Corona in Berlin

Corona-Isolation: 15 Vorschläge, um die Zeit zuhause zu füllen

Das Berliner Kulturleben steht still. Theater, Museen und Clubs haben geschlossen, die meisten anderen Veranstaltungsorte auch. Berlin tickt in diesen Tagen etwas langsamer. Wir alle verbringen mehr Zeit zu Hause. Da kann man außer Fernsehen, Streaming und aufs Smartphone starren auch sinnvoller mit seiner Zeit umgehen. Vielleicht den Ausnahmezustand als Chance nutzen? 15 Vorschläge.

Nicht gelesene Bücher lesen

Bücher können während der Corona-Isolation gelesen werden
Statt die Corona-Zeit mit Netflix vertrödeln, mal wieder zu einem vergessenen Roman greifen. Foto: unsplash.com

Mindestens die Hälfte aller Bücher, die bei einem so im Regal stehen, hat man nicht gelesen. Übergangen und auf später verschoben, kann man sich jetzt einfach mal fünf Bücher vornehmen und so vielleicht eine schöne literarische Entdeckung machen, die schon lange in Griffnähe schlummerte. Dafür muss man nicht einmal die eigenen vier Wände verlassen. Wem das nicht reicht, der kann sich aber auch aus unserer Liste der 100 Berlin-Romane, die man gelesen haben sollte, Inspiration holen.


In alten Erinnerungen stöbern

Wann hat man schon mal soviel Zeit in alten Erinnerungen zu schwelgen wie während der Corona-Isolation?
Wann hat man schon mal soviel Zeit in alten Erinnerungen zu schwelgen?

Die Welt ist schlecht. Alles geht drunter und drüber. Pandemie. Es gibt kein anderes Thema mehr. Was war eigentlich davor??? Die Corona-Quarantäne ist eine gute Gelegenheit, um in Fotoalben zu stöbern und gemeinsam über alte Erinnerungen zu lachen. Gemeinsam Fotoalben anzuschauen ist gemütlich und macht Laune. Und erinnert uns daran: Es gibt sovieles, auf das wir uns freuen können, wenn die Krise überwunden ist!


Corona-Quarantäne? Frühlingsputz!

Während der Corona-Isolation ist mehr als genug Zeit für Frühlingsputz
Weg mit den Corona-Viren! Putzen statt faul sein. Foto: unsplash.com

Der Frühling ist ja sowieso die Zeit in der man die Wohnung auf Vordermann bringt, mit der gewonnen Zeit kann man sich systematisch durch die Räume putzen und alles schön virenfrei und frühlingsfrisch bis in die letzte Ritze zum Glänzen bringen. Ob man so nebenbei noch ein paar Corona-Keime vernichtet ist nicht gesagt, aber das Gefühl durch die perfekt geputzte Wohnung zu schreiten, kann einem niemand nehmen. Die Fenster nicht vergessen!


Fasten für das Immunsystem

Fasten stärkt auch das Immunsystem und während der Corona-Isolation hat man Zeit dafür.
Fasten stärkt auch das Immunsystem.

Wer fastet, dem geht es nicht immer um Gewichtsabnahme. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Fasten diverse positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Unter anderem stärkt der temporäre Verzicht auf feste Nahrung auch das Immunsystem. Während der Corona-Quarantäne bietet sich ungewohnt viel Zeit, um auf die eigene Ernährung zu achten. Und wenn man sich im Home-Office befindet, bekommt man auch keinen fettigen Donut von der Kollegin angeboten. Trotzdem: Nicht Hals über Kopf in eine Fastenkur stürzen. Gesunde Menschen ohne physische und psychische Erkrankungen können eine Fastenkur in Erwägung ziehen, sollten sich aber vorerst bei ihrem Hausarzt informieren.


Tagebuch schreiben

Die eigenen Gedanken und Gefühle aufzuschreiben kann bei emotionaler Überforderung helfen, die während der Corona-Isolation eintreten kann.
Die eigenen Gedanken und Gefühle zu machen kann bei emotionaler Überforderung helfen.

Wenn wir in keiner Pandemie stecken, kommen wir viel zu selten dazu unseren Alltag und unsere Gedanken zu reflektieren. Aufstehen, arbeiten, Abendessen, Netflix oder Buch, schlafen. In einer Extremsituation wie der Corona-Krise halten wir mal wieder inne und fragen die innere Stimme – Wie geht es mir eigentlich? „Journaling“ ist nicht umsonst zum Trend avanciert. Tagebuch schreiben kann helfen, bewusster zu leben und Ordnung in das Alltagschaos zu bringen. Während der häuslichen Corona-Quarantäne kann es dabei helfen, Struktur beizubehalten und einen kühlen Kopf zu wahren.


