Der Nahe Osten

Der Nahe Osten: Galerie M

Schnitzeljagd zur Kunst – Die Galerie M lenkt den Blick auf die avantgardistischen Seiten von Marzahn und Hellersdorf

Galerie M

Kunst in der Platte? Aber ja doch. Auch und erst recht, nachdem das halb-brutalistische Gebäude des Architekten Wolf Rüdiger Eisentraut in der Marzahner Promenade 13 Anfang 2014 abgerissen wurde und die Galerie M umziehen musste. Seitdem zeigt sie in der Hausnummer 46, einem ehemaligen Ladenlokal, Arbeiten von Berliner und internationalen Künstlern, einen guten Teil aber auch unter freiem Himmel. Denn Kunst im Stadtraum gehört zu den Schwerpunkten der bezirkseigenen Institution, die seit 2008 von der Kulturmanagerin Karin Scheel geleitet wird. Scheel hat unter anderem ein Bildungsprogramm für Besucher und Schüler aufgebaut sowie mit den vor Ort tätigen Wohnungsbaugesellschaften die Vergabe von Ateliers an Künstler initiiert.
Doch auch im Haus thematisieren die Arbeiten oft den Bezirk. Stefan Demming führte hier eine Filmoper auf, die eine DDR-Fernsehserie über Marzahn neu vertont inszenierte. Zuletzt präsentierten Studierende der Universität der Künste Entwürfe und Modelle zu ihren Gedanken über die Internationale Gartenausstellung (bis 12. April). Ab 23. April verhandelt der italienische Performancekünstler Hannes Egger das Thema Skulptur. Davon gibt es in Marzahn übrigens reichlich: Mit dem entsprechenden Plan aus der Galerie M lässt sich eine Art Schnitzeljagd durch den Bezirk veranstalten – durchaus tagesfüllend.

Galerie M Marzahner Promenade 46, Marzahn, Di–Do 12–18, So 10–18 Uhr, www.kultur-marzahn-hellersdorf.de