Berlins Beste

Die besten Berliner Parks

Mauerpark, Hasenheide oder Park am Gleisdreieck? Wir haben die schönsten Grünflächen Berlins für Sie herausgesucht.

Berlin ist zwar nicht, wie oft behauptet, die grünste Stadt Europas, aber eine Menge Parks gibt es hier allemal. Und die sind nicht nur zahlreich, sondern oft auch riesengroß. Wer also einmal keine Lust auf Hektik und Gedränge hat, zieht sich einfach in Berlins Grünflächen zurück. Langweilig wird einem dabei nicht so schnell. Denn vom Kiteboarden auf dem Tempelhofer Feld bis zum Parkour-Workshop im Volkspark Friedrichshain ist hier für jeden Abenteuerlustigen etwas dabei. Auch Kunst und Kultur gibt es: Im Natur-Park Süd-Gelände wird gesprayt und in der Hasenheide getrommelt. Wem das alles zu exotisch ist: In Berlins Parks kann man natürlich auch ganz schlicht chillen, grillen oder picknicken. Hier sind die 33 Interessantesten:

1. Tempelhofer Feld, Tempelhof/Neukölln

Tempelhofer Feld
Parks in Berlin: Tempelhofer Feld

Das Tempelhofer Feld ist ein Spielplatz für eine ganze Stadt. Mit einer Atmosphäre die Freiheit, Kreativität und Inspiration versprüht. Die Berliner haben ihr lang umkämpftes Feld liebgewonnen und entwickeln immer neue Ideen. Bloß nachhaltig müssen sie sein und gut für die Menschen. Es gibt gemeinschaftliche Gemüsebeete, eine Einrad-Schule, Yoga und sogar einen Lachtreff. Der Tempelhofer Park erfindet sich immer wieder neu. Wo früher Rosinenbomber landeten, starten heute Lenkdrachen. Landsurfer wehen mit dem Wind über den Asphalt, Kitesurfer wagen Luftsprünge. Der Park ist mit seiner sechs Kilometer langen Rundstrecke genial für Läufer und Fahrradfahrer. Wer lieber faulenzt, schaut in die Wolken und genießt die Stille inmitten der Großstadt. Grillflächen gibt es auch. Wer braucht schon einen Garten, wenn er ein ganzes Flugfeld hat?


2. Park am Gleisdreieck, Kreuzberg/Schöneberg

Der Park am Gleis­dreieck ist das neue Schmuckstück der Berliner Grünflächen. Auf der jahrzehnte­lang umkämpften Brache zwischen dem Landwehrkanal im Norden und den Yorckbrücken im Süden ist eine Park­anlage entstanden, die es allen recht machen will. Genau genommen sind es drei Parks: der Ostpark, der Westpark und der schmale Flaschenhals. Ohne Lageplan finden sich hier nicht einmal die Eichhörnchen zurecht. Aber dafür ist auch für jeden etwas dabei: Skater rollen auf perfekt asphaltierten Rennstrecken, Kinder lernen im Natur­erfahrungs­raum den Geschmack von Holz und Matsch kennen, die Kleingärtner gärtnern klein und die Liegewiesen beherbergen sowieso alles von Akrobatik bis zu Bootcamp-Kursen. Durchbrochen wird der Eindruck des Durchfunktionalisierten nur durch Fleckchen von Gleiswildnis (inklusive Warnschildern: „Bitte nicht betreten!“). Der Park am Gleisdreieck wurde 2013 mit dem Architekturpreis Berlin, 2014 mit dem Sonderpreis Deutscher Städtebau und im Jahre 2015 mit dem Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis ausgezeichnet. Website