Den Balkon fit machen

Die Welt ist schlecht, das Wetter aber umso schöner, auch während der Corona-Isolation.
Die Welt ist schlecht, das Wetter aber umso schöner!

Es ist ein bisschen ironisch: Es herrscht eine Pandemie. Vielen Menschen geht es schlecht und sie haben Angst. Die Sonne jedoch lässt sich nicht beirren und strahlt in diesem März satt vom Berliner Himmel. Zumindest bis Anfang April ist für Berlin ein stabiler Sonne-Wolken-Mix vorhergesagt, und Temperaturen um die zehn Grad. Der derzeitige Hausarrest ist also eine gute Gelegenheit, um den heimischen Balkon für den Frühling und Sommer fit zu machen. Trotzdem: Hoffentlich verbringen wir 2020 nicht mehr Zeit auf Balkonien, als wir uns wünschen.


Renovieren, Reparieren, Dekorieren

Corona-Isolation & Home-Office: Endlich Zeit zum Heimwerken.
Quarantäne & Home-Office: Endlich Zeit zum Heimwerken.

Das Bild, das seit dem Flohmarktbesuch an der Wand lehnt. Die Lampe, die nie richtig aufgehängt wurde. Der Couchtisch, der schon von einem Bücherstapel gehalten wird. In jedem Zuhause gibt es Dinge, die nicht so schön oder kaputt sind. Die wir gerne reparieren oder umgestalten würden, wozu aber im Alltag die Zeit fehlt. Mehr Zeit zuhause kann man also wunderbar nutzen, um alle kleinen, heimeligen Baustellen endlich mal anzugehen. Und wenn der Frühling da ist, strahlt alles in neuem Glanz.


Ausmisten

Alte Klamotten können auch mal ausgemistet werden. Während der Corona-Isolation ist dafür genug Zeit.
Corona verschafft Zeit, um über die wesentlichen Dinge nachzudenken. Etwa unseren Konsum. So viele Hemden braucht kein Mensch. Weg damit! Foto: unsplash.com

Wer die Wohnung schon mal geputzt hat, kann sich ans Ausmisten machen. Im Kleider- und Bücherschrank liegen doch seit Jahren schon Hemden und Ratgeber herum, die man nie wieder brauchen wird. Auch die alten DVDs wird doch in Zeiten von Corona niemand mehr einlegen, und brauche ich eigentlich noch den DVD-Player. Medien, Klamotten, überflüssige Küchenutensilien, Stehrumchen und anderer Ballast können endlich abgeworfen werden. Was nicht in den Müll gehört, kann später verkauft oder verschenkt werden. Im blauen Sack oder im Umzugskarton verstaut, können die Dinge im Keller auf ihre sinnvolle Entsorgung warten.


Waschen und Bügeln

Während der Corona-Isolation bleibt endlich mal genug Zeit, um die Wäsche zu machen.
Frisch gewaschen und duftend. Foto: Foto: unsplash.com

Warum nicht alle Hemden, Blusen, Handtücher und Bettwäsche mal wieder schön waschen und bügeln. Frisch gefaltet im Schrank verstauen, macht sich das alles gut in der frisch geputzten und ausgemisteten Stube. Ein rundum schönes Gefühl.


Mit dem Rauchen aufhören

Während der Corona-Isolation zuhause kann man versuchen mit ungeliebten Gewohnheiten zu brechen.
Während der Zeit zuhause, kann man versuchen mit ungeliebten Gewohnheiten zu brechen.

Während man im Schlafanzug durchs Home-Office tigert und eine Mail nach der anderen vom Chef eintrudelt, will der Arbeitstag einfach nicht vergehen. Und dabei will man doch nur schnell wieder zurück auf die gemütliche Couch. Raucher werden es wissen: Schnell schleicht sich da eine Langeweile-Zigarette nach der anderen ein. Dabei hat man sonst doch nur mal zum Feierabend mit den Kollegen eine geraucht… Und genau da liegt die Chance! Es gibt bessere Optionen, als das Rauchen einer Zigarette, um fünf Minuten zu füllen. Also – Glimmstängel in den Müll und auf ein gesünderes Leben nach der Quarantäne freuen.


