Mit Kind

Berlin für Kinder – 6 bis 12 Jahre

Nach der Schule: Zeit, den Kopf freizutoben. Aber auch: die Kreativität auszuleben. Sich auszuprobieren, seine Fähigkeiten zu entdecken. Natürlich: Sport. Aber auch: sich im Berliner Straßenverkehr zurechtfinden. Denn jetzt beginnt die Phase der Kindheit, in der die Töchter und Söhne so langsam anfangen, ihre eigenen Wege zu gehen. Schritt für Schritt für Schritt …

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FREIE ZEIT

Abenteuerlicher Bauspielplatz Kolle 37

Zu den Lieblingsbeschäftigungen der Kinder zählt hier nach wie vor Hüttenbau, deshalb wird das alljährliche Hüttenbaufestival (ab den Osterferien) jetzt schon freudig erwartet. Tierfreunde kümmern sich liebevoll um die Kaninchen und Meerschweine, Kreative werkeln mit Ton oder flechten Körbe, während Großstadtindianer das Bogenschießen erlernen. Verpflegung gibt es nach der geballten Dosis Frischluft am pädagogischen Mittagstisch, an dem Kinder versorgt werden, denen die Eltern kein Schulessen ermöglichen können. Der Samstag ist Familien vorbehalten.

Kollwitzstraße 35, Prenzlauer Berg, Tel. 442 81 22, www.kolle37.de, Sommer: Mo–Sa 12–19 Uhr, Sa 13-18 Uhr; Winter: Mo–Fr 11.30–18.30 Uhr, Sa 13–18Uhr, U-Bhf. Senefelderplatz

Abenteuerspielplatz Telux

Der Abenteuerspielplatz Telux ist für viele Kinder des Sprengelkiez eine feste Anlaufstelle: 50 bis 60 der jungen Gäste kommen regelmäßig. An fünf Wochentagen können die Kinder hier spielen, Hütten bauen und kreativ werkeln, zum Beispiel in der Holz- oder Töpferwerkstatt – alles kostenlos. Im Sommer sind die Wasserspiele sehr beliebt, im Herbst beginnt die Lagerfeuer-Saison. Zudem erscheint alle drei Monate eine von den Kindern selbst verfasste Zeitung. Und dann die Vorfreude: Am 17. August feiert der Abenteuerspielplatz sein 40-jähriges Bestehen mit einem großen Fest und einer Zirkusvorstellung (16 Uhr), für die die Stammkinder bereits jetzt eifrig Akrobatik- und Zaubertricks proben.

Tegeler Straße 28a, Wedding, Tel. 462 98 29, www.sparrplatz-quartier.de, Mo–Fr 13–18 Uhr, in den Ferien: Mo–Fr 11–18 Uhr,
U-Bhf. Amrumer Straße, Leopoldplatz

Ayers Rock

Prima Ziel für einen Familienausflug. Benannt ist die 2 000 Quadratmeter große Felsenlandschaft nach einer expressiven Gesteinserhebung in Australien. Für Kleinkinder sind die bis zu vier Meter hohen Felsen nicht geeignet; diese können aber im Sandkasten nebenan mit der Wasserpumpe ordentlich herummantschen. Die Asphaltwege rund um den Spielplatz eignen sich wunderbar zum Rollschuhlaufen und Fahrradfahren, nebenan gibt es auch eine Volleyballecke. Und Holztische und -bänke stehen zum Ausruhen und – je nach Wetterlage – auch zum Sonnen bereit.

Richterstraße 5, Tempelhof, Tel. 902 39-0, durchgehend, U-Bhf. Alt-Mariendorf, Westphalweg

Fezino und Kinderfilm Berlin e. V. im FEZ Berlin

Fezino ist das Kino im FEZ in der Wuhlheide, das sich ganz auf seine kleinen Besucher einstellt. Hier laufen nur sorgfältig ausgewählte Kinderfilme, auch Klassiker wie Pippi Langstrumpf, die sonst kaum noch auf großen Bildschirmen zu finden sind. Eltern sollten vorher daran denken, ihre Kinder online für den Film anzumelden. Und was machen, wenn nicht der richtige Film läuft? Aus einer Liste mit über 100 Filmen kann jeder seinen Wunschfilm buchen und online vorbestellen – allerdings nur unter der Bedingung, dass man 20 Personen für den Film anmeldet. So tapsen beispielsweise Walt Disney’s „101 Dalmatiner“ über den Bildschirm, „Das Sams“ oder „Winnie Pooh“.

