Kultur & Freizeit in Berlin

Berlins schönste Großstadt-Oasen

Berlins schönste Großstadt-Oasen

Märkte

Türkenmarkt
Der viel gepriesene „mediterrane Lebensstil“ Berlins: Hier findet er sich auf jedem Quadratmeter. Marktschreier bieten günstiges Obst und Gemüse, man kann sich durch Stoffballen wühlen, staunen, was es alles an Nähzubehör und Haushaltsartikeln gibt und sich an der bunten Besucherschar erfreuen. Außerdem locken überall Stände mit leckeren Häppchen.
Maybachufer, Neukölln, Di+Fr 11–18.30 Uhr, www.tuerkenmarkt.de

Schenkmärkte
Geben und nehmen, ganz wie es gefällt. Auf Berlins Schenk- und Tauschmärkten spielt Geld keine Rolle – was sich sehr positiv auf die Laune der Anbieter und Interessenten auswirkt. Das Plaudern über Anekdoten hinter den angebotenen Dinge ergibt sich wie von selbst.
Eine Übersicht mit Schenkmärkten finden Sie hier.

Parks

Botanischer Garten
Bereits von außen sind die riesigen, historischen Gewächshäuser ein Genuss. Drinnen werden die Sinne von tropisch-warmer oder trocken-heißer Luft, sowie exotischen Blumendüften angeregt. Der anliegende Park lädt zum beschaulichen Wandeln durch die Pflanzenwelt mehrerer Kontinente ein.
Königin-Luise-Straße 6-8, Dahlem, www.bgbm.org

Park an der Neuen Wache
Die Grünanlage rund um die neue Wache bietet mit ihren vielen schattigen Bäumen unerwartete Rückzugsmöglichkeiten mitten im innerstädtischen Gewimmel. Das anliegende Deutsche Historische Museum, das Maxim-Gorki-Theater und die Humboldt-Universität sorgen für eine Atmosphäre traditioneller Gelehrsamkeit.
Unter den Linden 4, Mitte

Verkehr

Ringbahn
Auf Rundfahrten mit der Ringbahn sind Start und Ziel identisch, und der Weg ist das Ziel. Wer bei der Sitzplatzsuche zum Waggonende geht, findet dort Bänke mit luxuriös langem Beinabstand vor. Beim Blick aus dem Fenster lässt man die Stadt an sich vorüber ziehen und vergisst die Zeit. Ist man nach knapp einer Stunde und 37 Kilomtern wieder am Ausgangspunkt, steigt die Lust auf eine weitere Runde.
S41 und S42 (je nach Richtung)

Buslinie 100
Wer an einer der Endstationen der Buslinie 100 einsteigt, hat gute Aussichten, sich einen Platz in der ersten Reihe des Oberdecks zu sichern. Die Fahrt mitten durch die Stadt an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei fühlt sich von dort an, als handele es sich um einen gemächlichen Tiefflug.
Endstationen: Zoologischer Garten, Charlottenburg und Alexanderplatz, Mitte

Schifffahrten
Aus der Perspektive eines Ausflugsdampfers, der gemächlich über eine der Wasserstraßen Berlins schippert, wirkt das Großstadtleben gründlich entschleunigt. Das leichte Schaukeln gepaart mit brausendem Wasser am Bug und einer frischen Brise, die durch die Haare zaust:  So lässt es sich aushalten.
Saisonstart ab Anfang März,? www.reedereiwinkler.de, ?www.sternundkreis.de, ?www.reederei-riedel.de

Plätze

Alexanderplatz
Für manche ist dieser Platz nur zum Weglaufen, für Großstadt-Romantiker jedoch ein interessanter Ort. Von der sitzhohen Mauer aus, die den Brunnen der Völkerfreundschaft einfasst, kann man das quirlige Treiben an diesem Knotenpunkt genüsslich beobachten. An heißen Tagen kühlen Wassertropfen von der Brunnenfontäne die Haut.  
Alexanderplatz, Brunnen der ­Völkerfreundschaft, Mitte

Rüdesheimer Platz
Das Zentrum des schönen Rheingauviertels in Wilmersdorf ist von Blumenrabatten, Rebstöcken aus dem Rheingau-Taunus und einem Brunnen mit Siegfried-Denkmal geprägt. Man kann sich auf Parkbänken niederlassen oder die Picknickdecke ausbreiten. Von Frühjahr bis Herbst gibt es einen Weinausschank mit Weingarten.
Rüdesheimer Platz, Wilmersdorf

Viktoria-Luise-Platz
Nicht nur wegen dem hübschen Brunnens auf der Platz-Mitte ist dieser Ort eine Oase. Schöneberg ist hier besonders schön, von Autos ist nichts zu hören und zu sehen, und die umliegenden Altbauten ssind liebevoll restauriert sowie mit netten Restaurants und Cafйs bestückt.
Viktoria-Luise-Platz, Schöneberg