3. Natur-Park Südgelände, Schöneberg

Der Begriff Natur-Park ist ebenso korrekt wie irreführend. Korrekt, weil sich auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs in 50 Jahren eine Natur­insel mit seltenen Tieren und Pflanzen gebildet hat, die man teilweise nur auf Stegen betreten darf. Irreführend, weil man eine Art Dschungel mit sagenhafter Tierwelt erwartet, es sich aber nur eine Ei­dechse und ein Schmetterling zeigen. Dafür gibt es Industrie-Relikte: den rostigen Wasserturm (mit Turmfalken), die alte Dampf­lok, die überwachsenen Gleise. Und Kultur: Stahlkunst der Gruppe Odius (bisschen 80er), die Kinder-Veranstaltungs­reihe „Fräulein Brehms Tierleben“ in der Lokhalle, Theater mit der Shakespeare Company Berlin, Sprayer-Flächen. Dieser Park kostet 1 Euro Eintritt, und es wird kontrolliert! Website


4. Treptower Park, Treptow

Schön ist er mit seinen endlos grünen Wiesen und dem Rosengarten. In Wassernähe ist es immer ein bisschen voll – man kann man von hier aus zu diversen Bootsfahrten auf der Spree starten oder einfach an der Uferpromenade flanieren – aber lässt man den gut besuchten Pier und die Hauptliege­wiese hinter sich, findet man in dem weitläufigen waldähnlichen Areal viele lauschige Plätzchen – etwa am Karpfenteich. Der versteckt sich hinter dem Sowjetischen Ehrenmal. Wer einfach nur laufen will, folgt dem rund vier Kilometer langen Spreeuferweg – vorbei an der Traditions­gaststätte Zenner und der Insel der Jugend in Richtung Plänterwald. Den kann man zumindest im Frühjahr nicht verfehlen: immer dem würzigen Geruch des Bärlauchs hinterher. Hier modert hinter hohen Zäunen der still­gelegte Spreepark. Seit dem Rückkauf durch das Land Berlin kann man ihn leider nur noch von außen besichtigen. Aber es soll bald wieder Führungen geben. Derzeit sind die Dinos umgekippt und das Riesenrad dreht sich schaurig quietschend im Wind. Website


5. Jungfernheide, Charlottenburg

Jungfernheide, CharlottenburgSeine Einzigartigkeit verdankt der 146 Hektar große Volkspark Jungfernheide wohl in erster Linie dem Jungfernheideteich. Erst durch ihn ist die Idylle perfekt. Im Strandbad im Westen des zweitgrößten Parks der Stadt kann man den ganzen Tag verbringen und sich die Zeit nicht nur mit Schwimmen, sondern auch mit Beach­volleyball oder Stand-up-­Paddling vertreiben. Die schier endlos wirkenden Wege in jeden Winkel des Parks sind ebenfalls ein Paradies für Sport­ler. Neben Wiesen zum Ausruhen, unter anderem vor dem 1927 errichteten Wasserturm, gibt es auch noch eine echte Sport-Attraktion: den Waldhochseilgarten Jungfernheide, in dem sich Anfänger und Könner in bis zu 17 Metern Höhe von Baum zu Baum hangeln.


6. Großer Tiergarten, Tiergarten

New York hat den Central Park, London den Hyde Park, Berlin den Tiergarten. Berlin hatte auch mal die Love­parade. Auch die feierte ihre enthusiastischsten Momente im Tiergarten. Kurzum: Es gibt angeblich 2.500 Parks und park­ähnliche Grün­flächen in Berlin. Und es gibt den einen Berliner Park, der gar einem Bezirk den Namen gegeben  hat. Darüber hinaus geht es dem Großen Tier­garten – der Kleine grünt drüben in Moabit – wie dem Ku’damm: Man kennt ihn oder meint ihn zu kennen. Aber die ganz persönliche Eck­kneipe unter den Parks war der Tiergarten für den Berliner wohl zuletzt, als gegen­über von Bellevue noch das Hammelgrillen geduldet wurde. Dafür gibt es viele Sehenswürdigkeiten wie Denk- und Mahnmale, Brücken, die Siegessäule, das Bundespräsidialamt, das Haus der Kulturen der Welt oder den Englischen Garten anzuschauen. Website


