Rätsel

Escape Room in Berlin: Von Mauerfall bis Zombies

Ein Escape Room bieten die Möglichkeit, spielerisch, unter Zeitdruck und in der Gruppe knifflige Rätsel zu lösen. In Berlin gibt es einige dieser Escape Games. Ob in einem abgesperrten Raum oder mit der Innenstadt als Spielort – die Konzepte sind ganz unterschiedlich. Wir haben hier für euch besondere Escape-Room-Anbieter aus Berlin zusammengestellt.


Make a Break: Berlin als Ort mysteriöser Geschehnisse

Ganz nah am Knast: Irgendwie müssen wir es zu den ostdeutschen Grenztruppen schaffen. Bei dem Berliner Escape Room von "Make A Break" ist das natürlich ausreichend kompliziert. Foto: Make A Break
Ganz nah am Knast: Irgendwie müssen wir es zu den ostdeutschen Grenztruppen schaffen. Bei dem Berliner Escape Room „Tear Down This Wall“ ist das natürlich ausreichend kompliziert. Foto: Make A Break

Die Zeit drängt: Der westdeutsche Bundesnachrichtendienst hat uns beauftragt, falsche Befehle an die ostdeutschen Grenztruppen weiterzuleiten – dass sie die Grenzübergänge öffnen sollen. Heißt, kurz gesagt: In diesem Escape Room sorgen wir mal eben für die Wiedervereinigung. Problem nur, dass es nur 60 Minuten sind, bis die ostdeutschen Kommunikationswege blockiert werden. Nichts wie los also. Zwischen Morsecodes und David Hasselhoff müssen einige klare Gedanken gefasst werden, ehe wir glücklich vor der Mauer stehen.

Bei Make a Break in Friedrichshain können Escape-Room-Fans gleich drei mit der Hauptstadt verflochtete und von Szenenbildnern entworfene Escape Rooms spielen, „Tear Down This Wall“ ist der beschriebene Ost-West-Krimi. Ein weiterer, „Breaking Mad“ verbindet die Story der Erfolgsserie „Breaking Bad“ mit der Hauptstadt. Und im dritten Raum, der zur Wahl steht, finden sich die Spielenden im Berlin der Zukunft nach einer Zombieapokalypse wieder.

Die Taschenlampe ist ein wichtiger Bestandteil der Lösung – „Tear Down This Wall“ ist eine Herausforderung, Foto: Make A Break

Gespielt werden kann mit zwei bis sechs Personen, wobei „Breaking Mad“ ein Trio voraussetzt, die Zombie-Apokalypse können maximal fünf Personen abwehren. Preise zwischen 70 und 126 Euro fürs ganze Team, Sparpreise sonntags bis donnerstags vor 16 Uhr.

  • Make a Break Müggelstraße 8, Friedrichshain, Buchungen über Website und bei weniger als 24 Stunden vor Spielbeginn unter 030/31 17 13 83, www.make-a-break.de

Exit – Live Adventures: Indoor, Outdoor und virtuell

Nach dem Tod des berüchtigten Räubers Ronnie Biggs erhalten die fähigsten Diebesgruppen des Landes verschlüsselte Nachrichten – ihr sollt seinen letzten Coup für ihn vollenden. Foto: Exit – Live Adventures

Neben Räumen, in denen zwei bis acht Personen Rätsel lösen können und die verschiedene Epochen abdecken, gibt es bei Exit – Live Adventures auch die Möglichkeit, sich durch fiktive Abenteuer mit VR-Brille auf dem Kopf und Controllern in der Hand durchzuspielen. Einige Missionen wurden von der bekannten Computerspielschmiede Ubisoft entwickelt. Denjenigen, die lieber draußen rätseln, wird eine vier Kilometer lange Outdoor-Mission quer durch die Stadt angeboten. „Exit“ befindet sich in einem Bunker in Mitte und die verschiedenen Indoor-Missionen können als Team gelöst werden – Zeit dafür? 66 Minuten. Darüber hinaus gibt es auch Online-Escapes, die ihr digital mit Freund:innen lösen könnt. Und seit Sommer 2021 auch eine zweite Outdoor-Mission, die sich speziell an Kinder richtet.

  • Exit – Live Adventures Klosterstraße 62, Mitte, Tel. 030/208 49 90 70, Gruppenpreise ab 75 Euro, mehr Infos auf www.exit-game.de

The Room: Spaß für die ganze Familie

„The Lost Treasures“ bei The Room: Bei Reparaturarbeiten im Keller der Humboldt-Universität wurde ein schmaler Durchgang entdeckt, der in einen verlassenen Geheimraum tief in der Erde führt. Befindet sich dort der Heilige Gral? Foto: The Room

Bei The Room in Lichtenberg kommen vor allem Kinder, Fans von „Ghostbusters“ und „Babylon Berlin“, Hobby-Archäolog:innen sowie DDR-Nostalgiker:innen auf ihre Kosten. Bei diesem familienfreundliche Escape-Room-Anbieter gibt es vier Räume, die von zwei bis sechs Spieler:innen gespielt werden können. In einem der Räume können sogar Kindern ab zehn Jahren ohne die Begleitung ihrer Eltern rätseln. Für einen Besuch sollte man ungefähr 75 Minuten einplanen.


