Abkühlung im Sommer

Berlins kühlste Orte

Die Hitze ist unerträglich. Der Sommer in der Stadt ist eine Herausforderung für alle Bewohner. Man kann ja nicht jeden Tag an den See und die Freibäder sind sowieso überfüllt. Wir haben uns umgeschaut und die kühlsten Orte Berlins gefunden. Wer es nicht dorthin schafft, muss sich keine Sorgen machen, irgendwann kommt auch wieder der Winter und dann jammern wieder alle wie kalt es ist.

Berliner Unterwelten
  1. Fleischabteilung in der Metro

Gleich hinter der Fischtheke, wo es auch schon schön kalt ist, links in den Kühlraum für Fleischprodukte aller Art einbiegen und es sich zwischen Schweinefilet, ganzen Hähnchen und Black-Angus-Steaks gemütlich machen. Ein Problem gibt es, für die Metro (An der Ostbahn 5, Friedrichshain) braucht man eine Kundenkarte, wer keine hat, kann ja auch bei Edeka vor der Fleischtheke herumlungern.

  1. Leichenschauhaus

Hier ist es nicht nur kalt, man hat auch seine Ruhe. Zur Auswahl stehen das Leichenschauhaus der Gerichtsmedizin in der Invalidenstraße 59, sowie das Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin Berlin in der Turmstraße 21. Bei Bedarf einfach mal im Krankenhaus um die Ecke anfragen.

  1. Pinguinhaus im Zoo

Schnell an den Affen, Elefanten und Löwen vorbei, diese durchtriebenen Tierarten sind absoluter Anhänger der Hitzewelle und fühlen sich wahrscheinlich erst ab Temperaturen um 33 Grad im Schatten so richtig wohl. Die sympathischen Arktisbewohner sind da schon viel angenehmer. Im kühlen Haus der Pinguine im Zoo Berlin kann man den schwarz-weißen Gesellen beim Schwimmen und Rumstehen zuschauen und selbst etwas abkühlen.

  1. Spreetunnel Friedrichshagen

Seit bald 100 Jahren gibt es den Tunnel unter der Spree. Er ist 120 Meter lang und verbindet die Kämmereiheide bei Köpenick mit dem Müggelpark im Ortsteil Friedrichshagen.

  1. Präparationssaal im Naturkundemuseum

Wissensdurst und Abkühlung unter einem Dach. Im Präparationssaal des Naturkundemuseums werden verschiedene Techniken der Tierpräparation vorgestellt und diverse Tierplastinate aus der Werkstatt des berüchtigten Gunter Hagens präsentiert.

  1. Vattenfalls Kältezentrale

Wenige wissen, dass Vattenfall nicht nur Strom und Wärme produziert sondern auch Kälte. Sogar das größte Fernkältesystem Deutschlands. Bei der Kundenhotline anrufen und nachfragen, wie schnell man einen Anschluss bekommt.

  1. Cryotherapie Berlin

Kälte ist gesund. Bei der Cryo-Therapie stellt man sich für zwei bis drei Minuten in eine Kältesauna, in der die Temperatur auf sagenumwobene Minus 110 Grad Celsius heruntergefahren wird. Kälter geht es nicht.

  1. Bunkeranlagen

Die Berliner Unterwelten bieten regelmäßig Führungen durch Tunnelanlagen und Bunker an. Besonders empfehlenswert ist etwa der Bunker am Humboldthain.

  1. Flughafen (und nach Neuseeland fliegen)

Wer es gar nicht mehr aushält, muss einfach mal raus aus der Stadt. In ganz Europa scheint allerding die Sonne, da hilft nur die Fernreise. In Neuseeland ist gerade Winter, Auckland vermeldet zurzeit kühle 15 Grad. Da muss man eben den 30-Stunden-Flug hinnehmen.

  1. Einfach mal den Tag im Keller verbringen

Zur jeder Wohnung gehört der Keller, ein unterschätzter Lebensbereich. Vor allem in Altbauten herrschen dort erträgliche Temperaturen und bei der Gelegenheit kann ja mal aufräumen und den angehäuften Tand entsorgen.

  1. Sich beim Klimaanlagenhersteller beraten lassen

Die Brandenburger Bauern leiden unter der Hitze, die Klimaanlagenhändler profitieren dafür. Man muss sich ja nicht gleich ein teures Gerät anschaffen, eine Vorführung könnte fürs Erste auch ausreichen.

  1. Kino

In der Freiluftsaison einfach mal ins normale Kino gehen, dort werden die Temperaturen auf 18 Grad heruntergefahren. Alle neuen Filme finden Sie hier.