Berlin entdecken

Die 12 wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Berlin – die ultimative Touri-Checklist

Jährlich strömen tausende Besucher*innen zu den Sehenswürdigkeiten in Berlin. Denn schließlich hat die Stadt einiges zu bieten: ob architektonische Highlights, geschichtsträchtige Bauen oder Orte der Erinnerung. Aber auch Berliner*innen, die schon lange in der Stadt leben, können beim Touri-Spielen ihre Stadt besser kennenlernen.

Wer also zu Besuch kommt, seinen Besuch rumführen möchte oder die Stadt selber neu entdecken – wir legen euch diese Ort ans Herz.

Kleiner Tipp: Wir halten alles möglichst aktuell. Die Zeiten sind aber schwierig. Informationen bezüglich Corona-Reglungen und Tickets sollten deshalb vor dem Besuch noch einmal auf den jeweiligen Webseiten erfragt werden.

Brandenburger Tor

Die wohl berühmteste Sehenwürdigkeit in Berlin.
Die wohl berühmteste Sehenwürdigkeit in Berlin. Foto: imago images/David Weyand

Es ist DAS Wahrzeichen von Berlin. 1791 nach den Entwürfen von Carl Gotthard Langhans fertiggestellt, ist es ein Schmuckstück des deutschen Klassizismus. Das zwölfsäulige Tor krönt eine Quadriga: Ein Vierergespann mit der Siegesgöttin Viktoria. Das Bauwerk hat sämtliche historischen Umbrüche in der Stadt durchgestanden und zieht nach umfänglichen Renovierungsmaßnahmen zahlreiche Touristen auf den vorgelagerten Pariser Platz. Dort befindet es sich in gehobener Gesellschaft wie der Akademie der Künste, einigen, von namhaften Architekten entworfenen, Botschaftsgebäuden und dem berühmten Hotel Adlon.

  • Brandenburger Tor, Pariser Platz, Mitte
  • In der Nähe: Reichstagsgebäude, Großer Tiergarten, Siegessäule, Boulevard Unter den Linden

Reichstagsgebäude

Das Reichstagsgebäude im Regierungsviertel: Hier treffen Geschichte und Architektur zusammen.
Das Reichstagsgebäude im Regierungsviertel: Hier treffen Geschichte und Architektur zusammen. Foto: imago images/Stefan Zeitz

Der imposante Neorenaissancebau entstand Ende des 19. Jahrhunderts und dient, nach einer wechselvollen Geschichte aus Zerstörung und Wiederaufbau, als Sitz des Deutschen Bundestags. Das Zentrum der Macht setzt auf Bürgernähe: man kann verschiedene Führungen und öffentliche Plenarsitzungen besuchen. Die begehbare, gläserne Kuppel samt Dachterrasse sind ohne Zweifel eine Hauptattraktion für Berliner*innen und Touristen. Vor hier aus überblickt man das Regierungsviertel mit dem Bundeskanzleramt gegenüber. Die Besucherangebote sind kostenlos, erfordern jedoch eine vorherige Anmeldung. Und wer die Aussicht über Berlin mit einem Getränk in der Hand genießen will, sollte dem privatbetriebenen Dachgarten-Restaurant einen Besuch abstatten.

  • Reichstagsgebäude, Platz der Republik 1, Mitte, Besucherinfos
  • In der Nähe: Bundeskanzleramt, Hauptbahnhof, Haus der Kulturen der Welt,  Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas

Holocaust-Mahnmal

Die Gedenkstätte ist Ort der Erinnerung und eine wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Berlin.
Die Gedenkstätte ist Ort der Erinnerung und eine wichtigsten Berliner Sehenswürdigkeiten. Foto: imago images/POP-EYE

Läuft man vom Brandenburger Tor Richtung Potsdamer Platz, entdeckt man zu seiner Rechten ein Feld aus grauen Beton-Stelen. Es ist das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, die zentrale Gedenkstätte Deutschlands für die sechs Millionen ermordeten Juden unter der NS-Herrschaft. Die 2711 Stelen stehen auf wellenförmigem Grund und schaffen eine eindringliche Atmosphäre. Unter dem Mahnmal befindet sich der Ort der Information, ein Dokumentationszentrum für die Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden.

  • Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Cora-Berliner-Straße 1, Mitte, Besucherinfos
  • In der Nähe: Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, Großer Tiergarten, Potsdamer Platz, Sony Center

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Im Inneren der neuen Kirche schaffen die vielen Glasfenster ein eindrückliches Lichtspiel
Im Inneren der neuen Kirche schaffen die vielen Glasfenster ein eindrückliches Lichtspiel. Foto: imago images/epd

Die Gedächtniskirche ist die bedeutendste Sehenswürdigkeit im Westen Berlins und erinnert eindrücklich an die Zerstörungsgewalt des Zweiten Weltkrieges. Hier wurden die schmerzvollen Spuren der Vergangenheit nicht beseitigt, sondern als Mahnmal gegen Gewalt und für Frieden stehengelassen. Von der Kirchenruine wurde der Turmcorpus erhalten und nach den Entwürfen von Egon Eiermann in ein modernes Kirchenensemble integriert. So wurden Foyer, der neue Kirchentum und das achteckige Kirchenschiff Anfang der 1960er Jahre errichtet. Im Rahmen einer Führung können Interessierte den Ruinenturm besteigen und mehr über die Geschichte und Architektur der gesamten Anlage erfahren. Zudem befindet sich an der Kirche die Gedenkstelle für die Opfer des Anschlags auf dem Breitscheidplatz.

  • Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Breitscheidplatz, Mitte, Besucherinfos
  • In der Nähe: Kaufhaus des Westens, Zoologischer Garten, Kurfürstendamm

Gendarmenmarkt

Im Sommer finden hier Klassikkonzerte unter freiem Himmel statt.
Im Sommer finden auf dem Gendarmenmarkt Klassikkonzerte unter freiem Himmel statt. Foto: imago images/Frank Sorge

Der Gendarmenmarkt gehört ohne Zweifel zu den schönsten Plätzen der Stadt und kann mit gleich mehreren Berliner Sehenswürdigkeiten dienen. Die prachtvollen Barockbauten Französischer Dom und Deutscher Dom flankieren das Schauspielhaus, welches von Schinkel erbaut wurde und zu den Hauptwerken des Klassizismus gehört. Heute fungiert es als Konzerthaus und die beiden Dome als Museen für die Geschichte der Hugenotten bzw. die Geschichte des Deutschen Bundestages. Wobei der Französische Dom auf Grund von Sanierungsarbeiten geschlossen ist. Im Sommer kann man von einem der zahlreichen Cafés aus das Treiben beobachten und im Winter auf dem beliebten Weihnachtsmarkt herumschlendern.

  • Gendarmenmarkt, Mitte
  • In der Nähe: St. Hedwigs-Kathedrale, Bebelplatz, Staatsoper Unter den Linden

Schloss Charlottenburg

Preußische Pracht können Besucher*innen im Schloss Charlottenburg erleben.
Preußische Pracht können Besucher*innen im Schloss Charlottenburg erleben. Foto: imago images/VWPics

Das Schloss Charlottenburg ist eine der prachtvollsten Sehenswürdigkeiten in Berlin. Ursprünglich als Lustschloss für Sophie-Charlotte Ende des 17. Jahrhunderts erbaut, ließ es ihr Gatte Kurfürst Friedrich III. nach seiner Ernennung zum König Preußens nach Versailler Vorbild großzügig umbauen. Heute schlendern Berliner*innen und Gäste durch die Parkanlage, lassen sich durch das Schloss und die hübsche Orangerie führen, staunen über die hochkarätigen Kunstschätze der aristokratischen Sammler und besuchen eines der vielen Klassikkonzerte.

