Berliner Kieze

20 coole Orte in Pankow

Zusammen mit Prenzlauer Berg und Weißensee (sowie vielen weiteren nördlich hiervon liegenden Ortsteilen) bildet Pankow den bevölkerungsreichsten Bezirk Berlins. Benannt ist Pankow nach der Panke, einem kleinen Fluss, der etwa den Schloss- oder auch den Bürgerpark durchquert. Überhaupt ist Pankow sehr grün – und ziemlich idyllisch, sieht man mal vom Fluglärm ab, der der Nähe zu Tegel geschuldet ist. Es gibt viele nette Cafés, aber auch so manches Kleinod, wozu das Kino Blauer Stern oder das Schloss Schönhausen zählen. Hier findet ihr 20 coole Orte in Pankow. Viel Spaß beim Entdecken.

Das Pankower Rathaus gehört zu den bekanntesten Gebäuden des Bezirks. Foto: imago images / Schöning

Café Nord

Das Café Nord hat vielen zu bieten: eine gute Küche, eine schöne Terrasse am Park. Die Gäste erwartet täglich eine Karte mit deutschen Gerichten und mediterranem Einfluss, zum Beispiel Ragout vom Brandenburger Hirsch, gebackene Maispoulardenbrust oder handgemachte Finferli in Rote-Bete-Sauce mit Ziegenkäse. Das Café Nord ist viel mehr als nur ein Café.

Grunowstraße 21, Pankow, täglich 10–23 Uhr, www.cafe-nord.de

Schloss Schönhausen

Schloss Schönhausen. Foto: imago images / Jürgen Ritter

Früher residierte hier Königin Elisabeth Christine, die von ihrem Gemahlen, dem Alten Fritz, in das kleine Schloss verbannt wurde. Später diente Schönhausen Wilhelm Pieck, dem ersten und einzigen Präsidenten der DDR, als Amtssitz. Das erklärt auch, warum im Schloss sowohl Barock- und Rokoko-Elemente als auch 50er-Jahre-Design zu finden ist, sichtbar etwa an einem rosa gefliesten Badezimmer. Das Schloss ist heute Museum, es gibt aber auch regelmäßig Veranstaltungen von Lesungen bis zu Konzerten.

Tschaikowskistraße 1, Pankow, Wintersaison (1.11.–31.3.): Sbd. und So. 10–16 Uhr, Sommersaison (1.4.–31.10.): Di.–So. 10–17.30 Uhr, www.spsg.de/schloesser-gaerten/objekt/schloss-schoenhausen

Fritz Heyn

Café? Weinbar? Nachbarschaftskneipe? Einfacher ist es da tatsächlich, zu klären, wer dieser Fritz Heyn war. Der Unternehmer hat in Pankow viel unternommen, später ist eine Straße nach ihm benannt worden. Das Fritz Heyn hat sich zur Aufgabe gemacht, die Kreativen und Gewerbetreibenden im Kiez miteinander zu vernetzten. Unaufgeregter Laden mit Kleinigkeiten , Flammkuchen, einer ansehnlichen Spirituosenauswahl und süffigem Tankbier aus Tschechien.

Heynstraße 15, Pankow, So.–Do. 15–23 Uhr, Fr. und Sbd. 15–1 Uhr, www.fritzheyn.de

Kino Blauer Stern

Traditionskino mit Arthouse-Schwerpunkt: Der Blaue Stern in Pankow. Foto: imago images / Steinach

Das Traditionskino existiert seit den 30er-Jahren, damals noch unter dem Namen Bismarck-Lichtspiele. Seit 1946 firmiert es als Blauer Stern und überlebte bis Ende der 80er-Jahre. Der Cineast Uwe Feld sanierte es, heute gehört das Lichtspielhaus zur Yorck-Gruppe und präsentiert vor allem Arthouse-Filme.

Hermann-Hesse-Straße 11, Pankow, www.yorck.de

Vilja Café

Alte Schulstühle, lange Holztische und Industrieleuchten bilden das Ambiente für ein kleines, feines Sortiment, das vom Frühstück bis in die Abendstunden keine Wünsche offen lässt. Neben den originell belegten Panini sind die selbstgebackenen Kuchen der Blickfang. Am Wochenende gibt es Burger, die man auch auf der Sonnenterrasse essen kann.

Maximilianstraße 1, Pankow, täglich 10–18 Uhr, Fr. bis 23 Uhr, www.vilja-cafe.de/

Kinderbauernhof Pinke-Panke

Auch ein Wollschwein gibt es auf dem Kinderbauernhof. Foto: imago images / Tagesspiegel

Kids zwischen sieben und 14 Jahren fühlen sich auf dem Kinderbauernhof Pinke-Panke wohl. Dort können sie pädagogisch betreute (Werkstatt-)Angebote wahrnehmen oder einfach nur die Tiere streicheln und füttern (täglich außer montags). Töpfern, Kochen und eine Holzwerkstatt ergänzen das Angebot.