Straße zum FEZ 2, Köpenick, Tel. 53 01 09 09, www.kinderfilm-berlin.de, Vorstellungen programmabhängig, Büro unregelmäßig besetzt, S-Bhf. Wuhlheide, Tram M17, 21, 27, 37, 63, 67

Kinderbauernhof auf dem Görlitzer e. V.

Bauernhofkinder haben weniger Allergien als Stadtkinder, das haben Forscher der Universität Marburg vor einigen Jahren nachgewiesen. Umso besser also, wenn der Bauernhof einfach zu den Kindern in die Stadt kommt. Aber nicht nur aus gesundheitlichen Gründen kommen die Besucher des Kinderbauernhofs auf dem Görlitzer. Die Arbeit mit den Tieren macht vielen Kindern Spaß, und sie lernen dabei viel über Verantwortung und Rücksicht, besonders beliebt sind die Esel- und die Kaninchen-AG. Auch sonst bietet der Kinderbauernhof (Foto oben) viele Kurse an, Kinder können zum Beispiel kochen, gärtnern oder ihr Fahrrad reparieren.

Wiener Straße 59b, Kreuzberg, Tel. 611 74 24, www.kinderbauernhofberlin.de; im Sommer: Mo+Di, Do+Fr 10–19 Uhr, Sa+So 11–17 Uhr; im Winter: Mo+Di, Do+Fr 10–18 Uhr, Sa–So 11–17 Uhr, U-Bhf. Görlitzer Bahnhof, Schlesisches Tor, Bus M29

Kinderbauernhof in der ufaFabrik – Internationales Kultur Centrum

Auf dem Kinderbauernhof in der ufaFabrik leben über 40 Tiere, beispielsweise das Shetland-Pony Flocke, die zahmen Frettchen Bea und Charly und die erstaunlich flinke Schildkröte Kassiopaia. Außerdem können die Besucher das Spielhaus, den Werkraum, Tischtennisplatten und den Spielplatz nutzen. Jede Woche gibt es ein offenes Angebot an Kursen, für das die Kinder sich aber vorher anmelden sollten. Hier kriegen sie Hilfe bei der Fahrradreparatur oder den Hausaufgaben, reiten, werken, basteln und tanzen. Darüber hinaus finden über das Jahr verteilt verschiedene Feste und Veranstaltungen statt: wie der Laternenumzug im Herbst.

Viktoriastraße 13, Tempelhof, Tel. 751 72 44, www.kinderbauernhof.nusz.de, Mo–Fr 13–18 Uhr für Kinder von 6 bis 14 Jahren, ab 16–18 Uhr für Kleinkinder mit Eltern, Sa+So, Feiert. 12–1 Uhr Kinder und Familien, in den Ferien ab 10 Uhr; im Winter nur bis 17 Uhr, U-Bhf. Ullsteinstraße, Bus 170, N6

Kinderbauernhof Mauerplatz e. V.

In Wurfnähe sind Dönerbuden, Ex- und Importshops, Modeboutiquen und jede Menge Szene- und Absturzkneipen. Doch auf dem Kinderbauernhof Mauerplatz, dem ältesten Kinderbauernhof Berlins, mümmeln Kaninchen, meckern Ziegen oder wiehern Ponys – Landleben pur eben. Kinder können hier Patenschaften für die Tiere übernehmen, aber auch ganz einfach beim Füttern und Stallausmisten helfen. Ein Naturlehrpfad und ein Gemüsegarten lehren, wie Pflanzen leben. Wichtige Info: Dieses Jahr wird der Kinderbauernhof ins 21. Jahrhundert katapultiert. Mit einem neuen Gebäude kommen Toiletten, eine Heizung und eine Futterküche.

Adalbertstraße 67/68, Ecke Bethaniendamm, Kreuzberg, Tel. 0176/39 53 95 69, www.kbh-mauerplatz.de, tgl.10–18 Uhr, im Winter bis 17 Uhr, U-Bhf. Kottbusser Tor, Moritzplatz, Bus M29, 140

Kletterwald Wuhlheide

Auf dem etwa ein Hektar großen Waldareal laden 86 Kletterelemente in sieben verschiedenen Parcours mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zum Trip in luftige Höhen von zehn Metern über dem Waldboden ein. Bis zu zwei Stunden lang kann man sich hier über Wackelbrücken und Seilbahnen durch das Kiefernwäldchen in der Wuhlheide hangeln. Wer sich nicht soweit hinauftraut, kann sich auch in zwei Metern Höhe Schritt für Schritt an die wackelige Sache gewöhnen. Klettern darf jeder, der über 1,30 Meter groß und mindestens sieben Jahre alt ist.

