Sehenswürdigkeiten

12 Sehenswürdigkeiten in Prenzlauer Berg: Von Mauerpark bis Wasserturm

Neben berühmten Sehenswürdigkeiten gibt es in Prenzlauer Berg auch viel auf den zweiten Blick zu entdecken. Der Szenebezirk in Berlins Nordosten ist bekannt für seine besonderen Geschäfte und Restaurants. Aber wir wollen zuerst zu den Dingen kommen, die weder Einheimische noch Besucher:innen auslassen sollten: Hier sind die 12 wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Prenzlauer Berg, vom Mauerpark über die Kulturbrauerei bis zum Wasserturm.


Der Mauerpark: Berlins Outdoor-Wohnzimmer

Hier trifft sich Berlin: Vor allem bei schönem Wetter gleicht der Mauerpark einem Ameisenhaufen. Die Stimmung bleibt dabei stets ausgelassen und entspannt. Foto: Imago/Zöllner

Der Mauerpark gehört zu den beliebtesten Parks in Berlin. Die 15 Hektar große Grünfläche befindet sich auf dem ehemaligen Grenzstreifen und verkörpert, vor allem an sonnigen Tagen, das Berliner Lebensgefühl wie kaum ein anderer Ort in der Stadt. Kleinere und größere Open-Air-Konzerte und der berühmte Flohmarkt am Mauerpark sind die Gründe, wieso Touris und Berliner:innen den Mauerpark gleichermaßen zu ihrem städtischen Outdoor-Wohnzimmer erkoren haben. Die Sportflächen, zwei schöne Biergärten, ein großer Spielplatz und der Sonnenuntergang, der sich von den Hügeln im Mauerpark im sonst so flachen Berlin beobachten lässt, ergänzen den Charme. Ihr plant einen Besuch? Wissenswertes zum Mauerpark lest ihr hier.

  • Mauerpark Eberswalder Straße 1, Prenzlauer Berg, Anfahrt: U Eberswalder Straße, Bus 247 Wolliner Straße

Immer wieder sonntags: Flohmarkt im Mauerpark

Ein schöner Ort zum Stöbern, Entspannen und Essen: Der Flohmarkt im Mauerpark gehört zu den beliebtesten Trödelmärkten Berlins. Foto: Imago/Müller-Stauffenberg

Zu beliebt ist er, um ihn nicht als eigener Punkt auf der Liste der Sehenswürdigkeiten in Prenzlauer Berg aufzutauchen: der Mauerpark-Flohmarkt. Immer wieder sonntags strömen hunderte Einheimische aus der ganzen Stadt sowie Berlin-Besucher:innen hierhin. Denn hier bietet sich für Schatzsucher:innen und für alle Freunde des lässig-urbanen Lebens eine einzigartige Mischung aus Trödelmarkt, Kulturtreffpunkt und Fressmeile. Es gibt natürlich noch viele andere Orte für die Schatzsuche: Berlins beste Flohmärkte stellen wir hier vor..

  • Flohmarkt am Mauerpark Bernauer Straße 63-64, Prenzlauer Berg, So 10-18 Uhr, Anfahrt: U Bernauer Straße, Bus 247 Wolliner Straße, Tel. 030/29 77 24 86, www.flohmarktimmauerpark.de

Die Kulturbrauerei: Vom Brauhaus zum Kulturzentrum

Wo einst Bier gebraut wurde, pulsiert heute die Kultur: Auf dem Gelände der Kulturbrauerei befinden sich Clubs, ein Theater, Konzertsäle, ein Independent-Kino und mehr. Foto: Imago/VWPics

In der berühmten Brauerei im Kollwitzkiez wurde einst Schultheiss-Bier gebraut. Seit 1974 steht das große Areal unter Denkmalschutz. Der Brauereibetrieb endete bereits 1967, die Technik und der Zustand der Anlage wurden den modernen Anforderungen nicht mehr gerecht. In der DDR wurden die Bauten teilweise als Möbelgroßmarkt und Sportkasino genutzt. Nach der Wende übernahm die Treuhand den maroden Komplex. Die Idee einer vorwiegend kulturellen Nutzung setzte sich schließlich durch und so entstand das heutige Konzept der Kulturbrauerei. Auf dem Gelände befinden sich heute Clubs, Theater, Konzertsäle, Ateliers, Büroräume von Kulturinstitutionen sowie ein Independent-Kino. Was in ehemaligen Berliner Brauereien sonst so entsteht, lest ihr hier.

