Fotografie

„Die fotografierte Ferne. Fotografen auf Reisen 1880–2015“ in der Berlinischen Galerie

Es begann als Kunde aus fremden Ländern.  Mitte des 19. Jahrhunderts machten sich Fotografen mit riesigen Plattenkameras auf den Weg, um mit Bildern von exotischen Menschen und Landschaften ihr Geld zu verdienen

Erich Salomon: Überfahrt nach Ellis Island

Ihr Markt war Mitteleuropa, und so bestätigten ihre Fotos geflissen die eurozentrischen Vorurteile der Kundschaft. Erst Ende der 1920er ­Jahre reisten Fotografen wie Erich Salomon, Tim Gindal oder Marianne Breslauer in fremde Länder, um neue Erfahrungen im Stil der Reportage in Bilder zu übersetzen. Seit den 1990ern fahren auch konzeptuell arbeitende Fotokünstler um die Welt, um Phänomenen wie dem modernen Massentourismus (Karl von Westerholt), der Signifikanz der Oberfläche (Wolfgang Tillmans) oder der durchlässigen Grenze von Fiktion und Dokumentation  nachzugehen. Die Berlinische Galerie erkundet die Geschichte der Reisefotografie 1880 bis 2015 mit 180 Bildern von 17 Fotografen.

Die fotografierte Ferne. Fotografen auf Reisen 1880–2015 Berlinische Galerie, Alte Jakobstr. 124-128, Kreuzberg, Mi–Mo 10–18 Uhr, 19.5.–11.9.

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