Stadtleben und Kids in Berlin

Der Berliner Immobilienmarkt – Wird die Wohnungskrise zum Dauerzustand?

Neusten Erkenntnissen zufolge hat Berlin das schnellste Wachstum an Immobilienpreise weltweit. Investoren wird diese Nachricht sicherlich freuen, doch für die Mieter ist diese Entwicklung eine Katastrophe. Es wird immer schwieriger, in der Hauptstadt ein bezahlbares Zuhause zu finden.
Jährlich wächst die Zahl der Einwohner Berlins um rund 40.000 Personen. Der Wohnungsmarkt kann diesem Wachstum nicht standhalten. Die Folge ist ein massiver Mangel an Wohnungen und enorm steigende Marktpreise.

Foto: pixabay.com

Was unterscheidet Berlin von anderen Metropolen?

In Berlin gibt es zum Teil eine massive Diskrepanz zwischen den marktüblichen Preisen, zu denen heutzutage Immobilien verkauft oder vermietet werden, und den niedrigen Mieten aus veralteten Mietverträgen. Einige Einwohner der Hauptstadt zahlen seit Jahrzehnten Mieten, welche weit unter den marktüblichen Preisen liegen. Diese resultieren aus alten Mietverträgen.

Viele Langzeitmieter wohnen in einer sehr günstigen und gut gelegenen Wohnung. Sie zahlen dafür oft weniger als 15 Prozent ihres monatlichen Einkommens. Diese Menschen sind der Überzeugung, dass sich in Berlin nichts ändern sollte. Dies ist nachvollziehbar, denn wer möchte schon Mieten zahlen, die ständig  steigen.

Das größte Problem, eine bezahlbare Wohnung zu finden, haben diejenigen, die einen neuen Mietvertrag abschließen, also Neuberliner und junge Menschen. Und gerade sie stehen oft noch in der Ausbildung oder am Anfang ihrer Karriere und verdienen entsprechend wenig.

Die deutsche Hauptstadt ist sehr beliebt, eine Vielzahl von Menschen strömt nach Berlin. Sie haben in der Regel gute Jobs und sind es gewohnt, entsprechende Miet- und Kaufpreise für Immobilien zu zahlen. Die Vermieter möchten selbstverständlich von der Popularität dieser Stadt profitieren und passen die Mietpreise bei Neuvermietungen entsprechend an. Das sind die marktüblichen Gegebenheiten, wie sie weltweit zu beobachten sind.

Berlin hat die Möglichkeit, zu expandieren. Es stellt sich lediglich die Frage, wie dieser Veränderungsprozess am besten zu bewältigen ist. Die Politik war bisher diesbezüglich leider keine große Hilfe. Viele Einwohner Berlins sehen eher, dass die Politiker der Entwicklung dieser Stadt hinterherlaufen. Dies führt nicht nur zur Besorgnis, sondern auch zu einem überhitzten Mietmarkt.

Wie wird sich der Wohnungsmarkt in Berlin weiterentwickeln?

Einige Immobilienprofis sagen, dass die Mieten in drei bis fünf Jahren wieder sinken werden.

Die immer höher werdenden Mietpreise wird die Zuwanderung etwas eingrenzen. Hinzu kommt, dass Berlin und dessen Umland viele Möglichkeiten für die Schaffung weiterer Wohnräume bietet. Die wachsende Zahl fertig gestellter Wohnungen in Kombination mit dem geringeren Wachstum der Einwohnerzahl wird die Mieten in den nächsten Jahren voraussichtlich allmählich sinken lassen.

Andere Fachleute wiederum sind der Überzeugung, dass die Attraktivität der Stadt trotz hoher Mietpreise zunehmend wächst und die Immobilienpreise zunächst weiterhin steigen werden. Auch sie sind sicher, dass dies kein Dauerzustand ist und die Mieten wieder sinken werden. Allerdings wird dies, diesen Immobilienprofis zufolge, noch wesentlich länger dauern, als drei bis fünf Jahre.

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