Shopping und Stil in Berlin

Berlin verhüllt sich mit Stil

Im Winter gehört der Mantel zu den wichtigsten Kleidungsstücken. Doch wie viel Mäntel braucht man eigentlich? Und welcher Stil ist gerade en vogue?

mantelEin Mantel ist eine Visitenkarte, heißt es. Im Winter stellt er die oberste Bekleidungsschicht, dominiert dadurch schnell den gesamten Stil. Mit dem Mantel steht und fällt das Outfit, er sollte deshalb gekonnt zu Anlass und persön­lichem Typ kombiniert werden. Bei unterschiedlichen Temperaturen und wechselnder Garderobe ist ein einziger Mantel im Kleiderschrank schnell zu wenig. „Wer gut wählt, kommt mit zwei bis drei Mänteln aus“, sagt Bent Jensen unbescheiden. Jensen ist Chef des Anzugmode-Labels Herr von Eden und besitzt selber zehn verschiedene Mantelmodelle. Und er mag auf keinen verzichten.

Doch in dem Durcheinander aus kurz und lang, ein- oder zweireihig, Cape, Trench, Loden und Chester verlieren viele den Überblick. Dabei kommt es bei der Wahl des richtigen Mantels neben dem persönlichen Geschmack vor allem auf den Anlass und die Jahreszeit an. Wem Jacken zu leger sind, für den lohnt sich in der Übergangszeit die Anschaffung eines leichten Kurzmantels. Zum Beispiel in Form eines Ca­banmantels, auch Pea Coat genannt, ein hüftlanger Zweireiher aus Wolle. Trotz seiner Herkunft aus der Marine gibt es den Kurzmantel mit den seitli­chen Eingriffstaschen für Mann und Frau, er will Sportlichkeit mit Eleganz verbinden, passt zum Kleid oder auch zur Jeans.

mantelEin Comeback erlebt in diesem Herbst auch das Cape. Zwar scheint das Tragen eines solchen Umhangs mit Kapuze und einfachen Schlitzen für die Arme etwas gewöhnungsbedürftig, doch ist das ärmellose Mantelmodell gerade in milden Herbsttemperaturen eine bequeme Alternative zu engen Mänteln. Capes sind in dieser Saison in vielen Designerkollektionen vertreten, sie sind ungezwungener als ein Kurzmantel, aber dennoch sehr elegant und können, je nach Material und Schnitt, auch zur Abendgarderobe kombiniert wer­den. Der Dauerbrenner zur Übergangszeit aber ist der Trenchcoat. Humphrey Bogart machte in den Vierzigern aus dem Militärregenmantel ein Kultkleidungsstück. Bis heute hat der Trenchcoat nichts von seiner lässigen Eleganz eingebüßt, vor allem, weil er sich zu fast allem kombinieren lässt. Für den Winter ist der Mantel aus dem leichten Stoff allerdings zu dünn.

In der kalten Jahreszeit kommt es nämlich vor allem auf hochwertiges Material an, denn ein Wintermantel sollte zuallererst einen Zweck erfüllen: Er muss wärmen. Für die Freizeit tut es ein dicker Daunenmantel oder eine gefütterte Winterjacke. Für das Büro empfiehlt sich ein klassischer Mantel aus einem gut wärmenden Material wie Schurwolle, Kaschmir oder Alpaka. Auch die Futterstoffe tragen zu einem warmen Mantel bei, eine hochwertige Viskose, ein Baumwollstoff oder Wolle sollte es sein, erklärt Jensen. „Das Material sollte weich und geschmeidig zu tragen und nicht bereits nach einer halben Saison unansehnlich sein“, rät er. Was den Schnitt betrifft, spielt natürlich der persönliche Geschmack eine Rolle, aber ein Mantel für das Büro muss auch praktisch sein: „Ein Männermantel beispielsweise sollte weit genug sein, damit er über das Sakko passt, und dennoch auch figurbetont, damit er ohne Sakko ge­nauso leger und gut aussieht“, so Jensen. Bei den Frauen darf es noch etwas figurbetonter sein. In den aktuellen Manteldesigns dominiert besonders die A-Linie, die die Figur besonders vorteilhaft umspielt …

Den ganzen Artikel von tip-Autorin Antje Binder und weitere Einkaufstipps finden sie in der aktuellen Shopping-Beilage des tip 23/09.

 

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