Theater und Bühne in Berlin

Chansonfest Berlin 2013 auf der Kippe

Die Senatskanzlei für kulturelle Angelegenheiten hat dem Chansonfest Berlin für dieses Jahr die Förderung komplett verweigert. Damit kann das etablierte Fest vermutlich 2013 nicht stattfinden.

Seit 1996 finden sich beim Chansonfest alljährlich renommierte Künstler zusammen: Betancor, Georgette Dee, Tim Fischer, Cora Frost, Kitty Hoff, Manfred Maurenbrecher, Gisela May, Ulla Meinecke, Pigor & Eichhorn, Tanja Ries, Boris Steinberg, Barbara Thalheim und viele mehr. Nachwuchskünstler wie Anna Depenbusch oder Kiki Brunner halten das Fest zusätzlich frisch. In den vergangenen fast 20 Jahren gelang es dem Chansonfest Berlin so, einen großen Bogen zu spannen von den Stars des Chansons bis hin zu eben jenen neuen Stimmen und Gesichtern, die das Neue Deutsche Chanson repräsentieren. Über die Jahre wanderte das Chansonfest Berlin so von der Kalkscheune, dem BKA-Theater, Clärchens Ballhaus zuletzt in die Bar jeder Vernunft – und ist nun in der corbo Kleinkunstbühne sesshaft geworden.

Und nun wird dieses herausragende Musikfest dieses Jahr entweder ausfallen müssen – oder aber seine Künstler nicht mehr annähernd fair bezahlen können.
Deshalb stellen die Veranstalterinnen des Chansonfests, Yvonne Fendel und Lisa Zenner, in einem offenen Brief an Kultursenator Andrй Schmitz diese Forderung:
„Wir fordern den Berliner Senat hiermit auf, diese Entscheidung zu überdenken und der Chanson-Tradition der Stadt nicht den Rücken zu kehren. Chanson ist Bestandteil der musikalischen Geschichte und Zukunft Berlins. Wir möchten diesen einzigartigen Teil der Berliner Musikkultur bewahren und jungen Musikern eine Chance geben, mit etablierten Chansonkünstlern sowohl die Bühne als auch Erfahrungen zu teilen. Das Chansonfest Berlin steht seit jeher für die adäquate Betreuung der Künstler inklusive fairer Gagen. Dies ist jedoch nur mit finanzieller Unterstützung weiterhin möglich.“
Dem offenen Brief ist eine Liste mit Unterstützern wie z.B. Pigor und Eichhorn angehängt.

 

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