Am Bürgerpark 15-18, Pankow, www.kinderbauernhof-pinke-panke.de/

Milchmanns Kaffeehaus

Im hellen, familienfreundlichen Café mit weißer Theke und dunklen Naturholztischen werden Frühstück und Kuchen angeboten. Frisch lautet die Devise des Cafés. Die aus Bio-Zutaten hergestellten Speisen sind alle hausgemacht und werden an langen Tischen mit weiß lackierten Küchenstühlen serviert, in durchaus wohnlicher Atmosphäre also.

Berliner Str. 119, Pankow, Mo.–Fr. 8–18 Uhr, Sbd. und So. 10–18 Uhr, www.milchmanns-berlin.de

Sommerbad Pankow

Rutschpartien wagen im Sommerbad Pankow. Bei gutem Wetter, kein Problem. Foto: imago images / Olaf Wagner

Ein klares Highlight dieses Sommerbades ist die Highspeed-Rutsche und das Erlebnisbad mit Strömungskanal. Und wer vom Wasser genug hat, kann auch locker auf der Wiese Fußball spielen oder am Kiosk in die Eistruhe greifen. Für die Flugerprobten steht außerdem ein 5- und 7,5-Meter-Sprungturm bereit, die sich dort austoben können. Nicht ganz so hoch hüpfen kann man auf dem Trampolin auf der Wiese.

Wolfshagener Str. 91–93, Pankow, www.berlinerbaeder.de/baeder/sommerbad-pankow/

Auszeit

Seit April 2016 weilt das Café Auszeit nun an seinem neuen Standort in Pankow unweit vom Schlosspark. Als Frühstücksangebote gibt es sechs Bio-Varianten, darunter orientalisches, englisches und vegetarisches Frühstück. Auf der Wochenkarte stehen Lieblingsgerichte wie Minestrone, Kürbisquiche oder gebratener Lachs mit Kürbisrisotto. Zeitloser Laden.

 Hermann-Hesse-Straße 15, Pankow, täglich 9–0 Uhr, www.auszeitberlin.de

Pankebuch

2019 besuchten Kronprinzessin Mette-Marit und Prinz Haakon von Norwegen die Buchhandlung Pankebuch. Foto: imago images / Sabine Gudath

Die kleine Buchhandlung existiert seit 2011 und hat einen Schwerpunkt auf nordischer Literatur – von Skandinavien bis zum Baltikum. Daneben gibt es regelmäßig Lesungen für Erwachsene und Kinder.

Wilhelm-Kuhr-Straße 5, Pankow, Mo. 12–19 Uhr, Di.–Fr. 10–19 Uhr, Sbd. 10–18 Uhr, www.pankebuch.de

Café Rosenrot

Frühstücken in Wohnzimmeratmosphäre auf alten Stühlen, an alten Tischen und Obstkisten als Regale an der Wand. Inhaberin Anne Schmidt hat im sich zunehmend zum Familienkiez wandelnden Pankow einen Wohlfühlort geschaffen. Unbedingt probieren: den Käsekuchen. Unbedingt mitbringen: Zeit.

Ossietzkystraße 2a, Pankow, täglich 9–18 Uhr, www.facebook.com/Caf%C3%A9-Rosenrot-134549199916766/

Sowjetisches Ehrenmal


Die weitläufige Anlage des Sowjetischen Ehrenmals erinnert an die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Rotarmisten. Foto: imago images / Jürgen Ritter

Im Südwesten von Pankow gelegen, hat der Ortsteil Niederschönhausen mit seinen Ortslagen Schönholz und Nordend sowie dem beliebten Wohnquartier rund um den Majakowskiring eindrucksvolle Villen und viel Grün zu bieten. An der Germanenstraße linkerhand liegt das Sowjetische Ehrenmal, das als Ehrenhain angelegt ist und mit dem Denkmal der russischen „Mutter Heimat“ (weibliche Bronzestatue mit dem toten Sohn zu ihren Füßen) an die in der Schlacht um Berlin im Frühjahr 1945 gefallenen Soldaten der Roten Armee erinnert.

Germanenstraße 17, Pankow

Café Paula

Lecker muss ja nicht ungesund sein. Auch die Nachfolgerin der Cafégründerin Rhea Ried, Caroline Borges, legt Wert darauf, dass die Torten nicht zu süß und nicht zu gehaltvoll sind. Also landen bevorzugt Quark oder Joghurt statt Sahne im Rührbecher. Das Café serviert täglich frische Torten, Tartes und Kuchen und im Sommer Eis. Gegen etwas größeren Hunger helfen hausgemachte Suppen sowie frisch gebackene Gemüse-Quiches, Aufläufe, frische Waffeln und Crêpes.