Smart Room Berlin: Neun Spiele auf 600 Quadratmetern

Lust auf einen Bankraub: Bei Smart Room Berlin droht bei Erfolg wenigstens kein Knast.

Mit mehr als 600 Quadratmetern Spielfläche, die sich auf neun Räume verteilen, ist Smart Room der größte Anbieter von Indoor-Live-Escape-Games in Berlin. Je nach Raum haben habt ihr hier 60 bis 90 Minuten, um euch aus den detailliert gestalteten Räumen zu befreien. Hierfür taucht ihr in verschiedene Welten ein und müsst Rätsel lösen, um aus einem Casino, der Welt von Alice im Smartland oder einem Leichenhaus wieder rauszukommen. Bei Smart Rooms hat man die Möglichkeit, in eine Vielzahl Szenarien einzutauchen.

  • Smart Room Berlin Nöldnerstraße 1, Rummelsburg, Buchung über die Website und bei weniger als zwei Stunden vor Spielbeginn unter 0172/414 22 09, www.smartroom-berlin.com

Escape Berlin: Als Kulisse dient auch mal ein Schnapsladen

Escape Berlin Schnapsladen
Beim Escape Room „Der Schlapsladen“ von Exit Berlin geht es feucht-fröhlich zu. Foto: www.escape-berlin.de

Auch das Escape Berlin bietet besondere Spielerlebnisse an: Vier Räume gibt es – und einer sticht besonders hervor: Er nennt sich „Der Schnapsladen“. Und wie der Name vermuten lässt, spielt hier Schnaps eben eine Rolle. Während man bei diesem Escape Room in einen Schnapsladen einbricht, nimmt man das eine oder andere alkoholhaltige Getränk zu sich. Ein weiterer Pluspunkt: Hier sind alle Escape Rooms klimatisiert – und bieten dadurch auch im Hochsommer Abkühlung. Neben dem Schnapsladen gibt es auch gruselige und Junior-freundliche Games.

Außerdem bietet das Escape Berlin ein immersives Escape Game namens „Sherlocks Erben“ an, das von zuhause gespielt wird. Über einige Wochen „arbeitet“ man an einem fiktiven Mordfall und versucht einen weiteren Mordfall zu verhindern, während einen, laut Angaben der Macher:innen, „seltsame Briefe“ erreichen. Die meisten knabbern ein bis drei Wochen an diesem Fall.


Labyrintoom Berlin: Rätselspaß in einem weißen Würfel

Beengend, weiß, geometrisch: Der Escape Room „The Cube’s Cabinet“ bei Labyrintoom. Foto: Labyrintoom

Neben zwei eher klassisch gehaltenen Escape Rooms gibt es bei Labyrintoom auch einen komplett weißen, geometrischen Raum, aus dem es zu entkommen gilt. Dieser hat keine Fenster und Türen. Die außergewöhnliche Atmosphäre dieses Raumes basiert auf dem Sciene-Fiction-Horrorfilm „The Cube“ aus dem Jahr 1997. Wer kann das Geheimnis des Würfels knacken? Wer es thematisch etwas offener mag, kann auch die Räume „Leonardo Da Vinci“ oder „The Wizard’s Cabinet“, den Schrank des Zauberer also, buchen. Besonderheit: Gerätselt werden darf bis spät in die Nacht.

  • Labyrintoom Berlin Wartenbergstraße 35/36, Lichtenberg, ab 70 Euro, späte Termine auch ab 55 Euro, www.labyrintoom.berlin

Illuminati Escape: Rätsel lösen, um einem Geheimbund auf die Schliche zu kommen

So sieht es im Escape Room "Cyber Attack" bei Illuminati Escape aus. Escape Rooms und Escape Games in Berlin
So sieht es im Escape Room „Cyber Attack“ bei Illuminati Escape aus. Foto: Illuminat Escape

Bei Illuminati Escape sind, wie der Name schon verrät, alle Rätselspiele auf einen Kampf gegen Illuminaten ausgelegt, die in den entsprechenden Storylines versuchen, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Auf einer alten Fabriketage bieten die Räume jeweils ungefähr eine Stunde Rätselspaß. Die Themen Indoor sind „Jackpot“, „Alien Grill“, „Cyber Attack“ und „Titanik 2.0“. Außerdem kann man beim zweistündigen Outdoor-Escape-Game „Safe House“ Charlottenburg erkunden, während man sich auf Spurensuche begibt, auch „Skywatch“ findet draußen statt.