An der Wuhlheide 199, auf dem Gelände des FEZ, Köpenick, Tel. 30 13 52 67, 0176/23 45 19 33, www.kletterwald-wuhlheide.de

Waldhochseilgarten Jungfernheide

Selten gibt es Orte, an denen Kinder ihre Grenzen testen können, ohne dass Mama und Papa besorgt hinterherschauen müssen. Hier im Waldhochseilgarten Jungfernheide sind kleine Höhenwanderer sicher gerüstet und betreut, sodass Eltern sich der frischen Parkluft oder dem Pizzaduft der Gastronomieeinrichtung hingeben können. Wie das Dschungelkind Mogli kann sich jeder ab sechs Jahren derweil durch die Baumwipfel schwingen und an vertikalen Wänden von Plattform zu Plattform klettern.

Heckerdamm 260, im Volkspark Jungfernheide, Charlottenburg, Tel. 34 09 48 18, www.waldhochseilgarten-jungfernheide.de, Mo–Fr ab 11 Uhr, Sa+So, Feiert. ab 9 Uhr bis eine Stunde vor ¬Sonnenuntergang; letzte Einweisung: 18 Uhr, U-Bhf. Halemweg, Bus 123

fussball

MEHR KÖNNEN

1. FC Union Berlin

Zu jedem Fußballsaisonstart gibt es beim Berliner Zweitligisten Sichtungstermine für Jungs und Mädels, die Anmeldung erfolgt über die Homepage. Im Kinderfußball werden auf spielerischem Weg fußballgrundlegende Inhalte trainiert, während die Jugendfußballer sich bereits allgemeine Technikkenntnisse erarbeiten. In den Feriencamps können sich die Kleinen austoben und zugleich einen fairen, kameradschaftlichen Umgang miteinander lernen.

Hämmerlingstraße 80-88, Köpenick, Tel. 65 66 88-20, www.fc-union-berlin.de, Mo–Fr 10–15 Uhr, S-Bhf. Köpenick; Filiale: Stadion an der Alten Försterei, An der Wuhlheide 263 (Köpenick)

Altes Museum

Haben die alten Griechen in ihren Vasen auch Blumen aufgestellt? Wer hat sich die olympischen Spiele ausgedacht? Was haben die Kinder im alten Rom den ganzen Tag gemacht – so ganz ohne Fernseher? Es gibt Kinderfragen, auf die auch Eltern nur selten Antworten wissen. Die Führungen durch das Alte Museum helfen damit nicht nur den Kindern, sondern auch Mama und Papa weiter. Mit verstaubten Geschichtsstunden haben sie wenig zu tun, stattdessen wird dabei die Vergangenheit greifbar. Zum Beispiel, wenn die Lieblingsspiele der alten Römer ausprobiert werden.

Am Lustgarten, auf der Museumsinsel, Mitte, Tel. 266 42 42 42, www.smb.museum, Di–So 10–18 Uhr, S-Bhf. Hackescher Markt, Bus M48, 100, 200, Tram M1, M4, M5, M6, 12

Archenhold-Sternwarte

Dass der Mond mal dick und mal dünn und manchmal sogar weg ist, weiß ja jedes Kind. Aber warum ist das so? Solche Fragen beantwortet die Geschichte „Als der Mond zum Schneider kam“. Hier lernen Kinder spielerisch den Erdtrabanten kennen. Außerdem gibt es ein ständig wechselndes Kinderprogramm mit Bastelnachmittagen oder altersgerechten Führungen, bei denen die Teilnehmer sogar selbst einmal durch das Fernrohr gucken dürfen.

Alt-Treptow 1, Treptow, Tel. 536 06 37 19, www.sdtb.de, Mi–So 14–16.30 Uhr, öffentliche Führungen Do 20 Uhr, Sa–So 15 Uhr, S-Bhf. Treptower Park, Bus 167

Berliner Kinderchor

Den Berliner Kinderchor gibt es schon seit mehr als 65 Jahren – jung geblieben ist er bis heute natürlich trotzdem. Kinder zwischen sechs und 16 Jahren erhalten hier eine professionelle Gesangsausbildung, die Freude an der Musik vermittelt. Sowohl klassische als auch moderne Lieder gehören zum Repertoire, darunter natürlich das Chorlieblingslied „Vois sur ton chemin“ aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Matthieu“. Für besondere Anerkennung und ein Zusammengehörigkeitsgefühl sorgen auch Chorreisen und internationale Auftritte, beispielsweise in Italien.

