unter der stadt

Unterirdische Orte und Führungen in Berlin

Ab nach unten: Berlins Untergrund ist transparenter als vermutet. Denn ob Vereine, kommerzielle Stadtführer oder ­städtische Betriebe: Immer mehr Anbieter laden zu Exkursionen in die hauptstädtische Unterwelt. Bunkeranlagen, U-Bahn-Röhren oder Atombunker können so besichtigt werden.

Berliner Unterwelten
Bild: imago images / Future Image

Berliner Unterwelten e.V.

Der Verein ist der Goliath unter Berlins Untergrund­experten. Er betreibt ein eigenes Museum und hat in Sachen Unterwelten-Führungen vom Atomschutzbunker an der U-Bahnstation Pankstraße bis hin zur Kindl-Brauerei in Neukölln die unterschiedlichsten Orte in seinem Portfolio. Seit Januar 2017 sind Führungen in Deutschlands erster U-Bahn-Röhre, im AEG-Versuchstunnel, geplant.

Berliner Unterwelten e.V., Brunnenstr. 105, Wedding, zwischen dem 23. und 26. Dezember 2019 sowie am 1. Januar 2020 finden keine Führungen statt. Das gesamte Führungsprogramm finden Sie unter www.berliner-unterwelten.de


Schattenreich und Unterwelt

Der Verein „Unter Berlin e.V.“ unternimmt mit Neugierigen vor allem Touren in alte Brauereikeller, die Gewölbe historischer Wasserspeicher oder an Orte, wo einst Tunnel lagen, über die Bürger der DDR nach Westberlin fliehen wollten. Mit dem Untergrund beschäftigt man sich aber auch im übertragenen Sinne: Nämlich mit den Orten im Schattenreich, wo sich Illegale, Agenten oder Kriminelle verbargen.

Unter Berlin e.V., Nächste Führung 07.12.2019, 14 Uhr, Einblicke in den „Prenzlauer Berg von unten“, Schönhauser Allee Ecke Saarbrückerstr.,
555 70 751, www.unter-berlin.de


U-Bahn-Tunnelwanderungen Innsbrucker Platz

Die Secret Tours Berlin führen im Rahmen öffentlicher oder privater Führungen an Orte wie das Stasigefängnis Hohenschönhausen, zu anderen verwunschenen Lost Places, in versteckte Hinterhöfe, Künstlerresidenzen oder zu historischen Bauwerken mit besonderer Geschichte. Öffentliche Stadtrundfahrten finden täglich statt und starten zu drei verschiedenen Zeiten am Potsdamer Platz. Das Angebot ist aber breit, ein Blick auf die Webseite lohnt sich.

Secret Tours Berlin, Rauchstr. 11, Tiergarten, täglich verschiedene, öffentliche Führungen, 82 09 67 51, www.secret-tours.berlin


Verborgene Orte im Flughafen Tempelhof

Das ab 1936 entstandene Gebäude des Flughafens Tempelhof ist von Legenden umwoben. Die Führung „Verborgene Orte“ geht diesen Mythen buchstäblich auf den Grund und ermöglicht den Besuchern Zugang zu Kellergewölben, kilometerlangen Tunneln und unterirdischen Geschossen.

Flughafen Tempelhof, Platz der Luftbrücke 5, Tempelhof, die Öffnungszeiten des Führungsbüros sind Mo-Fr 9-17 Uhr, Sa, So 9-16 Uhr, www.thf-berlin.de


Tunneltours

Berlins unterirdische Verkehrswege sind das Revier von Dominic Poncé – einem BVG-Mitarbeiter, der seinen Job von der Pike auf gelernt hat – und seinen Kollegen von Bv2go. Zum Programm gehören zum Beispiel eine Tour durch einen stillgelegten Tunnel am Innsbrucker Platz, eine fotografische Tour durch die Malzfabrik oder eine Tour entlang der Friedhofsbahn nach Stahnsdorf.

Tunneltours, Bessemerstr. 2, Schöneberg, das gesamte Führungsprogramm finden Sie unter www.tunneltours.de


Arbeitsgemeinschaft Berliner U-Bahnen e.V.

Der Verein betreibt nicht nur ein Museum zur Berliner U-Bahngeschichte, sondern lädt regelmäßig auch zu Fahrten mit historischen U-Bahnen oder zu Tunnelführungen ein.

Arbeitsgemeinschaft Berliner U-Bahnen e.V., Rossitterweg 1, Charlottenburg, Öffnungszeiten des U-Bahn-Museums 10.30-15-30 Uhr, Aktuelles unter www.ag-berliner-u-bahn.de


U-Bahn-Cabrio-Tour der BVG

Während der Fahrten im umgerüsteten, offenen Bauwagen geht den Teilnehmern in Sachen U-Bahn ein Licht auf: Auf einer speziell zusammengestellten Strecke passieren sie unterirdische Abstellanlagen oder Rangierbahnhöfe und erfahren spannende Details zu Berlins U-Bahn-Geschichte.

Cabrio-Tour BVG, Tickets für die erste Jahreshälfte 2020 sind voraussichtlich wieder ab ca. Anfang März buchbar unter www.bvg.de/de/service/berlin-erleben


Spionagetunnel im Alliiertenmuseum

Der Spionagetunnes Foto: AlliiertenMuseum

Mit dem Ziel, die sowjetische Militärkommunikation anzuzapfen, bauten der amerikanische Nachrichtendienst CIA und der britische SIS von 1953 bis 1955 einen geheimen Tunnel vom Ortsteil Rudow im amerikanischen Sektor Berlins nach Altglienicke im sowjetischen Sektor. Ein Original-Segment dieses Tunnels ist im Alliiertenmuseum zu besichtigen.

Alliiertenmuseum, Clayallee 135, Zehlendorf, Di–So, 10–18 Uhr, Eintritt frei
www.alliiertenmuseum.de