Berlins Beste

Die besten Biergärten in Berlin

Was kann schöner sein, als an einem lauen Tag unter Bäumen zu sitzen und mit Familie, Freunden oder Geliebten ein kühles Bier zu trinken? Die Berliner Biergärten ­bieten dazu die perfekte Kulisse

BRLO Biergarten, Foto: FA Schaap

1. Alte Börse Marzahn
Langsam wächst das Kulturareal zwischen Marzahn und Lichtenberg. Neue Mieter – etwa die Fjord Coffee Roasters – tun der Alten Börse gut. Neben dem bekannt guten Bier gibt es ein zunehmend umfangreicheres kulinarisches Angebot. Topfgerichte jeglicher Art sind die Spezialität des Hauses, und mit einem Chili sin Carne werden hier sogar Veganer und Vegetarier glücklich. In der Braustube und im Biergarten wird dazu das selbst gebraute Marzahner ausgeschenkt. Wem’s schmeckt, der kann bei einem Braukurs lernen, wie Bier gemacht wird.

Zur Alten Börse 59, Marzahn, Tel. 55475132, Mo–So 14–22 Uhr, www.braustube-marzahn.de

2. Birgit und Bier
Ein ehemaliges Garagengelände am Schleusenufer 3 hat sich in nur zwei Jahren zu einer der beliebtesten Spielwiese Berlins gemausert. Birgit & Bier folgt keinem klassischen Konzept und lässt sich dadurch nicht in eine Schublade stecken. Birgit & Bier, das ist Club, Biergarten, Bar und Rummelplatz, ein Ort zum Träumen und um dem Alltag zu entfliehen – einfach der Sommernachtstraum der Berliner Clubszene, in dem ein einzigartiges Bier zu entdecken ist – Pilsner Urquell Tankbier. Streetfood-Stände sowie eine Bar mit Wein und Craft-Beer-Sorten sorgen für das leibliche Wohl. In den späteren Abendstunden gibt es dann Cocktails und DJ-Musik zum Tanzen.

Schleusenufer 3, Kreuzberg, tgl. ab 14 Uhr; Clubnächte am Fr+Sa ab 23 Uhr: 12 € (ab 21 Uhr 6 €)
www.birgit.berlin

3. BRLO Biergarten
Als das Bier namens BRLO zum ersten Mal durch Berlin schwappte, dachte man an ein smartes Startup mit guten Gespür für den flüssigen Zeitgeist. Trank man aber die Flasche aus, schmeckte man, dass mehr dahintersteckt: Handwerk, Herzblut. Was fehlte, war die eigene Brauerei. Die ist, als temporäre Containerarchitektur, direkt im Park am Gleisdreieck entstanden und betreibt einen sympathischen Baustellenbiergarten. Der ist auch deshalb ein Geschenk, weil es zu handwerklichem Bier noch viel zu selten ebensolches Essen gibt. Ben Pommer – gebürtiger Berliner mit Sterneküchenerfahrung – hat das Gastrokonzept entwickelt. Klar gibt es Fleisch: zarte Rips aus dem Smoker oder ein fast ins Indische getwistetes Chicken-Sandwich. Wirklich großartig ist aber das Gemüse, der im Ganzen gegarte Blumenkohl, die fermentierten Pickles, das Spiel von Säure, Süße, Raucharomen. Und: Zu jedem Teller gibt es eine Bier­empfehlung.

Schöneberger Straße 16, Kreuzberg, Tel. 0151-74 37 42 35, Mo–Fr ab 14 Uhr, Sa+So ab 12 Uhr, www.brlo-brwhouse.de

4. Café am Neuen See
Der Klassiker, an dem man einfach nicht vorbeikommt. Sobald die Sonne scheint, strömen Zwei- und Vierbeiner in das Biergarten-Café im Tiergarten am Neuen See. Der
SB-Bereich ist längst zu einem eigenen Pavillon mit mehreren Kassen, Kochstationen und ­Getränkeausgabestellen ausgebaut worden, an denen man sich wie in einer Kantine Brezeln, Pizza, Weiß- und ­Bratwürste, Pastagerichte, Leberkäse, Radler und Weizenbier holen kann.