Rembrandtstraße 26, Hellersdorf, Tel. 56 29 01 32, www.berliner-kinderchor.de, Probezeiten: Nachwuchschor Di 16.45–17.45 Uhr, Kinderhauptchor Di+Fr 18–20 Uhr, S-Bhf. Mahlsdorf, Bus 395; Probenort: Wilmsstraße 10 (Kreuzberg), U-Bhf. Prinzenstraße

Bode-Museum

„Man sieht nur, was man weiß“, stellte schon Goethe fest. Das gilt auch im Bode-Museum. Um Wissen und Geschichten auch für Kinder sichtbar zu machen, finden regelmäßig Führungen für junge Museumsbesucher statt. Beispielsweise erzählen die Herkules-Statuen von Abenteuern, die auch Filme von Walt Disney inspirierten. In anderen Führungen haben Kinder die Möglichkeit, ihre Lieblingsfigur auf Gemälden ausfindig zu machen und selbst zu malen.

Am Kupfergraben, Eingang: Monbijoubrücke, auf der Museumsinsel, Mitte, Tel. 266 42 42 42, www.smb.museum, Di–So 10–18 Uhr, U+S-Bhf. Friedrichstraße, S-Bhf. Hackescher Markt, Bus 100, 200, Tram M1, M4, M5, M6, 12

Computerspiele Museum

Nicht selten versuchen Eltern, ihre Kinder vom Bildschirm weg und ins Museum zu lotsen. Hier funktioniert das andersherum: Rein ins Museum, hin zum Bildschirm! In der Dauerausstellung „Computerspiele – Evolution eines Mediums“ daddeln sich junge und alte Computerfans durch 60 Jahre Geschichte der Computerspiele. Angefangen beim ersten Computerspiel Nimrod von 1951 über Klassiker wie dem Pong-Automaten und Pacman bis hin zu Grand Theft Auto IV sind hier viele Meilensteine der Spieleindustrie vertreten. Das macht auf der einen Seite Spaß, auf der anderen Seite ist es aber auch die Anerkennung digitaler Medien als Teil unserer Kultur im 20. und 21. Jahrhundert.

Karl-Marx-Allee 93a, Friedrichshain, Tel. 60 98 85 77, www.computerspielemuseum.de, tgl. 10–20 Uhr, U-Bhf. Weberwiese

Das Haus – Begegnungsstätte für Kindheit e. V.

Das Haus bietet ein breites Angebot an Freizeitmöglichkeiten, das aus offenen Angeboten und Kursen besteht. Zu den kostenfreien offenen Angeboten gehören die Computerwerkstatt, in der Schüler ihre Hausaufgaben am Rechner erledigen, das Spielzimmer, das Familiencafé (mit kostenlosem Kindertee) und die Bibliothek. In den niedrigpreisigen Kursen tanzen, kochen, basteln oder malen Kinder. Momentan baut man im Haus an einem Wintergarten, trotz Einschränkungen bleibt es aber geöffnet.

Weidenweg 62, HH, Friedrichshain, Tel. 426 77 49, www.dashaus-kindheit.de, Mo–Do 9–18 Uhr, Fr 9–16 Uhr, U-Bhf. Frankfurter Tor, Tram M10, 21

Das Klingende Museum Berlin

Jedes Kind, das seinen Eltern von einer Karriere als neuer David Garrett vorschwärmt, wird vielleicht deshalb nicht gleich gefördert, weil Mama und Papa befürchten, das teure Instrument könne allzu schnell wieder unbeachtet in der Ecke landen. Im Klingenden Museum bietet sich die Gelegenheit, rund 60 verschiedene Instrumente auszuprobieren. Reintröten, draufhauen, Saiten zupfen! Alles ist erlaubt. Und wenn nach dem Besuch die Augen für die Violine immer noch strahlen, lassen sich die Eltern vielleicht leichter überzeugen. Am 3. August sind dafür die Türen geöffnet. Wer lieber kleinere Gruppen mag, kann sich am 17. August in Workshops in die Welt der selbst kreierten Klänge begeben.