Friedhöfe

Südwestkirchhof ­Stahnsdorf
Respekteinflößende alte, steinerne Familiengräber, dazu eine verwunschene Natur: Friedhöfe sind perfekte Orte der Kontemplation. Hier lässt es sich ungestört wandeln und über Werden und Vergehen sinnieren. Der Südwestkirchhof in Stahnsdorf gilt nicht nur als größter Waldfriedhof, hier ruhen auch herausragende Persönlichkeiten und steht eine einzigartige, norwegische Jugendstil-Holzkirche.
Bahnhofstraße 2, Stahnsdorf, ?www.suedwestkirchhof.de

Dorotheenstädtischer Friedhof
Brecht, Hegel, Fritz Teufel oder Klaus-Jürgen Wussow: Auf dem malerischen Dorotheenstädtischen Friedhof flaniert man zwischen versammelter Berliner Prominenz. Allerdings ohne Gedränge, Scheinwerfer und Papparazzi: Die Herrschaften haben sich nämlich vor längerer Zeit zur Ruhe gelegt.
Chausseestraße 126, Mitte

Friedhof Grunewald-Forst
Dieser Friedhof gilt als besonders idyllisch. Dabei wurde er früher als „Selbstmörder-Friedhof“ genutzt, für die man kein christliches Begräbnis anbot. Nico, der hier ruhenden, ehemaligen Sängerin der Band Velvet Underground, dürfte das herzlich egal sein.
Schildhornweg 33, Grunewald

Brücken

Modersohnbrücke
Wer ein wenig der urbanen Melancholie frönen will, ist hier richtig. Von der Anhöhe kann man den Blick in die Ferne schweifen lassen, sich ausmalen, was die Zugfahrer denken, die unter einem herrattern und sich vom Sonnenuntergang verzaubern lassen.
Modersohnstraße, Friedrichshain

Admiralbrücke
Einsamkeit adй. Am Nachmittag ist man auf der Admiralbrücke unter Menschen, die Gesellschaft mögen. Man hockt sich auf einen der Betonklötze oder lehnt sich lässig ans Geländer. Regelmäßig kommen Straßenmusiker vorbei und sorgen für urbanen Background-Sound.   Manchmal fühlt man sich fast wie in einem Pariser Bohйme-Viertel.
Admiralstraße, Kreuzberg

Gaststätten

Atopia Kaffeehaus
Inmitten freundlicher, kosmopolitischer Kreativer fühlt man sich hier sofort dazugehörig. Reingefläzt in gemütliche Sessel und Sofas kennen die Besucher keinen Standesdünkel, bereits nach wenigen Minuten ist es wie daheim bei Freunden.
Prenzlauer Allee 187, Prenzlauer Berg, www.club-der-atopianer.de

Cafй Berio
In diesem Cafй an der Maaßenstraße, Schönebergs Flaniermeile, kann jeder sein, wie er ist: Schwul, lesbisch, hetero, trans – niemand fühlt sich fehl am Platze. Bei heißen Getränken und leckerem Kuchen kann man sich hier in eine der vielen Zeitschriften versenken, die hier ausliegen, dem gut gelaunten Tratsch von den Nachbartischen lauschen oder, auf der Terrasse, dem Kommen und Gehen zusehen.
Maaßenstraße 7, Schöneberg, ?Mo–So 0–24 Uhr, www.cafeberio.de

Berlins schönste Großstadt-Oasen

Cafй Bilderbuch
Bunt zusammengewürfelte Sofas und Sessel, alte Stehlampen und Regale voll mit Büchern zum Schmökern: Im Cafй Bilderbuch fühlen sich die unterschiedlichsten Menschen sofort zu Hause. Was selbst viele Stammgäste erst spät gemerkt haben: Hinter dem Schlauchgang neben der Theke ist der eigentliche Hauptraum des Cafйs.
Akazienstraße 28, Schöneberg, ?Mo-Fr 9–24 Uhr, Sa + So 10-24 Uhr, ?www.cafe-bilderbuch.de

Pee Pees Katzencafй
Wie man richtig entspannt, kann man sehr gut von Katzen lernen. In Pee Pees Katzencafй freuen sich zwei Stubentiger darauf, mit den Gästen zu schmusen – und damit für die Ausschüttung von Kuschelhormonen zu sorgen.
Thomasstraße 53, Neukölln, ?Di-Fr 11–19 Uhr, sa 12-20 Uhr, ?So 12-19 Uhr, ?Facebook: Pee Pees Katzencafй

Institutionen

Bürgerämter
Sie wollen mal gründlich runterkommen? Dann lassen Sie doch Ihren Pass verlängern oder besorgen sich ein polizeiliches Führungszeugnis – ohne über die Webseite der Bürgerämter einen Termin zu vereinbaren. Beim schicksalergebenen, stundenlangen Warten fällt der Stress irgendwann ganz alleine ab. Zumal es unzählige Mitwartende gibt, die ebenfalls in meditativer Ergebenheit auf ihren Termin warten.
Standorte der Berliner Bürgerämter finden Sie hier

Fotos: Jan Ganschow/ dieausloeser.de; Christophe Godelier 

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