Ein Projekt verwirklichen

Während der Corona-Isolation sind der eigenen kreativen Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Während der Corona-Quarantäne sind der eigenen kreativen Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Wer schon immer mal eine Kurzgeschichte schreiben oder ein Landschaftsbild malen wollte, kann nun sein Projekt verwirklichen. Das Wohnzimmer kann kurzerhand in eine Schreibstube oder zum Atelier umgewandelt werden und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die Welt wartet auf Werke wie „Die Corona Elegien“ oder „Selbstbildnis mit Virus“. Aber Spaß beiseite, man muss ja nicht gleich ein Jahrhundertwerk produzieren, damit sich Freude über einen eigenen Text oder ein Bild einstellt.


Bei der Familie anrufen

Eine Frau telefoniert. Während der Corona-Isolation sollten direkte soziale Kontakte möglichst vermieden werden.
Am Telefon sprechen ist in Zeiten von Corona immer noch am sichersten. Foto: unsplash.com

Die lange vergessene Tante, der alte Onkel, die Großeltern, die Geschwister, Neffen, die Eltern oder die Kinder mal wieder anrufen. Natürlich sprechen wir in Zeiten der Pandemie mit unseren nächsten Verwandten, aber es gibt ja auch Familienmitglieder, die man nur alle Jubeljahre sieht. Das ist auch ganz gut so. Jetzt wäre aber die Möglichkeit, die mal wieder anzurufen. Über Corona kann man ja immer reden und wenn das zu langweilig wird, dann wären ja das eigene Kunstprojekt oder die aufgeräumte Wohnung auch erwähnenswert.


Endlich wieder selbst kochen

Der Geruch, der sich nach dem Kochen in der Küche ausbreitet, verursacht eine Geborgenheit, die unbezahlbar ist. Auch während der Corona-Isolation.
Der Geruch, der sich nach dem Kochen in der Küche ausbreitet, verursacht eine Geborgenheit, die unbezahlbar ist.

Einer der absoluten Pluspunkte Berlins ist ja die kulinarische Vielfalt. Die Auswahl an Restaurants mit Essen aus aller Herren Länder ist manchmal schier überwältigend – und dann kann man sich in Berlin auch noch für moderate Preise den Bauch voll schlagen. So gesehen bietet die Corona-Quarantäne die Chance, endlich mal wieder selbst zu kochen – oder es zu lernen. Die Supermärkte sind offen und die Möglichkeiten unendlich: Curry, Braten und Pasta sind kein Hexenwerk, sondern brauchen konzentrierte Köch*innen und etwas Liebe. Und der Geruch, der sich nach dem Kochen in der Küche ausbreitet, verursacht eine Geborgenheit, die unbezahlbar ist.


Etwas lernen

Klavierspiel muss erlernt werden, irgendwann mus man anfangen. Warum nicht während der Corona-Isolation.
Nicht jeder hat ein Klavier, aber man kann ja auch etwas anderes lernen. Foto: unsplash.com

Gut, dafür müsste man vielleicht doch den Computer einschalten. Eigentlich sollten das ja Tipps ohne Bildschirm sein, aber auf Youtube findet man fast zu jedem Thema eine Anleitung. Die Auszeit kann also für das Erlernen von neuen Spanischvokabeln, ein paar Akkorden oder der hohen Kunst der Meditation benutzt werden. Wer sich für den letzten Vorschlag entscheidet, kann gleich zum nächsten Punkt übergehen.


Einfach mal nichts tun

Die Welt geht nicht unter, auch wenn es sich wegen Corona manchmal so anfühlt. Während der Corona-Isolation sollte man einfach mal innehalten.
Die Welt geht nicht unter, auch wenn es sich wegen Corona manchmal so anfühlt. Entspannung hilft. Foto: unsplash.com

Einfach mal nicht über die Pandemie und Corona-Quarantäne, in der man sich befindet, nachdenken. Sich zurückziehen und auf Entschleunigung stellen. Smartphone und Computer ausschalten und wirklich mal zur Ruhe kommen. Mit niemandem reden, an nichts denken. Das ist schwer, aber vielleicht ist die Pandemie auch ein guter Moment, um über die wirklich wichtigen Dinge des Lebens nachzudenken. Und wer das nicht schafft, kann ja einen schönen Podcast hören. Wir haben eine Liste mit empfehlenswerten Podcasts zusammengestellt.


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