Zingster Straße 15, Ecke Bellermannstraße, Wedding, Tel. 36 46 62 23, www.klingendes-museum.de, Gruppen nach Voranmeldung, Open House einmal monatlich, U+S-Bhf. Gesundbrunnen, Bus 247

Die gelbe Villa – Kreativ- und Bildungszentrum für Kinder und Jugendliche

Eine kleine Oase für alle Kinder – ganz gleich, mit welchem Hintergrund sie kommen. In der Holzwerkstatt können die Besucher beispielsweise selbst Kunstwerke aus Holz basteln, im Nähatelier schneidern Nachwuchsdesigner ihr eigenes Outfit. Im Fotolabor lernen Wissbegierige, wie das mit der Fotografie im letzten Jahrhundert funktionierte, und die Kochkurse geben den Teilnehmern Anregungen zu gesunder und leckerer Ernährung. Hier dürfen  alle Kinder ihr kreatives Potenzial entdecken – und zwar kostenfrei. Nur an eine Anmeldung für die jeweiligen Kurse sollten Kinder und Eltern vorher denken.

Wilhelmshöhe 10, Kreuzberg, Tel. 76 76 50 21, www.die-gelbe-villa.de, Sekretariat: Mo–Fr 8–16.30 Uhr; Foyer für Kursanmeldung: Di–Fr 14–18 Uhr, U-Bhf. Platz der Luftbrücke, Bus 104, 248

Deutsches Historisches Museum im Zeughaus

Im DHM wird Geschichte lebendig: Zahlreiche Angebote ermöglichen es Kindern, etwa in die Zeit von Friedrich dem Großen einzutauchen oder auf Spurensuche zu gehen und zu verstehen, was in Judith Kerrs Roman „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ passiert ist. Aber auch in der Geschichtswerkstatt ist viel zu erleben, denn dort kann man einen Blick hinter die Kulissen des Museums werfen, um den Geheimnissen der Vergangenheit auf den Grund zu gehen oder richtig alte Materialien wie Papyrus kennenlernen.

Unter den Linden 2, Mitte, Tel. 20 30 44 44, www.dhm.de, tgl. 10–18 Uhr, U+S-Bhf. Friedrichstraße, U-Bhf. Hausvogteiplatz, S-Bhf. Hackescher Markt, Bus TXL, 100, 200, Tram M1, 12

Familienzentrum Upsala

Erst die Arbeit, dann aber so richtig das Vergnügen: Im Familienzentrum Upsala beginnt jeder Nachmittag mit Schularbeit-Hilfe. Anschließend können die Kinder im Familienzentrum spielen oder mit den Zwergkaninchen kuscheln. Außerdem gibt es zahlreiche Kursangebote, wie etwa musikalische Früherziehung oder die Keramikwerkstatt, die wöchentlich stattfinden. Die Kosten dieser Kurse variieren, werden aber im Sinne des Familienzentrums möglichst gering gehalten.

Upsalaer Straße 6, Pankow, Tel. 472 20 84, www.kinderklub-upsala.de, Mo–Fr 10–20 Uhr, Sa–So 14–19 Uhr, U-Bhf. Vinetastraße

FC Berlin 23 e. V. – Fußballclub Berlin 23 e. V.

Zweimal die Woche hält der Shuttleservice vormittags an den verschiedenen Kitas rund um die Storkower Straße und sammelt kleine Nachwuchs-Kicker ein. Nachmittags werden dann die in der Gegend liegenden Schulen abgefahren und die jungen Fußball-Fans zum Training abgeholt. Der Fußballclub Berlin 23 e. V. (Foto Mitte) hat sich auf Fußballtraining für Kinder zwischen vier und zehn Jahren spezialisiert. Und wenn am Wochenende die Kinder ihre Spiele austragen, ist die ganze Familie auf dem Platz versammelt. Da kickt auch mal die Oma den Ball zurück.

Kochhannstraße 38, Friedrichshain, Tel. 32 29 93 16, www.fcberlin23.de, Training im Kita-Projekt Mo+Di, auch am Schulbeginn zweimal pro Woche, S-Bhf. Landsberger Allee, Tram M5, M6, M8, M10; Filiale: Fußballplatz Storkower Straße 209

Fußballferienschule Berlin

Die Fußballferienschule Berlin offeriert dem kickerbegeisterten Nachwuchs ein Fußballcamp in den Berliner Schulferien. Das Angebot richtet sich an Mädchen und Jungen, ganz gleich ob Vereinsspieler, Straßenfußballer, Anfänger oder Fortgeschrittener. Alle sind herzlich willkommen. Die Kinder erhalten abwechslungsreiche Trainingseinheiten mit lizensierten Trainern, Tipps und Tricks. Die Fußballcamps finden jedes Jahr in den Winterferien, Osterferien, Sommerferien und Herbstferien im Stadion Wilmersdorf statt.