7. Mauerpark, Prenzlauer Berg

Zugegebenermaßen ist der Mauerpark nicht wirklich ein geeigneter Ort um zur Ruhe zu kommen. Dennoch hat der Grünstreifen entlang des ehemaligen Grenzstreifens Kultstatus. Das etwas schäbige Grün auf dem ehemaligen Mauerstreifen zwischen Prenzlauer Berg und Wedding ist kein Park, sondern eine Location. Vor allem am Wochenende, wenn Kleinkünstler und Bands die Wiese bevölkern. Die sonntägliche Karaoke und der Flohmarkt haben diesen Ruf noch genährt. Ein freier Ort, der Kreative und Musiker anlockt, zum abhängen oder einfach man-selbst-sein. Das Tollste sind die Schaukeln, die einen hoch in den Himmel fliegen lassen. Auf einem Teil des Areals will ein Investor nun Wohnungen bauen. Ein geplantes Bürgerbegehren wurde vom Senat ausgehebelt. Das Gelände sei „Gebiet außergewöhnlicher stadt­politischer Bedeutung“. Darauf zumindest können sich alle einigen.


8. Bürgerpark, Pankow

Das Park-Wahrzeichen: das eindrucksvolle Eingangs­portal. Auf der großen Wiese ist die friedliche Ko­exis­tenz der diversen Pankower Lebens­entwürfe zu besichtigen. Die Bergziegen im Gehege können auch mit zwei künst­lichen Hügeln prima leben. Und beim liebevoll bewirtschaf­teten Cafй Rosenstein mittendrin müssen sie einen begabten Kreide­zeichner für ihre Menü-Tafeln haben.


9. Pfaueninsel, Zehlendorf

Mitten in der Havel liegt die circa 67 Hektar große Pfauen­insel. Wunderschön ist sie, sehr gediegen. Die Insel konnte sich ihre preußische Eleganz über die Jahrhunderte erhalten. Schon König Friedrich Wilhelm II. paddelte mit seiner Geliebten über den Fluss. Heute schippert die Fähre „Luise“ zum anderen Ufer. Dort: Romantik pur. Unter schattigen Eichen führt ein Weg vorbei an Herren­häusern zur Voliere der farbenprächtigen Pfauen. Eines der Schmuckstücke der Insel ist das 1794 erbaute weiße Schloss mit den charakteristischen Türmen und der sie verbindenden Brücke. Die Hohenzollernresidenz aus dem 18. Jahrhundert thront über dem Park und gibt einen großartigen Blick aufs Wasser frei. Von hier aus kann man den Blick über die Havel bis nach Glienicke schweifen lassen. Ebenfalls einen Besuch wert ist der Neue Garten, der weiße Ruinenbau der Meierei im Stile einer gotischen Kirche und der Wasservogelteich im Zentrum der Insel. Seit 1990 zählt die Pfaueninsel, zu Recht, zum Unesco-Weltkultur­erbe. Es wundert also nicht, dass strengere Regeln als in anderen Parks gelten. Rauchen ist verboten, genau wie Baden und das Verlassen der Wege. Wenigstens gibt es eine Liegewiese für Sonnenanbeter. Website