  • Schloss Charlottenburg, Spandauer Damm 10-22, Charlottenburg, Besucherinfos
  • In der Nähe: Museum Berggruen, Funkturm

Fernsehturm

Der Fernsehturm brachte das Farbfernsehen in die DDR-Haushalte und diente als Zeichen technischer Meisterleistung.
Der Fernsehturm brachte das Farbfernsehen in die DDR-Haushalte und diente als Zeichen technischer Meisterleistung. Foto: imago images/Dirk Sattler

Gefühlt sieht man den Fernsehturm von fast allen Ecken der Stadt aus. Kein Wunder, immerhin ist dieses Berliner Wahrzeichen mit 368 Metern das höchste Gebäude Deutschlands! Die DDR-Führung ließ den Sendemast auf dem Alexanderplatz errichten, dem damaligen Zentrum Ostberlins. Heute sausen Besucher*innen in knapp vierzig Sekunden mit dem Fahrstuhl in die futuristische Silberkugel. Dort können sie auf der 203 Meter hohen Aussichtsplattform ein 360 Grad Panorama über Berlin genießen oder in dem darüber liegenden Restaurant in luftiger Höhe speisen. Für den Rundumblick müssen sie nicht ein Mal aufstehen, denn das Restaurant dreht sich ein- bis zwei Mal in der Stunde um die eigene Achse.

  • Fernsehturm, Panoramastraße 1A, Mitte, Besucherinfos
  • In der Nähe: Weltzeituhr, Rotes Rathaus, Berolinahaus, Haus der Statistik

Berliner Schloss/ Humboldt Forum

Die neueste Sehenswürdigkeit in Berlin: das Berliner Schloss.
Die neueste Sehenswürdigkeit in Berlin: das Berliner Schloss. Foto: imago images/imagebroker

Am Berliner Schloss scheiden sich die Geister. Es wurde gestritten, wie sinnvoll es ist, in einer liberalen Metropole des 21. Jahrhunderts ein Monument vergangener Monarchien wieder aufzubauen. Immerhin verbindet der Entwurf von Stararchitekt Franco Stella die teilweise Rekonstruktion der barocken Außenfassaden mit einer modernen Gestaltung der Innenräume. Das darin untergebrachte Humboldt Forum beheimatet u.a. die großen Berliner Sammlungen außereuropäischer Kunst und ist ein Ort für Ausstellungen und Veranstaltungen im Dreiklang von Kunst, Kultur und Wissenschaft. Die voraussichtliche Eröffnung ist im Dezember 2020.

  • Berliner Schloss/ Humboldt Forum, Schloßplatz, Mitte, Besucherinfos
  • In der Nähe: Staatsratsgebäude, Marx-Engels-Forum, Bebelplatz, Humboldt-Universität

Berliner Dom

Der Berliner Dom mit der markanten grünen Kuppel.
Der Berliner Dom mit den markanten grünen Kuppeln. Foto: imago images / UIG

Der Berliner Dom zählt zu den imposantesten Sehenswürdigkeiten in Berlin. Die markante Kuppel, der großzügige Treppenaufgang, die korinthischen Säulen sowie die zahlreichen Statuen und Reliefs sind in ihrer Pracht ungewöhnlich für evangelische Gotteshäuser. Nicht weniger reich verziert ist das Innere des Doms mit der Prediktkirche sowie der Tauf-und Traukapelle. Zudem befindet sich im Untergeschoss die Familiengruft der Hohenzollern, sie gilt als wichtigste dynastische Grabstätte Deutschlands. Da sich der Berliner Dom fast vollständig selber finanziert, wird von Besucher*innen Eintritt verlangt. Während der Gottesdienste sind keine Besichtigungen möglich.

