Stadtentwicklung

Checkpoint Charlie – Dringendes Geschäft

Es gibt jetzt ein Konzept zur Bebauung rund um den Checkpoint Charlie – und viel Kritik daran

Foto: Francisco Antunes / flickr.com / CC BY 2.0

Es sind ja nicht mehr die 90er. Eigentlich möchte man meinen, für die Bebauung wichtiger Freiflächen wie der Grundstücke am Checkpoint Charlie müsste sich ein Investor finden lassen, der genügend Muße mitbringt, den erinnerungsträchtigen Ort im Sinne der Öffentlichkeit zu gestalten. Stattdessen soll das mit 90 Millionen Euro Grundschuld belastete Areal nun von der Firma Trockland schon ab 9. November 2019 bebaut werden. Neben Büros und Wohnungen soll ein Hard-Rock-Hotel entstehen und ein Mauer-Gedenkmuseum unter Leitung des Vereins „Zentrum Kalter Krieg – Ausstellung am Checkpoint Charlie“. Das Abgeordnetenhaus muss sich noch für einen von sieben Architektur-Entwürfen entscheiden, zu Redaktionsschluss stand die Wahl noch nicht fest.

Experten fehlt die öffentliche Beteiligung an der Projektentwicklung. Auch der Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, Florian Schmidt (Grüne) schaltete sich ein: „Die Flächen sollten frei bleiben“, sagt er und verweist auf zwei Baudenkmäler gleich nebenan. AM

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