10. Volkspark Rehberge, Wedding

Im Rehberge-Park werden Träume wahr: Jogger und Radfahrer finden Wege zur Genüge. Kinder können sich auf den Spielplätzen austoben oder im Wildgehege Mufflons und Wildschweine beobachten. Und alle, die auf einer der weit­läufigen Wiesen ihr Buch ausgelesen haben, können danach noch das Freiluftkino Rehberge besuchen. Der Park ist groß genug, um Besuchern, die Ruhe suchen, lauschige Plätze zu bieten. Zumal er bisher weit­ab der normalen Touristenpfade liegt. Das Landschaftsschutzgebiet beherbergt einen Naturlehrpfad, einen Blindenwanderweg und Wildgehege. Der an das Gelände anschließende Schillerpark ist mit einem kleinen Spielplatz und Sportwiese ausgestattet. Besonders imposant ist der drei Meter hohe Rathenaubrunnen, der am Ende der Ahornallee sprudelt. Während des Sonnen­untergangs sind der Rathenau­brunnen sowie die Statue vor der großen Wiese Orte mit großem Romantik-­Potenzial. Für Tiefen­entspannung sorgt ein Spaziergang an den drei kleinen Seen am Park­rand zur Afrikanischen Straße hin. Wer sich lieber in einem See abkühlen als da­ran vorbeigehen will, hat es vom Volkspark Rehberge nicht weit zum Plötzensee.


11. Preußenpark, Wilmersdorf

Preußenpark, Wilmersdorf Der Wilmersdorfer Preußenpark wird unterschätzt. Hier gibt es keine Rosengärten, keine Spring­brunnen und erst recht kein könig­liches Schloss. Glanz und Gloria? Fehl­anzeige. Aber jedes Wochenende verwandelt sich der Park in eine geschäftige Freiluftküche. Wenn asiatische Köchinnen ihre Köstlichkeiten anbieten, wird das Gelände zu einem Meer aus Farben, Stimmen und Gerüchen. Dann wird es eng vor den Bambusmatten, doch das Warten lohnt. Die Preise sind in Ordnung, aber keine Schnäppchen. Und wenn der leichte Rauchschleier sich lüftet, zeigt sich die Vielfalt der asiatischen Gerichte: Auf den Gaskochern brutzeln Hähnchenspieße, Currys und Fisch. Für Vegetarier ein Muss: der Papaya-Salat. Dazu lauwarmes Bier mit Blick auf zwei Büro­hochhäuser. Erinnert an Bangkok, ein bisschen zumindest.


12. Hasenheide, Neukölln

Jahrzehntelang eine Grün­anlage mit Schmuddel-Image, verschrien als vermeintlicher Proleten-­Treffpunkt, dazu Cannabis-Dealer, die hier ihren Geschäften nachgingen, und mitten­drin die kreischbunten Maientage. Aber seit ein paar Jahren haben sich Hasenheide und Publikum geändert. Seit der Görlitzer Park der Hasenheide in Sachen Drogenverkauf den Rang abgelaufen hat und Neukölln außerdem zum In-Bezirk avancierte, hat sich der 50 Hektar große Park zum grünen Magneten gemausert. Wo vor fast 350 Jahren der Kurfürst auf Hasenjagd ging, trifft sich heute die Neuköllner Nachbarschaft zum Bummeln, Faulenzen, Sporttreiben und Picknicken. Kinder tummeln sich auf den Spielplätzen oder auf der Minigolfanlage. Beliebt ist die Hasenheide insbesondere unter Freizeitkickern, da es viele Freiflächen zum Bolzen gibt. Im den Sommermonaten findet ein Freiluftkino mit beachtlichem Angebot statt und wer es lieber bunt und lärmend mag, der kommt zu den traditionellen Neuköllner Maientagen – einem Rummel mit Wildwasserbahn, Riesenrad und jeder Menge Karussels. Gerade im Vergleich zur windigen Ebene des angrenzenden Tempelhofer Felds bietet der Park jede Menge baumbeschattete Plätzchen an riesigen Liegewiesen. Die eignen sich auch vortrefflich zum Frisbee- oder Federball­spielen. Wegen der Talformationen einiger Wiesen ist die Hasenheide außerdem Treffpunkt vieler Berliner Slacker. Die haben hier genauso viel Spaß wie die Kita­gruppen im Tiergehege zwischen Lamas und Eseln.