Lichtensteinallee 2, Tiergarten, Tel. 254 49 30, Restaurant: tgl. ab 9 Uhr, Biergarten: Mo–Fr ab 11 Uhr, Sa+So ab 10 Uhr (stark witterungsabhängig), www.cafeamneuensee.de

5. Maria und Josef
Bayern mitten in Berlin? Doch das geht! Im großen Biergarten des Maria und Josef gibt es nicht nur bayrischen Gerstensaft, auch die Schmankerln sind süddeutsch. Zum Beispiel Haxen und Obatzda, dazu ein gutes Maß Bier auf den blau-weißen Tischdecken, und man wähnt sich fast in München.

Hans-Sachs-Straße 5, Steglitz, Tel. 75 63 31 02, tgl. ab 12 Uhr, www.mariaundjosef.com

6. Mauersegler
Am Sonntag ist der Mauerpark ein Hotspot, im nebenan liegenden Mauer­segler ist das im Sommer die ganze Woche so. Es gibt frische Biere, man kann grillen, dazu gibt es Snacks und Kaffee. Die größten ­Fußballspiele werden live übertragen, und am Sonntag kann man von nebenan den Karaoke-Sängern zuhören. Die ­zentrale Erholungsstation des Mauer­parks.

Bernauer Straße 63/64, Wedding, Tel. 97 88 09 04, Biergarten: Mai–Okt tgl. 14–2 Uhr, www.mauersegler-berlin.de

7. Milchhäuschen
Direkt am Weißen See stand einst ein Milchhäuschen, in dem Milch und Milchprodukte verkauft wurden. Seit DDR-Zeiten wird es als Gaststätte genutzt. Vom historischen Häuschen ist heute nichts mehr zu erkennen. Oberhalb des Seeufers steht ein eckiger Pavillon mit Glasfront, hübsch in Blau und Gelb eingerichtet. Die sonnige Terrasse hat zwei Ebenen und bietet etwa 100 Plätze. Ruhig und entspannt geht es in dieser Knapp-unter-chic-Location zu. Man kann frühstücken, allerdings nur von 10 bis 11.30 Uhr. Den ganzen Tag gibt es aber Herzhaftes wie Matjes oder Nürnberger Bratwürste und auch ­Süßes in Form von appetitlichen Kuchen oder Eisbechern.

Parkstraße 33a, Weißensee, Tel. 927 11 44, Apr–Sept Di–Sa 10–23 Uhr (Küche bis 21 Uhr), So 10–19 Uhr, Okt–März Di–Sa 10–22 Uhr (Küche bis 20 Uhr), So bis 19 Uhr, www.milchhaeuschen-berlin.de

8. Prater Biergarten
Mit fast 170 Jahren auf dem Buckel gilt der Prater Garten als der älteste Biergarten der Stadt. Hier treffen sich Anwohner, Geschäftsleute, Studenten und internationale Szenetouristen mitten in der Stadt unter Kastanien­bäumen. Das süffige Prater Pils kommt aus einer Brauerei in Frankfurt an der Oder, das Essen frisch vom Grill, die gute Laune ganz von selbst.

Kastanienallee 7-9, Prenzlauer Berg, Tel. 448 56 88, April bis Sept. bei schönem Wetter tgl. ab 12 Uhr, www.pratergarten.de

9. Schleusenkrug
Weil der Schleusenkrug mitten im Tiergarten liegt, ist er – obwohl nur einen Katzensprung vom Bahnhof Zoo entfernt – eine Art Ausflugslokal: drinnen recht eng, draußen auf den Holzstühlen und Bierbänken ziemlich groß. Im Sommer ist der Grill (Neuland Fleisch) geöffnet, überhaupt hat die Qualität zuletzt merklich angezogen. Ganzjährig gibt es eine saisonal ausgerichtete Wochenkarte mit Suppen, Salaten, Flamm­kuchen und mehreren Hauptgerichten.

Müller-Breslau-Straße, an der Tier­gartenschleuse, Charlottenburg, Tel. 313 99 09, tgl. 10–24 Uhr, Frühstück 10–14 Uhr, warme Küche 12–22 Uhr, www.schleusenkrug.de

10. Urban Spree
Auf dem riesigen Ausgehareal an der Revaler Straße befindet sich am Ende zur Warschauer Straße hin der 900 Quadratmeter große Biergarten und versprüht Baustellencharme in kreativer Kiezlage. Urban und doch gemütlich. Abgerundet wird der ganze Spaß mit verschiedenen kulturellen Angeboten (drinnen wie draußen) und ein wenig Street Food.

