Freibäder

Berliner Bäder und Corona: Fällt die Freibadsaison diesen Sommer aus?

Berliner Bäder: weiterhin menschenleer wie hier im Columbiabad.
Berliner Bäder: weiterhin menschenleer wie hier im Columbiabad. Foto: imago/Andreas Gora

Update: Mittlerweile wissen die Berliner Bäder mehr. Am Montag geht es ab 7 Uhr los, geöffnet werden dann die Sommerbäder Olympiastadion, Wilmersdorf und Spandau-Süd. Erfreulich: auch in Wannsee darf ab 9 Uhr wieder geplanscht werden. Es gibt ausschließlich Zeitfenster-Tickets für einen Einheitspreis von 3,80 Euro. Umkleiden und Duschen sind gesperrt, ebenso wie Türme, Rutschen, Planschbecken und Spielgerüste. Und wie überall gilt auch in den Bädern: Abstand halten!

Eigentlich sollte es jetzt losgehen in den Berliner Bädern. Ein paar Bahnen ziehen, in der Sonne fläzen und natürlich: Pommes-Schranke! Doch die Freibadsaison rückt wegen Corona erstmal in die Ferne. Wie weit? „Die Antwort ist ganz einfach: Wir können zum jetzigen Zeitpunkt nichts Konkretes sagen“, so Matthias Oloew von den Berliner Bäder-Betrieben (BBB).

Noch gäbe es seitens der Politik keinen Handlungsrahmen. Von der Schließungsverordnung seien bis auf einige Ausnahmen alle 60 landeseigenen Bäder betroffen. Nur in Sportbädern wie im Sportforum Hochenschönhausen oder der Schwimmhalle am Sachsendamm können Leistungssportler*innen dank Sondergenehmigung trainieren. Für alle anderen Berliner*innen geht gilt nach wie vor das Schwimmbad-Verbot.

Coronavirus: Berliner Bäder warten zur Freibadsaison auf die Politik

Zwar hätten die Bäder-Betriebe unterschiedliche Konzepte erarbeitet, wie eine Wiedereröffnung unter Infektionsschutzauflagen aussehen könnte. Das seien laut Oloew zum jetzigen Zeitpunkt jedoch bloße Spekulationen. Nur Hallenbäder oder nur Freibäder oder beides? „Erst wenn ein Szenario seitens der Regierung vorliegt, können wir entscheiden, welches Konzept wir verfolgen werden“, so der Pressesprecher.

Momentan gäbe es jedoch keinen Hinweis darauf, dass die Schließungsverordnung aufgehoben wird. Aus diesem Grund möchte man keine Pläne für den Fall der Bädereröffnung verkünden. Schließlich soll bei den Menschen auch keine Vorfreude geweckt werden, die ihnen aufgrund eines Kurswechsels nur wenige Tage später wieder genommen werden müsste.

Menschenansammlungen gilt es zu vermeiden – auch im Freibad

Die Berliner Bäder ziehen normalerweise sehr viele Menschen an. Da können an einem Tag schon mal 1.000 Menschen im Prinzenbad ein- und ausgehen. Der diesjährige 1.Mai habe gezeigt, dass man so eine Menschenmenge nicht einfach mal auflösen könne, konstatiert der Sprächer der Berliner Bäder. Aber genau diese gilt es zu vermeiden. Schließlich sei das oberstes Ziel der Pandemieverordnung.

Da die Corona-Krise die Bäder-Betriebe mitten in den Vorbereitungen für die Freibad-Saison erwischte, sind die meisten Schwimmbäder bereit für Gäste. Einige Außenbecken sind schon mit Wasser gefüllt. Einbruch ins Schwimmbad? Besser nicht. Ist sowieso verboten, logisch. Aber außerdem sei das Wasser laut Oloew „arschkalt“. Da würde man sich drei Mal überlegen, reinzuspringen. Sollte die Regierung einen Handlungsrahmen verkünden, werden die Heizungen hochgefahren und leere Becken aufgefüllt.

Bleiben die Freibäder den Sommer über geschlossen, werden die Seen sicherlich umso voller. Wie die Politik dieses Dilemma lösen wird, zeigt sich womöglich ab Mitte Mai. Für dann erwartet Matthias Oloew erwartet neue Erkenntnisse.


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