Animationsfilm

„Bob der Baumeister – Das Mega Team – Der Kinofilm“ im Kino

Wer schon einmal versucht hat, das fünfjährige Kind vom Anblick einer Baustelle loszueisen, kann sich problemlos vorstellen, weshalb die Schöpfer der britischen Animationsserie „Bob der Baumeister“ seit Ende der 90er-Jahre bei ihrem Zielpublikum von Vorschulkindern einen todsicheren Hit haben. Zumal einige von Bobs Gehilfen vermenschlichte Bagger und Lastautos sind, die man sich dank eines großen Spielzeugherstellers auch ins heimische Kinderzimmer holen kann

Foto: Hit Entertainment Limited and Keith Cha

Zwar ist die Stop-Motion-Animation der Serien-Anfangstage längst dem Computertrick gewichen, und Bobs Bauprojekte werden auch immer gigantischer, doch die Themen der „Bob“-Geschichten haben sich auch in diesem rund einstündigen Spielfilm nicht verändert: Es geht um Freundschaft, soziales Verhalten und die Botschaft, dass man gemeinsam praktisch jede Aufgabe lösen kann. Konkret wollen Bob und sein Team einen riesigen Staudamm bauen, was der hinterhältige Kollege Conrad aus Konkurrenzneid zu verhindern sucht.

Die entstehenden Konfliktsituationen sind allerdings eher unterkomplex, und auch animationstechnisch wirkt der Film ausgesprochen altmodisch und rudimentär – er sieht aus wie eine 20 Jahre alte Spielkonsole. Harmlos und retro, das geht ja gerade noch so. Aber will man seinen Kids wirklich Mega-Bauprojekte zumuten, ohne dass hier auch nur einmal nach einer Umweltverträglichkeitsstudie gefragt wird? Lars Penning

Bob the Builder: Mega Machines (OT) GB 2017, 63 Min., R: Stuart Evans, Colleen Morton. Start: 15.6.

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