  • Kulturbrauerei Schönhauser Allee 36, Prenzlauer Berg, Anfahrt: U Eberswalder Straße, Tel. 030/44 35 21 70, www.kulturbrauerei.de

Der Kollwitzplatz: Das belebte Herz des Bezirks

Grüner Kieztreffpunkt: Der Kollwitzplatz ist das Herz des Kollwitzkiezes und spiegelt wie kaum ein anderer Ort das Leben in Prenzlauer Berg wieder. Foto: Imago/Ritter

Der Kollwitzplatz bildet die Mitte und das Herz des Kollwitzkiezes in Prenzlauer Berg. Von hier aus gehen die Straßen mit vielen Restaurants, Läden und Bars in alle Himmelsrichtungen ab. Wer der grünen Kiez-Schlagader einen Besuch abstattet, bekommt einen guten Eindruck davon, welche Menschen in Prenzlauer Berg leben, und was sie tagsüber und abends so treiben.

Ein guter Tag für den Besuch des Kollwitzplatzes ist zudem der Donnerstag. Seit mehr als 20 Jahren findet jeden Donnerstag der Ökomarkt der Grünen Liga Berlin am Kollwitzplatz statt. An mehr als 40 Ständen findet man dann ein großes Angebot an biologischen Produkten und Dienstleistungen: Obst und Gemüse aus Brandenburg, zahlreiche Käsesorten, Bio-Wein, Freilandeier und, und, und. Unser Tipp: an den Ständen ein eigenes kleines Picknick zusammenstellen und sich dann auf eine Bank oder die Wiese am Kollwitzplatz setzen. Wer danach noch Lust hat den Kiez zu erkunden, findet hier unsere Tipps für die Straßen und Plätze rund um den Kollwitzplatz.

  • Kollwitzplatz Kollwitzstraße 1, Prenzlauer Berg, Anfahrt: U Senefelderplatz

Der Wasserturm: Ein Ort mit Charme und Aussicht

Am Wasserturm im Kollwitzkiez trifft man sich abends auf einen Plausch, um etwas zu trinken und die Abendsonne zu genießen. Foto: Imago/Ritter

Der Wasserturm zwischen Knaackstraße und Belforter Straße in Prenzlauer Berg wurde 1877 fertiggestellt und ist der älteste Turm dieser Art in Berlin. Schon lange trägt der Turm nicht mehr zur Wasserversorgung bei, sondern dient als Wohnanlage. Er ziert das Bezirkswappen von Prenzlauer Berg und wird liebevoll „dicker Hermann“ genannt. Wenn man den kleinen Hügel hinter dem Wasserturm besteigt und sich auf der Wiese auf dem Plateau niederlässt, hat man einen hervorragend Blick über die Stadt. Dort kann man bis in den Abend hinein verweilen und sich die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Mehr über Berlins Wassertürme und ihre Geschichte haben wir hier für euch aufgeschrieben.

  • Wasserturm Knaackstraße 23, Prenzlauer Berg, Anfahrt: U Senefelderplatz

Die Bösebrücke: Ehemaliger Grenzübergang

Die Bösebrücke, oft auch Bornholmer Brücke genannt, ist ein historischer Ort. Nach dem Mauerfall drängten tausende Ost-Berliner über die Brücke in den Westteil der Stadt. Foto: Imago/Ritter

Die Bösebrücke wird oft fälschlicherweise Bornholmer Brücke genannt. Mit der Umbenennung der Hindenburgbrücke sollte 1948 der Taten des antifaschistischen Widerstandskämpfers Wilhelm Böse, der 1944 hingerichtet worden war, gedacht werden. Doch wie so oft bahnt sich das Nächstliegende seinen Weg. Da die 1916 eingeweihte Verbindung zwischen Prenzlauer Berg und Wedding an der Bornholmer Straße liegt, heißt sie eben irgendwie auch Bornholmer Brücke. So auch genannt in den Medien, als in der Nacht vom 9. zum 10. November 1989 Tausende Ost-Berliner:innen nach der erzwungenen Maueröffnung über die Brücke in den Westteil der Stadt drängten. Seit 1995 gleitet auch wieder die Tram in luftigen Höhen über die S- und Fernbahngleisen zwischen Prenzl’berg und Wedding hin und her. Weitere spannende Brücken in Berlin stellen wir euch hier vor.

