Nahverkehr

49-Euro-Ticket kommt, 29-Euro-Abo gilt noch: Die ÖPNV-Infos

In Berlin gilt bereits das 29-Euro-Ticket, der Nachfolger für das 9-Euro-Ticket. Anfangs war es nur bis Ende 2022 geplant. Mittlerweile hat der Senat es bis Ende April verlängert. Zusätzlich möchte er das Sozialticket stärker subventionieren. Und für das 49-Euro-Ticket steht nun auch ein Starttermin fest.

Bis Ende März 2023 wird das 29-Euro-Ticket in Berlin gelten, dann folgt das bundesweit gültige 49-Euro-Ticket. Foto: Imago/Sabine Gudath

29-Euro-Ticket: Das sind die Spielregeln

„Das 29-Euro-Ticket setzt ein deutliches Zeichen für Klimaschutz, moderne Mobilität und soziale Teilhabe in der Hauptstadt“, so Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey. Es ist die direkte Nachfolge für das 9-Euro-Ticket und gilt im Tarifbereich AB.

Das Ticket gibt es nur im Abo, seit 1. Oktober ist das Angebot verfügbar. Am Automaten könnt ihr die Fahrkarte also nicht lösen, aber im Geltungszeitraum grundsätzlich immer ins Abo einsteigen, jeweils zum 1. des Monats.

Wer bislang keine VBB-Produkte abonniert hat, kann einfach einen Antrag stellen. Auf der BVG-Website könnt ihr hier ein neues VBB-Abo abschließen, bei der Berliner S-Bahn geht das hier.

Wer bereits ein Abo für den Tarifbereich AB hat, braucht nichts weiter zu tun, der Preis verringert sich automatisch. Wer ein anderes VBB-Abo nutzt, etwa für andere Tarifbereiche, kann ins 29-Euro-Abo wechseln.

Günstiger wird es für Empfänger:innen von Sozialhilfe und anderen Berechtigten für Sozialtickets. Dieses Berlin-Ticket S kostet bis Ende März nur neun Euro.

Das 29-Euro-Abo ist als Brücke bis zur Einführung des 49-Euro-Tickets gedacht. Diese Überbrückung soll höchstens bis Ende April möglich sein – was gut passt, denn dann geht es nahtlos mit der bundesweit gültigen Fahrkarte weiter.

Termin steht fest: Das ist der Plan fürs 49-Euro-Ticket

Es war ein langes Hin und Her, ob und wann es eine bundesweite Nachfolge für das 9-Euro-Ticket geben wird. Mittlerweile steht fest: Das für ganz Deutschland gültige 49-Euro-Ticket kommt – und zwar ab dem 1. Mai 2023. Diesen Beschluss verkünderte Oliver Krischer (Grüne), Verkehrsminister von NRW am 27. Januar. Noch steht die Zustimmung der EU-Kommission aus.

Was hat es mit dem 9-Euro-Fonds für Schwarzfahrende auf sich?

Der „9-Euro-Fonds“ ist eine Kampagne, bei der Öffi-Fahrer:innen für neun Euro eine Art Ticketversicherung abschließen. Sollten sie anschließend ohne gültigen Fahrschein erwischt werden, kümmern sich die Initiator:innen um die Rechnung. Natürlich soll das nicht zum Schwarzfahren anstiften, schließlich wäre das rechtlich problematisch. Da es sich aber manchmal nicht vermeiden lässt, etwa weil das nötige Geld fehlt, ist der „9-Euro-Fonds“ praktisch – hier ist die Website.

Danke für all die Infos, jetzt hätte ich gern einen nervigen Ohrwurm zum Thema

Hier, richtiger Ballermann-Schrott und längst outdated. Das 9-Euro-Ticket ist Geschichte, aber der Ohrwurm bleibt.


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