13. Wuhlheide, Köpenick

Perfekt für Ausflüge mit Kindern. Allein das im Volkspark Wuhlheide (städtisches Waldgebiet) gelegene Freizeit- und Erholungs­zentrum (FEZ) ist so groß, dass sich auch an Feiertagen die Kinder dort verlaufen. Dazu gehören verschiedene große Themenspielplätze, eine Theaterbühne, ein Hallenbad, ein Badesee, ein Kletterturm, die Halfpipe, der Ökogarten und so viel Ost-Flair wie das Sandmännchen: Das Hauptgebäude des FEZ wurde 1979 als Zentraler Pionierpalast errichtet. Drumherum von Vereinen organisiert: Klettergarten (ab 1,30 Meter), Park­eisenbahn (wird überschätzt), Modellpark und das Haus Natur und Umwelt, das für Kinder im Kita-Alter super ist.


14. Am Insulaner, Schöneberg

Ein Berliner Trümmerberg, dem man seine Herkunft nicht ansieht – das ist der Insulaner. 76 Meter ist der grün bewachsene Berg hoch. Den Aufstieg kann man von allen ­Seiten des Parks wagen. Oben angekommen, wartet die Wilhelm-Foerster-Sternwarte, von der aus man bis in die Krater des Mondes gucken kann. Unten auf der Erde ist es aber auch nicht uninteressant: Die ­parallel zum Prellerweg verlaufende Liegewiese ist zwar die einzige im Park, hat aber eine Mini­golfanlage, ein Beach­volley­ball­feld und Spiel­möglichkeiten für Kinder – darunter eine Kletter­anlage – zu bieten. Obwohl die Wiese perfekt ist, um sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen, ist sie nie voll. Wahrscheinlich ist das Sommerbad gleich auf der anderen Seite des Trümmerbergs zu verlockend.


15. Fritz-Schloss-Park, Moabit

Nur 15 Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt liegt der Fritz-Schloss-Park im Sportpark Poststadion. Interessanter­weise ist er sogar den meisten Mitte-Bewohnern unbekannt. Und das, obwohl er reichlich Platz für spontane Entspannung vom innerstädtischen Verkehrs- und Baulärm bietet. Es gibt Liege­wiesen zum Relaxen und Sonnen, und Familien können sich über drei Spielplätze, einen Fußballplatz und eine Minigolf­anlage freuen. Im oberen, hügeligen Teil des Parks befinden sich ein 1.000 Meter langer Rundweg für Läufer und diverse Fitnessgeräte für sportliche Übungen im Freien. Das gesamte Gelände ist von vier Seiten zu erreichen. Wer jedoch direkt zum Fritz-Schloss-Park möchte, sollte die Eingänge an der Seydlitz- oder Rathenower Straße ansteuern.

Informationen auf Wikipedia


16. Stadtpark Steglitz

Hinter dem orangefarbenen Hochhaus am Steglitzer Damm erstreckt sich die grüne Oase des Bezirks. Der große Hauptweg führt vorbei an einer Liegewiese mit Kirschbäumen, hin zum zentralen Rondell am Springbrunnen. Auf der Freiluftbühne finden im Sommer Konzerte statt, am gegenüberliegenden Rosengarten sitzt man ungestört mit Blick auf das Seerosenbecken. Die leicht hügelige Parklandschaft mit Birken und Magnolienbäumen bietet kleine Nischen zum Entspannen und gemütlichen Beisammensitzen. Viele Bäume spenden ausreichend Schatten. Und bei einem Spaziergang durch den Park eröffnen sich Blicke auf verwunschene Teiche, in denen Enten schwimmen und manchmal sogar Graureiher gesichtet werden. Viele Spielplätze und eine Minigolfanlage sind das Kinder-Aktivprogramm. Überquert man die Sedanstraße, findet man sich im westlichen Teil des Parks auf einer Liegewiese wieder. Sie erinnert mit ihren knorrigen Bäumen und Trauerweiden an einen verwunschenen Wald. Ein schöner Ort, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen.