  • Bösebrücke Bornholmer Straße, Prenzlauer Berg, Anfahrt: S Bornholmer Straße

Der Jüdische Friedhof an der Schönhauser Allee: Ein Ort des stillen Gedenkens

Auf dem Jüdischen Friedhof an der Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg sind bedeutende Personen jüdischen Glaubens bestattet. Foto: Imago/Ritter

Auf dem verwilderten Friedhof an der Schönhauser Allee sind bedeutende Persönlichkeiten des jüdischen Lebens im 19. Jahrhunderts bestattet. So etwa der Komponist Giacomo Meyerbeer und der Unternehmer und Mäzen James Simon. Spannend ist der hinter dem Friedhof liegende Judengang, angeblich angelegt, weil Friedrich Wilhelm III. auf seinem Weg nach Pankow nicht jüdischen Bestattungen beiwohnen wollte. Andere meinen, der Weg hätte religiöse Ursprünge. Hier haben wir weitere schöne Friedhöfe in Berlin für euch aufgelistet.

  • Jüdischer Friedhof Schönhauser Allee 23-25, Prenzlauer Berg, Anfahrt: U Senefelderplatz

Das Zeiss-Planetarium: Eines der größten und modernsten Planetarien weltweit

Sehenswürdigkeiten in Prenzlauer Berg: Das beeindruckende Zeiss-Planetarium in Prenzlauer Berg gilt seit seiner Modernisierung im Jahr 2016 als modernstes Wissenschaftstheater Europas. Foto: Imago/Schöning

Mit dem Zeiss-Planetarium wurde in Berlin Ende der 1980er-Jahre eines der größten und modernsten Planetarien weltweit eröffnet. Seit seiner Modernisierung und Wiedereröffnung im Jahr 2016 gilt es sogar als modernstes Wissenschaftstheater Europas. Neben astronomischen Vorführungen, die nicht selten Lasershows beinhalten und besonders eindringlich wirken durch die im Planetarium genutzte 3D-Soundanlage, finden im Zeiss-Planetarium auch Musikveranstaltungen statt. Wir haben übrigens noch mehr Tipps für euch, um den Sternenhimmel zu betrachten.

  • Zeiss-Planetarium Prenzlauer Allee 80, Prenzlauer Berg, Di 9-12.30 Uhr + 15.30-20 Uhr, Mi+Do 9-13 Uhr & 15.30-20 Uhr, Fr 9-13 Uhr & 15.30-22 Uhr, Sa 11-22 Uhr, So 10-17 Uhr, Anfahrt: S Prenzlauer Allee, Tel. 030/42 18 45 10, www.planetarium.berlin

Das Velodrom – Die architektonisch eindrucksvollste Arena der Stadt

Raumschiff oder nicht? Das Velodrom in Berlin sieht aus ein UFO, tatsächlich handelt es sich bei dem kreisrunden Gebäude aber um eine Mehrzweckarena für Sport- und Musikevents. Foto: Imago/Reimann

Das Velodrom in Berlin sieht aus ein Raumschiff, das von einem fernen Planeten gekommen ist. Tatsächlich aber wurde das kreisrunde Gebäude von Menschen erbaut und 1997 eröffnet. Das Velodrom dient als Mehrzweckarena für Sportevents und Konzerte, die Halle ist für rund 12.000 Besucher:innen ausgelegt. Bezeichnend für das vom französischen Stararchitekten Dominique Perrault entworfene Velodrom ist seine 250 Meter lange Radrennbahn. Jedes Jahr wird auf ihr das Berliner Sechstagerennen ausgetragen.

