tun, der Preis verringert sich automatisch. Wer ein anderes VBB-Abo nutzt, etwa für andere Tarifbereiche, kann ins 29-Euro-Abo wechseln.

29-Euro-Ticket: Länger als gedacht?

Die Berliner Koalition will sogar noch einen Schritt weiter gehen. “Das 29-Euro-Ticket wird verlängert bis Ende März”, kündigte Franziska Giffey an. Die nötigen Finanzmittel dafür sollen aus dem Nachtragshaushalt kommen. Grund dafür ist auch, dass die Nachfolgelösung auf Bundesebene auf sich warten lässt.

Der Senat will das 29-Euro-Ticket bis Ende März beibehalten und zudem den Preis für das Sozialticket auf neun Euro reduzieren. Mittlerweile hat das Landesparlament das Vorhaben abgesegnet, womit diesem wohl nichts mehr im Wege steht.

Wie geht’s auf Bundesebene weiter?

Nach langem Hin und Her soll das 49-Euro-Ticket zum 1. April 2023 starten. Das Ticket wird es digital und in einem monatlich kündbaren Abonnement geben. Verkehrsminister:innen von Bund und Ländern haben sich in einer Sonderkonferenz darauf geeinigt, wenngleich es noch offene Finanzfragen geben soll.

Bund und Länder vereinbarten, das neue Ticket jeweils zur Hälfte zu finanzieren. Jedoch ist noch ungeklärt, wer die Mehrkosten trägt, wenn das Ticket teurer wird, was vor allem in der Einführungszeit passieren könnte.

Eventuelle Mehrkosten sollen ebenfalls von Bund und Ländern gleichermaßen getragen werden, so wünschen es sich jedenfalls die Länder. Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat sich diesbezüglich noch nicht geäußert.

Was hat es mit dem 9-Euro-Fonds für Schwarzfahrende auf sich?

Der „9-Euro-Fonds“ ist eine Kampagne, bei der Öffi-Fahrer:innen für neun Euro eine Art Ticketversicherung abschließen. Sollten sie anschließend ohne gültigen Fahrschein erwischt werden, kümmern sich die Initiator:innen um die Rechnung. Natürlich soll das nicht zum Schwarzfahren anstiften, schließlich wäre das rechtlich problematisch. Da es sich aber manchmal nicht vermeiden lässt, etwa weil das nötige Geld fehlt, ist der „9-Euro-Fonds“ praktisch – hier ist die Website.

Ich will unbedingt umsonst Bahn fahren ohne Risiko. Was nun?

Nach Spanien reisen. Dort ist die Nutzung des öffentlichen Zugnetzes des spanischen Eisenbahnunternehmens „Renfe“ bis Dezember kostenlos. Wie viele Antifa-Menschen sich dafür wohl eingesetzt haben? Die Antwort darauf kennt wohl nur Christian Lindner.

Danke für all die Infos, jetzt hätte ich gern einen nervigen Ohrwurm zum Thema

Hier, richtiger Ballermann-Schrott und längst outdated. Das 9-Euro-Ticket ist Geschichte, aber der Ohrwurm bleibt.


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