  • Berliner Dom, Am Lustgarten, Mitte, Besucherinfos
  • In der Nähe: Lustgarten, Museumsinsel, Berliner Schloss, Alexanderplatz

Museumsinsel

Das neue Besucherzentrum auf der Museumsinsel mit dem Neuen Museum in Hintergrund.
Das neue Besucherzentrum auf der Museumsinsel mit dem Neuen Museum in Hintergrund. Foto: imago images/Jürgen Ritter

Ohne Zweifel ist die Museumsinsel ein Highlight. Bereits 1830 wurde hier das Alte Museum mit seiner kolossalen Fassade eröffnet. In den folgenden einhundert Jahren sollten noch vier weitere folgen: das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie, das Bode-Museum und das Pergamonmuseum. Heute gehört das Museumsensemble zum UNESCO-Weltkultuerbe und beherbergt in seinen Sammlungen zahlreiche Schätze von der Antike über die ägyptischen und vorderasiatischen Königreiche bis zum Klassizismus und zu der Romantik. Neu hinzugekommen ist die von David Chipperfield entworfene James-Simon-Galerie als zentrales Besucherzentrum. Erschöpfte Museumsgänger*innen können auf dem Rasen des Lustgartens verschnaufen.

  • Museumsinsel, Mitte, Besucherinfos
  • In der Nähe: Berliner Dom, Alte Wache, Zeughaus, Monbijoupark

East Side Gallery

Die über ein Kilometer lange East Side Gallery ist längst Kult.
Die mehr als einen Kilometer lange East Side Gallery ist längst Kult. Foto: imago images/Hans Lucas

Die East Side Gallery ist nicht nur der größte noch erhaltene Abschnitt der Berliner Mauer, sondern auch die längste Open-Air-Galerie der Welt. Die bemalte Mauer ist sicherlich eine der kultigsten Sehenswürdigkeiten in Berlin. Mehr als 100 Künstler*innen aus aller Welt setzten auf dem sichtbarsten Überbleibsel der deutschen Teilung ein Zeichen für Weltoffenheit und Frieden. Die Murals laden zum Nachdenken, Schmunzeln und, klar, Fotografieren ein. Für alle Wissensdurstigen bietet die Stiftung Berliner Mauer Führungen an.

  • East Side Gallery, Mühlenstraße 3-100, Friedrichshain, Besucherinfos
  • In der Nähe: Oberbaumbrücke, Warschauer Straße, RAW Gelände

Gedenkstätte Berliner Mauer

Ein Besuch der Gedenkstätte Berliner Mauer sei nicht nur Geschichtsfans sehr ans Herz gelegt. Nirgendwo wird die neuere Geschichte der Hauptstadt so erlebbar wie an der historischen Bernauer Straße. Auf dem Areal des zentralen Erinnerungsortes an die deutsche Teilung befindet sich das letzte Stück der Berliner Mauer, das in seiner Tiefenstaffelung erhalten geblieben ist und den Aufbau der Grenzanlagen zum Ende der 1980er Jahre veranschaulicht. Das Dokumentationszentrum widmet sich durch Ausstellungen, Vorträge und Führungen einer umfassenden Vermittlung der Geschichte Berlin vom Bau bis zum Fall der Mauer.

  • Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Str. 111, Mitte, Besucherinfos
  • In der Nähe: Mauerpark, Museum für Naturkunde, Rosenthaler Platz

Berlin entdecken

Wer die Klassiker durch hat, kann sich passend zum diesjährigen 75. Jubiläum des Kriegendes auf historische Spurensuche in Berlin machen. Der Geist des Bauhaus hat sich auch in Berlin niedergeschlagen. Diese Orte zeugen von visionärer Architektur und Lebensform. Und warum ihr das Sony Center bei eurer Berlin Tour ruhig auslassen dürft, erfahrt ihr hier. Vor kurzem in die Stadt gezogen? Diese 12 Dinge werdet ihr an Berlin sofort lieben.