Parks in Berlin

Der Park am Gleisdreieck: Vom Güterbahnhof zum Grünflächen-Dreier

Der in den Ortsteilen Kreuzberg und Schöneberg liegende Park am Gleisdreieck nutzt das ehemalige Gebiet des Anhalter und Potsdamer Güterbahnhofs. Die angrenzenden Hochhäuser des Potsdamer Platzes, verleihen dem Park ein sehr urbanes Feeling. Ein Park? Die rund 31,5 Hektar große Fläche ist eigentlich unterteilt in drei Parks: den Ostpark, Westpark und den Flaschenhalspark. Ein echter Grünflächen-Dreier.

Park am Gleisdreieck: Besucher genießen die Natur inmitten der Stadt. Foto: Imago/Tack

Hunde, Grillen, Lage: Was man über den Park am Gleisdreieck wissen muss

Geschichte: Die frühere Nutzung der Fläche – hier waren Güterbahnhöfe angesiedelt – lässt sich vielerorts noch an rostigen Gleisen, alten Schaltanlagen und Prellblöcken erkennen. Jahrzehntelang wurde das Gelände nicht benutzt. Jedoch gab es bereits in den 1970er-Jahren erste Ideen der Anwohner, die Fläche in eine Parkanlage umzuwandeln. Der Plan eine Autobahn durch das Gebiet zu bauen, wurde 1994 durch den Druck einer Bürgerinitiative verhindert. 

Mit dem Beginn der Grünflächen-Planung 2008 beteiligten sich viele Bürger*innen direkt am Ideenprozess. So konnte der Park zwischen 2011 und 2014 nach und nach eröffnet werden. Besondere Einrichtungen des Parks wie der inter-kulturelle Garten und der Naturerfahrungsraum für Kinder konnten mit ihrer Hilfe realisiert werden.

Diese Besonderheiten gibt es: In den Planungsprozess des Skateparks im Ostpark wurden aktive Skater mit einbezogen. Dies garantierte modernste Trainingsmöglichkeiten für Skateboard-Tricks.

Sportangebote: Das Angebot an Freizeitspaß ist vielfältig: glatte Asphaltstecken für Skater, Rollschuhfahrer, Radfahrer und Co., Tischtennisplatten, Boulebahnen, Spielplätze, multifunktionale Sport- und Spielflächen.

Beachvolleyball ist ein beliebtes Sportangebot im Park. Foto: Imago/Tagesspiegel

Die Sandfläche „Beach61“ im Westpark bietet mietbare Beachvolleyballfelder und einfache Sandfelder für weitere Sandsportarten an. Auf der angrenzenden Entspannungswiese werden unter anderem Yoga, Tai-Chi, Frisbee und Gymnastik angeboten. 

Fun Fact: US-Popstar Justin Bieber wählte 2015 den Park am Gleisdreieck während seiner Europa-Tour als Ort der Zerstreuung. Schaukeln, skaten, beten – alles dokumentiert auf Instagram. Ob das allerdings für viele Berliner ein Pro-Argument ist… nun gut.

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#pray

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Grillen: Generell gilt, Grillen ist nur auf den vor Ort ausgewiesenen Flächen erlaubt. Der Park am Gleisdreieck verfügt über keine solcher Flächen. Dafür gibt es aber mit BRLO eine nette Craft-Brauerei mit vielseitiger Karte und tollem Biergarten.

Öffnungszeiten: Der Park ist uneingeschränkt zugänglich.

Barrierefreiheit: Alle WCs sind barrierefrei, ebenso fast alle Eingänge.

Besuch mit Kind: Es gibt viele unterschiedliche Spielplätze und Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder. Jede Fläche hat eine spezifische, wohl durchdachte Nutzung. Für Familien ist der Park am Gleisdreieck daher ideal.

Besuch mit Hund: Hunde, mit Ausnahme von Blindenführ- und Behindertenbegleithunden, müssen jederzeit an der Leine geführt werden. Zusätzlich dürfen sie nicht auf Kinder-, Ballspielplätze und Liegewiesen mitgenommen werden, oder in Gewässern schwimmen.

Wie komme ich zum Park:

U-Bahn:

  • U1, U2, U3: Gleisdreieck
  • U6: Mehringdamm
  • U7: Yorckstraße

S-Bahn:

  • S1: Yorckstraße (Großgörschenstraße)
  • S2, S25, S26: Yorkstraße

Buslinien:

  • M19, N7: Katzbachstr. 
  • 140: Yorckstr./Großbeerenstr. 

Adresse: Möckernstraße 26, 10963 Berlin

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