17. Humboldthain, Wedding

Humboldthain, WeddingSobald die Sonne sich im Wedding blicken lässt, wird der Humboldthain, Berlins zweit­ältester Volkspark aus dem Jahr 1869, zum Treffpunkt. So picknickt hier die türkische Großfamilie neben der Studentengruppe, und unter Wasserpfeife rauchenden Jugendlichen entdeckt man den ein oder anderen zugezogenen Hipster. Das Sommerbad Humboldthain zieht besonders junge Besucher an, während Yoga-Fans auf der großen Wiese in der Parkmitte Platz für ihren Sonnengruß finden und Romantiker sich etwas entfernt vom Trubel über einen idyllischen Parkteil mit Rosengarten, Brunnen und Skulpturen freuen (Foto). Passionierte Läufer können sich hingegen im Berg- und Treppenlaufen üben: 85 Meter hoch ist der einstige Flakturm aus dem Zweiten Weltkrieg. Das Innere des Flakturms kann bei einer Führung des Berliner Unterwelten e.V. erkundet werden. Der zweite ehemalige Flakturm wurde gesprengt und die Fläche mit Trümmerschutt bedeckt – sie dient heute im Winter als Rodelbahn. Im Sommer ist sie eine gute, weil ruhigere Liege-Alternative zur Hauptwiese.


18. Naturpark Marienfelde, Tempelhof

Wer hier durch die künstlich angelegte Hügellandschaft läuft, flaniert über vier Millionen Kubikmeter Haushaltsmüll. Von 1950 bis 1981 lud die Mauer­stadt West-Berlin hier all ihren Müll ab. Vor 14 Jahren gab es eine Methan-Explosion und der Park wurde für vier Jahre geschlossen. Heute sind die 40 Hektar für alle Besucher geöffnet, es gibt einen 1,5 Kilometer langen Natur­erlebnis­pfad und sogar Bergwiesen und einen Alpengipfel. Der liegt zwar nur in 77 Meter Höhe, bietet aber einen phänomenalen Blick über das südliche Berlin, von Schönefeld auf der östlichen Seite bis zum Grunewaldturm im Westen. Auf der nördlichen Seite des Parks liegt der Schattenteich, ein künstlich angelegtes Flachwasser, in dem sich Kröten, Libellen, Ringelnattern und Zaun­eidechsen tummeln. Mehr Infos

 


19. Botanischer Garten, Steglitz

Neben Workshops für kleine Gartenfreunde und Kindergeburtstagen finden regelmäßig Führungen im Botanischen Garten statt, die thematisch perfekt auf Kinder zugeschnitten sind. Woher kommt die Schokolade, wie sieht ein Gummibaum aus? Welche Pflanze kann sich am schnellsten bewegen? Das sind Fragen, die selbst Erwachsene interessieren dürften. Beim Streifzug durch das Botanische Museum gibt es ebenfalls viel zu entdecken, etwa fliegende und schwimmende Pflanzen. Dafür kostet die Grünfläche aber auch 6, erm. 3 Euro Eintritt. www.botanischer-garten-berlin.de


20. Botanischer Volkspark Blankenfelde-Pankow

Aus einem 1909 vom Stadtgartendirektor Albert Brodersen angelegten Schulgarten entwickelte sich eine Botanische Anlage mit Wasser- und Steingärten, Staudenbeeten und altem Baumbestand. Hauptattraktion ist die Blüte der „Königin der Nacht“. Und der Eintritt ist mit einem Euro (ab 15 Jahren, darunter frei) auch ziemlich human. Website