Bei Illuminati Escape gibt es auch einen sogenannten Challenge Mode: Den Escape Room „Cyber Attack“ haben die Macher:innen nämlich zweimal aufgebaut, sodass man seine Rätselfähigkeiten im Wettkampf mit einem anderen Team unter Beweis stellen kann. Natürlich lassen sich auch die Challenges draußen gegeneinander spielen.


House of Tales: Eine bunte Auswahl verschiedener Escape-Game-Missionen

Eine spielerische Reise ins geteilte Berlin bietet die Mission "Checkpoint Charlie" bei House of Tales. Escape Rooms und Escape Games in Berlin
Eine spielerische Reise ins geteilte Berlin bietet der Escape Room „Checkpoint Charlie“ bei House of Tales. Foto: House of Tales

In der Markthalle III am Checkpoint Charlie kann man zwischen fünf Escape Rooms vor Ort wählen. Der Raum „Fluch des Pharaos“ ist groß genug, um in ihm mit bis zu zehn Personen Rätsel zu lösen. Bei „Checkpoint Charlie“ schlüpft das Team in die Rollen von Top-Agent:innen und erlebt eine historisch angehauchte Mission. Für diejenigen, die von zuhause aus spielen wollen, bietet House of Tales zwei computerspielartige Online-Missionen an und für Kinder ab neun Jahren außerdem eine Stadtrallye.

  • House of Tales Zimmerstr. 90, Mitte, Single Games ab zwei Spieler je 35 Euro pro Person, Versus Games ab sechs Spieler je 30 Euro pro Person, www.houseoftales.de

Foxtrail: Auf Spurensuche in der Stadt

Spieler*innen lösen ein Rätsel bei der interaktiven Schnitzeljagd von Foxtrail.
Foto: Foxtrail

Es ist zwar nicht das klassische Escape Game, aber eine interaktive Schnitzeljagd durch Berlin. Mit Smartphone, Stift und Zettel ausgestattet, begibt man sich bei Foxtrail auf die Spuren eines Fuchses und erkundet gleichzeitig die Stadt. Dabei löst man Rätsel und entdeckt neue Orte. Wer meint, Berlin sowieso schon in- und auswendig zu kennen, der kann sich auch in Potsdam auf Spurensuche begeben. Für das Stadtspiel sollte man ungefähr drei Stunden einplanen. In Berlin gibt es die Spiele „Dufte“ und „Knorke“, sie kosten pro Erwachsenem 25 Euro, Kinder zahlen 14 Euro.


Outdoor Escape Games: Spielerische Stadtentdeckung

Multimedialen Rätselspaß unter freiem Himmel gibt es bei Outdoor Escape Games.
Foto: Outdoor Escape Games

Wer lieber draußen statt im Escape Room Rätsel löst, sollte den Anbieter Outdoor Escape Games ausprobieren. Mit einem iPad ausgestattet, führt einen das Spiel ins Herz von Berlin und bietet damit eine zweieinhalbstündige, interaktive Stadttour. Mit zwei bis sechs Spieler:innen erkundet man den Potsdamer Platz, den Checkpoint Charlie, den Gendarmenarkt sowie das Brandenburger Tor. Thematisch bewegen sich die Spiele zwischen Zukunftsutopien und nostalgischer Mauerstory. Diejenigen, die Geo-Caching mögen, werden auch hierbei Spaß haben. Kostenpunkt für Gruppen: 130 Euro.

  • Outdoor Escape Games Buchung über die Website

Final Escape: Sechs Räume, unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und lockdownfreundliche Alternativen

Bei Final Escape nehmen euch sechs detalliert gestaltete Räume mit auf Reisen in andere Welten. Besonders praktisch: Auf der Website sind die Räume, zum Beispiel „Prison Break“, „Robot Paranoia“ und „Das Geisterschiff“ mit Schwierigkeitsgraden versehen, von „mittel“ bis „sehr schwer“. Gespielt wird je nach Raum zu zweit bis zu sechst, ihr habt 60 bis 75 Minuten Zeit.

Eine weitere Besonderheit stellen die Audio Escapes dar, die ortsunabhängig am eigenen Laptop oder Smartphone gespielt werden können. Bei diesem wird man Protagonist:in eines Hörspiels, loggt sich auf der Videoplattform Zoom ein und wird von einem Storyteller durch die Handlung begleitet. Auch hier ist das Ziel selbstverständlich, gemeinsam mit einer Gruppe Rätsel zu lösen. Und Outdoor Games gibt es bei Final Escape auch.

  • Final Escape Berlin Prenzlauer Allee 23, Prenzlauer Berg, Escape Games ab 85 Euro (2-3 Personen), Audio Escapes ab 59 Euro (1 bis 4 Audiogeräte), Outdoor Games ab 90 Euro (2 bis 4 Personen), www.final-escape.com/

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