Florastraße 14, Pankow, Mo.–Fr. 8.30–19 Uhr, Sbd. und So. 10–19 Uhr, www.paula.mattlog.de/cms/

Bürgerpark Pankow

Das Eingangstor zum Bürgerpark. Foto: imago images / Schöning

Der Park an der Panke ist Ende des 19. Jahrhunderts als italienischer Renaissancegarten von Baron Killisch von Horn angelegt worden. Heute zeugen von seiner ur­sprüng­lichen Schönheit zwar immer noch das pompöse Eingangstor und einige Ruinen, seine jetzige Form aber hat der Bürgerpark erst nach dem Umbau in den Jahren zwischen 1965 und 1967 erhalten. Prägend für die weitläufige Anlage ist das kleine Flüsschen Panke, das sich durch den ganzen Park schlängelt. Darüber führen mehrere kleine Brücken, die die weiträumigen Wiesenflächen miteinander verbinden. Im Rosengarten blühen Strauch- und Minirosen, Teehybriden oder Klet­ter­rosen. Auf verschlungenen Wegen gelangt man bei einem Spaziergang zum Musikpavillon, der in den Sommermonaten regelmäßig Veranstaltungen bietet. Eine Besonderheit stellt der Baumbestand des Parks dar mit seinen alten Eichen und Buchen, einige sogar 150 Jahre alt, und diversen Exoten wie Tulpen- oder Maulbeerbäumen. Eine Roteiche und eine Rotbuche sind wegen ihrer Schönheit sogar als Naturdenkmale ausgewiesen.

Wilhelm-Kuhr-Straße 9, Pankow

Prager Frühling

„Pivo wird nicht verpanscht“, steht groß auf der Tafel, auf der auch die tschechischen Biersorten angepriesen werden, die im „Prager Frühling“ angeboten werden. Rustikal geht’s zu in dem kleinen, sehr sympathischen Laden, in dem das Bier auch mal Gläserweise auf den Tisch gehauen wird und der Wirt sich schon wieder auf den Weg in die Küche macht, um Snacks zuzubereiten – das Angebot reicht von deftigen Würsten über Käse bis Rollmops. Tolle Dekoration!

Florastraße 62, Pankow, täglich ab 17 Uhr, www.facebook.com/pragerfruehling1968/

Eiche Bürgerstube

Acht verschiedene Biere kommen aus dem Hahn der Eiche. Foto: Unsplash / Julian Hochgesang

Die Eiche ist nach eigener Aussage Pankows älteste Kneipe, neu eröffnet im Jahr 2013 findet man das gemütliche Lokal nunmehr an der Wollankstraße. Aus dem Hahn fließen acht verschiedene Sorten Bier, und das täglich. Dazu gibt’s eine kleine Auswahl von Speisen – von „Berliner Platte“ bis zu Flammkuchen

Wollankstraße 127, Pankow, täglich ab 18 Uhr, www.eiche127.de

Disko-Buchhandlung

Eine echte Institution im Florakiez ist die Disko-Buchhandlung, die nicht nur über ein gut kuratiertes Sortiment verfügt, sondern auch regelmäßig zu Veranstaltungen einlädt. Die aktuellsten findet ihr auf der Website der Buchhandlung.

Florastraße 37, Pankow, Di.–Fr. 11–19 Uhr, Sbd. 11–15 Uhr, www.buchdisko.de/

Zimmer 16

Im Zimmer 16 gibt’s Kleinkunst und Konzerte. Foto: Peter Danielzick

Comedy, Konzerte und Kleinkunst gehören gleichermaßen zum Programm des Zimmer 16. Dazu gibt es mehrere „Offene Bühnen“, auf denen sich Kiezbewohner und Gäste selbst erproben können. Von Zeit zu Zeit gibt es auch Ausstellungen. Das Konzept ist so umfassend, dass ihr euch am besten selbst ein Bild auf der Website der Institution macht.

Florastraße 16, Pankow, www.zimmer-16.de

Varia Vineta

Pankows einziges Theater liegt an der Grenze zu Prenzlauer Berg: In der Varia Vineta werden vor allem Stücke für Kinder gezeigt wie „Hänsel & Gretel“, „Der gestiefelte Kater“ oder auch „Schneewittchen“. Daneben ist der Club der Impronäre in dem Kleinod zuhause.

Berliner Str. 53, Pankow, www.stadttheaterpankow.de

Hokey Pokey

Hokey Pokey gehört zu den beliebtesten Eisdielen der Stadt. Foto: Niko Robert

Die beliebte Eisdiele aus Prenzlauer Berg gibt es auch in Pankow. Die Kugel ist nicht ganz billig, dafür gibt es Sorten, die es anderswo nicht gibt. Kein Wunder also, dass sich im Sommer lange Schlangen bilden. Denn das Eis von „Hokey Pokey“ ist dann am begehrtesten.

Berliner Straße 49, Pankow, www.facebook.com/Eispatisserie-Hokey-Pokey-213549142011141/