21. Britzer Garten, Neukölln

Das einstige, mit einem See versehene Gelände der Berliner Bundesgartenschau von 1985 hat sich zu einem veritablen Park gemausert. Vor allem Eltern von Kleinkindern schätzen es sehr, dass hier weder Fahrradfahren erlaubt ist noch Hunde ausgeführt werden dürfen. So kann der Nachwuchs ungestört auf den topgepflegten, saftig-grünen Wiesen tollen und auf den Wegen gefahrlos verträumt die Blumenmeere betrachten. Außerdem lockt eine riesige Spiellandschaft mit – im Sommer – Wasserspielanlage und einem Lehmdorf. Schafe, Ziegen und Esel grasen auf Weiden und im Freilandlabor kommen kleine Naturforscher auf ihre Kosten. Erwachsene zahlen 2 Euro, Kinder bis 14 Jahren 1 Euro Eintritt. Website


22. Bürgerpark Marzahn

Der Bürgerpark bildet den grünen Mittelpunkt des Wohngebietes. Er ist nicht nur einer der größten Parks von Marzahn-Hellersdorf, sondern auch der vielleicht schönste. Eingebettet zwischen den Silhouetten der Häuserzeilen, ist der Park eine gelungene Mischung aus Parklandschaft, Freizeit- und Erholungsstätte. Die beiden Teiche, zwei großzügige Liegewiesen, ein Kinderspielplatz, eine Vielzahl von Wegen, großzügige Busch- und Baumflächen, weitläufige Beetflächen, das Kinderbad „Platsch“ sowie ein schön gestaltetes Klinker-Blumenrondell bilden ein harmonisches Miteinander.


23. Bürgerpark Pankow

Der Bürgerpark in Berlin-Pankow ist einer der sehenswertesten in Berlin. Er entstand 1856 als Privatbesitz, seit 1907 ist er in kommunalem Eigentum. Wechselvolle Perioden hat er durchlebt und blieb doch fast unberührt von ihnen. Zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter trifft man hier zahlreiche Spaziergänger jeden Alters. Die Bänke sind gut gefüllt, die Wiese bevölkert. Die Tiergehege mit Bergziegen und die Volieren finden ihre Freunde ebenso wie die kleine Parkbücherei. Im Bürgerparkcafй gibt es Kaffee und leckeren Kuchen, Würstchen und selbstgemachte Buletten. Website


24. Freizeitpark Tegel

Ein Gelände von 5.000 Quadratmetern lädt ein zum austoben nach Herzenslust. Wer möchte kann im Freizeitpark Tegel mit der Seilbahn durch den riesigen Seilzirkus sausen, Fußball, Tischtennis, Volleyball oder Tennis spielen, auf dem großen Abenteuerspielplatz herumtollen oder mit dem Tretboot über den Tegeler See fahren. Das passende Equipment ist vor Ort ausleihbar und für die Stärkung zwischendurch gibt es einen Imbiss. Der Freizeitpark ist ganzjährig frei zugänglich. Bei warmen Temperaturen gibt es ein großes Planschbecken.


26. Gärten der Welt, Marzahn

Während Eltern die asiatische Gartenbaukunst bewundern oder im neu eröffneten italienischen Renaissance-Garten lustwandeln, irren Kinder mit Eis in der Schnute durch das Heckenlabyrinth oder toben auf den Spielplätzen herum. Die ganz mutigen Kids versuchen sich an die beiden Riesenschaukeln zu hängen oder erklimmen den angrenzenden, ca. 100 Meter hohen Kienberg. Für die IGA wird das Gelände gerade gründlich aufgehübscht, unter anderem mit einer Seilbahn zum Berg und ist erst ab April 2017 wieder betretbar. Website


27. Freizeitpark Marienfelde, Tempelhof

Dass der hügelige Park früher mal eine Müllkippe war, davon ist heute nichts mehr zu sehen. Beliebt ist das Gelände vor allem bei Skatern und Bikern – dank der großen Skate-Anlage im nördlichen Teil. Und wegen der Gipfel, die es zu erklimmen gilt – die höchste Erhebung misst immerhin 75 Meter. Im Naturschutzpark können Besucher zahlreiche seltene, teils sogar gefährdete, Tiere und Pflanzen hautnah erleben. Beispiele sind Moorfrosch, Knoblauchkröte, Zauneidechse. Außerdem leben hier über 40 Brutvogelarten wie Pirol, Nachtigall, Teichrohrsänger,Turmfalke und Neuntöter. Website


