Action-Thriller

„Death Wish“ im Kino

Biedermann: Bruce Willis hat nur ­eines, den „Death Wish“

Universum

Der Originalfilm „Ein Mann sieht rot“ über einen Architekten, der aus Rachsucht zum Killer wird, ließ 1974 die Kinokassen klingeln. Nun verkörpert Bruce Willis in diesem mit zynischem ­Humor sowie Splitscreen- und Splatter-Effekten aufgepeppten Remake einen Chirurgen, der rot sieht. Heutzutage nutzt der ­Rächer Laptops, Smartphones und Überwachungskameras, um die Schuldigen am Tod seiner Frau aufzuspüren und hinzurichten – als „Sensenmann“ wird er zum Medienstar.

Dass sich in Extremsituationen auch bei Biedermännern menschliche Abgründe auftun können, das ist bekannt. Bereits zu Beginn schürt der Film eine paranoi­de Angst vor Angriffen von Kriminellen, gegen die man sich, so wird suggeriert, nur durch eigene ­Bewaffnung schützen kann. Propaganda für die US-Waffenlobby wird jedoch nicht gemacht; dafür sorgen parodistische Szenen in einem Waffengeschäft. Letztlich wird aber Selbstjustiz sanktioniert, wenn der ermittelnde Kripokommissar (Dean Norris, der seine Rolle als DEA-Agent in „Breaking Bad“ variiert) Sympathie für den „Sensenmann“ entwickelt. Von Regisseur Eli Roth stammen übrigens auch die üblen „Hostel“-­Filme.

Death Wish USA 2018, 107 Min., R: Eli Roth; D: Bruce Willis, Vincent D’Onofrio, Start: 8.3.

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