Indie

Declan McKenna im Maze

Declan McKenna rockt für Transgender und gegen das Patriarchat

Foto: Sony Music

Der Gewinn eines Nachwuchswettbewerbs bescherte dem damals 16-jährigen Declan McKenna einen Slot auf dem erstklassigen Glastonbury Festival in England. Im Anschluss daran boten ihm über vierzig Labels einen Plattenvertrag an. Mit der Entscheidung ließ sich Declan McKenna Zeit. Er veröffentlichte erstmal in Eigenregie den Track „Brazil“, eine politische, mutige Nummer, in der er der FIFA vorwirft, im Zuge der Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft 2014 soziale Gemeinschaften in Brasilien zerstört zu haben. Darauf folgten weitere gesellschaftskritische Songs wie „Paracetamol“, das die Medien beschuldigt, Transgender verzerrt und unzureichend darzustellen. Oder das religionskritische „Bethlehem“, das Glauben als etwas überwiegend Destruktives und Hass-Schürendes skizziert. Im Sommer 2017 brachte McKenna schließlich sein erstes Album heraus.

Auf „What Do You Think About The Car“ setzt der inzwischen 18-Jährige seine politische Agenda fort. Er prangert das Patriarchat an und führt Politiker vor, die behaupten, die Masse zu repräsentieren, während sie selbst Leben fernab des gesellschaftlichen Durchschnitts führen. Trotz der schweren Themen versprüht McKennas Debütalbum aber eine euphorische, organisch-warme und jugendlich-frische Atmosphäre. Sein spielfreudiger, melodischer Gitarrensound erinnert an britische Indie-Rockbands der Jahre 2005 und folgend, jedoch mit einem ordentlichen Plus an Hymnenhaftigkeit.

Maze Mehringdamm 61, Kreuzberg, Fr 13.10., 20 Uhr, VVK 14 €

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