Fritz-Wildung-Straße 9, Wilmersdorf, Tel. 01522-2593875 (Frank Sek), www.fussballschule.berlin, Herbstferien, Winterferien, Osterferien, Sommerferien, S-Bhf. Hohenzollerndamm

Fußballtalentschmiede

Die Institution richtet sich an Mädchen und Jungen zwischen sechs und 14 Jahren. Bei den Jüngsten wird vor allem die Motorik mit und ohne Ball gefördert. In der Altersstufe zwischen acht und zwölf werden junge Vereinskicker und Spieler, die keinem Club angehören, in Gruppen von maximal zwölf Kindern trainiert. Das vielfältige Angebot setzt sich aus wöchentlichem Training für Torwart und Feldspieler, Life Kinetik, Feriencamps, Mädchen-Fußball-Camps und Einzeltraining (für Feldspieler und Torwarte) sowie dem Ausrichten von Kindergeburtstagen zusammen.

Sportgelände Wildspitzweg 12 (Tempelhof), www.fussball-talentschmiede.de

JIM – Jugend im Museum e. V.

Der Verein hat das Ziel, Kinder und Jugendliche mit altersgerechten Angeboten ins Museum zu locken – mit Fotokursen, Töpfer- und Zeichenaktionen passend zu den Museumsthemen. Im Herbst findet unter anderem der Kurs „Auf den Spuren der Eiszeit“ im Märkischen Museum statt, bei dem Kinder sich auf Fossiliensuche in der Kiesgrube begeben. Wenn die Eltern unbedingt auch mitwollen (wie uncool!), bieten sich die Familiensonntage an, beispielsweise mit einer Führung durch die Ausstellung „Industrie und Poesie“ im Bauhaus-Archiv. Hier erklärt Doro Petersen die typischen Farben und Formen der Bauhaus-Gruppe, anschließend flechten und falten die Teilnehmer selber Schalen aus Papier.

Genthiner Straße 38, Schöneberg, Tel. 266 42 22 42, www.jugend-im-museum.de, Öffnungszeiten abhängig vom Kursangebot, U-Bhf. Kurfürstenstraße

KinderKunstWerkstatt von Koduku e. V.

Die Werkstatt bietet Kurse für verschiedene Altersklassen an: Kinder toben sich in einer Werkstatt künstlerisch aus. Dazu gibt es verschiedene Angebote und Herangehensweisen. Im Comic-Kurs lernen Acht- bis Elfjährige, mit Bildern Geschichten zu erzählen. Bei „Zeichnen und Co.“ erfahren die Teilnehmer zwischen neun und zwölf Jahren, mit welchen verschiedenen Materialien – Kohle, Tusche, Blei – man zeichnen kann. Gelegenheit zum Experimentieren gibt es im Kurs „Kunst Querbeet“. Unter Leitung von Jenny Löbert arbeiten Acht bis- Elfjährige gemeinsam an ihren Ideen.

Fichtestraße 28, Kreuzberg, Tel. 69 81 97 81, www.kinderkunstwerkstatt-berlin.de, Büro: Mo, Mi 10–13 Uhr, Fr 10–12 Uhr, U-Bhf. Südstern

Kinder- und Jugend-Reit- und Fahrverein Zehlendorf e. V.

Im Reitverein legt man besonders viel Wert darauf, allen Kinder unabhängig von Alter oder sozialer Herkunft, ob mit oder ohne Beeinträchtigung den Zugang zum Reiten zu ermöglichen. In den Minikursen für Drei- bis Fünfjährige liegt der Schwerpunkt auf dem Umgang mit dem Tier, wie es gepflegt, geführt und gefüttert wird. Ältere lernen in Schnupperkursen die Theorie und Praxis, während Vereinsmitglieder auf die Turnierreife hinarbeiten, aber auch im ganzen Betrieb wie dem Unterrichten und der Koppelpflege involviert sind.

Robert-von-Ostertag-Straße 1, Zehlendorf, Tel. 802 61 16, www.kinderreitschule-berlin.de, Büro: Mo–Fr 15.30–17.30 Uhr, in den Ferien geschlossen, Reiten Mo–Fr 15.30–18.30 Uhr, S-Bhf. Mexikoplatz, Bus 115

Leo-Borchard-Musikschule Steglitz-Zehlendorf

Im Vordergrund der deutschlandweit größten Musikschule steht die gezielte musikalische Förderung von Kindern und Jugendlichen durch attraktive und altersgerechte Angebote. Das riesige Lehrangebot bietet von Instrumentenkarussell und Ensemblespiel über Gesang bis zur Musiktherapie so ziemlich alles, was man sich in einer Musikschule vorstellen kann.