Revaler Straße 99, Friedrichshain, Tel. 74 07 85 97, Di–Do 12–24 Uhr, Fr+Sa 12–3 Uhr, So 12–24 Uhr, www.urbanspree.com

11. Brauhaus Spandau
Der rote Klinkerbau war einst eine Dampfwäscherei. Die kupfernen Braukessel und das Holzmobiliar passen zum deftigen Essen: von der Bulette bis zum Schweineschinken in Braunbier geschmort, mit Sauerkraut und Semmelknödeln. Sonntags gibt’s Livemusik, Spandauer Großfamilien belagern dann den Biergarten. Wer den Heimweg nicht mehr findet, kann im zugehörigen Hotel übernachten.

Neuendorfer Straße 1, Spandau, Tel. 353 90 70, So–Do, So 10–24 Uhr, Fr–Sa 10–1 Uhr, www.brauhaus-spandau.de

12. Pfefferbräu
In der alten Schankhalle der historischen Brauerei und genauso auf der Sonnenterrasse über der Schönhauser Allee bekommt man Schmalzstullen, Leber, Wildschweinbouletten – und das köstliche „Treberbrot“. Vor allem aber bekommt man das Bier, das hier seit 2013 gebraut wird. Das Pfefferbräu, ein knackiges Helles mit einer kräftigen Würze und ausgeprägten Hopfennoten, ein dunkles Malzbier, naturtrüb im Glas und mild im Geschmack, und dazu ein Alt mit kräftiger Hopfenbitterkeit und leichter Nuss-Karamell-Note. Dass Braumeister Thorsten Schoppe sein Handwerk versteht, beweist er schon länger im Brauhaus am Südstern.

Schönhauser Allee 176, Prenzlauer Berg, Tel. 47 37 73 62 40, Biergarten bis 30.9.: Di+Mi ab 18 Uhr, Do+Fr ab 16 Uhr, Sa+So ab 14 Uhr, während der EM 2016 tgl. ab 14 Uhr, www.pfefferbräu.de

13. Stone Brewinig im Marienpark
Als ambitioniert lässt sich das Vorhaben von Greg Koch schon bezeichnen – eine Brauerei in Marienfelde für 25 Millionen Euro zu bauen. Doch Koch ist kein Schaumschläger – seine Firma „Stone Brewing“ gehört zu den erfolgreichsten Craft-Beer-Herstellern in den USA. In einem ehemaligen Gaswerk entstand auf fast 10.000 Quadratmetern ein Themenpark für Fans des gehaltvollen Hopfensaftes. Rund 45 Minuten braucht man mit dem Fahrrad aus Mitte in den Biergarten mit Im

Marienpark 23, Tempelhof, Mo–Fr 16–24 Uhr, Sa+So 12–24 Uhr, www.berlin.stonebrewing.com

14. Bierhof Rüdersdorf
Zwischen Industriebrache und Technoclub versteckt sich der Biergarten vom Berghain. Aus einer Betonstele plätschert das Wasser, eine erhöhte Plattform fängt die letzten Sonnenstrahlen ein. Am Grill richtet das Team von Schiller Burger die Bratlinge an. Dazu ein Bier vom Fass und die urbane Idylle ist perfekt.

Rüdersdorfer Straße 70, Friedrichshain, Tel. 29 36 02 15, im Sommer bei gutem Wetter tgl. ab 17 Uhr, So ab 10 Uhr, www.bierhof.info

15. James Biergarten
Melanie del Canton könnte man aus der Knaackstraße kennen, wo sie einen exzellent kuratierten Kosmetikladen betreibt. Kuratiert ist auch der von ihr initiierte Biergarten knapp vor den Toren Berlins. Es gibt Andechser Bier, Bio-Bratwurts und noch ein paar ehrliche Kleinigkeiten. Mehr braucht es nicht für einen Nachmittag im Grünen. Oder eine Pause auf der Rad oder Wandertour.

16341 Panketal, Hobrechtsfelderdorfstraße 30a, Sa 13-20 Uhr, So 11-19 Uhr, zusätzliche Sommeröffnungszeiten siehe Webseite: www.james-hobrechtsfelde.de

16. Golgatha
Von diesem gemütlichen Biergarten ist es ein Katzensprung zu den vielen Sehenswürdigkeiten im Viktoriapark: zum Streichelzoo am Fuße, zum Rundum-Ausblick auf der Spitze des Kreuzbergs und zum plätschernden Wasserfall dazwischen. Das Golgatha stillt Hunger und Dürste und vollendet damit einen gelungenen Parkspaziergang.

Dudenstraße 40, Kreuzberg, Tel. 785 24 53, Mo-So ab 9 Uhr, www.golgatha-berlin.de

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