28. Schloss und Landschaftsgarten Glienicke, Zehlendorf

Prachtbauten und Lustgärten aus der Schinkelzeit sind in Klein-Glienicke zu einer weitläufigen, romantischen Anlage am Ufer des Jungfernsees gestaltet worden. Ausstellungen zur Geschichte der preußischen Hofgärtner sowie zur Potsdamer Gartenlandschaft befinden sich im Schloß. Die Glienicker Brücke als Grenzübergang vor dem Parktor, auf der Spione ausgetauscht wurden, zählt zu den Symbolen des Kalten Krieges. Im Jahr 1990 wurde das Schloss Glienicke und der zugehörige Park als eines der „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“ in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Website


29. Viktoriapark, Kreuzberg

Ein Wasserfall – mitten in Berlin! So erleben auch Stadtkinder ein kleines bisschen Bergidylle. Nach einem Bummel auf der Bergmannstraße lassen sich hier herrlich die müden Füße kühlen. Oder man klettert auf den Kreuzberg und zeigt Nachwuchsberlinern oder Berlinbesuchern von dort oben die Stadt aus einer anderen Perspektive.


30. Volkspark Friedrichshain

Zwischen Friedrichshain, Mitte und Prenzlauer Berg erstreckt sich das Areal des Volksparks Friedrichshain. Auf drei verschiedenen Spielplätzen und einem Bolzplatz können sich Kinder austoben, für die Großen gibt es Sportmöglichkeiten wie Tennis, Tischtennis, Beachvolleyball und eine Halfpipe zum Skaten. Sehen und gesehen werden lautet das Motto auf der Terrasse des Cafй Schoenbrunn. Mit Blick auf den Schwanensee trinkt dort ein junges Szenepublikum Latte Macchiato.


31. Volkspark Mariendorf, Wilmersdorf

Der Volkspark Mariendorf entstand zwischen 1923 und 1924. Er ist 13 Hektar groß und erstreckt sich zwischen dem Mariendorfer Damm, der Rixdorfer Straße und der Prühßstraße. In der Nähe des Mariendorfer Damms befindet sich der Blümelteich. 1938 wurde er als erster Modellsegelteich Berlins bekannt. Der Volkspark Mariendorf bietet viele harmonisch angeordnete Sitzmöglichkeiten, Blumenbeete, Wiesen, einen Sommerblumen-, einen Rosen- und einen Azaleen- und Sumpfpflanzengarten. Der südöstliche Teil des Parks ist als Landschaftspark mit mehreren kleinen Pfuhlen angelegt.


32. Volkspark Prenzlauer Berg

Dieser Park bietet vor allem ausgedehnte Wege, gesäumt von verschiedensten Wildgewächsen. Es gibt unzählige Laubbäume, die an vielen Stellen so dicht wachsen, dass man den Eindruck gewinnt, man gehe tatsächlich in einem Wald spazieren. Die große Grünfläche am Haupteingang des Parks lädt zum Sonnenbaden, Picknicken und im Winter zum Rodeln ein.


33. Volkspark Schöneberg-Wilmersdorf

Den Wilmersdorfern muss man ihren Volkspark nicht lange schmackhaft machen oder erklären, da sie ihn von ihren Spaziergängen oder sonstigen Ausflügen her kennen – mit oder ohne Knirpse im Gepäck. Vielleicht verirren sich aber auch Fremdbezirkler dorthin, wenn sie von dem Angebot hören: Neben Liegewiesen und bepflanzten Flächen gibt es etliche Sport- und Spielplätze, darunter auch einen Tennisplatz (eigenes Netz mitbringen!).


Fotos: Constantin Weeg, Juliane Fiegler, Harry Schnitger

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