Lesungen und Bücher in Berlin

„Charlottenburg liest – Lange Nacht des Buches“

Ein Stadtteil lässt lesen: An 40 Orten rund um den Savignyplatz finden 56 Lesungen Stadt. Dafür wurden die Leseplätze ganz bewusst ausgewählt.

Charlottenburg liestEs gibt einen Tag, da werden Sie überall in Charlottenburg Menschen sehen, die etwas vorlesen. Im Museum, beim Friseur, in Cafйs, Schuhgeschäften, im Pflegeheim oder gar beim Bestattungsunternehmer. Das ist der Tag, an dem „Charlottenburg liest“, und zwar mit 56 Lesungen an 40 Orten rund um den Savignyplatz. Jeder schlägt sein Buch dort auf, wo es auch hinpasst. Der investigative Journalist Jürgen Roth liest aus „Mafia­land Deutschland“, das die Netzwerke der hiesigen Mafia aufzeigt, in der Trattoria Totт. Im Restaurant Jules Verne, als Lesung im Kinder- und Jugendprogramm, berichtet Robert Stadlober von Jules Vernes „In 80 Tagen um die Welt“, während nebenan, im Schwarzen Cafй, Bernd Cailloux aus „Der gelernte Berliner: Sieben neue Lektionen“ erzählt. Beim Bestatter Grieneisen liest Christopher Kloeble aus seiner todtraurigen Familiengeschichte „Unter Einzelgängern“, das Verborgene Museum ist Schauplatz für Jörn E. Runge, der das skandalumwitterte Leben von „Olga Desmond. Preußens nackte Venus“ (Foto) in Erinnerung ruft. Die Eröffnung findet im Kino Filmkunst 66 statt. Der Schauspieler und Regisseur Hermann Treusch liest aus der Au­tobiografie Volker Schlöndorffs, „Licht, Schatten und Bewegung“.

Text: Sassan Niasseri

Charlottenburg liest – Lange Nacht des Buches, Sa 9.5., 15-1 Uhr, Eintritt frei, Termine und Orte siehe Tagesprogramm und www.charlottenburg-liest.de

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