Kunst und Musik

Bob Rutman: Zwei Ausstellungen

Avantgarde-Legende und Mitte-Faktotum Bob Rutman lädt zu zwei Ausstellungen und einem Konzert mit Freunden

Foto: Henryk Weiifenbach

Foto: Henryk Weiifenbach

Es ist ein kleines Wunder, dass es in Berlin-Mitte noch jemanden wie Bob Rutman gibt, in einer Gegend, in der sich Menschen für ihr Personal Training an Stromkabel anschließen lassen, statt einfach Kniebeugen zu machen. Hier also lebt der Künstler als bärtige, rauchende und hustende Antithese zur elektrischen Muskelstimulation – eine „Eminenz der Berliner Subkultur“, wie er von seinen Verehrern genannt wird. Seine kleine Wohnstube ist ein Beispiel für das sprichwörtliche kreative Chaos: alle Ecken, Wände und Tische voll von seinen Zeichnungen und Malereien, von Briefen und Zetteln, von Kunst und Krempel eben. Und natürlich von seinen Instrumenten.
Seit 1989 lebt der 85-jährige Rutman in Berlin, er ist gut vernetzt. Zwei Galerien stellen gerade Werke von ihm aus, und am 12. November kommen viele seiner Mitstreiter, darunter Yuko Matsuyama (Vocals, Move, spingt im Foto) und Kai (Gitarre, im Foto rechts), zusammen, wenn er die Bühne des Eschschloraque Rümschrümp bespielt – „sein Wohnzimmer“, wie er sagt, auch so ein subkulturelles, widerborstiges Relikt.  

Konzert
Eschschloraque Rümschrümp, Rosenthaler Str. 39, Mitte, Sa 12.11., 22 Uhr

Ausstellung
„Stühle – Chairs“: Katz&Bach Galerie Richter, Katzbachstr. 25, Kreuzberg, Di–Do  16–20 Uhr, noch bis 18.11.

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