Martin-Buber-Straße 21, Zehlendorf, Tel. 902 99 64 94, www.musikschule-steglitz-zehlendorf.de, Mo, Di, Fr 9–12 + 13–15 Uhr, Mi 9–12 Uhr, Do 14–18 Uhr, Kurse programmabhängig, S-Bhf. Zehlendorf

LesArt – Berliner Zentrum für Kinder- und Jugendliteratur

LesArt sieht sich als einziges Literatur-Zentrum für Kinder und Jugendliche. Um Kinder ab acht Jahren an Bücher und Geschichten heranzuführen, finden hier verschiedene Workshops statt. Beispielsweise lernen die heranwachsenden Bücherwürmer, wie man Rezensionen schreibt. Oder sie diskutieren, warum es manchmal schöner sein kann, ein Buch selbst zu lesen, statt es als Hörspiel erzählt zu bekommen. In Lesenächten bieten verschiedene literarische Texte Anstoß für Diskussionen zu Fragen wie „Wer bin ich und wer will ich sein?“.

Weinmeisterstraße 5, Mitte, Tel. 282 97 47, www.lesart.org, Veranstaltungen programmabhängig (Anmeldung erforderlich), U-Bhf. Weinmeisterstraße, S-Bhf. Hackescher Markt, Tram M1, M2

Mitte Museum

Das Mitte Museum bietet eine Reise in die Vergangenheit von Berlins Zentrum. Um Geschichte lebendig zu machen, finden hier donnerstags zwischen 10 und 16 Uhr kostenlose Kinder-Workshops statt. Dafür müssen Eltern vorher anrufen und ihre Kinder anmelden, denn die Kurse sind sehr beliebt. Im historischen Klassenzimmer beispielsweise lernen die Teilnehmer, wie Schüler im Jahr 1900 geschrieben haben. Bei schönem Wetter machen aber die Stadtführungen am meisten Spaß: Mit Lesungen und szenischen Darstellungen nehmen die kindgerechten Rundgänge die Kinder mit in das mittelalterliche Mitte – sozusagen von Berlin bis nach „Cölln“.

Pankstraße 47, Wedding, Tel. 46 06 01 90, www.mittemuseum.de, So–Mi 10–17 Uhr, Do 10–20 Uhr, U+S-Bhf. Gesundbrunnen,
U-Bhf.Pankstraße, Bus 227, 328

Musikschule Paul Hindemith

Eine der drei ältesten staatlichen Musikschulen Deutschlands! 1927 gegründet, wurde sie anlässlich ihres 75-jährigen Bestehens nach dem Bratschisten und Komponisten Paul Hindemith benannt. Von musikalischer Früherziehung bis zu studienvorbereitendem Unterricht – die Traditionsschule stellt stets hohe pädagogische und künstlerische Qualität unter Beweis.

Boddinstraße 34, Neukölln, Tel. 68 09 26 23, www.musikschule-paul-hindemith.de, Büro: Di 10–13 Uhr, Do 14–18 Uhr, Kurse programm¬abhängig, U-Bhf. Boddinstraße, Bus 104, 167

ParkourONE_ben-flyer-7_c_MilosDjuric

ParkourONE Berlin

Wie komme ich schnell und elegant über eine Mauer – und zwar ohne Leiter oder ähnliche Kinkerlitzchen? Parkour, die effiziente Kunst der Überwindung von Hindernissen ohne jede Hilfsmittel, schult Koordination und Kraft. Unter Anleitung von zwei ausgebildeten Trainern können Kinder zwischen acht und zwölf Jahren mit ParkourONE (Foto) an drei verschiedenen Wochentagen nachmittags auf den Treppen- und Rampen etwa am Berliner Velodrom trainieren. Zur Teilnahme ist eine Voranmeldung erforderlich.

Danziger Straße 14, Prenzlauer Berg (Büro), Tel. 48 49 42 40, www.berlin.parkourone.net, Kinderparkour Di+Mi 16–17.30 Uhr,
Do 17–18.30 Uhr, U-Bhf. Eberswalder Straße

Privates Museum für Tierkunde Berlin

Das Private Museum für Tierkunde nennt sich auch „Museum zum Anfassen“. Zu Recht, denn neben der naturkundlichen Ausstellung finden Besucher hier zahlreiche lebendige Ausstellungsstücke wie Schildkröten und Frösche, die ihnen alles zum Thema Tiere im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar machen. Ebenfalls Teil der Ausstellung sind die Tiere im Außengehege, zum Beispiel die bei Kindern besonders beliebten Kaninchen.

