Dream-Rock

Blonde Redhead im Columbia Theater

Die New Yorker Blonde Redhead finden Gefallen an Experimenten

Die zwei jüngsten Veröffentlichungen helfen schon weiter, wenn man den inzwischen 24 Jahre langen Weg dieser Band nachverfolgen will. Bei „Masculin Féminin“ handelt es sich um ein Box-Set, das die ersten beiden Alben von Blonde Redhead aus dem Jahr 1995 plus einige Raritäten enthält. Eine Besonderheit war damals, dass ihnen Schlagzeuger Steve Shelley mit seinem Label Smells Like Records als Geburtshelfer zur Seite stand. Der Vergleich zu seiner Band Sonic Youth drängte sich auf; Blonde Redhead zog es in jungen Jahren auf ähnliche Weise in Richtung Noise-Rock.
Wie wenig sich die aus Sängerin/Rhythmusgitarristin Kazu Makino und den Zwillingsbrüdern Amadeo und Simone Pace an Gitarre/Stimme respektive Drums bestehende Band jedoch heute auf diesen Punkt versteift, zeigt die neue EP „3 O’Clock“: Der Gesang ist engagiert, aber nicht rabiat. Die Musik macht einen sanften Eindruck und pendelt sich im Bereich von psychedelischem Kammerpop ein. Der Vollständigkeit halber muss erwähnt werden, dass es bei Blonde Redhead zwischendurch auch längere Abstecher in die Welten von düsterer und elektronischer Musik gegeben hat. Sie schaffen es einfach immer wieder, sich zu ihrem Vorteil zu verändern und zu begeistern. Nach all den Jahren ist das eine bravouröse Leistung.

Columbia Theater  Columbiadamm 9, Tempelhof, Fr 17.3., 21 Uhr, VVK 27 € zzgl. Gebühren

 

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