Musik & Party in Berlin

Bohren und der Club Of Gore im Berghain

Ruhigere Töne gibt es am Sonntag im Berghain. Bohren und der Club Of Gore zelebrieren die jazzhaltige Dunkelheit.

Bohren und der Club Of GoreRuhig und besinnlich mit einem Hang zur Dunkelheit geht es ein paar Tage vor Heiligabend im Berghain zu. Der Begriff des Doom Jazz musste für Bohren und der Club Of Gore erst erfunden werden, wird aber mittlerweile seit fast zwanzig Jahren von der Band aus Mühlheim an der Ruhr bestens gepflegt. Angelo Badalamenti hatte es für den Soundtrack von David Lynchs Kult-Fernsehserie „Twin Peaks“ in den frühen 90er Jahren in Ansätzen vorgemacht – die vier Bohren-Musiker haben es perfektioniert.
Ursprünglich als Metal- und Hardcore-Band an den Start gegangen, wagten die Mühlheimer 1992 den Schnitt und widmeten sich fortan den dunklen Atmosphären des getragenen Jazz. In Zeitlupentempo werden mit Bass, Fender Rhodes (oder Piano), Besen und Saxophon schaurig schöne musikalische Bilder der Nacht gezeichnet. Minimalistische Langsamkeit prägen meditative, sphärische Stimmungen, die einer einsamen Fahrt im Schnecken- tempo auf dunklen, amerikanischen Highways gleichen.
Den musikalischen Rahmen bilden an diesem Abend im Berghain der ungarische Blackmetal-Sänger Attila Csihar mit seinem Projekt VoV, sowie Efdemin und Jens Balzer.

Bohren und der Club Of Gore + VoV + Efdemin + Jens Balzer, Berghain, So 20.12., 22 Uhr (Einlaß 21 Uhr)

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