Hranitzkystraße 3, Tempelhof, Tel. 722 77 33, www.pmtb.de, Mo–Fr 10–16 Uhr, S-Bhf. Marienfelde, Bus M77, 283

Zirkus Zack – Der Mitmachzirkus

„Sternenanfänger“, „Circusblumen“, „Entenschnabel“: So schöne Namen tragen die Trainingsgruppen des Zirkus Zack. Der Zirkus ist Mitglied beim Vuesch, dem Verein zur Überwindung der Schwerkraft. Was unter anderem auch in den Kursen versucht wird: Beim Handstand, Stelzenlauf und Trapez lernen Nachwuchsartisten, ihren Körper zu koordinieren. In vier verschiedene Altersgruppen unterteilt, nehmen die Kinder regelmäßig am Zirkustraining teil, natürlich auch in „bodenständigen“ Disziplinen wie Clownerie. Wer mitmachen will, sollte sich möglichst schnell anmelden und auf die Warteliste setzen lassen – die ist nämlich leider ziemlich lang.

Revaler Straße 99, Tor 2, Stoff- & Gerätelager, 1. Etage, Friedrichshain, Tel. 29 36 58 86, www.vuesch.org/zack, Büro: Di, Do 10–16 Uhr, Veranstaltungen und Kurse programmabhängig, U+S-Bhf. Warschauer Straße, Tram M10, M13

EINKAUFEN

Findus

Der Name des Ladens ist ein Wortspiel. Klar. Findus – Fundus … Die Secondhand-Boutique für das junge Publikum stellt mittlerweile eine Institution im Kiez dar, die bereits 1996 ihre Pforten öffnete. Jedoch beschränkt sich das Angebot nicht auf Textilien, sondern enthält beispielsweise auch Holzspielzeug, Kindersitze oder Kinderwagenzubehör.

Stargarder Straße 64, Prenzlauer Berg, Tel. 444 05 41, www.findus-berlin.de, Mo–Fr 10–18.30 Uhr, Sa 10–13 Uhr, Tram M1, 12

Globetrotter Ausrüstung

Wie eine Spinne die Wände hochsteigen, in einem Baumhaus Höhenluft schnuppern, aus luftigen Höhen wieder auf die Erde hinunterrutschen. Im Kinderland des Globetrotter Ausrüstungsgeschäfts gibt es nichts, was Kinder nicht erleben können, um sich der Natur so nah wie möglich zu fühlen. Und die Sinne wieder zu schärfen. Wie klingt das Rauschen des Meeres? Wie fühlen sich welche Tiere an? Welche Düfte gibt es in der Natur? 350 Quadratmeter Fläche bieten Raum zum Hören, Fühlen, Riechen, Sehen. Einschulungskinder holen sich am 10. August eine Überraschung ab oder erstellen am 28. August Sonnenfotos, die sie anschließend mitnehmen können.

Schloßstraße 78-82, Steglitz, Tel. 850 89 20, www.globetrotter.de, Mo–Fr 10–20 Uhr, Sa 9–20 Uhr, U+S-Bhf. Rathaus Steglitz

Slot Haus Schöneberg

Die Faszination für schnelle Flitzer lässt ja bekanntlich auch Erwachsene nicht los. Statt sonntags nur beim Formel-Eins-Fernsehprogramm dem Geschwindigkeitsrausch zu frönen, legen bei den Schöneberger Carrera-Experten junge Fahrer selbst Hand an und kaufen entweder neue Autos oder Zubehör für die Rennbahn. Oder sie treten auf den 85 oder 30 Meter langen Mietbahnen gegeneinander an. Schließlich ist die größere der beiden Bahnen laut Slot Haus Deutschlands größte fest eingebaute Carrera-Digital-Bahn. Da hilft Papa dem Nachwuchs sicher gern beim Lenken aus.

Hauptstraße 113-115, Schöneberg, Tel. 78 00 67 61, www.slot-haus.de, Mo–Fr 10–19 Uhr, Sa 10–22 Uhr, So 12–16 Uhr, S-Bhf. Schöneberg, Bus M46, M48, 104, 204

Fotos: Kinderbauernhof auf dem Goerlitzer (oben), Parkour ONE / MilosDjuric

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