  • Velodrom Paul-Heyse-Straße 26, Prenzlauer Berg, Anfahrt: S Landsberger Allee, Tel. 030/44 30 45, Events und Tickets unter www.velodrom.de

Die WOW! Gallery – Berlins erstes Selfiemuseum

Alles für das perfekte Instagram-Foto: Mit der WOW!Gallery in Berlin hat 2020 Berlins erstes Selfiemuseum eröffnet. Foto: Imago/Friedel

Vor wenigen Jahren baute mal ein bekannter Kamerahersteller diverse Kunstinstallationen im Kraftwerk Berlin an der Köpenicker Straße auf. Nur wenige Tage nach Eröffnung waren die Schlangen irre lang – denn drinnen gab es tolle Flatterbänder an der Decke, Blitze über Wasser, ein Zimmer, das verkehrt herum war, all so Kaspereien. Die Generation Instagram rückte sofort an, verewigte sich in allen möglichen und unmöglichen Positionen. Inzwischen gibt es sowas quasi auch als Dauerausstellung. The Wow Gallery an der Greifswalder Straße 81in Prenzlauer Berg ist quasi ein Instagram-Museum: Von Bällebad bis Mauersprung kann man hier allen möglichen Blödsinn machen – ohne tieferen Sinn, aber es sieht eben gut aus, auf Instagram. Tolle Locations für Instagram-Fotos zeigen wir euch hier.

  • The WOW! Gallery Berlin Greifswalder Straße 81-84, Prenzlauer Berg, Sa+So 10-17 Uhr, Anfahrt: S Greifswalder Straße, Tel. 030/91 51 89 40, www.thewowgallery.de

Konnopke’s Currywurst: Die beste in Berlin?

Ein Genuss in Form von frittierten Kartoffeln, Wurst und Ketchup: Konnopke’s Currywurst gilt mit der von Curry 36 als die beste Berlins. Foto: Imago/Schöning

Zu den Sehenswürdigkeiten in Prenzlauer Berg gehört auch der Klassiker unter den Currywurst-Buden in Berlin: Konnopke’s Imbiss muss als „Legende“ bezeichnet werden, die Institution zieht Einheimische und Besucher:innen gleichermaßen an. Hier brutzelt seit 1960 die Currywurst, zubereitet nach altem Geheimrezept. Der alte Imbiss wurde zwar abgerissen, doch der Neubau orientiert sich stilistisch an den 1960er-Jahren. Längst gehören aber auch vegane und vegetarische Currywürste zum Angebot. Hunger bekommen? Unsere Tipps für Currywurst in Berlin.

  • Konnopke’s Imbiss Schönhauser Allee 44b, Prenzlauer Berg, Mo-Fr 11-17 Uhr, Sa 12-17 Uhr, Anfahrt: U Eberswalder Straße, Tel. 030/442 77 65, www.konnopke-imbiss.de

Die Kastanianallee: Shoppen, essen und in Berlins Geschichte eintauchen

Vor allem im Sommer pulsiert auf der Kastanienallee in Prenzlauer Berg das Leben: Die einen Kilometer lange Straße bietet viel Kultur und eine eindrucksvolle Geschichte. Foto: Imago/imagebroker

Die Kastanienallee, das ist Berlin! Sie geht zurück auf einen einflussreichen Mann im frühen 19. Jahrhundert. Wilhelm Griebenow war Grundbesitzer, eine Straße, die zum Zionskirchplatz führt, erinnert bis heute an ihn. Um 1826 ließ er eine Verlängerung des Weinbergswegs anlegen. Die knapp einen Kilometer lange Strecke war umsäumt von zwei Reihen Rosskastanien, denen sie ihren Namen verdankt: Kastanienallee. Wer sie heute entlang flaniert, findet unzählige interessante Geschäfte und Restaurants. Die Kastanienallee ist ein Ort, der vor allem im Sommer tonnenweise Charme versprüht. Wir haben euch die besten Geschäfte an der Kastanienallee und die Geschichte der Kastanienallee in beeindruckenden Fotos zusammengefasst.

  • Kastanienallee Prenzlauer Berg, Anfahrt: U Eberswalder Straße

Noch mehr Sehenswürdigkeiten in Berlin

Ihr habt Lust bekommen, den Stadtteil zu erkunden? Alle Texte über den Prenzlauer Berg findet ihr hier. Berlin ist eine Stadt voller Geschichte und Kultur. Wir stellen euch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Berlins vor.

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